Seid was ihr wollt – Kinskis Villon

Podcast/Download: Artarium vom Sonnteg, 22. April – Das etwas andere Spoken Word Projekt “Kinskis Villon” der Berliner Band “Seid was ihr wollt”. Eine erstaunliche Musik-Neu-Inszenierung der bekannten Villon-Interpretationen von Klaus Kinski, die weit über das gewohnte Genre “Lyrik mit Musik” hinaus geht. Punktgenau rhythmisch synchrone Arrangements, die an den Stil moderner Mash-Ups erinnern, verwoben mit Klangschalen und Ambient-Sounds, getragen von treibendem Bass und Schlagzeug, der Dynamik des Vortrags entsprechend mit E-Gitarre, Posaune, Keyboard, Cello und noch mehr – zum Gesamteindruck einer kraftvollen Liveperformance verdichtet, zeitgemäß und zeitlos!

Wir haben ja erst kürzlich der Inspiration des Künstlers und Radikal-Individualisten Kinski in einer eigenen Sendung nach gespürt. (Klaus Kinski Reloaded) Zum anderen erforschen Chriss und ich in unseren monatlichen Perlentaucher-Nachtfahrten immer wieder Ausdrucksformen der mit Klangwelten interagierenden Spoken-Word-Darbietung. Wie kann man auf interessante Weise Textdarbietung mit Musik und Sounds verschmelzen, um ihre Intensität zu steigern? Und da haben wir schon so einiges an Anregendem ausgegraben, zum Beispiel von Patti Smith, Joolz, Heather Nova, Ernst Jandl, Uzzi Förster – und haben damit herum gespielt, gedacht, gebrütet, gebastelt…

Kinskis Villon von Seid was ihr wollt ist in diesem Kontext ein Meilenstein. Eine gelungene Umsetzung von Lyrikvortrag und Bandauftritt in beeindruckender Ausgewogenheit, bei dem beide Teile für sich noch an Deutlichkeit gewinnen. Das merkt man an Klaus Kinskis Stimme. Wer ihn nicht mehr live erleben konnte und seine “Lesungen” nur vom Tonträger kennt, wird erstaunt sein über die jugendliche Frische und Wildheit, mit der er einem hier ins Gesicht fährt. Das wirkt noch um einiges eindringlicher als auf so manchem Videomittschnitt. Chapeau, Freunde! Eine geniale Interpretation, die zudem noch als Online-Album gratis zum Download steht. Und die – in all ihrer Ausgereiftheit – auch sehr viel Raum für eigene Ideen und Inspirationen bietet.

 

Von MC’s, Community Fernsehen und vom Erinnern

Liebe FabrikantInnen und Radiofreunde,

das erste halbe Jahr meiner Ausbildung has come and gone. Nach meiner Berufsschulzeit galt es meine ersten Projekte zu konzepieren, umzusetzten und teilweise auch durchzusetzen.
Neben der ein oder anderen kleineren Aufgabe, gab es drei größere Projekte, die ich euch hier vorstellen will:

P R O J E K T 1:  Die Visitenkarten.

Das Büro und auch die vielen SendungsmacherInnen der Fabrik hatten sich seit langen neue Visitenkarten verdient. Meine Aufgabe war das Design so festzulegen und zusammen zu basteln, dass sie zum Einen ansprechen und als seriös durchgehen, aber auch zu UNS passen.
Geworden ist es eine schöne MC im Radiofabrik-Style:

20032012_vistenkarte_jess

Und warum eine MC? Weil sie unseren DIY – Charakter und unsere berufsbedingte Verbundenheit zur Musik wunderbar unterstreicht – und das auch noch auf coole Art 😉
Das beste daran ist, dass ihr als Sendungsmacher auch eine haben könnt! Alles was es braucht ist ein Besuch im Büro! Visitenkarten – Gut zu verteilen!

P R O J E K T 2: Der Radiofabrik Werbeclip.

Wie ihr sicher alle wisst, ging unser Fernseh-Pendant FS1 im Februar dieses Jahres On Air. Ein kleiner, aber feiner Werbespot der Fabrik durfte natürlich nicht fehlen. Nachdem ein Versuch für einen Party-Clip mit echten FabrikantInnen aus zeitlichen Gründen nach hinten verschoben werden musste, habe ich dieses Schätzchen zusammengebastelt.
Ihr dürft euch aber in der Zukunft noch über weitere Radiofabrik Spots freuen.

P R O J E K T 3: Hörstolpersteine.

Zusammen mit sechs Partnern aus Deutschland und Österreich produzieren wir von der Radiofabrik (Kurz-)Biografien von Opfern des Nationalsozialsmus. Angelehnt an die Stolpersteine, die eingelassen in den Gehsteigen und Straßen mehrere Länder Europas, das Erinnern fördern sollen, unterstützen wir in Zukunft die gute Sache auditiv.
Mein Part besteht im Betreuen des Hörstolpersteine Blogs.

So viel zu meinen Aufgaben der letzten Monate. Wer mehr wissen will, liest brav meinen Blog und hört fleißig MARK.radio.

Ihr hört von mir.

the apprentice

All for a bottle of rum!

Battle&Hum am Samstag!

Ja ich weiß, ihr musstet schon wieder soo lange warten, aber alles wird gut! Am kommenden Samstag (21.04.12) surfen wir ab 22:00 Uhr auf den ultrakurzen Wellen in euer allerwertestes Ohr!

Es gibt wieder einen zünftigen Battle, mit der Möglichkeit über das Schicksal der beiden Proponenten mitzubestimmen. Die Playlist wird wie gehabt direkt im Anschluss an die Sendung freigegeben und ist für 48 Stunden offen.

Der Kuh-Dung Clan (feat. DJ Ridi Mama und MC Randy Andy) ist schon gespannt wie ein Gummiringerl. Also seid dabei wenn es wieder heißt „Bubirock versus Halbstarkenmetal“!

Dig that shit!

Veröffentlicht unter Teaser

A Echta Weana – FNTOME im April 12

„Wien ist ein einziger großer Platsch, schlammig, faulig, wurstig, vielleicht das Einzige in der Welt von dem man sagen kann: „Ein bisschen tot.“
Georg Kreisler hatte ein schwieriges Verhältnis zu seiner Heimatstadt.

Hermann Leopoldi sang „Wir ham schließlich kan Charakter, doch wir ham ein gold’nes Herz.“
Er wurde nach der Rückkehr aus dem Exil vom Wiener Publikum gefeiert, ganz ob nichts geschehen wäre.

FRAU NOWAKS TRANSORIENTALISCHER MUSIKEXPRESS widmet sich im April dem jüdischen Beitrag zum Wienerlied.

Hierzu ein ARTIKEL

Die Sendetermine:

23. April – Radio Fro um 20 Uhr

25. April – TIDE 96.0 um 18 Uhr

29.April –  Radiofabrik  um 20 Uhr.

 

 

Lebendiges Lehen am 20. April 2012 um 17:00: Stadtwerk Lehen und Stiegenhaustheater

Karl Zankl ist heute LIVE im Studio der Radiofabrik mit folgenden Themen:

http://www.radiofabrik.at/fileadmin/radiofabrik/design/images/zahnrad_mini_icon.png Interview mit Fang Liang He vom Infopoint Stadtwerk Lehen

http://www.radiofabrik.at/fileadmin/radiofabrik/design/images/zahnrad_mini_icon.pngDas war das Stiegenhaustheater in Lehen und Itzling

http://www.radiofabrik.at/fileadmin/radiofabrik/design/images/zahnrad_mini_icon.pngEinladung zum Fairkehrten Fest am 19. und 20. Mai

Im Studio mit dabei ist Terence Goster von TEEN FM  – vielen Dank für die technische Unterstützung!

Danke auch an Franz Fleissner vom Stadtwerk, der das Interview mit Fang geführt hat – wir hören sicher bald mehr von ihm 🙂

 

Wiederholung der Sendung: Dienstag, 24. April um 8 Uhr

Helene Heyckendorf

Produktion: Freies Sender Kombinat, Hamburg

Die Vereinsstraße im Hamburger Schanzenviertel heute.

Helene Heyckendorf. Die Hamburger Kommunistin wurde im April 1945 im KZ Neuengamme ermordet. Erhängt. Sie und ihr Mann Max hatten sich beide dem Widerstand gegen die Nazis angeschlossen. Gewohnt haben sie im Schanzenviertel – in der Susannenstraße – dann in Eimsbüttel. Vor ihrem letzten Wohnhaus, in der Vereinsstraße 59, liegt nun zu ihrem Gedenken ein Stolperstein. 

Helene Heyckendorf gehörte zum Umkreis der Widerstandsorganisation Bästlein-Jacob-Abshagen, einer der wichtigsten Widerstandsgruppierungen gegen den NS. Vor allem aus Großbetrieben heraus wollten die 300 Mitglieder der Gruppe den Kampf gegen das NS-Regime führen und für ein schnelles Kriegsende arbeiten. In über 30 Hamburger Betrieben und Werften entstand ein konspiratives Netzwerk. Die Widerstandskämpferinnen und -kämpfer halfen ausländischen Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter, informierten über den tatsächlichen Kriegsverlauf und betrieben Sabotage. Helenes Ehemann Max beispielsweise organisierte Fluchtwege nach Skandinavien. Über ihre Aktivitäten ist heute leider nichts Bekannt. Nachdem die Gruppe durch die Gestapo enttarnt war, floh Max Heyckendorf vor der Verhaftung. An seiner Stelle nahm man Helene Heyckendorf in die so genannte „Sippenhaft“. Im Arrestbunker des KZ Neuengamme wurde sie im April 1945, also kurz vor Kriegsende, mit 12 anderen Frauen und 58 Männern erhängt. Ohne Prozess und ohne Gerichtsurteil. Damit versuchten die Nazis in der Endphase des Krieges wichtige Zeugen auszulöschen, die den Alliierten hätten aussagen können.  Weiterlesen →

OCBoddity 215 (09.04.2012)

Zum Duell zwischen Großraum New York vs. Österreich lädt die 215. Auflage von OCBoddity. Wer daraus als Sieger hervorgeht, darf jeder selbst „erhören“. Das letzte Wort gehört jedenfalls den lokalen Größen. Und an deren bemerkenswerten, brandaktuellen Songs bzw. Alben kam man sich dieser Tage nicht nur im Rahmen der Sendung Götterfunk, sondern auch live in Salzburg erfreuen:
Mel: Live & unplugged im Götterfunk am 05. April, live im Rockhouse am 19. April
The More Or The Less: Live & unplugged im Götterfunk am 19. April, live in der ARGE am 14. April
Willi Resetarits & Stubnblues: Live & unplugged im Götterfunk am 03. Mai, live in der ARGE am 25. & 26. April
Son Of The Velvet Rat: Live in der ARGE am 27. April

Und OCBoddity stimmt darauf ein!

PLAYLIST
Lee Ronaldo, Angles
Real Estate, Easy
Lucero, Downtown/On My Way Downtown
Great Lake Swimmers, New Wild Everywhere
Waters, Out In The Light
Bruce Springsteen, Wrecking Ball
Sinead O’Connor, 4th & Vine
Lana Del Rey, Carmen
Mel, What’s Left Behind Our Blue Eyes
The More Or The Less, Oh Santiago
Willi Resetarits & Stubnblues, Niemois Sois’d
Son Of The Velvet Rat, The Vampire Song

Listen

Reise, Schreibe, Liebe – Teresa Reiter

ENDLICH! Podcast/Download: Das Artarium vom Sonntag, 15. April begrüßt sie Live On Äther – Teresa Reiter, Journalistin aus Leidenschaft und Überzeugung, erzählt von ihren Expeditionen in die Subkulturen der Krisengebiete (oder wars umgekehrt?) und präsentiert Musik vom Balkan, die man sonst kaum jemals zu hören bekommt. Teresa Reiter? War da nicht einmal irgendwas mit einer Orgel? Genau, so haben wir sie damals kennen gelernt, als wir über eine CD-Review von ihr gestolpert und anschließend beim Verriss-Verreißen ausgerutscht sind. (Könnt ihr hier nach lesen hören) Es ist halt schon eine Nervöse Welt und der Gelegenheiten sind wohl ebenso viele wie der Geschmäcker. Und schon wenden wir uns weiteren Minenfeldern zu!

Als wir Teresa letzten Sommer in Wien trafen, war sie gerade auf dem Sprung nach Serbien und Kosovo, um dort eine gröbere Reportage über den musikalischen Underground und die Off-Mainstream-Kultur zu gestalten. Fast hätte ihr anschließend in der Presse veröffentlicher Artikel einen längst schwelenden Konflikt zwischen Hip-Hoppern und Gitarrenbands vollends zum Ausbruch gebracht. Wir bewunderten sie für diese coole Verwegenheit, sich emotional höchst engagiert auf solch explosive Krisengebiete einzulassen und dabei zugleich beobachtend, geordnet und reflektiert über potenziell chaotische Themen wie Gender Studies, Kulturkämpfe und Sozialprojekte zu berichten. Ich nannte sie Ernestine Hemingway oder nach Egon Erwin Kisch die rasende Reporterin und zog Vergleiche mit anderen bekannten Persönlichkeiten, bei denen mir nie ganz klar war, ob die jeweiligen Krawalle und Skandale sie nur magisch anzogen oder vielleicht doch erst wegen ihnen zur Vollform aufblühten. Wie dem auch sei…

Wir entdeckten seither allerdings einiges an Gemeinsamkeiten und Interessen, die Liebe zum Entdecken und Unterwegssein etwa, die Leidenschaft für Genauigkeit im sprachlichen Ausdruck oder eine gewisse kreative Hypomanie, immer ein nächstes und übernächstes Projekt in der Produktion zu haben. Vor allem aber erfrischt und ermutigt uns die Unerbittlichkeit, mit der Teresa ihre Begeisterung zum Beruf macht. In dieser Hinsicht ist sie ein feines Beispiel dafür, wie man der Durchschnittsfalle erfolgreich  entkommen kann. Oder anders gesagt: „Mach in deinem Leben das, wozu du am meisten Lust hast, denn das wirst du auf längere Sicht auch am besten können.“ In diesem Sinne sind wir neugierig, was sich in einer knappen Stunde Kunnst-Biotop noch so alles an spontanem Gespräch und Geräusch ereignen wird. Und wir freuen uns natürlich auf musikalische Inspirationen von Bands wie zum Beispiel The Freelancers oder Freak Week. Denn das Gewohnte, das kennen wir ja eh schon. 😉

Battle&Hum: Die braune Stunde 2.9

Sendung vom Samstag dem 07.04.2012

Endlich, es ist vollbracht die Schläuche sind purgiert und alles wurde abgeführt! (Doch leider hat sich MC Randy Andy wieder mal vertan und fälschlicherweise den Herrn Joseph Beuys den Wiener Aktionisten zugeordnet, er meinte aber den Herrn Günter Brus. Hier der Wikipedia Link zur weiteren Vertiefung in die Aktion „Kunst und Revolution“)

Hier kommt die Drecklist:

MC’s Opener: feat. Klospülung, Helge Schneider, Mich und Don van Vliet+Frank Zappa

  • Ween (Pure Guava) – poopship destroyer
  • Neil Young & Crazy Horse (sleeps with angels) – piece of crap
  • Richard Wagner (Apocalypse now) – ride of the valkyries
  • Karlheinz Stockhausen (-) – Helikopter Streichquartett
  • Pungent Stench (?) – klyster boogie
  • Nina Hagen (Unbehagen) – wau wau
  • Attwenger (Luft) – kosz
  • Red Hot Chilli Peppers (Blood Suger Sex Magik) – sir psycho sexy

Rauskehrer: Wu-Tang Clan  (Wu-Tang forever) – dog shit

Hier oder dort drüben ——-> (feed your hoRSSe) downloadable, but take care of your PC Pimperlboxen!