Rosa Winkel. Über die Verfolgung von Homosexuellen im Nationalsozialismus.

Tausende Menschen wurden wegen ihrer sexuellen Orientierung in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet. Vor allem schwule Männer, aber ebenso lesbische Frauen wurden oft ohne Gerichtsverfahren in Konzentrationslager gesteckt. Die Überlebenden wurden auch nach dem Krieg nicht rehabilitiert, sondern weiterhin strafrechtlich verfolgt. Die Anerkennung von Homosexuellen als Opfergruppe des Nationalsozialismus ist zumindest in Österreich bis heute nicht erfolgt.

Gestaltung der Sendung: Georg Wimmer (Salzburg)

[audio:http://hoerstolpersteine.net/downloads/Salzburg_2_Homosexuelle.MP3|titles=Rosa Winkel]

GÖTTERFUNK mit The TRYP (live & unplugged, 20.06.2012)

Am 20. September waren The TRYP im GÖTTERFUNK, der Sendung für Bands und Musikschaffende aus Salzburg.  Neben Talk und Taumel mit Moderator Oliver Baumann war besonders spannend zu erleben, wie das Salzburger Trio (Reeva, Tom Pi und Flo) ihr stark elekronisch geprägtes, im Juni veröffentlichtes Album „get your dresses on“ unplugged umsetzten! Smart casual indie pop at its Best  – don’t miss it!


Viel Spaß beim Nachhören

Aus der Reihe MARKretro: Kuschelrotz und Obdachlosigkeit – Endlich ist Herbst!

Mittwoch, 3. Oktober 2012 ab 20:00 Uhr: Unter der Rubrik MARKretro nehmen wir euch mit auf eine kleine Zeitreise. Ab sofort spielen wir ab und an eine Perle der MARKradio Geschichte. In über zehn Jahren Sendehistorie hat allerhand Kurioses, Witziges und auch Nachdenkliches über den Äther den Weg in eure Schlaf-/Wohn-/Kochzimmer gefunden.

Die erste Ausgabe MARKretro, ist passend zur Jahreszeit zumindest musikalisch eine kuschlige. Marita, ohne Gast, aber mit Patricia, hat aber auch eine richtige Mission. Das MARK.freizeit.kultur wurde gerade mal wieder auf die Straße gesetzt und sah sich großen Veränderungen gegenüber gestellt. Dazu kam die Depri-Herbststimmung und eine Kuschelrock-Playlist. Was die Leute von der Straße zu diesen Themen und überhaupt zum MARK.freizeit.kultur sagten und vieles mehr hört ihr in dieser Sendung vom 14. Oktober 2009!

Die nächste Sendung MARKradio gibt’s höchstwahrscheinlich live, aber ganz sicher am 17. Oktober 2012 ab 20:00 Uhr auf den Frequenzen der Radiofabrik und auf www.radiofabrik.at

Eine Stunde geballte Jugendkultur!

P.S.: Ihr habt eine Sendung ganz besonders im Gedächtnis und wollt sie unbedingt noch mal hören? Mit einem Mail an Jess (j.tuerk@radiofabrik.at) seid ihr dabei!

Sinti und Roma in Halle – ein Hörstolperstein

Die Schicksale der Sinti und Roma, die in Halle lebten und von dem nationalsozialistischen Regime getötet und deportiert wurden, sind bisher nur wenig erforscht. Das liegt nicht nur an einer generell niedrigeren Stellung in der offiziellen Gedenkordnung, sondern einfach auch an einer sehr schlechten Quellenlage. Nur, was müssen wir eigentlich von einer Person wissen, um uns an sie zu erinnern? Reicht tatsächlich nur ein Name?
Ohne eine konkrete Lebensgeschichte zu erzählen, skizziert dieser Hörstolperstein die Chronologie der Entrechtung und Vernichtung, stellvertretend für alle Opfer der Sinti und Roma, deren genaueres Schicksal unbekannt ist. Gegen die Vergessenheit treten die Namen derjenigen, die keine Zeit bekommen haben, um eine Biographie leben zu können.

Sinti und Roma in Halle

Ein Hörstolperstein von Mariya Petrova (Radio Corax).

Aktuell im Toihaus – „Heliaden“

„So A Theater“ meldet sich aus der Sommerpause zurück, denn im Toihaus herrscht schon wieder reger Betrieb. Und gestartet wird die neue Theatersaison gleich mit der Premiere eines nagelneuen Stücks. „Heliaden“ heißt es und ist eine Musik und Tanz-Performance von Hüseyin Evirgen. Inspiriert von Mythen, Techno-Sounds und Science-Fiction Zitaten erzählt „Heliaden“ die Geschichten längst versunkener alter Welten. Kräftige, üppige Techno-Sounds, archaische Klänge und eine futuristische Performance saugen den Zuseher in eine abstrakte Welt ein – Theater zum Eintauchen.

In der aktuellen Ausgabe von „So A Theater“ gibt es noch mehr Infos zu „Heliaden“ und einen Ausschnitt aus dem Stück zu hören. Außerdem erfahrt ihr, was es derzeit sonst noch im Toihaus zu sehen gibt.

GÖTTERFUNK mit GUESS WHY (live & unplugged, 16.08.2012)

Am 16. August präsentierte GÖTTERFUNK, die Sendung für Bands und Musikschaffende aus Salzburg auf der Radiofabrik, GUESS WHY. Von Vorbildern wie Arctic Monkeys, The National und Editors geprägt hat sich die junge Salzburger Band der Alternative Music verschrieben. Mit einem guten Schuss Verplantheit versetzt haben sie sich in kurzer Zeit in die Salzburger Musikszene gedrängt und 2011 ihre erste EP Paranoid City veröffentlicht 2011. Im Götterfunk erzählten sie über ihre noch junge Karriere und boten live & unplugged bemerkenswerte Hörproben aus ihrem bisherigen Schaffen. Auf Moderationssessel saß Oliver Baumann.


Viel Spaß beim Nachhören

Stadtteilradio Aigen 2012-09-28 Citybikeguide Salzburg

Ein Mensch fährt gerne mit dem Rad,

doch oft wird’s ziellos,

weil gründlich er des Weges sich vertan,

ob rechts, ob links, oder besser gar nicht,

er  weiß sich keinen Rat,

weil er nämlich

IHN

noch nicht hat.

IHN,

den neuen Ratgeber für Radfahrer,

 

den CityBikeGuide Salzburg,

eine mit viel Radler Schweiß sorgfältig erstellte

Sammlung von 25 Fahrradtouren für Genußradler und Familien

in und um die Stadt Salzburg.

 

Im Stadtteilradio Aigen gibt’s heute die Präsentation dieses neuen Guide durch die Mitautorin Antje Kindler-Koch im Gespräch mit Felix Freisinger.

 

NeueTöne September: Rückkehr aus dem Urlaub….

Il rientro dalle vacanze e´ sempre traumatico. Cerchiamo di affrontarlo al meglio con qualche consiglio e, come sempre, con buona musica: in questa puntata vi presento i nostrani Marina Giaccio, Ali Salvioni con i „Settore Giada“, L’Orage, Paul Bernardoli & Francis P., ed infine i Soap&Skin per l´Austria!

Die Rückkehr aus dem Urlaub ist immer traumatisch. Hier ein Paar Ratschlägen und, wie immer, gute Musik: in der heutigen Sendung Marina Giaccio, Ali Salvioni mit Settore Giada, L’Orage, Paul Bernardoli & Francis P. aus Italien, und schließlich die Soap & Skin aus Österreich!

http://cba.fro.at/63371

 

Das falsche Herz

Podcast/Download: Das Artarium vom Sonntag, 30. September präsentiert den Filmemacher Cajetan Jacob – im Livegespräch über seinen brandneuen Film „Das falsche Herz“, der hier in Salzburg vom 5. bis 13. Oktober im Mozartkino gezeigt wird. „Wer sich den Film ansehen möchte sollte besser starke Nerven mitbringen. Das Falsche Herz verzichtet weitgehend auf Hollywoodklischees und setzt auf ruhige Bilder. Das tut der Spannung allerdings keinen Abbruch: Schreckhafte Gemüter finden sich gerade im letzten Drittel des Films schnell vor den Kinotüren wieder.“ So steht es etwa auf Vorarlberg Online. Und Cajetan selbst schreibt dazu: „Unser Film ist ziemlich harter Tobak.“ Dabei kommt einem diese Geschichte von einer lesbischen Liebesbeziehung im Umfeld der skurrilen katholischen „Pöschlianer-Sekte“ zunächst ziemlich anheimelnd entgegen, etwa mit wunderschönen Stimmungsbildern längst untergegangener ländlicher Idylle…

Man fühlt sich auch durch das gemäßigte Tempo der Szenenfolge in einen Heimat- oder Historienfilm mit einem leichten „Werner Herzog Touch“ versetzt und bewundert die schon fast überirdisch anmutenden Lichtstimmungen, die an Waldwanderungen und Spätherbsttage erinnern.

Doch unter der Oberfläche lauert unmerklich das Grauen. Und es ist keinesfalls ein plakatives Grauen, möchte man meinen! Langsam, aber sicher kippt dieser Film auf eine schiefe Ebene und steuert einem Abgrund entgegen, den man nicht für möglich hält (oder den man lieber nicht als folgerichtig und konsequent erkannt hätte!) Alles trägt in sich etwas Anbahnendes, etwas zunehmend Fortreißendes, etwas Unausweichliches – und das wartet und wirkt in jeder Andeutung. Nicht genug, dass sich inmitten der volksgläubig frömmelnden Umgebung eine durchaus handfeste sexuelle Liebesgeschichte zwischen einer Adeligen und ihrem Dienstmädchen entwickelt, die mit dem Fortgang der Handlung immer fordernder, elementarer und bedeutsamer wird. Nein, auch das katholisch-abergläubige Geistesgefüge der Dorfbewohner ringsumher gerät durch manipulative Machenschaften des Hilfspfarrers Thomas Pöschl und seiner Anhängerinnen immer mehr durcheinander und es entstehen so grausame Geheimrituale, dass man nicht mehr zu erkennen vermag, was zuerst da war – die Religion oder der Irrsinn.

Alles vermengt sich und zieht uns wie in einem Strudel zum Höhepunkt. Die zwei Handlungsstränge sind längst unentwirrbar mit einander verknüpft – und laufen doch nach wie vor langsam neben einander her. Wir leiden mit und wollen die verwegene Hoffnung nicht aufgeben!

„Das falsche Herz“ (Interview) ist ein wesentlicher Film, der sich nicht scheut, in unangenehme oder besser weitgehend verdrängte Zusammenhänge einzudringen. In bester Michael Haneke Tradition seziert er allgemein für gültig, normal und richtig Gehaltenes, treibt es behutsam ins Extreme und betrachtet sodann die Entwicklung des Geschehens wie unter einem Mikroskop. Dabei widerfährt einem Erkennen und Verstehen ohne moralischen Prügel und ohne erhobenen Zeigefinger, sondern subtil zwischen den Zeilen als ein sehr weit hinten im Bewusstsein kaum noch wahrnehmbarer Prozess. Und das ist auch gut so – bei einem einerseits so brisanten wie andererseits derart durchdefinierten und phraseologisch zugequatschen Thema wie eben der Verrücktmachung des Menschen durch religiöse Wahnideen. Denn wo fängt sie an, die perfide Durchdringung des menschlichen Gewissens mit Begriffen wie „sündhaft, schmutzig, schlecht“ – und wie weit reicht sie, bis in unsere Zeit, diese überhebliche Verunglimpfung menschlicher Sexualität und Selbstbestimmung im Namen irgend einer „höheren“ Idealvorstellung?

PS. Das könnte euch auch interessieren – die Sendung „Evangelische Deformation“ mit Eindrücken von Michael Hanekes Film „Das weiße Band“. Und ein Passwort zum Download der ungekürzten Sendungskopie gibt es wie immer auf persönliche Anfrage! 🙂