The Freelancers – N’Kuti (Das ganze Album)

Podcast/Download: Das Artarium vom Sonntag, 10. Juni serviert eine echte Balkanplatte aus dem Fundus unserer speziellen Freundin Teresa Reiter, und zwar das beachtliche Debut-Album „N’Kuti“ von The Freelancers aus Prishtina/Kosovo. Nicht gerade eine der Weltgegenden, aus denen man wegweisend innovatives Soundschaffen üblicherweise erwarten würde. Nichtsdestoweniger bestechen die Songs der Herren Freelancers (Soundcloud) durch höchst eigenwillige Klangwelten zwischen Resignation und Auflehnung und geben dadurch ein vielschichtiges Stimmungsbild ihrer ambivalenten Umgebungen wieder. Eine echte Spezialität also für all jene, die ihrer Neugierigkeit gern auch ihr Ohr leihen und nicht nur in gewohnten Gehörgängen herum hängen…

Was uns beim ersten Anhören ganz besonders beeindruckt hat, war die hoch professionelle Produktion sowohl des Albums als auch der diversen Videos von Pinkmoon Creative, wie etwa des wunderbar umgesetzten Tracks „Pse?“ (YouTube) den wir ja bereits bei unserer gemeinsamen Live-Sendung mit Teresa vorgestellt haben. Ist irgendwie ist das unser persönlicher Liebling, Ohrwurm (Earcatcher) geworden 🙂 doch lohnt es sich unbedingt, auch die anderen Titel dieses Kunstwerks zu erleben – erst in ihrer lyrischen Gesamtheit entsteht der elementare Eindruck einer Kamerafahrt durch Innen- und Außenwelten einer absurden Realität. Großes Kino für Reisende und Genießer! Und die Texte dazu – auf Albanisch und Englisch – sind sowieso nochmal eine ganz eigene Welt.

Soll noch einer sagen, rund um unsere Sendungen komme nichts Neues und Aufregendes zu Tage, so wie hier „Backstage“ in Raschhofers Ideentauschbörse nach unserem letzten Radio-Auftritt. Hey, wir sind doch im wahrsten Wortsinn die Perlentaucher und können auch gar nichts dafür! Neugierig, kindsköpfisch und immer interessiert an irgendwelchen kreativen Ausdrucksmöglichkeiten, die in dieser oder jener Form noch nicht dergestalt dargestellt, gesagt oder gedacht worden sein könnten. In diesem Zusammenhang seien euch ebenfalls Teresas feinsinnige Arbeiten für Kosovo 2.0 (Englisch) ans Herz gelegt – sowie Chrissobert Schmallniggs sprachkritische Nachtfahrt-Sendung „Originale Kopien“ aus der Radiofabrik ihres Vertrauens. Wir sind – in jedem Fall – ein geiles Institut 😉 und gut zu hören.

Originale Kopien (Norbert)

Podcast/Download: Die Perlentaucher Nachtfahrt vom Freitag, 8. Juni wandelt auf den Spuren eines Zitats von Edward Young: „Wir werden als Originale geboren, sterben aber als Kopien“, mit dem auch Arno Gruen seinen legendären Vortrag „Von der Schwierigkeit, sich selbst zu sein“ beendete. Nachzuhören übrigens in der Artarium Sendung „Der Wahnsinn der Normalität“. Dazu präsentieren wir musikalische Originale wie „das trojanische pferd“ sowie ein hintergründiges Gespräch mit ihrem Sänger und Bombenleger Hubert Weinheimer über Wahrheit, Naivität, Arschlöcher und originäres Trojanertum, vergraben uns tief in Coverversionen, die nicht bloß billige Kopien sind und verirren uns naturgemäß heftig im Spiegelkabinett der Wirklichkeiten. Schon wieder eine kritische Theorie? Aber diesmal mit Praxis!

Unsere Sprache ist von Anfang an ein erweitertes Sinnesorgan. Bereits im Mutterbauch können wir den emotionalen Gehalt ganzer Sätze erfassen, unterscheiden und verarbeiten. Also, „Pass auf, was du sagst, denn wir wissen längst Bescheid.“ Das Gehör-Gespür ist der erste voll ausgebildete Sinn des Menschen. Daher also Musik, und daher auch Radiosendung!

Wenn allerdings die emotionale Perzeption des Ungeborenen ein umfassendes Verstehen des Gesagten und Gesungenen bedeutet, wie in des Wahnsinns Namen kommen wir zu der Vorstellung, dass man Kindern Sprache als Wortbedeutung erst mühsam (und gegen ihre eigene Auffassung) beibringen müsse? Anders ausgedrückt, egal ob wir an einen Gott glauben oder nicht, so erachten wir doch die Nachrichten von der Weltfinanzkrise gemeinhin für bedeutsamer als ein Gedicht von ernst Jandl. In Wirklichkeit würde aber genau andersrum ein Schuh draus. Oder ein Pferd…

„Language is a virus from outer space“, teilt uns die Spoken-Word-Pionierin Laurie Anderson mit. Und Antoine de Saint Exupéry kommt in seinem existenzialistischen Kinderbuch für Erwachsene „Der kleine Prinz“ zu der Feststellung, „Die Sprache ist die Ursache aller Missverständnisse.“ Wenn sich also der Befund kindsköpfischer Künstler mit den Erkenntnissen der Kulturantropologie dahingehend deckt, dass unser zivilisatorischer Funktionssprech zur Abspaltung von Affekt und Emotion führt, dann wird Muttersprache zur gefickt eingeschädelten Scheinwelt – und die trojanische Lyrik zu einer notwendigen Gegenmaßnahme im Ringen um Realität.

Auf einmal begreifen wir im Wiedererwachen kindlicher Intuition, dass uns da eine Weltsicht vorgehüpft wurde, die nichts mit der Wirklichkeit unseres Empfindens zu tun hat, sondern nur mit den Erfolgsaussichten derer, die uns zwecks Ausnutzung beherrschen. Insofern ist der wahre Dichter, Künstler, Outsider derjenige, der die äußere Welt innerlich zusammen hält und so die Hoffnung auf eine sinnstimmige Zukunft verkörpert. Insofern sind wir, die wir ihm darin folgen und zwischen seinen Zeilen unser eigenes Leben spüren, diejenigen, um die sich die Welt dreht.

Insofern sind wir auch bedeutsamer, relevanter und vor allem wichtiger als Kasperl Faymann oder die Festspielpräsidentin. Insofern sind wir alle, die wir „wie die Kindlein“ in die Welt blicken und an unsere eigene Wahrnehmung glauben, im Grunde ganz und gar Jesus: „Und siehe, wir machen alles neu!“

Das Allerschärfste dabei ist allerdings, dass wir auf diese Weise auf einmal wirklich frei sein können und im ursprünglichsten Wortsinn autonom. Denn wenn uns „Pflicht und Schuldigkeit“ von vorn herein unter Vorspiegelung falscher Sprach-Tatsachen in betrügerischer Absicht ins Bewusstsein geschwindelt wurden, dann ist jede Übereinkunft, jeder Vertrag und jede gesellschaftliche Konvention in sich selbst widersinnig, sittenwidrig und somit ungültig. Die Welt muss also völlig neu verhandelt werden! Wenn das nicht mindestens einen Pop-Song wert ist… 😀

 

Tanz Mir Ein Bild

Am Donnerstag, den 24. Mai gab es in der Residenzgalerie Salzburg die Premiere von „Tanz Mir Ein Bild“. Dabei werden die üblichen Ölfarben der Gemäde zu Fleisch und Blut, in Form des Toihaus-Ensebles – in einer Tanz und Musikperformance werden die baroken Geschichten neu inszeniert. Was man sich da jetzt genau darunter vorstellen kann und was es sonst aktuell im Toihaus zu sehen gibt, hört ihr in dieser Ausgabe von „So A Theater“

WIS- English/Deutsch: Let’s talk integration

LINKS & INFO for this broadcast:

ACTION
Fairkehrs Fest- Mülln – 25- 26 Juni http://www.fairkehr.net/main/
Action Sonnenblumen: http://www.blattform-salzburg.at/

INTEGRATION
http://www.lebenshilfe-salzburg.at/
http://www.sisal.at/is/
http://www.salzburg.gv.at/themen/gv/migration.htm
http://www.salzburg.gv.at/pdf-gleichbehandlung.pdf

OPEN SOURCE LEARNING
http://moodle.org/
http://www.ocwconsortium.org/
http://ocw.mit.edu/index.htm
http://duolingo.com/

MUSIC PLAYLIST
Aphex Twin- Bbydhyonchord
Telepathe- Chrome’s on it (Gold Panda remix)
Kelpe – I felt fuzzy

Willkommen in Salzburg span./dt.: MigrantInnen suchen Arbeit in Österreich

 

Spanisch-deutsche Ausgabe am Dienstag, 5.6. um 19:06:

Bei einer Gesamtarbeitslosenquote von 7,2% im Jahr 2009 war die Arbeitslosigkeit der Ausländer/-innen mit 10,2% deutlich höher als jene der österreichischen Staatsangehörigen (6,7%). Männer sind unabhängig von der Staatsangehörigkeit stärker von Arbeitslosigkeit betroffen als Frauen (7,9% gegenüber 6,3%). Martha Peña Moyano aus Kolumbien erzählt über ihre Erfahrungen mit der Arbeitssuche, und die Schwierigkeit, ihren Titel als Zahnärztin in Österreich anerkennen zu lassen. Florian Schwarzbauer, Deutschtrainer bei ACCELINGUA spricht mit uns über den Kurs „Deutsch lernen und Arbeit suchen“. Außerdem gibt es Information über Integrationsaktivitäten für den Sommer und die beste Musik.

 

De acuerdo a los indicadores que se presentan en el libro titulado: „La migración y la integración“ en el 2010. En el año 2009, la tasa de desempleo general en Austria, fue de solo un 7,2%. La tasa de desempleo de los inmigrantes hombres fue de un 10,2%, significativamente mayor que los nacionales austriacos con un 6,7%. Los hombres extranjeros independiente de su nacionalidad se ven más afectados por el desempleo que las mujeres (7,9% vs 6,3%). El principal problema radica en aprender a hablar alemán. La odontóloga colombiana Martha Peña Moyano nos cuenta su experiencia de buscar trabajo y homologar su titulo en Austria. El instructor de alemán Florian Schwarzbauer de ACCELINGUA habla con nosotros sobre el modulo “Aprender alemán y buscar trabajo”. Información de las actividades de integración para el verano, y la mejor música.


Lebendige Erinnerung: 70. Jahrestag der Deportation jüdischer Menschen aus Thüringen und Sachsen

Der 10. Mai 1942 steht für die Deportation von Jüdinnen und Juden aus Thüringen und Sachsen nach Belzice. Zum 70-sten Jahrestag der Deportation sollte es in Thüringen eine dezentrale Form des Gedenkens geben. Veranstaltungen in allen Städten und Gemeinden, aus denen jüdische Menschen an diesem Tag in den sicheren Tod geschickt wurden.

In Erfurt mussten sich 101 jüdische Menschen am 09. Mai 1942, um 06.00 Uhr am Hauptbahnhof melden um, nach aktuellen Recherchen, 07.40 Uhr mit dem unregelmäßig eingesetzten Zug Erfurt-Glauchau nach Weimar gebracht zu werden. In einer Viehauktionshalle verbrachten sie die Zeit bis zum nächsten Tag, den 10. Mai, gemeinsam mit Menschen anderer Thüringer Städte. Der Deportationszug führte über Leipzig, wo jüdische Menschen aus Sachsens hinzukamen, nach dem Ghetto Belzice.

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Fairkehrtes Fest 2012 – Lehener Festgesellschaft erfolgreich gerockt

Flyertable

Fairkehrtes Fest 2012

Liebe FabrikantInnen und RadiofreundInnen,

Am Wochenende des 19./20. Mai 2012 hat der Verein Fairkehr auf dem Fairkehrten Fest wieder seinen Rollrasen in der Stadt verlegt. Dieses Jahr war die Ignaz Harrer Straße im salzburger Viertel „Lehen“ dran und die Radiofabrik selbstverständlich vertreten.

Vertrauensvoll wurde ich vom Team mit dem Booking und der Organisation der kleinen Bühne betraut. Mein erstes Großevent – woho!
Leute zusammentrommeln ist ja eh voll mein Ding! Viele bereitwillige SendungsmacherInnen waren also geschwind beisammen, das Leihauto abgeholt und die Technik darin verstaut (ganz so einfach war’s net, aber im Nachhinein trotzdem nur halb so wild).
Zu dem war das Wetter -damit einhergehend die Laune- genialstens sonnig.

Besucher

Besucher

Babse als rasende Fotografin, Marcus als versierter Tontechniker und Alf als… Maskottchen waren mit am Start und haben den SendungsmacherInnen von vor der Bühne kräfig zugejubelt.

Herzlichen Dank für ein tolles Fairkehrtes Fest und bis zum nächsten Jahr.

Die Bilder, die die rasende Fotoreporterin Babse und Alf geschossen haben gibt’s hier zu bestaunen und als besonderes Goodie gibt’s auch ein Video meiner Band, die die Radiofabrikbühne in ihren Grundfesten erschüttert hat, wie ich ganz bescheiden zu meinen wage 😉

Ihr hört von mir.
the apprentice