Die Heimat verlassen auf der Suche nach einem Leben in Sicherheit

Ein reges Leben in der Großfamilie, ein eigenes Geschäft, ein Universitätsstudium – Alaas Leben war schön, bewegt und wie er es sich gewünscht hatte bis er von der „Mafia“ im Irak bedroht , zu Sicherheitszahlungen bewegt und sein Geschäft zerstört wurde. Einige Zeit versucht er durchzuhalten, dann wird der Wunsch nach Sicherheit zu groß, er beschließt, nach Europa zu gehen.

Alaa erzählt von seiner Flucht, seiner Zeit in Österreich und wie er auf kreative und engagierte Weise die Langeweile während seines Asylverfahrens verbringt.

Magazin um 5: Interview mit ABZ

Das Magazin um 5 live aus der Radiofabrik. Am Mittwoch den 26. August 2015 mit folgenden Themen:

Kirche & Arbeitswelt/ABZ ist eine Einrichtung der Katholischen Aktion Salzburg und arbeitet seit Jahren an sozialen Projekten. Vor allem in den einzelnen Stadtteilen leisten sie wichtige Arbeit, nicht nur hinsichtlich Betreuung und Beratung sondern auch im Zusammenbringen von Menschen aus den verschiedensten Bereichen und Lebensbedingungen – nicht selten funktioniert das hervorragend durch Gärtnern. Heute gibt es ein Interview mit Martha Schweissgut vom ABZ und Gärtner vom Stadtteilgarten Itzling über die Stadtteilarbeit und weitere Projekte zu hören.

Außerdem:
– Auswertung der Arbeitsmarktzahlen DGB (Übernommen Radio corax)
– Veranstaltungstipps und Musik aus Salzburg

20150826_124243.jpg wird angezeigt.

Mit Larissa Schütz

 

The Pervert’s Guide to Slavoj Žižek

> Sendung: Artarium vom Sonntsg, 23. August Ein Film über Filme für die Menschen, die dem herrschenden Konsumismus kritisch gegenüber stehen – und die den dahinter steckenden Ideologien umfassend auf die Spur kommen wollen. Das Portrait eines Philosophen, dessen provokant zugespitzte Thesen oft in der schieren Masse seiner Veröffentlichungen untergehen. Und dessen unterhaltsame Ideologiekritik gern hinter Jaques Lacans einigermaßen vertrackter Psychoanalyse verschwindet. Wir wollen euch jedoch diesen Film gerade deshalb empfehlen, weil er es auf höchst kunstvolle Weise bewerkstelligtt, etliche der Höhepunkte aus dem atemlosen Schaffen des Slavoj Žižek verständlich zu machen. Zunächst ein Auszug aus unserem Artikel zur Reisen-Nachtfahrt vom Freitag, 14. August als eine erste Inhaltsandeutung:

perverts guideBeim gegenständlichen Filmtipp der Artarium-Redaktion handelt es sich um: The Pervert’s Guide to Ideology von Sophie Fiennes. Wer sich, mit oder ohne sonstige Drogen (siehe Artwork) Slavoj Žižek, einen der letzten freifliegenden Philosophen der Popkultur, in die Pfeife stopfen will, wird und ist hiermit wunschgemäß bedient! Auf seinem Parforceritt durch die Geschichte populärer Filmwerke entlarvt er einige der uns innewohnenden Scheinwelten als das, was sie letztendlich sind – und immer schon waren – Ideologien! Von Leni Riefenstahls “Triumph des Willens” (1936) über den Salzburgschwachsinn The Sond of Music” (1965) oder Michelangelo Antonionis Zabriskie Point” (1970 & geniale Filmmusik von Pink Floyd) bis zu neueren Kinoerfolgen wie James Camerons “Titanic” (1997) sowie Christopher Nolans “The Dark Knight” (2008) zerpflückt er 25 Spielfilme – und einige Werbespots. Besonders gelungen und hier zum Appetitmachen verlinkt: John Carpenters “They Live” (1988). Und jetzt setz die Sonnenbrille auf! Aber auch die Hinterfragung der christlichen Heilslehre anhand von Martin Scorseses „The Last Temptation of Christ“ ist ein paar eigene Überlegungen wert. Hierbei möge die folgende deutsche Übertragung helfen:

„Ich denke aber, man kann die Haltung des Christentums noch viel radikaler verstehen. Genau das vermittelt uns die Kreuzigungsszene in Scorseses Film: Was da am Kreuz stirbt, ist die Sicherheit (der Existenz) eines „großen Anderen“. Hier ist die christliche Botschaft also radikal gottlos, sprich atheistisch. Sie bedeutet, der Tod Christi ist kein Freikauf oder Handel, in dem Sinn, dass er durch sein Leiden für unsere Sünden bezahlt. (Wem bezahlen? Wofür genau? Und so fort…) Sie bedeutet schlichtweg die Auflösung des Gottes, der uns den Sinn unseres Lebens sicherstellt. Das bedeutet auch der bekannte Ausspruch: „Eli, eli, lama sabachthani – Vater, warum hast du mich verlassen?“

analyze slavojIm Augenblick vor seinem Tod erfassen wir, was man in der (Lacan’schen) Psychoanalyse „subjective destitution“ oder „Entmachtung des Ich“ nennt – das vollkommene Heraustreten aus der Herrschaft der symbolischen Autorität, aus dem gesamten Bereich des „großen Anderen“. Naturgemäß kann niemand wissen, was „Gott“ von einem will – weil es keinen Gott gibt. Das ist jetzt der Jesus Christus, der unter anderem sagt: „Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Wer nicht seinen Vater, seine Mutter,.. hasst, der kann nicht mein Jünger sein.“ Freilich heißt das nicht, man soll seine Eltern jetzt aktiv hassen oder töten. Ich denke, dass „Famile“ hier alle hierarchischen sozialen Beziehungen repräsentiert. Die Botschaft von Jesus Christus lautet also: „Ich sterbe, aber mein Tod selbst ist die gute Nachricht. Er bedeutet, dass ihr jetzt allein seid – und euch frei entscheiden könnt. Bleibt in diesem heiligen Geist, der eben die Gemeinschaft der Glaubenden ist.“

Es ist falsch, zu meinen, die „Wiederkunft Christi“ würde in der Form stattfinden, dass der irgendwie als menschliche Gestalt in Erscheinung tritt. Christus ist längst anwesend, sobald Glaubende eine emanzipative Gemeinschaft bilden. Deshalb behaupte ich auch, dass der einzige Weg, wirklich Atheist zu sein, derjenige durch das Christentum hindurch ist. Das Christentum nämlich ist viel atheistischer als der übliche Atheismus, der zwar dafür eintreten mag, dass Gott nicht existiert, dessen ungeachtet aber immer ein gewisses Vertrauen in ein „großes Anderes“ beibehält. Dieser oder dieses „große Andere“ kann entweder natürliche Notwendigkeit heißen oder Evolution oder was auch immer. Als Menschen bleiben wir nichtsdestoweniger reduziert auf unsere Stellung innerhalb einer „zusammenstimmenden Aufforderung zur Entwicklung“ oder so etwas ähnlichem. Wirklich schwierig zu akzeptieren ist jedoch – noch einmal – dass es überhaupt nichts „großes Anderes“ gibt, und somit keinerlei Bezugspunkt, der uns Sinn und Bedeutung garantiert.“

Nicht einmal Slavoj Žižek 😉

 

Magazin um 5: Salzburg erkunden

Das Magazin um 5 live aus der Radiofabrik. Am Mittwoch den 19. August 2015 mit folgenden Themen:

Unter dem Motto: Salzburg erkunden – Spaziergänge durch eine andere Stadt, wurde im Rahmen der Internationalen Sommerakademie Salzburg, Stadtführungen der anderen Art angeboten. Letztes mal mit Mohammad Ali Sadeki, er ist 2012 aus Afghanistan geflohen und lebt seitdem in Salzburg. Er hat seine persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse während des Spaziergangs mitgeteilt.

Außerdem:
– Interview mit The Tangerin Turnpike
– Veranstaltungstipps und Musik aus Salzburg

Mit Larissa Schütz

DSC02722.JPG wird angezeigt.

Magazin um 5: Integrationshaus INTO der Diakonie

Das Magazin um 5 live aus der Radiofabrik. Am Dienstag den 18. August 2015 mit folgenden Themen:

Menschen, die gerade erst in Salzburg angekommen sind, noch auf einen Asylbescheid warten, brauchen so einiges. Benedikt Halus-Woll, Integrationsberater bei der Diakonie erklärt, was das Integrationshaus  INTO genau macht und wie man selbst mithelfen kann.

Außerdem:
– Mulit-Kulti-Kreativ-Fest Neumarkt am Wallersee
– Veranstaltungstipps und Musik aus Salzburg

Mit Carmen Tomandl

Stadtteilradio Schallmoos im August: Stadtteilgeschichte und Flüchtlingstreffen

In dieser Ausgabe des Stadtteilradio Schallmoos erzählt Manfred Lemmerhofer eine Geschichte aus seiner Kindheit von der „Schlacht um den Warwitzweier“.

Außerdem war Liane Barnet mit dem Mikrophon in der Pflanzerei beim ersten Treffen von SchallmooserInnen mit Flüchtlingen, die seit Kurzem im ehemaligen Sandwirt in Schallmoos wohnen.

Wer helfen möchte wendet sich ans Bewohnerservice Schallmoos:

BWS Gnigl & Schallmoos
Fritschgasse 5/2
5020 Salzburg
Tel. 0662 – 64 32 52
bws.gnigl-schallmoos@diakoniewerk.at

Sendetermin: Montag, 17.8. um 17:00 Uhr, Wiederholung am Dienstag um 8:30 Uhr.

Thunder and Consolation

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 16. August – Das ganze Album zum Ende der Hitzeperiode heißt also “Donner und Trost”. Wie wahr, wie wahr. Gutes Gewitter! New Model Army haben wir wohlbegründet schon wiederholt zu Gehör gebracht, etwa als Raw Melody Men oder Live …& Nobody Else. Nunmehr ein 1989 erstmals veröffentlichtes Studiowerk, welches wir genau in der Tracklisting-Reihenfolge seiner Vinyl-Erstausgabe spielen werden, nebst zweier Bonus-Tracks der 2005 erschienenen Remastered-Doppel-CD. Dies unternehmen wir aber nicht aus reiner Sentimentalität oder Vergangenheitsverklärung, sondern weil wir davon ausgehen, dass die Magie dieser Musik für den einen oder die andere von erheblichem Nutzen sein könnte, so sie nur gut aufbewahrt – und in Zeiten des Bedarfs mit Bedacht angewandt wird…

Thunder and ConsolationMeine persönliche Geschichte mit diesem Album reicht in die frühen 90er zurück, als mir eine sehr gute Freundin eins ihrer kostbaren Tapes anvertraute. Damals wohnte ich im Wald und kochte auf offenem Feuer. Und ich hatte den Trost der schwer einzuordnenden Lieder aus Wut und Ergebung in den Gewittern meiner Einsamkeit bitter nötig. Sie berührten und begleiteten mich von da an über 15 Jahre hinweg. Ich begriff den Wert unverstellter Emotionen – und fing selbst wieder mit dem Schreiben an. Mehr noch, ich konnte mich durch das Einfühlen in die emotionale Ausdruckswelt von “Thunder and Consolation” als einen Menschen erfahren, der ein Lebensrecht auf Übereinstimmung seiner inneren mit der äußeren Welt besitzt. Und ich konnte mir auf einmal auch eine ganz andere Welt vorstellen, als die der käuflichen Realitäten und erzwungenen Prostitution, die mich tagtäglich bis zum Zerbrechen umflutete und in den Abgrund ihres Widersinns hinunter zog. Ich hegte also wieder Hoffnung, dass es Hoffnung gibt. Und das hält einen Menschen bekanntlich am Leben. Gelinde gesagt verdanke ich dem Erleben dieser Musik 20 Jahre Perspektive und geistige Gesundheit, aller Verneinung zum Trotz. Daher auch meine berechtigte Hoffnung, solches Erleben möge sich – für die eine oder den anderen – ganz ähnlich auswirken…

 

Magazin um 5: Refugees Welcome

Das Magazin um 5 live aus der Radiofabrik. Am Donnerstag den 13. August 2015 mit folgenden Themen:

Der Volksgarten in Salzburg wird zum Festgelände von „Refugees Welcome – Begegnung im Park“. Die Veranstaltung findet am 16.08, 30.08 und am 13.09 statt. Heute waren Liselotte und Veronika vom Organisationsteam bei uns zu Gast und sprachen über die Anfänge, Entwicklung und Ausblicke von Refugges Welcome.

Außerdem:
– Situation von LGBT Flüchtlingen (Übernommen von Radio LocaMuc)
– Veranstaltungstipps und Musik aus Salzburg

Infos zu Refugees Welcome: http://www.radiofabrik.at/home/home-news-einzelansicht/article/fluechtlinge-in-salzburg-hier-koennt-ihr-helfen.html
und www.facebook.com/fluechtlingewillkommensalzburg

20150813_115430.jpg wird angezeigt.

Mit Carmen Tomandl

Intelligenzbestie Hund

Intelligenzbestie Hund – und was das für unseren Umgang mit Hunden bedeutet

Intelligenzbestien! Das sind sie fürwahr, unsere Hunde. Frau Dr. Stefanie Riemer plaudert aus dem Nähkästchen und erzählt staunenswertes und erstaunliches aus der Forschung rund um die Lernfähigkeit und die Intelligenz unserer Hunde.  Interessant fand ich, dass unser Training quasi dafür sorgt, dass unsere Hunde unseren Blicken nicht mehr

Geruchsunterscheidung

Auch Gerüche zu unterscheiden, gehört zu den besonderen Fähigkeiten unserer Hunde

folgen :(. Das Hunde sozial empfinden ist uns Hundemenschen ja nicht neu, aber dass Hunde ganz genau mitbekommen, wer Frauchen unterstützt und wer Herrchen hängenlässt – und ihr eigenes Verhalten darauf abstimmen, das ist schon sehr spannend.

Brigid Weinzinger, Tiertrainerin und Coach, betrachtet die Sache naturgemäß mehr von der praktischen Seite. So ein intelligentes Wesen wie der Hund fordert die Intelligenz seiner Menschen mitunter ganz schön heraus. Um da entsprechend einzuwirken, sollte man zunächst den Typus des eigenen Vierbeiners einschätzen können, um das Training entsprechend zu gestalten.  Dann gibt es allerhand Möglichkeiten, für geistige Auslastung zu sorgen: Nasenarbeit vorneweg! Die beste aller Möglichkeiten. Knapp gefolgt von Tricktraining und kreativem Clickern.

Servicebox:

Müller, Corsin A. and Riemer, Stefanie and Virányi, Zsófia and Huber, Ludwig and Range, Friederike (2014) Dogs learn to solve the support problem based on perceptual cues. Animal Cognition, 17 (5). pp. 1071-1080. ISSN: 1435-9448
Müller, Corsin A. and Riemer, Stefanie and Range, Friederike and Huber, Ludwig (2014) The use of a displacement device negatively affects the performance of dogs (Canis familiaris) in visible object displacement tasks. Journal of Comparative Psychology, 128 (3). pp. 240-250. ISSN: 0735-7036
Riemer, Stefanie and Müller, Corsin and Virányi, Zsofia and Huber, Ludwig and Range, Friederike (2014) The predictive value of early behavioural assessments in pet dogs: a longitudinal study from neonates to adults. PLoS ONE. pp. e101237. ISSN: 1932-6203
Müller, Corsin A. and Riemer, Stefanie and Range, Friederike and Huber, Ludwig (2014) Dogs’ use of the solidity principle: revisited. Animal Cognition, 17 (3). pp. 821-825. ISSN: 1435-0448
Riemer, Stefanie and Mills, Daniel and Wright, Hannah (2014) Impulsive for life? The nature of long-term impulsivity in domestic dogs. Animal Cognition, 17 (3). pp. 815-819. ISSN: 1435-9448
Riemer, Stefanie and Müller, Corsin and Range, Friederike and Huber, Ludwig (2014) Dogs (Canis familiaris) can learn to attend to connectivity in string pulling tasks. Journal of comparative psychology, 128 (1). pp. 31-39. ISSN: 0735-7036
Riemer, Stefanie and Müller, Corsin and Virányi, Zsófia and Huber, Ludwig and Range, Friederike (2013) Choice of conflict resolution strategy is linked to sociability in dog puppies. Applied Animal Behaviour Science, 149 (1-4). pp. 36-44. ISSN: 0168-1591
Müller, Corsin A. and Riemer, Stefanie and Rosam, Claudia M. and Schößwender, Julia and Range, Friederike and Huber, Ludwig (2012) Brief owner absence does not induce negative judgement bias in pet dogs. Animal Cognition, 15 (5). pp. 1031-1035. ISSN: 1435-9448

Menschentier auf Facebook, Clever Dog Lab

Neue Erkenntnisse über Herkunft, Verhalten und Evolution der Kaniden, Ray und Lorna Coppinger
Die Hunde-Uni: Schlaue Aufgaben für schlaue Hunde, Viviane Theby

Die Gäste:

Biologin und Hundetrainerin
1200 Wien
Tel: 0680/3026763
Brigid Weinzinger
Tiertrainerin, Verhaltensberaterin und Coach
3061 Ollersbach
Tel: 0664 33 89 247
Kostenloser Online Minikurs

Die Musik zur Sendung:
Alan Parsons Project – You lie down with dogs
Stanley Clarke und George Duke – Wild Dog

Vorschau auf die nächste Sendung:

9. September: Plauderstunde mit Heinz Grundel, Zeichner und Cartoonist.