Alternative kulturelle Schutzgebiete

Podcast/Download: Artarium vom Sonntag, 19. Februar – Wir begrüßen nun auch die Hörer_innen von Radio B 138 im Raum Kirchdorf an der Krems (OÖ) als regelmäßige Sendungsgäste! Grund genug, mit einigen persönlichen Anekdoten an Bernhard “Bez” Samitz, den Mitbegründer der Literarischen Nahversorger, und an sein einstmals legendäres Kunnst- und Kulturbiotop, die Käfergrabenmühle in Schlierbach, zu erinnern. Der in vielerlei Hinsicht engagierte und umtriebige Kreativmensch ist leider schon im Jahr 2008 und viel zu jung verstorben. Er hat uns allerdings mit seinem – im wahrsten Sinne des Wortes – Lebenswerk ein Vermächtnis hinterlassen, das es zu bewahren gilt …

Ich selbst lernte den Bez anlässlich eines fröhlichen Flohmarkts in der Käfergrabenmühle 1996 kennen und fühlte mich in seiner sehr besonderen und durchgestalteten Wirkungsstätte von Anfang an wohl. Bald war ich auch an verschiedenen Wochenenden bei Veranstaltungen zu Gast, die man als eine überaus gelungene Mischung aus Grillabend, Jugendparty, Livekonzert und Symposion bezeichnen könnte, was allerdings der hinter diesen Äußerlichkeiten stattfindenden menschlichen Atmosphäre begrifflich nicht wirklich genügt. Vielmehr fand hier tatsächlich etwas von jener Idee eine einstweilige Verwirklichung, die wir alle schon einmal als gut” empfunden haben.

Ein liebenswertes Beispiel dafür war die Getränkebar mit Selbstbedienung – in der kleinen Küche unter seinem Balkon. Dort holten sich die oftmals sehr zahlreichen und zunehmend illuminierten Besucher ihre jeweiligen Flüssigkeiten ab – und bezahlten selbige sodann selbständig in die Küchenlade, in welcher ebenfalls das Wechselgeld aufbewahrt war, und davon zumeist auch nicht eben wenig. Auf meine Nachfrage, ob denn dergestalt nicht ganz leicht Diebstahl und Betrügerei vorkommen könnten, erklärte mir Bez sogleich – und nicht ohne Stolz – dass es eine allgemein anerkannte Ehrensache sei, hier nicht zu übervorteilen. Ich war beeindruckt – und darin bestärkt, dass meine allerverwegensten Phantasien und Wünsche womöglich doch wirklicher sein könnten als die angeblich allgemeingültige gesellschaftliche Realität. Chapeau!

Und so habe ich in den folgenden Jahren bis 2004 immer wieder einmal gern beim Bez Station gemacht zwischen Steiermark und Salzburg, mit ihm und seinen Freund_innen, Gästen, Mitbewohnern diskutiert und gegessen, philosophiert und getrunken, spontan gedichtet und gebadet, ein klein wenig gut” gelebt …

Ein paar meiner Erinnerungen an ihn und an die speziellen Momente in seinem sympathischen Kunnst-Biotop werde ich also in dieser Sendung erzählen und gemeinsam mit dem Chriss reflektieren. Mit der Moral von den Geschichten sollten wir danach aber alle selbst schwanger nach Hause gehen – vielleicht sei jedoch soviel hier noch angemerkt: Derartige Myzelstifter und Synapsenknüpfer, wie der Bez einer war, sind überaus kostbar – und selten! Jedes Gemeinwesen ist wohl gut beraten, ihr fruchtbares Wirken anzuerkennen und nach Kräften zu fördern. Und von solchen Menschen belebte, frei kreative Gestaltungsräume müssen vor Vernutzzweckung geschützt werden und dem Erhalt geistig-seelischer Artenvielvalt gewidmet bleiben.

Zum Wohl!

 

…& NOBODY ELSE

Podcast/Download: Das Artarium vom Sonntag, 12. Februar widmet sich dem sehr speziellen Live-Album NEW MODEL ARMY …& NOBODY ELSE und stellt aus einem Gutteil der 16 Tracks von der 2. CD ein ganz neues Konzert-Erlebnis zusammen. Dieser leicht unübliche Vorgang, der uns andernorts schon mal als Autorenschändung und Werkzertrümmerung ausgelegt wurde, hat genau 3 gute Gründe: Auf der Strange-Brotherhood-Tour trat die Band rund um Justin Sullivan nicht nur in einem Double-Set als ihr eigener Support-Act auf, es wurden zudem alle Abende live mitgeschnitten und danach die jeweils stärksten Takes aus verschiedenen Städten zur nämlichen Doppel-CD zusammen gestellt. Derlei lädt geradezu auf eine etwas individuellere Edition ein…

Zudem sind New Model Army für mich persönlich nach wie vor eine ganz wesentliche Live-Band, deren Auftritte eine Atmosphärik zu erzeugen vermögen, in welcher die bessere, friedlichere und gerechtere Welt um einiges leichter vorstellbar wird als sonst meistens. Zum Beispiel zwei Video-Aufnahmen von No Pain (Text) – die etwas lebhaftere und die etwas meditativere Version.

Und abschließend hat mich diese Musik und auch die untrennbar mit ihr verbundene Lebenshaltung recht gut durch die jüngst vergangenen Tage des Trauerns getragen. Ich erinnere mich noch allzu gut an mein letztes NMA-Konzert Ende 2007 im Rockhouse, wo ein ganzer Saal voller dampfender, schwitzender, tanzender und unrasierter Herren mit reichlich Bauchpolsterung und spärlichem Haupthaar – trotz Salzburg im Spätherbst – eine solch sagenhaft kraftspendende Stimmung voller Zusammengehörigkeit und Zuversicht aufkommen ließ, dass ich mich für Stunden überall sonst wähnte als im nebelig trüben Salzachsumpf – und zwar ohne die Einnahme irgendwelcher wie auch immer gearteter Flughilfen.

Lasst euch also etwas von dieser unverfälschten Lebensenergie ins heimatliche Hirn zaubern – und wenn ihr wollt, besucht uns beim gefühligen Nachspüren in die nahe bei einander liegenden Kraftfelder von Leben und Sterben – in unserer Perlentaucher-Nachtfahrt „Verlust und Versöhnung“ mit Texten und Tönen zum Thema. Live am Freitag, 10. Februar ab 22:00 Uhr und anschließend hier als Download.

„Looking for family – looking for tribe.“ Justin Sullivan

Und ja – herzlich willkommen, ihr lieben Hörgemüsinnen und Ohrrüberiche vom wackeren Radio B 138 in Kirchdorf an der Krems und Umgebung! Kommende Woche wollen wir ein paar Geschichten aus der Schlierbacher Käfergrabenmühle hervor kramen und so des Literarischen Nahversorgers Bernhard Samitz gedenken. Man hört sich also 😉

Wegen Todesfall geschlossen

ACHTUNG! Im Artarium am Sonntag, 29. Januar um 17:06 Uhr aus gegebenem Anlass die WIEDERHOLUNG der Sendung CONTAINER LOVE – 50 JAHRE SCHLINGENSIEF, die wir damals am 24. Oktober 2010 (das wäre sein 50. Geburtstag gewesen) dem kurz vorher verstorbenen Ausnahmekünstler als eine Art Nachruf gewidmet haben. Der aktuelle Grund für den Ausfall der geplanten Live-Sendung zum Interaktiven Performance Festival des Landestheaters „BESETZT SALZBURG“ ist ein sehr persönlicher und ebenso trauriger, nämlich der Tod meiner Mutter am vergangenen Dienstag. Ich danke euch allen jetzt schon einmal für eure Anteilnahme und euer Verständnis! – Norbert K.Hund

Dorothea Keuschnigg, 11. 6. 1929 – 24. 1. 2012

Von ihr habe ich nicht nur das abgekürzte K. in meinem Namen, sondern auch allerhand erfahren und gelernt über den Menschen und seine Zerbrechlichkeit in einer nach Leistung und Erfolg gierenden Gesellschaft! Speziell die Gefährdung von sensiblen Gefühlsmenschen durch Gewalt, Ideologie und Religion begriff ich anschaulich am Beispiel ihres Lebensin meinem eigenen.

Über die Dokumente und Erinnerungen, die sie mir aus den letzten Monaten des zweiten Weltkriegs hinterlassen hat, habe ich bereits Anfang 2010 gemeinsam mit der lieben Sophie ein Feature über Kindersoldaten im Dritten Reich gestaltet. Unter dem entsprechenden Titel „Das Kriegstagebuch meiner Mutter“ untersuchen wir die Funktionsweise der ideologischen Verführung von damals 14-jährigen in Hitlerjugend und Schule und publizierten zur Veranschaulichung dieser abgründigen Manipulationen einige der medienpädagogisch erschreckend modern aufbereiteten Seiten aus der Schul-Projektarbeit der 4. Klasse eines Gymnasiums im Jahr 1944. Persönlich empfinde ich, bei aller Bestürzung und allem Befremden, die so ein Zeitzeugnis in mir bewirken, eine große Dankbarkeit dafür, dass meine Mutter mir diese Momentaufnahmen aus ihrer Jugend (im Originalzustand) zur Verfügung gestellt hat. Und in diesem Sinne will ich diese Geschichte auch weiter geben und mit euch allen teilen:

Bilden wir uns doch selbst – und eine eigene Meinung!

Wir hören einander dann wieder LIVE bei der nächsten Nachtfahrt-Perlentaucher Sendung am Freitag, 10. Februar – gemeinsam mit Christopher Schmall! Und auch im Artarium am Sonntag, 12. Februar um 17:06 Uhr. Bis dahin alles Liebe!

Wer übrigens bei BESETZT SALZBURG mitmachen möchte, kann, darf und soll sich noch bis einschließlich Montag, 30. Januar bei Angela Beyerlein vom Landestheater Salzburg zum Casting anmelden.

Willkommen in Salzburg: Den Krebs bezwingen/Overcoming cancer

Kennen Sie jemand der an Krebs erkrankt ist? Ein Gespräch über Brustkrebs aus der Sicht einer Betroffene. Plus: Interview mit Martha Lepperdinger, Beratungsstellenleiterin der Krebshilfe Salzburg. Mit Ivana und Maria.

Do you know somebody who has gotten ill because of cancer? A conversation about breast cancer from a patient’s viewpoint. Plus: Interview with Martha Lepperdinger, head of the counselling center at the Krebshilfe Salzburg. With Ivana and Maria.

Battle&Hum#32

Battle&Hum #32

(Samstag 21.01.2012)

 

DJ Wattestäbchen und MC Lobotomie sind gekommen um euch die Gehörgänge zu reinigen und die Gehirnwindungen gerade zu biegen!

the playlist:

DJ Ridi Mama’s Leid:

  • 1. Kasabian (west ryder pauper lunatic asylum) – fire
  • 2. Dillon (this silence kills) – tip tapping
  • 3. The Cramps (off the bone) – fever
  • 4. Spiritual Beggars (another way to shine) – magic spell

MC Randy Andy’s Freud‘:

  • 1. Eddie Harris (i need some money) – i need some money
  • 2. The Stone Roses (OST bube dame könig gras) – fools gold
  • 3. Attwenger (flux) – fressn
  • 4. Kreisky (trouble) – menschen brauchen liebe

„Der Auswurf ist die Auster des kleinen Mannes!“ (Gerhard Polt [?])

Zur Abstimmung HIER entlang! (Die Wahlkabinen sind nach der Sendung 48 Stunden lang geöffnet, hernach seht ihr unter demselben LINK das Ergebnis!)

AIDS

Danijela und Katerina reden über AIDS  und  den 01. December Der Weltweit Anerkannte AIDS-Tag ist.
Danijela i Katerina razgovaraju o Sidi i o 01.decembru kao svetskom danu side.

Battle&Hum#31

Battle&Hum #31

(Samstag 17.12.2011)

 

DJane Ridi Maria Mama und MC Josef Broz Tito bringen die holde Christkindkacke zum Dampfen!

the playlist (Unsere Empfehlungen findet ihr unter den goldenen Links):

DJ Ridi Mama’s Myrrhe Rocks:

  • 1. Fu Manchu (in search of…) – regal begal
  • 2. Ostbahn-Kurti & Die Chefpartie (1985 live&studio) – rusta rasta

MC Randy Andy’s Andachtsjodler:

  • 2. Dizzy Gillespie (swing low, sweet cadillac) – swing low, sweet cadillac
  • 3. Phosphorescent (pride) – wolves
  • 4. Smog (red apple falls) – blood red bird

„Nur mit Mühe vögelt der Wurm.“ (MC Wuh [Ein altes Sprichwort abgewandelt.])

Zur Abstimmung HIER entlang! (Die Wahlkabinen sind nach der Sendung 48 Stunden lang geöffnet, hernach seht ihr unter demselben LINK das Ergebnis!)

Welt-Aids-Tag: Ein Fünftel weniger Infektionen

Was tötet, ist nicht das Virus, sondern die Ignoranz, die Stigmatisierung und keine Prävention.

Positive Meldungen zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember: Gut ein Fünftel weniger Menschen als noch 1997 haben sich im vergangenen Jahr mit dem Aidserreger HIV infiziert.

HIV-Infizierte Menschen verdienen soziale Toleranz

Anfang der 80er Jahre galt HIV als Schwulenkrankheit und wird teilweise bis heute als solche propagiert. „10 Prozent der Bevölkerung sind homosexuell. Natürlich können sich sexuell übertragbare Krankheiten in einer kleineren Bevölkerungsgruppe rascher verbreiten.“ erklärt Gernot Marx, stellvertretender Obmann der HOSI Salzburg.  1988 wurde bei der Weltkonferenz der Gesundheitsminister schließlich der Weltaidstag begründet. Gernot Marx weiter: „Am Weltaidstag  erinnern wir daran, den Betroffenen, unabhängig von Ihrer sexuellen Orientierung, soziale Toleranz entgegen zu bringen.“

Lo que mata no es el virus, si no la ignorancia, el estigma y la no prevención.

Como cada año desde 1988, el 01 de diciembre se conmemora  el Día Mundial de la Lucha contra el Sida, una de las pandemias más destructivas.
Actualmente, hay 34 millones de personas con VIH en el mundo; sin embargo, en los últimos cinco años las muertes por este padecimiento disminuyeron 22% y el número de personas infectadas cayó un 15% de acuerdo a las cifras de la ONU.

Somos Diana y Angélica y vamos a hablar sobre este tema.

Der 30. Lorbeerkranz goes to…

…DJ RIDI MAMA!

Liebe Schrüder und Bwestern!

Verdrängt eure Schmerzen, es ward uns ein neuer Highland geboren, DJ Ridi Mama wurde mit 9 Stimmen erhöht.

Die drei highligen Krocher schicken sich an, am Tempelberg ein neues Highligtum zu errichten. Dieses Monument soll fürderhin Proletendorfdisco geheißen werden und eine Brutstätte des standesgemäßen krochens sein.

Nun denn, stimmt ein mit uns ins hohle Lied des Solomos zur Lobpreisung des Maß-ias:

Herr des Elektronenmikroskops!

„Mit Küssen seines Mundes bedecke er mich. Süßer als Wein ist deine Liebe.

Köstlich ist der Duft deiner Salben, dein Name hingegossenes Salböl; darum lieben dich die Mädchen.

Zieh mich her hinter dir! Lass uns eilen! Der König führt mich in seine Gemächer.

Jauchzen lasst uns, deiner uns freuen, deine Liebe höher rühmen als Wein.

Dich liebt man zu Recht.“ (Das Lied der Lieder, Hohelied 1,1-4)

Oh Krocha unser! Bim Bamen!

 

Battle&Hum#30 (Sonderausgabe 4.0)

Battle&Hum #30

(Samstag 19.11.2011)

 

30 Mal das Mikrofon geküsst, 30 Mal das Ohr püriert, 30 Mal ist viel passiert!

Eine zweistündige Rumsendung!

the playlist:

MC Randy Andy’s Altersweisheit:

  • 1. Hans Söllner (endlich eine arbeit, live) – mama ziag die Schürz’n aus
  • 2. Helge Schneider (out of kaktus) – möhrchenlied
  • 3. Frank Zappa (joe’s garage act1,2&3) – stick it out
  • 4. Guns ’n‘ Roses (appetite for destruction) – welcome to the jungle
  • 5. Miles Davis (doo-bop) – blow
  • 6. Dr. Dre (OST: natural born killers) – the day the niggaz took over
  • 7. Yeasayer (Sampler: dark was the night) – tightrope
  • 8. Tocotronic (k.o.o.k.) – let there be rock

DJ Ridi Mama’s Jugendsünden:

  • 1. Vanilla Ice (?) – ice ice baby
  • 2. Mucky Pup (a boy in a mans world) – death by cholesterol
  • 3. Murray Head (Musical: chess) – one night in bangkok
  • 4. De La Soul (platinum collection) – ring ring ring (ha ha hey)
  • 5. Wolfgang Amadeus Mozart (KV 384) – o, wie will ich triumphieren
  • 6. Buena Vista Social Club (same) – el carretero
  • 7. Les Yeux D’la Tête (danser sur les toits) – ma bande
  • 8. Gotan Project (lunatico) – lunatico

„Ohne das Tier in uns sind wir kastrierte Engel.“ (Hermann Hesse)

 

Zur Abstimmung HIER entlang! (Die Wahlkabinen sind nach der Sendung 48 Stunden lang geöffnet, hernach seht ihr unter demselben LINK das Ergebnis!)