Weiß

Die Schneemassen belagern Österreich. Das Weiß ist allgegenwärtig. Deshalb widmet sich Tuning Up in dieser Sendung dem Thema: Weiß.
Mit Musik von S.L.Weiss, Lenny White, den White Stripes, aber auch von Cream, Tomorrow u.a.

Nachzuhören unter: https://cba.fro.at/392652.

Battle&Hum#93

Samstag 15.12.2018 (Stairway zum Nachhören)

Willkommen zum festlichen Adventsingen in Battlehum!

the playlist:

MC Randy Andy’s Myrrhe:

DJ Ridi Mama’s Weihrauch:

  • 1. Jugo Ürdens (yugo) – yugo
  • 2. Ernie Freeman combo (?) – comin‘ home baby
  • 3. Michael Jackson (single) – who is it

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.“ (Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, Artikel 1 )

Zum 25. Todestag von Frank Zappa

Am 4.12. 1993, also vor 25 Jahren, ist Frank Zappa von uns gegangen. Dies nimmt sich Tuning Up zum Anlass,um mit seinen Hörer*innen in das Zappa’sche Universum einzudringen. Die unbändige Schaffenskraft – Zappa war ein wahrer Workaholic – hat sich zu Zappas Lebzeiten in 66 offiziellen Alben niedergeschlagen. Aber auch nach Zappas Tod war der Zappa Family Trust nicht untätig und hat in den letzten 25 Jahren ganze 55 Alben veröffentlicht – viele von ihnen als Mehrfach-Tonträger. Tuning Up widmet sich nun ausschließlich diesem reichen Nachlass, wobei hier auch viele bekannte Stücke in anderer Form wiederauftauchen.

Nachzuhören unter: https://cba.fro.at/389805.

Jean-Luc [CC BY 2.0, via Wikimedia Commons]

Aber eine Stunde Sendung war für Tuning Up hier nicht genug. Deshalb haben sie sich für diesen Anlass mit Wolfgang Baumgartner zusammengetan und in dessen Radiofabrik-Sendung Jazzcafé, am Mittwoch den 5.12.2018 um 21 Uhr, wird der Jazzfaktor in Zappas Schaffen ausführlich behandelt.

Jazzcafe nachhören unter: https://cba.fro.at/390062.

„Music is the best“ (Frank Zappa in Packard Goose aus Joe’s Garage Act III).

Dying Surfer meets His Maker

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 11. November – Wir stellen euch diesmal das nämliche Album der genre-auflösenden Band All Them Witches vor. Sie kommen zwar aus Nashville, ihr Sound hat jedoch kaum etwas mit jener Musikwelt gemein, für die das Country-Mekka in Tennessee sonst so berühmt ist. Und auch die Einsortierer des zwangsviereckigen Schachterluniversums stoßen bei All Them Witches heftig an ihre Grenzen. Noch nie habe ich so viele verschiedene Bezeichnungen für ein spezielles Musikgenre gelesen, die allesamt nicht wirklich oder nur teilweise zutreffen. Anstatt den ganzen Schas von Klappersdorf hier abermals anzuführen, sei lediglich auf die Selbstbeschreibung der eigenwilligen Musikkapelle verwiesen: “Psychedelta”. Folgerichtig hat auch der Hase “Dying Surfer meets His Maker” eigenwillig erlebt:

Dying Surfer meets His Maker (Ausschnitt)Sterbender Wellengänger erfährt seine Schöpfung

all diese Hexen in ihren Baracken, den Schlössern der Obdachsuchenden, mit ihren versteckten Käfigherzen, ihren Leidtrögen, liegen gebettet auf Herbstlaub und zerlumpter Seide, geprüft und gefoltert vom Leben, vom Leben der Anderen, gestillt ihren Hunger mit Erde und Rausch, und beten allsamt zur Mutter der Berge, zum Vater der Flut, zum Kind der endlosen Leere, zum Getier in der Wirrnis der Wüste : dort suche ich tanzende Zeichen im Himmel, die mir das Auge versprach, das ich sah, als sich Rinde und Blattwerk erkannten : gekrönt sind wir nächtens von Licht : heiße mich Stern, heiße mich Schwärze, ich beiße nicht, ich bin leiser Verzicht, heiseres Eingestehen, unstetes Branden : du wartest in weißer Gewandung vor dem Schlund der sandenen Ödnis im Zwielicht deiner Erwartung, während der Sturm sich entfächert : wir im Zentrum, im innersten Gefecht, Gesicht, das wir zu sehen bereit sind, wenn wir uns hingeben den heilenden Wogen des Winds, die uns trügen zu unseren Schatten, die warten geduldig, un.fassbar : Asche zu Asche zu Asche zu Staub zu Wind zu Atem zu Haut zu Feuer zu Asche zu Staub der Sterne, im Sande der Wüste gespiegelt, in den Tränen der Dornen, der Gräser, Kakteen, dem Blut der Schamanen, dem Glänzen der fallenden Hülsen : wir schweigen uns aus : wir setzen den Stein : wir legen die Sicht : wir fürchten mutig nur uns : es bleibt stets anders, verformt, neugeflochten, immer wieder : langsam ernüchtern : vorbei am langen Schlaf, den Schlangen der Träume, den Rissen im Traum : scheinbar endlose Gänge durch welche wir ziehen; sich öffnende Tore : Atem wird seicht; keine Stimme zu rufen, zu plärren, zu donnern : Liebe zerstückelt, zerkaut : wir schlucken : uns sehen die Sterne : träge die sönnlichen Vorboten am Horizont : noch dunkel, noch Zeit, noch zweisam, noch weit die Ankunft des Tages : Ausströmen, Einströmen : spürst du es auch? spürst du die Wellen, die fingernden Wellen des Lichts? die sich graben in alles, die Sinne überwallen, die Grenzen entheben, die uns tragen, die uns töten, für eine Sekunde, eine Ewigkeit : wir sollten sie reiten, sollten gleiten : viel.leicht

 

Zwentendorf

© Bwag/CC-BY-SA-4.0.

Zum 40. Jahrestag der Volksabstimmung über die Inbetriebnahme des Atomkraftwerks Zwentendorf wollen wir uns auf musikalische Spurensuche machen und uns die damalige Protestkultur in Erinnerung rufen. Mit Musik von Georg Danzer, Schmetterlinge, Cilli Miculik, Auflauf u.a.

Nachzuhören unter: https://cba.fro.at/387492.

 

Battle&Hum#92

Samstag 20.10.2018 (Stairway zum Nachhören)

Ihr seid unsere Rating Agentur, kühlt euer Moody’s, seid keine Fitch und macht uns nicht Standard & Poor’s!

the playlist:

DJ Ridi Mama’s triple D:

  • 1. Ringo Starr (stop and smell the roses) – drumming is my madness
  • 2. Santana (abraxas) – oye como va
  • 3. Sick N Young (EP doubts) – before the storm
  • 4. Russkaja (energia!) – energia

MC Randy Andy’s triple A:

  • 1. Marc Ribot feat. Tom Waits (songs of resistance 1942-2018) – bella ciao
  • 2. Magic Delphin (milde sorte) – so süss
  • 4. Young Krillin feat. Yung Hurn (single) – 1 berg money

„Ich jogge nicht, schwimme nicht, fahre nicht Rad. Meine einzige körperliche Ertüchtigung: Ich huste viel. “ (Robert Mitchum)

Zur Abstimmung!

Colour Brown

In dieser Sendung beschäftigten wir uns mit den unterschiedlichsten Schattierungen der Farbe „braun“ und was diese musikalisch zu bieten haben. Mit Musik von Rolling Stones, Ben Bernie & the Lads, Van Morrison, Earle Brown etc.

Nachzuhören unter: https://cba.fro.at/385157.

Je Geld desto Oasch

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 23. September – Eine kleine Einführung in die Welt des Mammonismus. Wenn es “über einen gewissen Punkt hinaus” nur noch ums Geld geht, dann sind die Auswirkungen dieser Grundhaltung für alle Beteiligten (mit Ausnahme der wenigen Gewinnler), wie wir hierorts zu sagen pflegen, oasch. Der genauen Herleitung dieses mundartlichen Ausdrucks entschlagen wir uns jetzt aber – und verweisen darauf, dass man derlei einfach “eh” spüren kann. Es geht dabei nicht unbedingt um Geld an sich (und dass es sich oasch anfühlt, wenn man gar keins hat), sondern um die Vermehrung desselben – zum Zweck seiner immer noch weiteren Vermehrung. Oder das Anhäufen von Geld – zum Zweck seiner Anhäufung. Auch die Querschläger bemerken: “Weil da Teife, weil da Teife scheißt en greaßan Haufn.”

Je Geld desto Oasch - Szenenfoto aus Jedermann (stirbt)Womit wir beim Jedermann wären, dieser unvermeidlichen Cash-Cow  der Salzburger Festspiele. Oder auch beim informellen EU-Gipfel, bei dem die Oberhauptdarsteller der Geldmachtwerte im hübschen Bühnenbild ein paar Blasen heißer Luft zerkauen. Danach gehen alle wieder zur Tages(un)ordnung übel, und passt. Der Bundeshutständer schweigt wortreich in die Kameras und verströmt Zuversicht – fragt sich bloß, für wen? Es lebe die gepflegte Koinzidenz! Just zur selben Zeit (wie diese Sendung) findet am Burgtheater eine Aufführung der dramatischen Übertragung “Jedermann (stirbt)” von Ferdinand Schmalz statt. Dieser löblichen Bemühung verdanken wir das passende Szenenfoto. Etwas ähnliches hat Felix Mitterer schon 1991 mit dem Bühnenstück “Ein Jedermann” unternommen. Das wissen aber offenbar nur noch die wenigsten Theaterkritiker. Weils halt nicht mehr im Gespräch ist, und damit nicht mehr aktuell, und damit nicht mehr profitabel, rentabel, Telekabel. Weil es den Quadratkasperln nicht darum geht, was für die Menschen (für die sie doch schreiben, oder?) von Gewinn ist, sondern was Quote bringt, also was den Investoren Profit verschafft. Das ist Mammonismus – und genau das ist oasch!

Schön zusammengefasst. Was das jetzt alles mit dem Außengrenzschutz sowie den politischen Interventionen der EU in Afrika zu tun hat, darüber informiert etwa die hervorragende Dokumentation “Türsteher Europas”ein Zitat daraus: “Mittlerweile sterben wohl mehr Menschen in der Wüste als im Mittelmeer.” Und wie die Zunahme (nicht der Tsunami) des Rechtspopulismus zumeist mit Banken- und Finanzkrisen zusammenhängt, darüber lässt sich in dieser SPIEGEL-Kolumne näheres erfahren.

 

Wir wünschen euch guten Appetit. Und einen gesunden Saumagen

 

Battle&Hum#91

Samstag 15.09.2018 (Stairway zum Nachhören)

Wir senden aus dem brandneuen Studio mit einem brand new digitalem Mischpult und kehren schön langsam den Sommer raus!

the playlist:

DJ Ridi Mama’s Laubbläser:

  • 2. Travis (everything at once) – radio song
  • 3. Los Crudos (doble lp discografia) – tiempos de miseria
  • 4. Jan Delay (wir kinder vom bahnhof soul) – oh jonny

MC Randy Andy’s Laubhaufen:

  • 2. Killah P (?) – To ανέγκιχτο βασίλειο

„Kaffee dehydriert den Körper nicht. Ich wäre sonst schon Staub.“ (Franz Kafka)