Doppler-Effekt & Leben und Wirken des Christian Doppler

Sendung am Fr. 9.6.2017 16:00-17:00 zum Thema Doppler-Effekt

  • Wer war Christian Doppler?
  • Was ist der Doppler-Effekt?
  • Welche Anwendungen des Doppler-Effekts kennen wir?

Diesen Fragen werden wir uns in der Sendung intensiv widmen und natürlich wie gewohnt, Effekte / Phänomene und Anwendungen aufzeigen und erklären, sowie Hintergründe darstellen.

Bei dem in der letzte Woche stattgefundenen 3-tägigen Doppler-Symposium gab es zahlreiche interessante Vorträge zu diesen Thema. Ausschnitte und Highlights (oder besser Highsounds) werden in dieser Sendung vorgestellt.

Freuen Sie sich also auf diesen besonderen Effekt.

Hier können Sie die Sendung nachhören: https://cba.fro.at/342734

Fever Ray

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 11. Juni – Karin Dreijer Andersson ist eben anders – und macht seit jeher auch solche Musik. Ganz besonders anders ist das gleichnamige Debutalbum ihres Soloprojekts Fever Ray, das wir mit Ausnahme des Schlusstracks Coconut (hier zu genießen) in dieser Sendung vorstellen. Sozusagen fast ein ganzes Album, aus Gründen, die alle irgendwie etwas mit Zeit zu tun haben. Jenseits von Zeit und Raum hingegen scheint sich die eigenartige Musikwelt von Fever Ray aufzutun, die sich im besten Sinn mit geheimnisvoll, hypnotisierend und mehr noch als vielschichtig beschreiben ließe. “Wenn Terror ins Vertrauen kippt” oder die gepflegte Verstörung. Von da ist es auch zum Meister des Mehrdeutigen nicht mehr weit – zu Peter Gabriel nämlich und den Fourteen Black Paintings.

Fever Ray AlbumFrom the pain come the dream
From the dream come the vision
From the vision come the people
From the people come the power
From this power come the change

Völlig folgerichtig hat Fever Ray einen Gabriel-Klassiker aus den 80ern in einer Art und Weise gecovert, dass einem die liebe Gänsehaut besonders wohltuend über den Rücken rinnt. Nämlich Mercy Street, das auch in unserer Signation verstörensvoll anklingt.

Und so klingt auch die eine oder andere Stimmung ihres Albums im folgenden Gedicht nach, welches ein etwas anderer Musikredakteur aus unserem etwas anderen Kunnst-Biotop wohl noch unter dem Eindruck desselben verfasst hat:

deine hand weiß
die nackten nächte
am strand am rand
des walds unter sternen
die suchen nach dunkel
im dämmern im glühen
tropfender worte einer
noch zu erdenkenden welt

 

Moderators Civilmedia Award 2017: Romana Stücklschweiger & Miss Candy Coxx

(Miss Candy Cox, 2017)

(Romana Stücklschweiger, 2017)


We are happy to announce, that the Civilmedia Award Show 2017 will be moderated by a legendary team:

Romana Stücklschweiger, music editor & former Chief Editor of Radiofabrik. She´s expert in politics & music and btw. most respected & sexy woman in underground media in town.

Miss Candy Coxx is a Salzburg based dancer, deejane, diva, devil.
As president of Turbojugend Whiskey she’s named Sarah Bowmore Darkest.

We are curious!

Velvet Goldmine

> Sendung: Perlentaucher Nachtfahrt vom Freitag, 9. Juni – Auf den Spuren des Kultfilms Velvet Goldmine würdigen wir die sexuelle Ambivalenz in der Popkultur – und würgen am heteronormativen Durchschnitt einer bumsdummen Gesellschaft aus Massenblödien, Quasselödien und Kassenschmähdien. Diese Wortschöpfung von Uwe Dick aus den “goldenen” 70er Jahren bringt ja nicht nur die Medienindustrie auf den Punkt, sie verdeutlicht geradezu das gesamte Unwesen unserer Zivilisation. Doch den Nachthasen ist kein roter Faden zu dünn, um aus ihm nicht doch noch ein mutmachendes Hurra aufs Überleben zu destillieren: “Sexuell benutzerdefiniert” im Gegensatz zu den “empfohlenen Einstellungen” der ohnehin unklaren Anbieter, es könnte so einfach sein, wenn man sich nur ließe. Auf jeden Fall empfehlen wir uns.

velvet oscar wildeOder Oscar Wilde, den verwegenen Vorkämpfer für das Menschenrecht auf sexuelle Selbstbestimmung im viktorianisch verklemmten England. Der ging für sein stures Beharren auf gleichgeschlechtlicher Liebe als einer möglichen Lebensform nicht nur ins Gefängnis, sondern an den Folgen dieser Unmenschlichkeit zudem auch tatsächlich zugrunde. Was nicht verhindern konnte, dass er seine Mit- und Nachwelt (also uns) mit einer Überfülle an zeitlos klugen Zitaten beschenkte. Viele davon finden sich im Script von Velvet Goldmine wieder, als einer von vielen roten Fäden, die diesen Film so wunderbar unblöd und wertvoll machen. Und ihn über die Jahre zu einem Kultfilm, vor allem für ein jugendliches Publikum, werden ließen, wiewohl er in den Kinos gefloppt war. “Oh mein Gott, Hollywood verhungert, sammelt Steckrüben!” Die statistische Bewertung der Verkaufserlöse zeigt nur, wie unmaßgeblich kommerzielle Überlegungen für den persönlichen Wert eines Kunstwerks sind. Und wie unerheblich die Mehrheitsmeinung im Hinblick auf individuelles Berührtwerden ist. Massengeschmack kann niemals Maßstab für die eigene Wahrhaftigkeit sein.

velvet goldmineSo beginnt Velvet Goldmine folgerichtig mit Oscar Wildes Kindheit (als Vorgeschichte), um sich dann jener kurzen Ära des Glam Rock der 70er Jahre hinzugeben, als erstmals im Pop musizierende Männer sexuell ambivalent auftraten und öffentlich mit eventueller Bisexualität spielten. Der überaus vielschichtige, teils symbolistisch und surreal in Stimmungsbildern gestaltete Film fokussiert auf die beiden Rockstars Brian Slade alias Maxwell Demon (dessen Rolle David Bowie alias Ziggy Stardust nachempfunden ist) sowie Curt Wild (dessen Rolle unter anderem von Iggy Pop und Lou Reed inspiriert wurde) und erzählt von deren Begegnung, Verliebtheit und schlussendlichem Verfall. Das allein wäre schon genug an Opulenz, Dimensionalität und Vertracktheit, doch da ist auch noch die Rahmenhandlung des Erzählers Arthur Stuart, eines Musikjournalisten, dessen investigative Recherchen mittels diverser Rückblenden in die überbordende Erzählung hinein verwoben sind. Insgesamt also ein Spielfilm, der keineswegs durch nüchternes Frontalbewusstsein begriffen, sondern vielmehr vermittels des entgrenzten Gefühlsverstands erlebt werden will. Und vor allem nicht “interpretiert”.

velvet oscar wilde quoteWas mit Sicherheit auch auf die Homepage von Michael Stipe zutrifft, der Velvet Goldmine als Herzensanliegen produziert hat. Bitte halten sie mich fest! Oder sonstwas. Wie dem auch immer nicht sei, wir zwei gewinnen dieser unendlich schönen Herausforderung aller Sinne naturgemäß einiges an Gefühlen und Bezügen ab. Darob werden wir hiernachts schwelgen können, dem Erzählstrang sowie dem Soundtrack dieses musikalischen Ausnahmefilms folgend. Sontstwo erschienene Rezensionen halten wir allesamt für hochgradig verschnöselt und daher nichtssagend. Statt dass etwa die Ergriffenen schrieben, denen “das etwas gibt”, verzapfen da irgendwelche “Zuständige” ihre Maßstabsmeinung, die kein authentisches Erleben wiederspiegelt, sondern stattdessen das allübliche Gesums aus dem Eintupf der sachzwänglichen Durchschnitter. Was sexuell neugierige Welpentiere interessiern darf und was nicht, das wird von abgeschmackt normifizierten Pudernudeln festgeschrieben und in den “neuen” Untenhaltungsmedien reichweitigst verbetoniert. Es hat sich nichts geändert: Was “normal” ist, entscheiden die Angepassten. Und die spinnen mit Sicherheit!

“Gleich am Tag nach meinem Tod setz ich mich hin und schreib meine Memoiren. Davor bin ich viel zu sehr mit meinem Leben beschäftigt.”

 

Solo und Band / Ensemble

Dieses Mal haben wir uns in Tuning Up die Frage gestellt, wie so manches – nicht immer im Rampenlicht stehendes – Mitglied einer Band oder eines Ensemble in der Gruppe aber auch solo klingt.
Die Ergebnisse waren diese……

diesmal mit
Ludwig van Beethoven mit Kalvier solo und Trio – Wilhelm Kempff
George Harrisson und den Beatles
Billy Cobham und Mahavishnu Orchestra
McCoy Tyner und dem John Coltrane Quartet

Die Sendung ist nachzuhören unter: https://cba.fro.at/342146.