Apocalypse Duo

Podcast/Download: Artarium vom Sonntag, 9. September – Neues aus der Nachtfahrt-Werkstatt: Die kommende Ausgabe der Perlentaucher-Reihe wird nunmehr die Nummer XXIV sein – und das bedeutet, wir feiern mit ihr das (in Worten) VIER-jährige Jubiläum unserer freitagnächtlichen Themenreisen. Was für eine Entwicklung – von einer zweistündigen Musiksendung mit freihändigen Gesprächen über allerlei fiktionale Expeditionen durch die Aggregatzustände des Seins mit stets wechselnden Studiogästen – bis zur jetztigen, zweisam gestalteten Textmusikverdichtung mit Lesung, Liveperformance und spontaner Dramaturgie! Dies alles gibts demnächst wieder – am Freitag, 14. September, dem Anlass gebührend ganze VIER Stunden lang, von 22:00 bis 02:00 Uhr – unter dem schönen Titel „The Soul is a Bird“ in der Radiofabrik unseres Vertrauens 😉

Und nachdem wir uns bei dieser Annäherung am TOT.LEBEN der Dramaturgie von „Apocalypse Now“ bedienen wollen, bereiten wir uns auch schon rein äußerlich auf eine dementsprechend gefahrvolle, irrwitzige und im wahrsten Wortsinn grenzüberschreitende Mission vor. Darauf wollen wir euch neugierig machen!

All unsere Beiträge kreisen diesmal um eine ganz spezielle Art der Reise. Eine Expedition zu den Grenzen dessen, was wir bisher für wahr zu halten gelernt haben – über gesellschaftliche Gepflogenheiten und vermeintliche Ordnungen und Strukturen, über Gut und Böse, Licht und Schatten, über das Oben und Unten der Welt – und über uns selbst! Denn dieser wahrhaft psychedelische (also in bester Bedeutung bewusstseins-erweiternde) Jahrhundertfilm von Francis Ford Coppola schafft es, dass uns mit zunehmender Dauer dieses flussaufwärts führenden Trips die gewohnte Orientierung ordentlich um die Ohren fliegt. Und kaum steht man dann neben sich – mit einem irritierend offenen Ende, sonst nichts – beginnt man sich selbst und zugleich auch andere zu fragen, beginnt man zu phantasieren, wie es denn jetzt weiter gehen könnte…

Eine Reise in den Übergang, in die Verwandlung, in das vielleicht doch nicht so zufällige Zusammentreffen mit sich selbst – als dem, den man nicht kennt. Eine Einstimmung in die Musiken und Texte, die uns dorthin begleiten, die uns die Augen öffnen – und die uns neue Welten erschließen. Ein Anfang mit einem (immer wieder) offenen Ausgang…

Hiermit laden wir euch zu den gemeinsamen Vorbereitungen ein, die uns alle wie in einem Strudel tiefer und tiefer in den Dschungel hinein ziehen – zur Begegnung mit Colonel Kurtz – oder doch dem eigenen Schatten? Einige Eindrücke vom „Apocalypse Now Redux“ (den anzuschauen wir wirklich unbedingt empfehlen!) Ein paar Schwierigkeiten, englische Texte (etwa von Allen Ginsburg, Patti Smith, T. S. Eliot) situationsadäquat oder allgemeingültig zu übersetzen. Der Soundtrack zur nächsten Nachtfahrt, die wundersam abgründigen Gedichtvertonungen (Georg Trakl, Joseph von Eichendorff) durch Martin Schindlers Bandprojekt „Mantus“ – Erfinden wir uns ein Genre dazu, „dunkelblauen Samt-Metal“ womöglich – oder gleich eine neue Kunnstrichtung, in der es nur noch um den Prozess geht und überhaupt nicht mehr um ein Produkt 😀 Auch gut zu lesen: Apocalypse Solo

 

September – raus aus Maxglan!

Die Frauenuni lebt, auch von Deiner Teilnahme! 19.-22.09.2012 in Wien, Campus, Altes AKH, Spitalgasse 2-4, Hof 2.8
Im Gespräch mit Ulli aus dem Organisationsteam erfahren meine Hörer_innen mehr über die Frauenunis und was in diesem September geplant ist.

GUI programming …

.. is work in progress. Here are some impressions from our userface-programming workshop in Barcelona:

The arrow ball is intended to represent the main operation element and at the same time the logo of A2R. For example, the four arrows on above may represent the spectrum disassembled into bass, middle and height of the sound and thus a three-band equilzer (blue = bass, green = middle, red = high). with the size of the arrow, the appropriate frequency is controlled. the fourth may be responsible for the total volume. The two smaller in the opposite direction pointing to the balance of the individual sound.

The arrows also serve as a projection for various operating elements, like slide control, or switch to edit parameters or musical structures. Parameters that may be visualized by the arrow ball:

 

 

 

 

The 3d chladnik figure represents the spectrum of the sound by its significant overtones and gives the opportunity to manipulate these frequencies:

You can see the fft analysis in a frequency-time domain, the spectrum of the sound is possible to intervene. By soft selection of portions of the frequency- image, it will be a spectral filter:

Meta Schwarz – Nürnberg

Meta Schwarz wurde im Krankenhaus Fürth ermordet. Sie starb an einem Nierenleiden – die Ärzte und Schwestern hatten ihr die nötigen Medikamente vorenthalten, weil sie Jüdin war. Ihr Mann Ludwig starb 1937 angeblich wegen eines Schlaganfalls. 53 Jahre später stellte sich heraus, dass er von einer NS-Schlägerbande getötet wurde. Aufgezeichnet haben die Geschichte von Meta Schwarz und ihrem Mann der gemeinsame Sohn Meir Schwarz und die Historikerin Gisela Naomi Blume.

Ein Beitrag von Tobias Lindemann (Radio Z).

Hörstolperstein Meta Schwarz

Hörsturz #3: Von Freibeutern und der Welt, wie sie ist

Die Diskussion über Reform der Urheberrechte hat einen Höhepunkt erreicht. Und einen Tiefpunkt in der Überheblichkeit, was Netz kann. (von Alf Altendorf)

Tragen Ihnen Ihre 300 Facebook-Freunde beim Siedeln die Möbel hoch? Haben Sie schon mal 100 Euro ertwittert, weil die Kohle zum Monatsende alle war? Hält Sie die Flirtbörse Ihrer Wahl im Arm, wenn Sie von Ihrer Liebe verlassen wurden? Ihre Mutter gestorben ist?

Es gibt viele Situationen im Leben, wo wir „Freunde“ brauchen. Und keine „Likes“. Körperliche Zuwendung und Wärme. Hilfe, die Ihnen die Hand führt. Und keinen anonymen Rat von Online-Freunden. Denen wir egal sind. Weiterlesen

Civilmedia financing rejected again

We regret to have to tell you that our application for financing in the „Europe for Citizens“-programme of the European Union was again rejected .

We were not able  to find sufficient other sources, so there will be no Civilmedia in 2013.

 

Familienausflug

Die schöne Frau Nowak, Göttergatte Alex und Brother Adam kapern den 
Kulturtümpel am Peal Festival.
Auf dem Motorcrossgelände wurde eigens ein Badeteich ausgehoben.
Und wir vertreiben mit unserem Sound die Mücken.
Oriental Disco Bollywood Blues Tropical Funk African Discotheque 
International Bass Norwegian Wood Waldviertler Chilljazz Balkanmania Elektro Rock...

Wann: Freitag, 07.09. ab 17 Uhr in den Abend hinein.
Wo:
Pealfestival
06. - 09. September 2012

Am Gelände des Route69
Eichberg-Trautenburg 69
8463 Leutschach
http://pealfestival.com

Rosa Hofmann – Salzburg

Rosa Hofmann

Rosa Hofmann

Rosa HOFMANN, geboren am 27. Mai 1919 in Wilhering bei Linz, katholisch, war im sozialdemokratischen Arbeitermilieu sozialisiert worden. Politischer Widerstand hat jedoch auch einen familiären Hintergrund: Rosas Vater Josef HOFMANN, Sozialdemokrat, Gewerkschaftler und Schutzbund-Führer, hatte sich im Februar 1932, während der Weltwirtschaftkrise, erschossen, nachdem er von seiner Entlassung als Binder in der Stieglbrauerei erfahren hatte.

Hörstolperstein Rosa Hofmann

Die Witwe Cäcilia HOFMANN, Hilfsarbeiterin, und ihre vier Kinder wohnten weiterhin in der damals noch eigenständigen, sozialdemokratisch verwalteten Gemeinde Maxglan, Moserstraße 10, in einem Gemeindehaus. Rosas Brüder Josef und Anton erlernten die Berufe Maler und Schlosser. Rosa war Hilfsnäherin laut Meldekartei, hatte demnach keinen erlernten Beruf.

Rosa Hofmann Denkmal

Rosa Hofmann Denkmal Stölzlpark Salzburg

Unter dem NS-Regime war Rosa HOFMANN Leiterin des Kommunistischen Jugendverbandes in Salzburg. Am 17. April 1942 wurde die junge Frau von der Gestapo verhaftet. Aus der Anklageschrift geht hervor, dass Rosa HOFMANN auf Bahnhöfen, in Eisenbahnwaggons und vor Kasernen Flugblätter verbreitete, auf denen zu lesen war: »Wir wollen beizeiten diesem blutigen und sinnlosen Krieg ein Ende setzen und brüderlich vereint mit den Soldaten der Roten Arbeiter- und Bauernarmee in den letzten Kampf ziehen, in den Kampf für ein freies sozialistisches Europa!«

Im Todesurteil des »Volksgerichtshofes« gegen Rosa HOFMANN heißt es, das Schwergewicht ihrer Tätigkeit habe »in ihrer Beteiligung an der Verbreitung der zur Zersetzung der Deutschen Wehrmacht bestimmten Schriften« gelegen und die Angeklagte sei »im wesentlichen« geständig, obschon sie festgestellt habe, dass die Formulierung im Vernehmungsprotokoll, sie sei »zur Zeit der Tat eine fanatische Kommunistin gewesen« und habe sich »von der Herbeiführung der Weltrevolution eine soziale Besserstellung erhofft«, ihrer eigenen Ausdrucksweise nicht entspreche.

Rosa Hofmann Stolperstein

Rosa Hofmann Stolperstein/Moserstraße 10

Rosa HOFMANN, die 23-jährige widerständige Frau, deren Eigensinn noch aus der Gewaltrhetorik der Blutjustiz hervorsticht, wurde am 15. Dezember 1942, schon zur Zeit der Kriegswende in Stalingrad, wegen »Zersetzung der Wehrkraft des deutschen Volkes in Verbindung mit landesverräterischer Begünstigung des Feindes und Vorbereitung zum Hochverrat« zum Tode und »zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit« verurteilt und am 9. März 1943, nach dem Kriegstod vieler hunderttausend Menschen auf beiden Frontseiten Stalingrads, im Zuchthaus Berlin-Plötzensee enthauptet.

Rosa, überzeugt vom Sinn ihres Widerstandes, hatte noch angesichts ihres Todes die Kraft, Worte zu finden, die ihren Lieben, den Hinterbliebenen, Trost bringen sollten:

Liebe Mutter und Geschwister!

Heute heißt es Abschied nehmen von Euch, denn das Gnadengesuch ist abgelehnt worden. Aber ich bin ganz ruhig, liebe Mutter.

Ich danke Dir, liebes Mütterlein, für Deine Liebe, und ich stehe so tief in Deiner Schuld wegen dem Kummer, den ich Dir jetzt bereite. […] Wenn Du sehen würdest, wie ruhig ich bin, dann würde auch Dein Kummer nicht so groß sein um mich. Behalte mich immer im lieben Andenken, es sterben jetzt so viele und wissen nicht wofür, musst Du Dir sagen. […] Wer weiß, was ich noch alles mitmachen müsste, denn die Jugend ist vorbei, wenn man das erlebt, was ich erlebt habe. Ich komme mir vor wie eine alte Frau und würde nie mehr genauso glücklich sein können, es ist gut so, wie es ist, glaube mir. Ich bin müde geworden in der Zeit.

Also, liebes Mutterle, bleib gesund, und auch die Resi und der Toni, werdet noch recht glücklich, und macht der Mutter das Leben schön. Meine letzten Busserln und eine heiße Umarmung schick ich Euch mit tausend Grüßen. Eure Ratzi

Berlin-Plötzensee, 9. März 1943

»Ratzis« älterer Bruder Josef, 23-jährig zum Kriegsdienst einberufen, kam im September 1942 an der »Ostfront« (Sowjetunion) zu Tode, deshalb fehlt sein Name in ihrem Abschiedsbrief an ihre Lieben. Doch im Gedanken war seine Schwester wohl bei ihm und seinesgleichen, wenn sie schreibt: »es sterben jetzt so viele und wissen nicht wofür«.

Am 4. Mai 1947 wurde im Stölzlpark, Bindergasse 11, von der SPÖ unter ihrem Landesobmann Franz Peyerl das erste Heim der Kinderfreunde eröffnet, das den Namen der »Sozialistin« Rosa HOFMANN erhielt. Der dort aufgestellte und noch heute vorhandene Gedenkstein trägt die Inschrift: »Rosa Hofmann / gefall[en] für den Sozialismus am 9. 3. 1943 in Berlin durch Henkershand / Für die Freiheit gabst Du Dein Leben / Dein Vorbild wollen wir erstreben«

Am 30. Juli 1965 wurden mit einstimmigem Beschluss des Gemeinderates der Stadt Salzburg zwanzig Verkehrsflächen neu benannt, darunter eine nach Rosa HOFMANN in Maxglan-Siezenheim.

Quellen:Salzburger Wacht (Organ der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in Salzburg), 8. 2. 1932, S. 5. Widerstand und Verfolgung in Salzburg 1934 – 1945, Band 1, S. 446ff. Salzburger Landesarchiv: Opferfürsorgeakte S-154 (Cäcilia Hofmann).
Recherche: Gert Kerschbaumer
Gestaltung & Produktion: Georg Wimmer

A2R programmer’s worskhop in Barcelona – Day 1

29th August 2012

The people who are working in the programming of the Addicted2Random tool met all together for the first time in Barcelona. Here are the outcomes of the first they of work.

– Description of the tool:

Pre: 0. Audio backend (Puredata/MaxMSP/SuperCollider) gets started, it transmitts an audio stream
1.    The audio backend inform the proxy that it got started. It tells, what kind of gui elements it can handle, how they have to be mapped to its input data, chooses a proxy-algorithm (preselect) to calculate the element input data and where the audio stream can be found.
2.    The proxy server registers its new a2r session at a central a2r index server
3.    Someone starts the a2r client. The client asks the central a2r index server which sessions are active and can be joined.
4.    The clients chooses a session and asks the corresponding proxy which gui elements has to make available and where the stream can be found.
5.    The user chooses the gui element he/she wants to play with and starts interacting. The a2r client calculates sensor data from the smartphone sensors and the interaction of the user and transmits this to the proxy.
6.    The proxy collects the input data from the different clients and calculates meaningful output with the help of the selected proxy-algorithm.
7.    All clients listen to the output stream (or better fm radio / live session because of latency).

– Communication protocol:
The communication protocol between the patches and the server aims to be a guideline for the users that want to programme a patch compatible with the a2r server.
The protocol defines what kind of information (metadata) the patch will have to send for running on the server and which variables (sensors) the user will be able to modified.
The protocol also allows to implement variables groups for developing more complex interfaces in the future.