Lebendiges Lehen am 23. September 2013: Armut in nächster Nähe

Ein Dach über dem Kopf haben – ein Grundbedürfnis des Menschen, aber nicht für jede/n selbstverständlich…
Die September-Sendung widmet sich einem sehr aktuellen Thema. Der Winter steht vor der Tür – was tut jemand, der obdachlos ist? Wo und wie fängt sie an sich zu drehen, die Armutsspirale, die meistens nach unten geht und nur mehr selten zurück?
Georg Aigner und Karl Zankl begrüßen dazu einen Studiogast, der von seinen ganz persönlichen Erfahrungen dazu berichtet.

Moderation: Karl Zankl und Georg Aigner
Technik: Georg Aigner

Neu im Team vom Stadtteilradio Lehen begrüßen wir ab diesem Herbst die zwei sehr Radio-erfahrene Redakteure Georg und Evelyne Aigner von der Salzburger Straßenzeitung Apropos. Herzlich willkommen!

Diese Sendung wird am Dienstag, 24. September um 08:00 wiederholt.

Broken Error # 003: How 2 fake a Panda…

Dafake PandaOn Sunday the 22th September 2013, 6 pm (Central European Time, UTC+01:00).

This time’s Broken Error is compiled by guest artist Dafake Panda, maybe known by some of you from our group IDM | Glitch | Clicks & Cuts on Facebook.

Dafake Panda is a French electronic producer, free-jazz drummer, multi instrumentalist and sonic tweaker. In his own Dadaist demeanor, he explores and weaves bridges between bass music, idm, jazz and glitch by triturating any audio material that passes him by (alarm clock mechanisms, rusty cogs, music boxes, typewriters, waterphone, voice, etc..)

His newest source of  F͏̸͠r̢e̡̧͏e͟ ̡͝D͢o̕͝w̶͟n҉̕l͘oa͞d̵͏s҉ can be found here!
Soundcloud | Facebook | Sociopath Records


Tracklist


Dafake Panda – The Rorschach Test
Lexaunculpt – The Unmute Clipon Revolver
Valance Drakes – Abandoned Hugs
Vaetxh – Unfolding Mechanism
Ruby my dear – Karoshi
BeK – Shrill
Oyaarss – Ibumetins sagurusai dveselei
vndl  – Anit
Alarm will sound – Mt. Saint Michel
Igorrr – Tout Petit Moineau
Venetian Snares – Vida
Digital Velvet – Lidocaine Instrumental
LeGaScred – B 612
Aphex Twin – Kesson Dalef (Dafake Panda cover)


Compiled by Dafake Panda. Produced by Peter Wetzelsberger. Image by Dafake Panda.
All rights reserved.

Placebo – Loud Like Love

Stream/Download: Artarium vom Sonntag, 15. September – Das aktuelle Placebo-Album „Loud Like Love“ erscheint am Montag, 16. September. Wir stellen es euch aber schon heute vor, wir wollen ja auch einmal so richtig top-aktuell sein – bei aller Zeitlosigkeit 😛 Zudem laden wir hiermit in Brian Molkos Namen all unsere Salzburger Hörer_innen zur feierlichen Online-Release-Show auf LOUD LIKE LOVE TV ein – „a unique and candid 90 minute online TV show streamed LIVE globally from YouTube Space London“ – die jedoch hierzulande eine Stunde später beginnt und daher von etwa 21:00 bis 22:30 zu sehen sein wird, wenns denn die Server, wie wir stark hoffen, auch aushalten. Kritik und Presse reagierten wieder einmal (wie bei Placebo auch nicht anders zu erwarten) höchst zweischneidig aufs jeweilige Probehören, vom Lob der Reife bis zum Verriss war alles dabei. Der ORF brachte gar einen Beitrag in der ZiB 24 und schloss mit den Worten: „…auch wenn die alten Fans sie heute als bieder bezeichnen.“ Doch hören wir selbst:

placebo_loud_like_love

 

Es fällt mir persönlich nie wirklich leicht über ein Album zu schreiben, und vor allem dann, wenn es sich um ein Album wie „Loud Like Love“ handelt, welches sich jeglicher Formulierung zu entziehen scheint, sei es durch die Ambivalenz der Texte oder durch die Instrumentierung, welche man nur allzu gut von den rostigblutige Rasierklingen schwingenden Melancholierockern namens Placebo kennt.

Sie sind ruhiger geworden, haben sich ein wenig zurückgelehnt und die Welt ein bisschen nüchterner betrachtet. Natürlich findet man die altbewährte Traurigkeit und die Feststellung, dass nur ein schmerzendes Herz richtig funktioniert, ohne aber auf Hoffnung und Lebensenergie zu verzichten. Perspektive und Zukunft, Liebe und Hingabe, himmelhoch jauchzend, am Boden liegend, verzweifelt, aussichtslos und doch weiter rudern, obwohl man das Licht am Ende des Tunnels nicht sieht…

Wie schon gesagt: ambivalent, so wie das Leben halt. 😉 Fazit: Ein durchaus tanzbares Album, welches sich allerdings nicht am äußersten Rand des brodelnden Vulkans Ekstase bewegt, doch schöne treibende Parts hat, wie auch Verschnaufpausen und überhaupt Passagen zum Wegträumen und Zerschmelzen. Review von Christopher Schmall

 

Ist das jetzt Kunst oder kann das weg? Auf Videoschaun: Too Many Friends Mystery Edit 😀

 

Itzling – Elisabeth Vorstadt im September: Kochwerkstätte Stadtteilgarten:KÜCHE

Nach einem kurzen Update zum Thema Kraftwerk Solstufe, das am Wochenende (13. – 15. September) feierlich eröffnet wird, hören wir hinein in das neueste Projekt aus dem Stadtteilgarten Itzling. Den Kochwerkstätten „Vegetarisch, frisch, MÄNNLICH/SPEZIELL“ wollen richtig lokal – mit Lebensmitteln aus dem Stadtteil Itzling – kochen und gemeinsam essen!

überwinden verwandeln

Stream/Download: Die Perlentaucher Nachtfahrt vom Freitag, 13. September (Teil 1) 🙂 und Stream/Download: Die Perlentaucher Nachtfahrt vom Freitag, 13. September (Teil 2) Eine vierstündige Parzivaliade der etwas sehr anderen Art – zum nunmehr tatsächlich 5-jährigen Jubiläum dieser Sendereihe. Mit Textbeiträgen von Norbert K.Hund und Christopher Schmall, geklauten Ausschnitten aus dem Vortrag „Quest for the Grail“ vom U.S.-franziskanischen Männersynoptiker Richard Rohr (Dank sei dem Großen Bruder Ö1) sowie natürlich jede Menge intuitionsdramaturgisch auserlesene Musik von Collide über Käptn Peng bis Placebo – deren demnächst erscheinendes Album „Loud Like Love“ wir übrigens schon am kommenden Sonntag im Artarium vorstellen werden. Und was wäre geeigneter fürs weiterführende Würdigen unseres ursprünglichen Sendungskonzepts als eine hintergründig entzaubernde Verwandlungsreise auf den Symbolspuren des gernmännlichen Jungritters, der die Antwort sucht ohne Fragen stellen zu müssen?

ÖVPDer junge Suchende zieht also irgendeine „erwachsene“ Ritterrüstung an und stülpt sich dazu noch einen vorgefertigten Helm über (namens Gott, Ehre, Stolz, Heimat,..) Schon lernt er nichts neues und anderes mehr, als mit den bereits vorhandenen Symbolen mehr oder weniger „richtig“ umzugehen. Ob man ihm jetzt noch dazu beibringt, die Rüstung schön anzumalen oder sich darin anmutig zu bewegen, ist scheißegal – er hat sie ja längst an! Dazu hat er auch noch den passenden Helm, Hut, Denkschädel auf. Ob er sich an selbigen dann Blumen, Federn oder Würste steckt – das ist ebenfalls wurscht. Denn Hut bleibt Hut, Herrschaft bleibt Herrschaft, und Gewalt bleibt so eben auch. Es kann also nicht darum gehen, den „ein richtiger Mann“ werden wollenden Jugendlichen dabei zu beobachten, wie er das „richtige oder falsche Ficken“ lernt. Es ginge vielmehr darum, ihm endlich zu erlauben (und ihn dabei auch zu unterstützen), eine Sexualität zu entdecken und zu erleben, die sich mit überkommenen Brutalbegriffen wie „ficken, pudern, schuastern“ gar nicht mehr beschreiben ließe… 😀 Denn wer zu sehr danach strebt, zum Abbild seiner Vorbilder zu werden, der sollte sich dann auch wirklich nicht wundern, dass sein Selbst als ein Abziehbild daher kommt.

SPÖEs ist ein sehr spannendes Unterfangen, die Geschichte des Parzival einmal aus dem Blickwinkel seiner soeben erwachenden Sexualität zu sehen. Denn gerade die Selbstentdeckung leiblicher Lust bei heranwachsenden Burschen wird in einem Ausmaß von Zweckvorgaben zudefiniert, dass einem der Zement des Patriarchts nur so aus der Zerquetsche quillt. Einerseits werden noch immer Überbegriffe wie etwa Gott, Natur, Kulturgeschichte bemüht, um sozusagen „von oben herab“ zu begründen, dass „es von vornherein so ist, wie es ist, und zwar, weil es eben so ist“ – und andererseits werden die Erfahrungen der Mehrheitsmenschheit dahingehend verallgemeinert, dass eben „Vater und Mutter, wir, die Gesellschaft, immer schon so waren (weil wir es eben auch so erlebt oder halt gelernt haben)“ – nämlich HETEROSEXUELL!!! Sinn und Ziel der menschlichen Entwicklung ist also nicht Selbstbestimmung, sondern fruchtbare Fortpflanzung zur Arterhaltung? Wäh 😛

FPÖAuf die eventuelle Frage: „Weshalb regt es sich, weshalb erregt es mich – wenn ich ans Nacktseinküssenberühren denke?“ kommt von irgendwo her eine Antwort wie „Das ist so, damit du später einmal Kinder machen kannst.“ Und es geht gleich noch schlimmer: „Denk nur einmal an Schlüssel und Schloss. Mit einem weichen Schlüssel kann man ja nicht aufsperren.“ Sprache ist eben entlarvend – auch wenns die eigene Muttersprache ist! Wozu statt woher oder die Zerquetschung jeder sexuellen Regung zu gesellschaftskonformem Zwetschkensex. Zu feiner Zerquetschenmarmelade eines immerfortpflanzenden Fruchtbarkeitsismus. Eisprung bist du großer Töne, Jössasmaria! Und was ist überhaupt mit der Burkatante, die dauernd mit dem Gralskelch herumschleicht? Ist Parzival doch ein heteronormativ-katholisches Propagandamärchen für feuchtschwüle Pfadfinder? Das können und wollen wir uns als lebensdiplomierte Symbolentzauberer jetzt aber so gar nicht vorstellen! Gut – zum Schluss der Geschichte lüftet der nunmehr gereifte Held auch noch den Schleier – und erkennt die für ihn bestimmte Frau. Was könnte uns diese Szene jedoch in einem tieferen Sinn zeigen, wenn wir sie nicht einfach allzu schlicht wörtlich nehmen? Die Bedeutung der Symbole können wir durchaus selbst bestimmen. 😉

Die GrünenWas er, der Suchende, im Herzen getragen hat, wird jetzt enthüllt und somit zur Wirklichkeit. Egal, welchen Weg oder Umweg du gehst, kommst du unausweichlich doch dort an, wo du im Unterbewussten schon immer hin „willst“ – und zwar ohne es zu wollen, ohne zu wissen oder zu verstehen, was du willst. Der Fluss des Lebens, die atmende Psyche, jede sich immer wieder gebärende Körperzelle und alles in allem „der Geist“ unseres Gefühlssinns treiben unser jeweiliges Thema immer weiter voran und uns damit solange um, bis wir endlich an-, zu uns – und dann auch noch zusammen kommen! Doch was bedeuten dann der Gral, die Lanze, die „richtige Frage“, wenn nicht das, was uns immer schon beigebracht wurde von den altvorderen Oberhäuptern? Verwandeln wir ein Stück abendländischen Hierarchiezauber wieder in eine ermutigende Erlebensgeschichte und seien wir endlich die, die wir immer schon werden wollten – weil wir es längst sind!

„Oheim, was wirret dir?“ – Wir sind jedenfalls ein geiles Institut! 😀

Ausschnitte aus dieser Sendung sind auch im Artarium vom 22. September gut zu hören… Und unser Nachtfahrt-Kurzfilm-Portrait mit zeitlosen Statements ist ebenso sehenswert.

 

Sexy Songs, seltsam…

Stream/Download: Artarium vom Sonntag, 8. September – Leider, leider zieht Teresa Reiter um – und weiter, nach England an die renommierte Kingston University, um sich dort ihren Master of Journalism zusammen zu brauen. Wir wünschen ihr dabei alles Gute – allerdings auch mit einem weinenden Auge, müssen wir doch deshalb die eigentlich für diesen Sonntag geplante gemeinsame Sendung über den Südsudan bis auf weiteres verschieben. Wir waren schon sehr neugierig auf ihre persönlichen Eindrücke aus dieser erst vor gut zwei Jahren entstandenen Republik in einer nach jahrzehntelangen Bürgerkriegen immer noch vor sich hin kriselnden Region – zwischen heftigem „United Nation Building“ und möglichem „Failed State Szenario“. Auf ihrem Blog hat sie schon mal einen appetitlichen Artikel darüber veröffentlicht. Auf Englisch natürlich 😉

Kleiner Mann, was nun?Aber verschoben ist nicht aufgehoben, versprochen! Und es wäre beileibe auch nicht das erste Mal, dass wir uns ein Kunnstbiotop quasi übernacht aus den Rippen schneiden. Wir sind nämlich – eh scho wissen – ein geiles Institut. Deshalb verlegen wir die Reisereportage einfach nach innen und berichten zum Beispiel aus der Autonomen Republik Perlentaucher: Für die nächste Nachtfahrt am – jawohl – Freitag dem 13. September haben wir uns schon eine ganze Menge vorgenommen. Zum Thema „verwandeln überwinden“ wollen wir vier Stunden auf den Spuren der Selbstwerdung verweilen – alt und jung, selbst und anders, Paradox und Parzival…

Um aber all den inwendigen Wandlungen auch außenweltlich gebührend Gestalt zu geben, befeiern wir bereits in aller Vorfreude das am 16. September erscheinen werdende Album „Loud Like Love“ von Placebo. EingeweihtInnen wissen, dass es sich hierbei um eine unserer absoluten Lieblingsbands handelt: „Brian Molko, du geile Sau – wir wollen ein Kind von dir!“ Doch auch jenseits bereits bereister Soundpfade und Genregegenden sind wir neugierig geblieben – und so ist es uns ein besonderes Volksfest, euch noch vor der Nationalratswahl Folgendes zu verkündigen: Der deutsche Sprechgesang, auch HipHop oder Rap geheißen, hat sich endgültig aus seinem schwanzschwingenden Herkunftsghetto emanzipiert und ist mittlerweile in den Zwirbeldüsen der Philosophen und Intellektuellen gelandet. Na, wenn das mal keine fette Erleuchtung ist: Shaban & Käpt’n Peng – „Sie mögen sich“ oder auch Käpt’n Peng & die Tentakel von Delphi – „Der Anfang ist nah“ Unbedingt anhören! 😛

 

Nach der Sommerpause LIVE zu Gast bei Tandaradio – Dr. Thomas Spielbüchler

Am Freitag, den 6.9.2013, ist es nach einer dezenten Sommerpause wieder soweit – ein Historiker findet seinen Weg ins Studio der Radiofabrik. Diesmal berichtet der Afrikaexperte und freie Journalist Dr. Thomas Spielbüchler über seinen Werdegang und seine Forschungen, die er an der Johannes Kepler Universität Linz am Institut für Neuere Geschichte und Zeitgeschichte betreibt.

Foto Tom Tom AU 2010

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nähere Informationen zu unserem Gast findet Ihr unter:

http://www.jku.at/ifz/content/e143542/index_html?team_view=section&t=0&emp=e143542/employee_groups_wiss151384/employees151387

Wir würden uns über Fragen per Telefon (+43 (0)662 84 29 61-55) oder in unserem Chat (http://www.radiofabrik.at/webcam.html) sehr freuen!

Viel Vergnügen, Su

Tandaradio – das HistorikerInnen-Café mit Thomas Spielbüchler LIVE am 6. September 2013 von 18 bis 19 Uhr auf der Radiofabrik. www.radiofabrik.at. Wiederholung am Dienstag, 17.9.2013 von 9 bis 10 Uhr.

 

Check Your Choice im September: Was tut das Europäische Parlament?

2013 ist das ausgerufene ‚Superwahljahr‘, neben mehreren Landtagswahlen gibt es im September auch die Nationalratswahlen, die alle 4, bzw. nun alle 5 Jahre stattfinden. Aber auch nächstes Jahr wird es wieder spannend, im Mai 2014 wird nämlich das EU-Parlament nach 5 Jahren wieder neu gewählt. Aber während man die österreichischen Wahlen hautnah miterlebt, ist das Europäische Parlament mit seinem Sitz in Strassburg oft ‚zu weit weg‘, um genau zu wissen, was es damit eigentlich auf sich hat. Deshalb gibt es mit ‚Check Your Choice‘ auf der Radiofabrik monatliche Infospots, die sich jeweils einem anderen Aspekt des Europäischen Parlaments widmen, um Interessierten mit alle wichtigen Infos bis hin zur Wahl zu versorgen.

Im September gibt es im Rahmen von ‚Check Your Choice‘ Informationen über den Handlungs- und Aktionsrahmen des Europäischen Parlaments, es geht um seine Kompetenzen und Zuständigkeitsbereiche. Was tut denn eigentlich das EP, wo kann es handeln und wo nicht? Und welche Rolle spielt das Europäische Parlament hinsichtlich der europäischen Demokratie, wenn doch immer von einem ‚Demokratiedefizit‘ die Rede ist? Ekatarina Mandova geht diesen Fragen im September in ‚Check Your Choice‘, dem Infocountdown zu den EU-Parlamentswahlen 2014 auf den Grund.

Check Your Choice, den Infocountdown der Radiofabrik zu den EU-Parlamentswahlen gibt’s monatlich auf der Radiofabrik zu hören, Infos gibt’s unter www.checkyourchoice.info und unter www.radiofabrik.at