März in Maxglan

Lina Čenić im Gespräch mit Elisabeth Günther über die Möglichkeiten der Überwindung von Ungleichheiten in Organisationen. Elisabeth Günther arbeitet an dem Dissertationsprojekt „Der ideale Student. Eine intersektionale Analyse von Studienabbruch an der TU Wien.“

CHECK YOUR CHOICE im März: Welche Organe umfasst die Europäische Union?

Was tut das EU-Parlament eigentlich, warum wird es auch als die europäische “Bürgerkammer” bezeichnet und welche Organe gibt es in der EU sonst noch? Bis zu den EU-Wahlen im Mai 2014 ist es nun nicht mehr weit – nach 5 Jahren wird das EU-Parlament neu gewählt. An dieses Wahlen darf jeder EU-Bürger teilnehmen und kann so direkt mitbestimmen. Mit dem Radiofabrik-Projekt Check Your Choice werden bis zu den EU-Wahlen alle wichtigen Fragen geklärt, es wird sich in Studiodiskussionen und Infospots immer einem speziellem Thema hinsichtlich des Europäischen Parlaments gewidmet. Im März schauen wir uns an, welche Organe es eigentlich generell in der EU gibt, welche Aufgaben sie haben und wie sie im Zusammenspiel die Europäische Union strukturieren. Diesmal hat sich Sara Wichelhaus für euch mal umgehört.

Check Your Choice, den Infocountdown der Radiofabrik zu den EU-Parlamentswahlen gibt’s monatlich auf der Radiofabrik zu hören, Infos gibt’s unter www.checkyourchoice.info undunter www.radiofabrik.at

Angebote für Kinder und Jugendliche in Itzling-Elisabethvorstadt

Das Stadtteilradio geht diesmal speziellen Angeboten für Kinder und Jugendlichen in Itzling und Elisabethvorstadt nach. Wir stellen euch das Lerncafe der Caritas, das Angebot der Keck Kinderfreunde als auch die Kreativworkshops von KIJA vor. Ihr hört uns am Freitag, 28. Februar von 17:00 bis 17:30 auf der Radiofabrik.

Lebendiges Lehen am 24. Februar 2014 um 17:00 – Stadtwerk LEHEN

Das Stadtteilradio meldet sich diesmal wieder mit Neuigkeiten rund ums Stadtwerk Lehen.

Karl Zankl begrüßt im Studio diesmal Sarah Untner. Sie ist Geschäftsführerin vom Verein Stadtwerk Lehen und wird interessante Neuigkeiten rund ums Stadtwerk erzählen.

Als Quartierskoordinatorin kümmert sie sich um Anliegen rund um Wohnen und Arbeiten und ist nach Vereinbarung in der Strubergasse 26 anzutreffen.

 

Moderation: Karl Zankl

Studio: Iris Perner

Mahraganat. Ägyptische Parties – FNTOME Feb 2014

„I found a guy, playing the keyoard with his fists and firing clusters of tones. It had the energy of Punk & Rave.You could see people just going completely insane on the streets. And I thought ‚Wow, this is really cool!'“(Joost Heijthuijsen, Cairo Liberation Front)

„Crazy places –  its not even on the map – there is no administration, there is no police, there is nothing. The people just built their houses in the middle of the desert. In those neighborhoods I saw something incredible.“ (Hind Meddeb, director of „Electro Chaabi“)

Mahraganat = Autotune Wahnsinn aus ägyptischen Satellitenstädten.
Schon wieder so ein „Sound of the Revolution“? Mitnichten. Wie die Hochzeitsmusik der Unterschicht ihren Weg in die Nachtclubs der Oberschicht fand.

Wann & Wo?
Mo, 24.02.2014 – 20:00 Uhr – Radio Fro Linz
Di, 25.02.2014 – 21:00 Uhr – Radiofabrik Salzburg
Mi, 26.02.2014 – 08:00 Uhr – TIDE 96.0 Hamburg


http://youtu.be/WJ9lqGfDJU8

Another Brick In The Wall

-> Download: Artarium vom Sonntag, 23. Februar – Unlängst war in der befreundeten Radiosendung Hallo Punkerland und PunkerInnenland 😉 ein ganz ungewöhnliches Musikstück zu hören. Was denn, Pink Floyd mit deutschem Anarchotext? Eine kurze Nachforschung förderte sogleich das dazu gehörige Musikvideo zu Tage, „Another Stein in The Wall“ oder so ähnlich – ein vom aktuellen Slime-Schlagzeuger Alex Schwers inszeniertes Cover/Mashup aus deren Uralttext „Bullenschweine“ und der Musik von Pink Floyds „Another Brick In The Wall“ – unglaublich ironisch und voll abgedreht! Immerhin entstanden beide Titel so um 1979 herum, also vor ungefähr 35 Jahren – doch gibt es dahinter nicht vielleicht noch andere inhaltliche Zusammenhänge? Da holen wir doch gleich mal die vom Ton-Steine-Scherben-Mitbegründer Kai Sichtermann herausgegebene Musikanthologie „Kultsongs & Evergreens“ hervor, für die der hier schon öfter zitierte Autor und Leonard-Cohen-Übersetzer Misha Schoeneberg den Artikel „Das radikalste Schülerlied“ zur eingangs erwähnten Pink-Floyd-Nummer verfasst hat – und lesen wir…

pink_floyd_the_wall…darin Folgendes:

„Es ist alles irgendwie schief gelaufen. Von Anfang an, darüber war man sich einig, damals, Mitte oder Ende der 70er. Man stritt nur darüber, ob das Elend mit dem Verlassen der Bäume, dem Beginn des Ackerbaus oder dem Aufkommen der katholischen Kirche begonnen hatte. In dieser Zeit las Roger Waters Wilhelm Reich, wie so viele in jenen Jahren. „Den Kindern der Zukunft“ widmete Reich sein wohl größtes Werk „Christus Mord“. Er spricht dort von „Panzerungen“ (Angst vor Liebe und Zärtlichkeit), die den Kindern durch die Eltern in Form restriktiver Erziehung verpasst werden. Die Eltern litten unter den gleichen Ängsten, die sie von ihren Eltern eingebläut bekamen, und diese wiederum von ihren Eltern usw. Dass wir uns so weit vom eigentlichen Menschsein entfernt haben, das ist die tatsächliche „Erbsünde“ nach Reich. Und gegen diese Panzerung, in der wir stecken, als wären wir lebendig eingemauert, hilft nur der Weg zurück; ein auf Generationen angelegtes Projekt: Die Kinder müssen sich wieder eigenständig und frei entfalten dürfen.“

Dem haben wir nichts hinzuzufügen! In der Sendung gibt es davon allerdings einiges mehr zu hören – nebst unserer assoziativ-dramaturgischen Musikauswahl rund um den inzwischen 70-jährigen Roger Waters und sein epochemachendes Hauptwerk The Wall. Schauen wir einmal, was wir so einem unverwüstlichen Spürsinn für die Auswüchse des Alltagsfaschismus darüber hinaus noch abgewinnen können. Wir freuen uns… 😀

 

Szenenwechsel Salzburg: Blank Manuskript

Blank Manuskript ist ein ArtRock-Projekt aus Salzburg, die komplex arrangierte und an Bands wie zB. Camel angelehnte Musik zeichnet sich durch symphonische Dichte und eine bildhafte und mystisch gehaltene Textsprache aus, Geschichten die geheimnisvoll erzählt und von der Musik getragen werden. Das verrät schon der Titel des 2009 veröffentlichten Konzeptalbum „Tales from an Island – Impressions from Rapa Nui“ – auch folgende Produktionen, die Namen wie Dante oder Edgar Allan Poe beinhalten, lassen schon an etwas Größeres denken. Wie geht’s einer Band, die im digitalen Zeitalter rein organische Musik macht und die Rock wieder mit klassischen Elementen verbinden möchte? Soviel Mysterium will aufgeklärt werden! Im aktuellen Szenenwechsel stellen wir euch Blank Manuskript vor und haben mit ihnen über ihre Musik und die großartigen Geschichten dahinter gesprochen. (Moderation: Romana Stücklschweiger)

Kommende Termine:
05.04. – Blank Manuskript feat. Melissa Coleman & Hannes Steiner im Jazzit: http://www.joys-cultur.com/spacegroove-dancehall/
13.05. – Blank Manuskripts ‚Tales from an Island – Impressions from Rapa Nui‘ live im Odeion Salzburg. Das Debütalbum wird in voller Länge und mit vielen Gästen als Musikdrama realisiert. Das wird ein ganz spezieller Abend im Salzburger Musikkalender sein!

Sendung im CBA hören: http://cba.fro.at/253779

Käptn Peng – das etwas andere Interview

Nachdem wir euch im Januar die Musik von Käptn Peng & Konsorten in unserer Albumpräsentation-Sendung schmackhaft gemacht haben, wollten wir mehr darüber erfahren, was das für ein Mensch ist, der da hinter diesen abgründig intelligenten poetisch-philosophischen Texten steckt – und wie der so tickt in einem spontanen Gespräch. Dazu haben wir das Konzert von Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi im Salzburger Rockhouse besucht – und sind dem multikreativen Wortwetzmeister Robert Gwisdek vorab im Backstage mit dem Aufnahmegerät zu Geiste gerückt. Was dabei Erstaunliches zustande kam, das veröffentlichen wir nunmehr auf vielfachen Wunsch auch allhier zum gefälligen Download – in drei fein garnierten Portionen:

-> Käptn Peng (1) Einfälle (Spontane Textassoziationen und Sockosophisches)

-> Käptn Peng (2) Gedichte (Begriffsklärungen und Wert des Gedichteschreibens)

-> Käptn Peng (3) Kreativität (Kindliches und Erwachsenes im Produktionsprozess)

käptn_peng_liveDer Natur unseres etwas anderen Kunnst-Biotops gemäß wollten wir sowieso kein weiteres alltägliches 0815-Interview erzeugen, sondern vermittels eigens zubereiteter Textzitate und durch assoziatives Nachfragen dem Wesen hinter all den Masken und Verwandlungen auf die Spur kommen. Chapeau! 😀 Der Käptn erwies sich dabei als kongenial verspielter Gesprächspartner, der voll spontanistischer Denk- und Gestaltungsfreude ein verbales Feuerwerk aus ironischem Wordrap und tiefsinniger Betrachtung entzündete, dass es eine wahre Freude war. Dies sei euch hiermit nicht mehr länger vorenthalten – und zum gedeihlichen Nachhören wie auch zum fröhlichen Weiterverwursten entschiedenst anempfohlen! Denn die letzten Interviewgäste, die uns auf vergleichbarem sprachlichem Niveau soviel (im besten Sinne) Spaß machten, waren der Dramatiker und Festspielintendant Thomas Oberender (Kulturgespräch 2011) sowie die Regie-Abschlussklasse der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ aus Berlin (Gastspiel 4.48 Psychose 2009). Und Niveau ist – wie wir wissen – keine Hautcreme!

Für das feine Live-Foto danke an Ohrenkitsch vom Blog Die Welt ist mein Zuhause

fuchs_sein_fetztZum Schluss verweisen wir noch auf unsere letzte Nachtfahrt-Perlentaucher-Sendung mit dem sinnigen Titel „Zwischen Leben und Überleben“, in der alle drei Interview-Teile erstmals dramaturgisch einverwoben wurden. Und auch auf Robert Gwisdeks am 8. März erscheinenden Debütroman „Der unsichtbare Apfel“, über den man bereits folgendes erfährt: Igor ist ein merkwürdiges Kind. Er berührt Dinge, um sie zu verstehen, malt Kreise auf Hauswände und sortiert Schachteln in Schachteln ein. Während er älter wird, übt er das Schmelzen, entdeckt das Nichts und bezweifelt die Endlichkeit. Er verliebt sich und trägt eine Last, die zu schwer ist, er trifft auf den Tod und versucht schließlich, hundert Tage ohne Licht und Geräusche zu verbringen. Seine Reise führt ihn an die Grenzen der Vernunft und verändert seine Wahrnehmung der Welt für immer.

„…und verstand, mein Gott, ich bin der Fluss nicht das Floß!“ (Käptn Peng)