Lebendiges Lehen am 21. September 2012 um 17 Uhr: Projekt „Streusalz“

In dieser Ausgabe des Stadtteilradio Lehen kommen Jugendliche aus Lehen zu Wort. Streusalz heißt die mobile Jugendarbeit, die in Lehen vom Verein Spektrum angeboten wird. Betreut wird das Projekt von Karin Merian – sie plant, organisiert und koordiniert das Projekt und führt mit dem pädagogischen Team Freizeitangebote in Parks und Wohnsiedlungen im Stadtteil Lehen durch.

Die Jugendliche haben als ReporterInnen vor Ort Interviews gemacht und Musikwünsche erfragt.

Moderation: Karl Zankl
Schnitt: Iris Perner

Peaches and Bananas – FNTOME September 2012

Nachdem es in der vorigen Folge von FNTOME um Religion ging, kommt hier nun das schleimig, steif und schamlose Gegenstück.

Da die schöne Frau Nowak aber selber viel zu schüchtern und wohlerzogen ist, um auch nur ein schmutziges Wort in den Mund zu nehmen, sprechen andere von all den verbotenen Früchten, die so manch einem die Röte ins Gesicht treiben:
Autorin Katrin Baumer liest.
Georg Milz von Outhere Records erzählt.
Wann und Wo?
Mo, 24. September 2012 – 20:00 – Radio Fro Linz
Mi, 26. September 2012 – 18:00 – Tide 96 Hamburg
Fr, 29. September 2012 – 21:00 – Radiofabrik Salzburg

Wir machen einen großen Obstsalat!

Kostprobe gefällig?
Watch this: http://www.youtube.com/watch?v=3JO_lIfTRjA

 
 

Heute ist morgen schon gestern (une reprise)

Geneigte Hörerschaft,

es ist Zeit für euer Lieblingsprogramm auf den Frequenzen der Radiofabrik.
Unser Thema heute: „Heute ist morgen schon gestern!“. Klingt verwirrend, könnt’s auch werden! Vor allem auch wegen meiner Gästin am heutigen Abend. Sie ist nicht nur ein alter Hase vor dem MARKradio Mikrofon, sondern auch Vorstandsmitglied im MARK.freizeit.kultur und kürzlich heimgekehrte Weltenbummlerin. Wer’s genau ist, erfahrt ihr wie immer um 20 Uhr auf der 107,5 oder im Livestream auf www.radiofabrik.at!

Die Playlist ist auch dieses Mal eine Besondere, aber da ich euch keinen Funken der Spannung vor Beginn der Show nehmen will, sag ich nur so viel: Nicht mal ich weiß was kommt!

Ich freue mich auf euer zahlreiches Zuhören! Wie immer gern auch im Fratzenbuch, oder auf www.radiofabrik.at interaktiv teilnehmen und mit nonsense-ieren!

Bussi Bussi

Playlist Music and My Religion

Music and My Religion – Frau Nowaks Transorientalischer Musikexpress August 2012:
Download HERE

01. Bobby Womack – Stupid Interlude (Ft. Gil Scott-Heron)

02. Kanye West – Jesus Walks

03. Khalil Ismail – Beautiful (Intro)

04. Khalil Ismail – Speak

05. Mos Def – Wahid

06. Yusuf Islam – Dont Let Me Be Misunderstood

07. Hamza Namira – 3la Bab Allah

08. 786 – Du’a

09. Muslim Belal – Like A Soldier

10. Zain Bhikha – Shaitaan

11. Amir Sulaiman – Everything You’re About To Hear

12. Amir Sulaiman – Truth Is

13. Amir Sulaiman – Danger

14. Amir Sulaiman – Can’t Get Enough

15. Nick Cave – Hallelujah

16. Demon Hunter – Crucifix

17. The Kominas – Chaku

18. The Kominas – Choli Ke Peeche

19. Tom Waits – Chocolate Jesus

20. Etta James – I Just Want To Make Love To You

 

 

 

Lebensläufe im Schatten: Gertrude und Theodor Grill

Vielleicht war es die nur einjährige Episode als Bürgermeister der Stadt Linz im Leben des Theodor Grill, dass sich die Allgemeinheit heute kaum an ihn erinnert. Nochvielmehr trifft dies auf Grills Ehefrau – Gertrude Grill zu, obwohl auch Sie politisch aktiv war und sogar nach dem 2. Weltkrieg nach Linz zurückkehrte.

Wir versuchen Licht ins Dunkel der Biographien von Gertrude und Theodor Grill zu bringen. Im Gespräch mit der Historikerin vom Archiv der Stadt Linz, Dr.in Cathrin Hermann.

Hoerstolpersteine_Biographien_Gertrude_und_Theodor_Grill

Battle&Hum#40

Battle&Hum #40

(Samstag 15.09.2012)

 

Wir servieren DJ Ridi Mama im SchlafRock und MC Randy Andy mit Ohr im Hemd!

the playlist:

MC Randy Andy’s Hemden:

  • 1. Vampire Weekend (same) – a-punk
  • 2. TV On The Radio (nine types of light) – second song
  • 3. Alt-j (an awsome wave) – fitzpleasure

DJ Ridi Mama’s Röcke:

  • 1. The xx (xx) – crystalised
  • 2. Tu Fawning (a monument) – anchor
  • 3. ZZ Top (eliminator) – sharp dressed man
  • 4. Meshuggah (0bZen) – bleed

„Drogen und Alkohol haben meinen Körper zu einem Ort gemacht vor dem Bakterien Angst haben.“ (Marilyn Manson)

!Wichtiger Hinweis!

Ab sofort stehen unsere Sendungen nur mehr beschnitten (ohne Musiktitel) auf der CBA Archivplattform zur Verfügung. Dies soll uns Sendungsmacher vor Urheberrechtlichen Verfolgungen schützen. Aber seid nicht traurig ihr könnt weiterhin mit Hilfe eines Passwort jede Sendung voll und ganz herunterhobeln!

Dieses Passwort lassen wir jenen interessierten welche uns ein E-Mail schreiben gerne zukommen!

Opens window for sending emailinfo@battleandhum.at

Klicket das gelbe Schlößchen (links unter der Musikdatei) an und gebet dann das Passwort ein und das Glück kommt in Strömen!

 

Zur Abstimmung HIER entlang! (Die Wahlkabinen sind nach der Sendung 72 Stunden lang geöffnet, hernach seht ihr unter demselben LINK das Ergebnis!)

Download Music and My Religion – FNTOME August 2012

Download the August show – Frau Nowaks Transorientalischer Musikexpress:
MUSIC AND MY RELIGION here

Muslim HipHop, Christian Rock, Halal Music
with: Kanye West, Mos Def, Khalil Ismail, Amir Sulaiman, Nick Cave
and stricts Muslims, that make Pop-music without instruments
Watch that:
786 feat. Aman – Dua

http://www.youtube.com/watch?v=dtAGUGajcsI

Muslim Belal – Like A Soldier
http://www.youtube.com/watch?v=nzW3GRbUd2w

And Whose Sheep are you?

the soul is a bird (chriss)

Podcast/Download: Die Nachtfahrt vom Freitag, 14. September macht sich in einer 4-stündigen Reise auf ins Herz der Finsternis, durch die Urwälder der menschlichen Seele, hinab in die tiefen Wasser des Geistes und hinein in die Ruinen der eigenen Furcht, dem eigenen Schatten… Ein Unterfangen inspiriert von Francis Ford Coppolas Film „Apocalypse Now“ und initiiert von Laurie Andersons Spokenword „The soul is a bird“. Mein Artikel wird ein Gedicht. Ein literarische Annäherung zum Thema. Eine poetische Auseinandersetzung mit mir selbst, euch, der Sendung und…

„Ich fühle etwas. Ganz tief unten, in mir. Ich kann es nicht wirklich einordnen. Ein unbekanntes, mir völlig fremdes Gefühl. Wie ein Lichtstrahl der aufblüht und in sich, um sich und mit allem eine sich drehende und pulsierende Kette aus Licht und mehr Licht bildet. Es dreht sich in mir. Es steigt auf. Durch meinen Magen, hinauf in meine Lungen, in mein Herz. Ich bebe- ganz in weiß gekleidet, hinter mir eine mit Scheiße beschmierte Stadt, ein mit Scheiße beschmiertes Leben und ich- starr, benommen. Die Wolken werden sich schwarz färben, Regen wird fallen, doch die Scheiße – klebrig, mit der Zeit hart geworden wie Stein – wird bleiben. Ich nicht. Ich werde fort gehen. Ein Land suchen, das nicht so derbe stinkt. Ich werde mich aufmachen, etwas, jemanden suchen! Und finden! Ich werde groß sein! Ich werde Gott sein! Ich werde Alles sein! Und Nichts! Gleichzeitig! Ich steige hinab vom Hügel der Kinderleichen, die diese Stadt ausgeworfen hat und mache mich auf. Wohin weiß ich noch nicht. Aber weg! Weg von dieser Stadt, diesem Leben, diesen Schmerzen, dieser Verzweiflung. Ich werde dem Flusslauf folgen oder den Stimmen der Wälder. Den Sternen am dunklen Morgen oder dem Licht…

Da bin ich also… Allein auf der Straße ins Nichts auf der ich mein Leben lang schon war, die mich vorran trägt und meinen müden Geist. Meine Gedanken sind Nebelschwaden und Rattennester, mein Atem ein verfaultes Stück Holz, meine Beine und Arme nur Auswüchse eines Geschwürs das sich Körper nennt. Meine Lippen vermögen es nicht einen anständigen Satz zu formen und meine Augen sind erlöschende Flammen. Ich sehe nichts. Ich schmecke nichts. Ich fühle nichts. Nur meinen Herzschlag – immer weiter trommelnd. Ich höre Stimmen in den Baumwipfeln die mir flüstern: „Jeder trägt ein Totes mit sich.“ Ich verstehe. Aber ich will nicht verstehen, ich will be-greifen! Ich möchte jedes Wort, jede Silbe mit meinen verdorrenden Händen fühlen, zerlegen, neu zusammensetzten, einen neuen Sinn stiften, eine neue Sprache finden… ICH will NEU sein! Das ist wohl der Grund wieso ich mich auf diese Reise begeben habe… Aber der Grund verändert sich, verwandelt sich, schwebt vor meinen Augen als Licht – so nahe und doch so weit entfernt. Ich versuche es zu berühren, doch greife ich ins Nichts. Ich taumle, falle zu Boden, stehe wieder auf, gehe weiter. Ich sehe Tempel – alt, überwuchert – gepfählte Fratzen die mich auslachen, einen Mann gekleidet in schwarze Seide. Er reicht mir die Hand. Er reicht mir seine Stimme. Er reicht mir sein Herz. Er reicht mir seine Seele. Ich nehme an und erkenne…

Ich liege nackt auf dem nassen Boden. Über mir flimmert goldenes Licht. Blätter fallen auf meine Haut- ein Atemhauch vergangener Träume. Ich spüre die Stille um mich herum und nehme sie an. Ich umarme die langsame Ruhe, das Schreien der Vögel, das Surren der Insekten, die Fühler der Ameisen. Ich bleibe liegen. Warte auf etwas, ohne zu wissen auf was. Ich weiß nur es wird kommen… Ich fühle die Schwärze die aufkeimt- ein Schatten des Waldes. Traumfänger. Wolfkind. Bärensohn. Rabenzauber. Trommeln. Trommeln. Trommeln. Schritte. Flügelschlagen der Nacht, der Bäume. Ein Vogel- eingesperrt in einen Käfig aus Knochen. Ich atme die Kälte. Einen dunklen Mund. Ein Kuss auf meiner Stirn. Ein Feuer brennt. Seltsame kosmische Trauer. Ich spüre mein Herz. Ich höre meine Stimme. Ich sehe mich selbst- vor mir stehend. Nur schemenhaft. Ein Schatten. Ich stehe auf. Ich sehe mir in die Augen. Hohle Löcher. Ich greife hinein. Ich küsse mich auf den Mund. Ich taste nach Leben, nach einem Grund. Finde nur Rauch. Ich stehe am Abgrund. Unter mir das tosende Meer. Wolken und Donner. Da sehe ich in der Ferne ein Gesicht, einen Lichtstrahl. Ich rufe einen Namen. Ich falle hinab. Sinke auf den Grund meiner Seele. Dort wo nichts ist und alles…“

Und von dort kannst du nur alleine zurückkehren. Jede Reise ist eine Reise zu dir selbst. Jede Schicht simplen menschlichen Daseins fällt weiter und weiter ab, bis du zu deinem eigenen Schatten kommst und mit ihm verschmilzt. Dann entsteht eine neue Sprache, eine neue Wahrnehmung. Dann be-greifst du dich und die Welt um dich herum. Wir sind nichts weiter als leere Hüllen, aus Kot geformt, die sich verkleiden um überhaupt existieren zu können. Und begreifst du das, erfährst du dich selbst –  in dir selbst, dann kann dein eigener Geist, dein eigener Gott, dein eigenes Herz wieder atmen. Und zwar frei von allen Giften und Waffen dieser Welt. Wir müssen uns lediglich fragen: „Wer sind wir. In Uns? Eigentlich?“

Und diese Frage kann nur jeder für sich selbst beantworten. Ganz allein. Man muss sich trauen ins Herz der Finsternis zu gehen, den Fluss aufwärts, dorthin wo der eigene Schatten, der eigene Abgrund lebt und ihm gegenüber treten und – be-greifen!

 

Mantus – Requiem (Das ganze Album)

Podcast/Download: Artarium vom Sonntag, 16. September (ACHTUNG ÜBERLÄNGE!) – Ganz im Sinne des Work in Progress Schwerpunkts in unseren Sendungsarbeiten präsentieren wir euch diesmal das Konzeptalbum „Requiem“ der deutschen Band Mantus, einem von mehreren Musikprojekten des berufenen Lyrikers Martin Schindler. Vier der Titel dieses stimmigen Liederzyklus fanden nach genussvollen Anhören Eingang in die Playlist der Nachtfahrt-Jubiläumsausgabe „The Soul is a Bird“ – geht es doch um eine Reise in die Abgründe der Innenwelt, um die Begegnung mit dem eigenen Schatten. „Sterne“ – „Labyrinth der Zeit“ – „Klang der Stille“ und „Massiv“ wurden strukturelle Bezugspunkte zur inneren Entwicklung des Reisenden – und sind als wiederkehrende Momente kraftvollen Innehaltens in jeweils einer der vier Stunden zu hören.

Nachdem wir aber nicht nur Einblicke in das Entstehen unserer Sendungen vermitteln, sondern auch Gelegenheiten zum Miterleben und Nachvollziehen schaffen wollen, laden wir euch ein, dieses atmosphärisch dicht erzählende Musikwerk auch nachträglich noch in seiner organischen Gesamtheit – zu bereisen, zu erleben – und einfach zu genießen…

Das zahlt sich nämlich aus, zumal die Texte von Martin Schindler, abwechselnd von ihm selbst und von Sängerin Thalia vorgetragen, in ihrer durchdachten Auswahl und Reihung eine konzeptiv stringente Gefühlsgeschichte von Außenseitertum und Mut zur Verweigerung bilden, die zudem noch in eine dichte klangliche Atmosphäre voll tröstlicher Düsternis und trauriger Weisheit um die Begegnung mit den letzten Dingen eingebettet wurde.

Hier geht es um weit mehr als eine Pose – oder das oft allzu mühsam zelebrierte Bedienen der Befindlichkeiten eines speziellen „schwarzen Menschenschlags“. Natürlich gibt es tatsächlich allerlei Anklänge und Stilzitate zwischen Samsas Traum und Lacrimosa – und in diversen Rezensionen der etwas seichteren Art auch jede Menge Genrezuschreibungen von Goth Metal bis Neue deutsche Todeskunst.

Aber wir haben es ja nicht so mit dem „brav ins Schachterl scheißen“ – uns begegnet hier eine höchst zeitgemäße Interpretation romantischer Bildwelten, wie wir sie etwa aus Gedichten von Lenau oder Eichendorff kennen, sowie auch eine ganz und gar authentische Weiterführung der expressiven symbolistischen Todeskunst von Georg Trakl, dessen „Romanze zur Nacht“ schon früher von Mantus vertont wurde.

In diesem Sinne, lasst die Wichtigpäden nur weiter einsortieren, lest statt dessen lieber eine „Selbstrezension in eigenen Worten“ und hört einfach gemeinsam mit uns zu.  Ach ja, ein Passwort zum Nachhören der Sendungsaufzeichnung gibts gern auf persönliche Anfrage 😉