NOFX RELOADED (Cokie the Clown 2.0)

Download/Podcast: Artarium vom Sonntag, 8. Januar – Was soll man denn nun von einem fast 45-jährigen Musiker und Labelchef halten, der spät nachts lachend in eine Tequilaflasche brunzt und anschließend eine dermaßen abgefahrene Solo-Performance zelebriert wie Fat Mike von NOFX? Wobei er Bühnengästen und Publikum dann auch noch Drinks vom nämlichen Tequila verabreicht – und dann die auf Video dokumentierte Piss-Aktion live vorführt? Wir finden – sehr viel! Denn selten seit den 80ern war Punk so pointiert wie 2010 beim SXSW Festival in Austin, Texas – und selten wurde aus berufenem Schwanz – äh – Mund ein derart profundes Statement zur Musikindustrie – ähm – abgesondert…

In diesem Sinne – Prost! Und gleich auch noch unsere glücklichsten Herzwünsche zum demnächst wirklich drohenden 45. Geburtstag, Cokie the Clown! Mit solch einem Überlebenshumor besteht echt die Gefahr, dass du uns noch einmal 45 Jahre den Schädel knetest und das Gehirn ausputzt.

By the way – wir bedanken uns artig grinsend bei Pinpoint Music für den feinen Bericht von der Cokie-Performance und die entsprechende Fotostrecke. 🙂 Lohnt sich auf jeden Fall zu lesen – ebenso wie dieses nüchterne Hintergrund-Gespräch mit Fat Mike ein Jahr nach dem „Skandal“ – das war doch bitte bester Aktionismus! Haut rein, auch wenn euer Englisch nicht gerade uptempo daher kommt – jetzt nach den wein- und weihrauchschwangeren Weihnachtsferien. Prost Neujahr also nochmal von uns – mit einer für heuer durchaus prototypisch gemeinten Sendung:

Denn das Wesentliche an Fat Mike’s punk-atypischer Performance war ja nicht die medial skandalisierte Brunzflaschlerei, sondern die von ihm nachgerade legendär vorgetragene Emo-Explosion aus erlebten Geschichten und schrägen Versionen bekannter NOFX Songs. Ein echter Abgrund!

Das war doch die Essenz des Punk – bevor er zur merkantilen Pose verkam: Unverstellteste Aufrichtigkeit gepaart mit einer gehörigen Portion Scheiß-dir-nix und einem bewundernswerten Mut zur eigenen Lächerlichkeit – auch und gerade im Angesicht der besoffenen Wertvorstellungen des „Entertain-us-Publikums“. Wenn Fat Mike gegen die johlen wollende Meute in leisen Tönen an-erzählt, wie er und Eric Melvin als 16, 17-jährige bei einem Punkkonzert die Hilfeschreie eines vergewaltigt werdenden Mädchens ignorieren und mittels Musik verdrängen, weil sie von einem der Täter bedroht werden, dann kehrt die Ambivalenz des traurigen Clowns mit unhörbarem Krachen in unsere Herzen zurück – verschreckt, verwirrt und verzweifelt.

Auch das Outro von The Decline erzeugt plötzlich eine andere Betroffenheit: Wir alle werden tagtäglich gefickt von inhumaner Machtausübung und Gewaltanwendung, von verlogenen Ideologien, wirren Sozialsystemen und einer zutiefst destruktiven Weltwirtschaft. Scheiße!

Und die Moral von der Geschicht? Die Sendung zur Story (Abgründe aushalten und selbst weiter denken!) – Der Graffitikünstler (und selbst Musiker) Leo Tischendorf sowie die emoreale Konzeptextase Norbert K.Hund spielen prototypische und ungewohntere Tracks von NOFX und versuchen sich dabei rotzspontan an der Philosophie dieser konsequent independent gebliebenen Punkband zwischen Selbstdarstellung und Sozialkritik. Abschließend bitten wir zum gemeinsamen Gehör-Genuss von The Decline, dem gut 18-minütigen Opus Magnum dieses ebenso faszinierenden wie verstörenden Kunnst-Kollektivs mit politischen D.I.Y. Ambitionen. NOFX – Da hilft weder Arzt noch Apotheker!

 

Schluss mit Textase

Podcast/Download: DAS LETZTE ARTARIUM (des heurigen Jahres) vom 25. Dezember: Christopher Schmall und Norbert K.Hund zelebrieren die etwas andere Weihnachtsfeier der Perlentaucher – mit stimmungsvoller Musik und schrägen Textbeiträgen – in Gestalt einer spontanen Nachtfahrt-Miniaturausgabe. Allerdings wollen wir nach nunmehr gut einem Jahr ersprießlicher Zusammenarbeit endlich einige inhaltliche Schwerpunkte der Artarium-Reihe neu bestimmen. Also feiern wir diesmal auch Abschied – und brechen zugleich wieder auf zu neuen Ufern. Natürlich, wie immer: Das Leben!

Was soll denn nun eigentlich so dramatisch neu werden? Müsst ihr euch in Zukunft gar vor uns fürchten? Aber ja doch, aufs Angenehmste! Denn der Meister des aushängigen Empfindens und der diplomierte Fettnäpfchentreter werden forthin genau das tun, was sie am besten können: Alle Themen noch mehr im eigenen Erleben spiegeln.

Aber sind wir nicht ohnehin genau dafür bekannt, dass wir unsere Sendungen sehr subjektiv und emotional gestalten? Ja, schon – aber trotz all der atmosphärischen Individualität, die wir dieses Jahr vor allem in den Nachtfahrt-Perlentaucher-Sendungen angewendet haben, berichten wir im Artarium immer noch viel zu sehr von Personen und ihren Produkten. Und was soll daran schlecht sein? Erstens, dass man diese Art von Magazin-Journalismus mit der Zeit von uns erwartet. Und zweitens, dass es keine kreative Herausforderung für uns bietet, in gewohnten Formen zu arbeiten, die es außerdem so ähnlich bereits x-mal in der Kultursparte gibt. Also werden wir die Gestaltung des etwas anderen Kunnst-Biotops mehr an unseren künstlerischen Interessen und unserer persönlichen Wesensart ausrichten…

Wir wollen also im kommenden Jahr weniger berichten, dafür aber mehr erzählen. Unsere Themen und Gäste sollen noch unmittelbarer mit unseren Innenwelten verbunden sein. Die Sendungen werden jedenfalls ein gemeinsames Erlebnis darstellen, auch in Form von Expeditionen und Experimenten. Und den Begriff „Kunnst“ im Sinn von Ausdruck, Möglichkeit und Überleben, den müssen wir noch viel weiter fassen. Schließlich geht es uns darum, unsere Eindrücke gemeinsam mit euch zu verdichten, so dass etwas für uns alle Inspirierendes dabei entsteht. Nennt es, wie ihr wollt, am besten aber gar nicht!

Auf jeden Fall FROHE FEIERTAGE und EIN GUTES NEUES JAHR! Wir sind ein geiles Institut. Und wir haben noch lange nicht genug.  😀  Bitte. Danke.

 

Das Geile Institut – An alle Schafe

Podcast/Download: Artarium vom Sonntag, 11. Dezember präsentiert das wunderbar abgründige Erstlingswerk „An alle Schafe“ der leider, leider nicht mehr aktiven Salzburger Ausnahme-Combo „Das Geile Institut“. Richtig gehört, von deren Bandnamen und Station-ID haben wir auch das legendäre Audio-Statement „Wir sind ein geiles Institut“ geklaut, das wir Ja, Panik Sänger Andreas Spechtl spätnachts (oder war es frühmorgens?) jedenfalls listig und überfallsartig in den Mund gelegt haben und welches nunmehr seit einem Jahr fast in jeder Signation unserer Sendungen vorkommt – gleich neben den Nebenwirkungen vom Arzt oder Apotheker!

Dieses Album (dessen titelgebender Track immer wieder mal als Musik aus Salzburg gespielt wird) besticht durch hochkarätige Spielfreude und profundes instrumentales Können seiner Mitwirkenden. Allerdings erschöpft sich seine Qualität längst nicht in allerlei unterhaltsamen Stilzitaten und liebevoll ausprob-duzierten Arrangements – nein, es springt uns da auch ein durchgängig spannendes künstlerisch-inhaltliches Gesamtkonzept entgegen, so hintersinnig, surreal und aberwitzig, dass es im Zusammenwirken mit den wahrlich hervorragenden Texten von Sänger und Gitarrist HC jede Menge Kunst in den Köpfen der Hörerschaft verursacht. Wissenschaftlich erklärt werden kann dieses Phänomen letztendlich zwar nicht, aber das ist ja auch ganz gut so. Wer will schon Moleküle zählen und Statistiken auswerten während er sein Bewusstsein erweitert? Die einzelnen Songs tragen Titel wie „Grasvulkan“, „Ich kann fliegen“, Wirklichkeit“ oder „Voll daneben“ – und die Bandphilosophie wurde schon mit folgenden Worten beschrieben: warum geil? – weil es uns so gut tut! —– müssen alle Menschen geil sein? – ja.

WEITERE WETTERWARNUNG FÜR DEN GEHÖRGAU:

Die PERLENTAUCHER-NACHTFAHRT am Freitag, 9. Dezember von 22:00 bis 02:00 Uhr: Sonderausgabe „EIN SALZBURGER ADVENTSINGEN 2.0“

Vier Stunden Text und Musik, dem Adventsingen im Ablauf nachempfunden und dessen Themen lustvoll und kritisch hintertreibend: Dazu die Gedanken vom Chriss und des Norberts Konzept vom Nachtfahrt-Blog. Ein Jahr arbeiten wir nun schon zusammen und – wie es Klaus Kinski als Jesus einst sagte: Wir wollen die Liebe in eure Herzen werfen!

Die Aufzeichnung der letzten 2 1/2 Stunden dieser Live-Sondersendung gibts jetzt doch noch als Podcast/Download hier.

Metallener Frühling am Krampustag

Frau Nowaks Transorientalischer Musikexpress – Metallener Frühling
am 05.12.2011

21:00 Radiofabrik http://radiofabrik.at/

23:00 Radio Orange 94.0 http://o94.at/

Eine Woche später kommt der Krampus dann im Norden an (der arme ist mit der Deutschen Bahn gefahren) – am 12.12.2011 um 18:00 auf dem wunderbaren Hamburger Sender TIDE 96.0 http://www.tidenet.de/

Nachdem die Termine geklärt sind – worum gehts in dieser Ausgabe Eurer Lieblingsradioshow mit dem unaussprechlich langen Namen, der um den ganzen Erdball reicht?

Metallener Frühling – Arabischer Metal und mehr: Wenn die Sonne im Westen untergeht, kommen die Teufelchen des Morgenlands und machen laute Untergrundmusik. Da ist nicht erst seit den Revolutionen die Hölle los.
Metalmusik existiert in Arabischen Landen seit der Zeit, als die Männer noch komische Langhaarfrisuren trugen und Nietenhandschuhe beim Gitarrespielen.

In der Arabischen Sprache gibt es kein Wort für Subkultur. Frau Nowak spielt das Namenlose.
Wer aber bei schnellen Rhythmusschlägen Herzrasen, jaulenden Saiten Migräne und gegröhlten Lyrics Ohrenbluten kriegt, der sollte trotzdem zuhören. Zwischen den Tracks unterhält Euch die schöne Frau Nowak mit spannenden Geschichten über:

Satanismus, Antiislamismus, Feminismus, Kriegskunst, Hexerei, eine ganz spezielle White-Shirt Party und einem Hauch von Frühling.

Majas Musikmarkt 02.12.-04.12.

Schöner als Weihnachten!

Majas Musikmarkt – die Wiener Musikszene packt aus.

Wann? Freitag, 02.12.2011 bis Sonntag, 04.12.2011

Wo? Kulturraum purpur 19 Glatzgasse 2 / Ecke Döblinger Hauptstraße 6, Wien

Was? Musik zum Hören, Musik zum Schauen, Musik zum Fühlen, Musik zum Kaufen.

Garantiert ohne Weihnachtsliedergedüdel weiß auch The Gap:

http://www.thegap.at/musikstories/artikel/mit-musikern-auf-kaffee-kuchen-und-konzerte/

Me First and NOFX

Download/Podcast: Artarium vom Sonntag, 13. November – Zwei Portionen Punk gegen die Depression oder Fat Mike Revisited Vol. I – „Das ganze Album“ kreativ neu interpretiert: Me First and The Gimme Gimme Gimmes „Blow in the Wind“ in voller Pracht und Länge von 27:31 Minuten sowie im Anschluss NOFX „Cokie the Clown“ (EP), mit 10:48 Minuten ein eher kurzes Opus. Da bleibt sogar noch etwas Zeit für den NOFX-typischen Track „Idiots Are Taking Over“ und etwas informativ schräges Gequatsche zum und neben das Thema: Warum wir diese spezielle Art von Punk als ein wohltuendes Psychotonikum empfehlen möchten, gerade jetzt in der kalten Jahreszeit:

Dem Leo sein kreatives Kalenda

Die in der Sendung angekündigte zweite Folge mit den NOFX Lieblingstracks von Leo und Norbert, voll garniert und fein planiert mit profunder Intuition und emotionaler Spontananalyse sowie in einer abgeschmackt erlesenen Hörexplosion von The Decline (18:18 Minuten – Ein Song!) gipfelnd, wird im Rahmen des Artarium-Adventsingens am Sonntag, 11. Dezember ab 17:06 Uhr live stattfinden. Da könnt ihr euch jetzt schon die Ohrstöpsel eindübeln! Den ersten Rest vom Bar Mitzvah Fest (Johnny Wixen) dürft ihr euch per Download-Link jetzt schon ins Hirn reiben. Achtung: Oralverkehr mit Schafen zeichnen wird in Deutschland üppigerweise mit Ernsthaft bestraft!

So, das wars wohl für heute. Warum also gerade diese Art von Punkmusik geeignet sein soll, die trüben Gespenster des allzu anstrengenden Alltagsgrau(en)s zu verscheuchen, sei hier abschließend noch einmal mit unserer – auch in der Sendung verlesenen – Refinition (!) von Punk als Philosophie veranschaulicht:

„In der vorliegenden Form ist Punk keine Pose, sondern eine Philosophie. Eine existenzialistische Zwischenstation und Schutzimpfung für das Überleben in einer höchst unvollkommenen Gesellschaft! Seelische Selbstverteidigung als Kunstform und visionäre Überwindung des postmodernen Bierernst einer Zitate wichsenden Beliebigkeit. Und Kommerzialität? Fuck the Sex Pistols!„

PS. Liebe allzu gelangweilten Backstage-Mädelz, „Cokie the Clown“ heißt übersetzt soviel wie „Koks-Kasperl„. In diesem Sinne: Sauber bleiben – und nie wieder ohne Helm und Schwimmweste aus dem Haus gehen! 🙂

Emotional Overdose Nachtfahrt

Podcast/Download: In der Sendung vom Freitag, dem 11. 11. 11 (kein Scherz!) ist es wieder soweit: Norbert K.Hund & Christopher Schmall wühlen herzhaft abgründig in der alten Schachtel für allgemein nicht anerkannte Emotionen. Weltschmerz, Verzweiflung, Überdruss – alles was uns abtörnt, ängstigt, gefährdet und runter zieht, was uns verstimmt und verärgert, uns Anlass zu laut schweigendem Schreien oder blind wütendem Zerstörungszorn bietet. Das allerdings im ästhetischem Ambiente der zwei Perlentaucher und Sternenpflücker, die mit dieser Ermutigung zum Erlebendürfen und Überlebenkönnen von wirklich allen, also auch den schattigsten Empfindungen, zu einer Weltrevolution der Liebe anstiften.

Wenn euch das jetzt aber zu abgründig, zu anstrengend und vor allem zu unchillig erscheint, dann gehts bitte wo anders hin, rauchts euch doch mit eurem zigsten Selbstschmäh von unverwundbarer Übercoolheit ein oder saufts euch in jeder beliebigen Bumsbar in der Stadt mit schwitzschmierigem Smalltalk zua! Wenn ihr aber zum Overdose unterwegs seids oder allein daheim, arbeitend, mit Freunden, im Bett, gelangweilt, vom Automatensex angeödet, aber noch neugierig – dann hörts uns zu und kommts mit auf eins der allerletzten Abenteuer – sich selbst sein! Wegschmeißen könnts euch ja dann nachher eh immer noch!

Alle weiteren Ankündigungen, Erläuterungen und zusätzlichen Verwirrungen zur aktuellen Sendung dürfts ihr euch wie immer auch vom (nicht mehr ganz) neuen Nachtfahrt Perlentaucher Blog ins Hirn wuzeln, aufs Aug schütten und über die Psyche ausbreiten. Die Emotional Overdose vom Norbert gibts schon mal zur Einstimmung ebenso wie die Emotional Overdoze vom Chriss. Betten, die die Welt bedeuten hier in diesem Hör-, Spür- und Text-Theater. Kleine Bitte zum Schluss: Wenn euch ein Artikel gefällt und auch gut unterhält, dann gleich unterhalb liken und somit zur Verbreitung dummheitsgefährdender Inhalte beitragen!

Danke 🙂 und Emo Entblah!

Wiederholen das Wesentliche

Podcast/Download: Das Artarium vom Sonntag, 18. September macht noch aus jedem Tod eine Jugend und wiederholt sich selbst – zum ersten Mal seit nunmehr über 4 Jahren – in Form eines Studiogesprächs mit Bernd Lackner, dem humanmedizinischen Leib- und Seelengastgeber im Schnaitl-Pub sowie im Club b.lack (Rainbergkeller). Diese Sendung vom 13. Juni 2010 gehört sich deshalb und eben wieder gehört, weil sie die Idee des individuellen Perlentauchens so wunderbar auf den Punkt bringt: Uns interessiert eben NICHT irgendein Produkt an sich – sondern WIE sich die Produktion und wie sich die Produzent_innen dabei so ANFÜHLEN.

Befreien wir uns wieder mal aus unseren Zwängen – des eigenen Ehrgeizes, der äußeren Erwartungen, des allgemeinen Hierarchien-Hinterherhechelns – und vor allem aus der größten aller Gefängnis-Gefährdungen: der lieben Gewohnheit! Sind wir allesamt nicht oft entmutigte Mauserln im Angesicht uns einengender Problemberge?

In diesem Sinne: Lasst uns Maulwürfe sein! Kurzsichtig und unbeholfen womöglich und nicht recht hoch angesehen in der Nagetier-Society zwischen Kirchenmäusen und Kanalratten. Allerdings hoch angepasst an alles Unterirdische und speziell qualifiziert für den Tunnelbau! Echte Underground-Freaks, die mit ihren schaufelig patscherten Pfoten im Stande sind, jedwedes Zwangssystem dergestalt käslöchern zu durchtunneln, dass es früher oder später von innen heraus zerbröselt…

Käse, Tunnel, Underground – womit wir assoziativ endgültig in Vorarlberg angekommen wären, was uns diesfalls ganz besonders freut, zumal Radio Proton in Dornbirn (ja!) von nun an das Artarium regelmäßig im Ländle ausstrahlen wird, und zwar jeweils am Donnerstag um 14:00 Uhr. Nach Radio FRO in Linz ist Radio Proton nunmehr schon das zweite Freie Radio in Österreich, welches unser Ohrgeschmeide aus den Gehörgängen der Radiofabrik seiner Frequenzgemeinde zu Genuss bringt. Gut zu hören – wir gratulieren!

————————————————————————————————–

Hier findet ihr die Original-Sendung PAINT IT BLACK mit dem Untertitel „Artarium in schwärzlich-ärztlicher Behundlung“ ausführlicher beschrieben. Ein kurzer Auszug:

BERND LACKNER, Allgemeinmediziner sowie Wirt im Schnaitl – und jetzt auch im neu eröffneten Club b.lack (ex Cave Club) – erörtert im Gespräch mit Norbert K.Hund die immunologischen Aspekte einer gesunden, weil vielfältigen SUBKULTUR sowie die Bedeutung der GASTFREUNDLICHKEIT für den Arztberuf…

Musikalische Garnierung dieses Kulturgesprächs: Emir Kusturica & The No Smoking Orchestra, Jesus and the Gurus, Eric Burdon & The Animals, Lyapis Trubetskoy und Nevada Tan (Panik). Wir wünschen Guten Appetit!

Die tödliche Doris – Das ganze erste Album (30 Jahre Geniale Dilletanten)

Podcast/Download: Das Artarium vom 11. September 2011.

Wieder einmal nach langer Zeit eine Solo-Sendung mit Peter.W., ganz ohne Norbert K. Hund der dieser Tage 50 geworden ist (Wir gratulieren herzlich!) und Christopher Schmall der nicht müde wurde diesen Umstand mit seinem Kompanion feierlich zu begießen. Wem die beiden nun erholungsbedürftigen Edelgruschler fehlen, dem und derjenigen sei nochmal mit Nachdruck die preisverdächtige Episode Das Salzburg Syndrom ans Herz gelegt, ebenso der neue Nachtfahrt-Perlentaucher-Blog…

Am 4. September 1981 fand im Berliner Tempodrom die legendäre große Untergangsshow Festival Genialer Dilletanten statt. Unter den Musikern und Künstlergruppen die dieser Tage die Bühne rockten, waren u.a. später bekannter gewordene Vertreter wie die Einstürzenden Neubauten, FM Einheit, Christiane F. (Wir Kinder vom Bahnhof Zoo) mit ihrer Band Sentimentale Jugend, Westbam damals noch als Mitglied von Kriegsschauplatz Tempodrom und viele mehr. Außerdem noch Max Müller, der später die Gruppe Mutter gründen sollte und sein Bruder Wolfgang Müller, der eine wichtige Rolle in der Entstehung der Genialen Dilletanten spielte.

Mehr zum Festival und die Genialen Dilletanten: Wikipedia.

Wolfgang Müller heute Autor, Musiker und Kopf der Walther von Goethe Foundation in Reykjavíc war zwischen 1980 – 87 Gründungsmitglied der experimentellen Gruppe Die tödliche Doris (aka. Deadly Doris), die international – auch in den Bereichen Kunst, Fotografie, Filmkunst, Video, Performance und Literatur – aktiv war. Weitere Mitglieder waren zu Beginn Nikolaus Utermöhlen, Chris Dreier, Dagmar Dimitroff, Käthe Kruse und der bereits erwähnte Bruder Max, bevor sich die endgültige Besetzung um Müller, Utermöhlen, Kruse und Tabea Blumenschein manifestierte. Eine ihrer bekanntesten Nummern war Tanz im Quadrat das 2001 von Stereo Total unter dem Titel Wir tanzen im Viereck gecovert wurde.

Mehr zu Wolfgang Müller und Die Tödlichen Doris: Wikipedia & Youtube.

Im Rahmen des 30-jährigen Jubiläums der Genialen Dilletanten präsentiert das Artarium in seiner Reihe Das ganze Album die erste Langspielplatte von Doris aus dem Jahr 1982, produziert u.a. von Blixa Bargeld. Mit freundlicher Unterstützung von Wolfgang Müller höchstselbst, der uns – und auch euch – den freien digitalen Zugang zu ihrem akustischen Werk gewährt hat, siehe: http://www.die-toedliche-doris.de/mp3/TD001.mp3 bis TD061.mp3 – oder auch etwas detailierter zusammengefasst bei Rattenjule.

Sehr ans Herz legen wollen wir euch auch die Bücher Geniale Dilletanten,  das Feinmotorik Kompendium vom Institut für Feinmotorik und das neueste, noch in Arbeit befindliche Werk von Wolfgang Müller Subkultur West-Berlin 1979–1989.

 

Inzwischen Unterwegs

Podcast/Download: Perlentaucher-Nachtfahrt vom Freitag, 12. August – im Zeichen beständigen Wandels oder – sind wir nicht alle andauernd irgendwie unterwegs? Von hier nach dort, von damals nach dann, von mir zu dir und wieder zurück? Also immer im Fluss immerwährender Veränderung, auf einer Reise zum eigentlich Eigenen – zwischen – und…

Wo ist überhaupt Anfang? Gibt es ein Ziel? Oder spielt das Leben sich sozusagen offbeat ab, von und zu und zu und? Ein Versuch, dem Kreislauf seelischer Wasser nach zu spüren von den Quellen unserer Euphorie durch die Untiefen unwägbarer Gefährdungen bis hinaus aufs unendliche Meer unserer Träume und…

Die vollständige Ankündigung sowie weitere Artikel/Texte (Hintergrund) zur aktuellen Ausgabe – jetzt jeweils aus der Perspektive vom Chriss und von mir – findet ihr auf unserem neuen Nachtfahrt Perlentaucher Blog, ebenso die nach jeder Sendung erstellte Playlist- und Textdokumentation – und…

Wir freuen uns jedenfalls schon jetzt auf euch als unsere lieben Reisegefährt_innen!