Der Klangkoffer: it’s tea time…

Herbst ist richtige Zeit für eine reise nach England, jenseits der Spice Girls spielen wir ein mix aus verschiedensten Genres. Unser Koffer ist rammelvoll und wir haben für euch mit Fingerspitzengefühl die Musikauswahl getroffen. Am besten mit einer Tasse Earl Grey zu genießen.

Freitag, 28. Oktober 2011, ab 16:00 Uhr mit Elena Lepori und Thomas Robatscher

Der Klangkoffer: Europäische Musik im Gepäck

Und hier könnt ihr die „alten“ Klangkoffer hören!

Liebe im Internet

Die Suche nach dem richtigen Partner verlagert sich mehr und mehr ins Internet. Mehr als die Hälfte der österreichischen Singles haben sich schon einmal in einer Online-Partnerbörse angemeldet. Aber auch für bestehende Beziehungen ist das Internet mehr und mehr ein Kontaktinstrument.

Das Internet vereinfacht die Kommunikation zwischen Menschen, doch eignet es sich auch dazu neue Leute kennenzulernen, oder gar den Traumpartner zu finden? Für viele Singles stellt das Internet sehr wohl eine gute Alternative dar, einen Partner zu finden. Ob über Single-Portale, bei denen sich die Mitglieder auf einer eigenen Profilseite vorstellen, oder Partnerbörsen, die potentielle Partner durch ein sogenanntes wissenschaftliches Matching selektieren.

Lust Laune Leidenschaft beschäftigt sich heute um 20 Uhr mit der „Liebe im Internet“. Zu hören wie immer auf der Frequenz der Radiofabrik 107,5, oder über Livestream auf www.radiofabrik.at

Weltfinanz – Amused to Death

Podcast/Download: Artarium vom Sonntag, 23. Oktober – Kreatives Radio zwischen Kapitalismus und Widerstand. „Hier werden die Reflexionen von Bewohnern einer Region produziert.“ (Thomas Oberender) Im Angehör medialer Dauerbeprügelung mit Bankenkrisen, Rettungspaketen und Zukunftsängsten treffen sich aktive und potentielle Sendungsmacher zum einzig wahren Neurogipfel – dem eigenen! Wie geht es uns eigentlich mit dieser lebenspolitischen Herausforderung, die eigene Weltgeschichte selbst zu (be)schreiben – und dabei das Lachen NICHT zu verlernen?

„Massenblödien, Quasselödien, Kassenschmähdien“ bemerkte Uwe Dick  bereits Ende der 70er Jahre auf das Trefflichste. Und Pier Paolo Pasolini prophezeihte in seinen Freibeuterschriften die Machtübernahme einer globalen Diktatur namens Konsumismus. Daran hat sich bis heute nichts Grundsätzliches geändert. Ganz im Gegenteil – der staatsprivate Glaub- und Kaufdudelfunk scheißt uns auf allen verfügbaren Kanälen dermaßen das Gehirn voll, dass mentaler Brechreiz und existenzieller Schwindel noch die zartesten Nebenwirkungen darstellen. Was also tun, liebe Lebewesen, Liebestiere und Mitkinder?

Was wird denn immer und immer wieder von „oben“ nach „unten“ vorgebetet, nachgeplappert und von Bravschaf zu Bravschaf zumindest unterbewusst fortwährend wiedergekäut? Dass Weltgeschichte immerzu das von den jeweiligen Machthaber_innen Angerichtete sei, welches auszulöffeln uns kleinen und unbedeutenden Rädchen im Systemgetriebe irgend so etwas zwischen erster Bürgerpflicht und gläubiger Begeisterung sein sollte. Dass Medienkultur nach wie vor eine volksempfängernde Einbahnstraße vom Produzenten zum – bitte, danke – Konsumwichtel sei, egal ob es sich um pseudointeraktive Moraltheologie, Politpropaganda oder Verkaufsanimation handelt. Dass wir das uns gnädig dargereichte Weltgeschehen und seine inhaltliche Interpretation freudig entgegen nehmen und dankbar hinunter schlucken – egal wie schlecht uns davon jetzt schon ist. Kruzifix!

In diesem Unsinn hinab damit! Dave’s Frage nach dem Entstehen einer Radiosendung und Flo’s Interesse an gemeinsamer Selbstdarstellung treffen sich mit unserer Arbeit und führen zu einer notwendigen Umbewertung der Medienlandschaft: Die vielen eigenen Geschichten sind eigentlich das Wesentliche der Weltpolitik und nur von den eigenen Gefühlen und Bedürfnissen lassen sich tragfähige Entwürfe für eine gerechtere Gesellschaft ableiten. Freie Medien wie die Radiofabrik sind noch vor den öffentlich-rechtlichen und privat-kommerziellen Sendern die relevanteren, weil wirklich individuell lebensgestaltenden und gemeinschaftsbildenden Institutionen.

Seit 17:06 Uhr wird also jetzt (in unserem Fall) zurück gesendet! Wenn jemand von euch unseren diesbezüglichen Anregungen während der Sendung folgen möchte und auch selbst eine eigene Sendung produzieren will – wie gesagt, es ist ganz einfach und die entsprechenden Workshops gibts hier. Wer mehr über den diesmal vorgestellten Weiherer (Mei CD beim Saturn) wissen will, hier noch „A neis Liad“ auf Youtube sowie seine Homepage. Außerdem die lippensynchronisierte Franz Josef Strauß Rede von Loriot zum nochmal Lachen. Und schließlich – das wunderbare Lied von Konstantin Wecker „Wenn die Bö(r)sianer tanzen“, diese probate Anregung als Antwort auf jedwede Finanzkrise, konnten wir aus Zeitmangel diesmal leider nicht mehr spielen, als Live-Video sei es euch aber auf jeden Fall nachgereicht. Und sonst? Man hört sich…

Lebendiges Lehen im Oktober 2011: Soziale Arbeit in der Schule

Soziale Arbeit in der Schule? Jetzt! Wie das genau funktioniert und was dabei passiert, gibt es in der Oktober-Sendung zu hören.

LIVE im Studio sind SchülerInnen der Neuen Mittelschule Lehen und befragen die Sozialarbeiterin Pamela Heil (Verein Spektrum).

Außerdem zu hören:

Karl Zankl berichtet rund ums Thema GESUNDHEIT und vom STADTWERK LEHEN.

http://www.radiofabrik.at/fileadmin/radiofabrik/design/images/zahnrad_mini_icon.png Noch ein Hinweis:

Im November erscheint der zweite Teil des Stadtteilbuchs vonLehen – rund um das Stadtwerk. Wir berichten!

Stadtteilradio Itzling begrüßt im Oktober-Studio: KATAPHER

Moderatorin Christina Pürgy wagt sich ins Genre der Bandvorstellungen…

Katapher, Alternativ / Postrock – Jungs aus Itzling, erzählen über Ihren Werdegang, „ihren“ Stadtteil Itzling, das Jugendzentrum Corner als Proberäumlichkeit und wie Alltagserfahrungen und Musikproduktion als gesellschaftlicher Katalysator wirken sollen/können – … ich glaub, dass nennt sich dann Katapherlysator 🙂

 

 

Stadtteilradio Itzling im September: CRAFTIVISM! Kreativität & Aktionismus für die Zukunft (Nachtrag – sorry!)

Im Stadtteil Itzling trifft sich die Aktionsgruppe CRAFTIVISM! und öffnet damit Raum für Kreativität, Kritik und Kommunikation. Die Initiatorin Haydee Jiménez (Kulturproduzentin Voixtronic, Freiträume,…) ist im Studio zu Gast und erzählt über gesellschaftspolitisches Herzblut & kreativ-aktionistisches Handwerk.

CRAFTIVISM! bedeutet selbstverwalteter und -gestalteter Raum für Menschen, die Lust am Selbermachen, Ideen umsetzen, Aktionen planen sowie gemeinsames Essen und auch Radio machen haben. Treffpunkt am 1. und 3. Donnerstag im Monat, 19 Uhr im ABZ Itzling.

Stadtteilradio Itzling im September stellt die Initiative vor und entführt zu einer akustischen Exkursion in eine Itzlinger Bäckerei zur „Langen Nacht des Genusses“.

NOV 21, 2011: 21:00 fabrik – LIVE

On fire!

so wird sich die November Ausgabe von Reflecting Sound präsentieren! Eine knackige Stunde randvoll bepackt mit einem Welcome Back to austria and on air, after travell special – für wiedereinsteigende und dies noch werden wollen 😉 (mit Reisetipps, anekdoten wies mir in asien ergangen ist, und flockiger Musik mit orientalischem Einschlag).

weiters habe ich Gerlinde Kaltenbrunner bei den 15. Altenmarkter Alpintagen getroffen und ihrem Vortrag gelauscht … auszüge aus Vortrag und Interview gibts in der zweiten hälfte der sendung. und ich kann euch sagen, die gerlinde hot an gscheiden händedruck ah wenn ma die 80ste in der warteschlange is … he he … INTERAKTIV: ruf (während der sendung) im studio an (Studio Hotline: 0662 84 29 61-55) und sag mir, warum gerade du eine original handsignierte Autogrammkarte der 8000er Bergsteigerin bekommen sollst (signiert für Radiofabrik ;)) und ist es Grund genug, so sende ich dir das tolle stück papier zu! 🙂 (wird dann während der sendung unter den besten gerlinde-fans verlost).

ansonsten gibts erstmals die rubirk MONOSHOW in der einzelne wichtige personen ein statement zum aktuellen tagesgeschehen oder zu dingen die unsre welt bewegen geben. randomly asked or heard people talking about frequently occuring topics – enjoy!

der Reflecting Sound Wetterbericht: es wird kalt. zieht euch warm an. glühwein ist bereits am start! und die schnellst mögliche körpertemperatur entwicklung stellt sich immer noch beim tanzen ein … 😉

wir hören uns : reflecting sound – wenn nicht, dann trotzdem! MO 21 NOV, 2011; 21 bis 22 uhr LIVE auf der radiofabrik.at 107,5 & 97,3 MHz cable 98,6

wenn nicht, dann trotzdem!

Dies ist eine Radiosendung moderiert von Ariane Pellini, meist mit einem oder mehreren Themenschwerpunkt(en), manchmal auch Studiogästen und viel abwechslungsreicher, guter Musik. 😉 Gibts seit mittlerweile gut 5 Jahren fabrikstreue und ist konsequent frisch, putzmunter und mit Liebe zubereitet!! Reflecting steht für zurückwerfen, wiedergeben aber auch nachdenken, Sound für Klang, Mucks, Geräusch; bedeutet aber auch einwandfrei, tief und gut. –> Einfach reinhören und mitschwingen!

Genre: Talk und Musik

Sendezeit: Jeden 3. Montag im Monat, 21:00 – 22:00 uhr

Nächster Sendetermin: NOV 21, 2011

It’s my duty to raise my voice! – Interview with El Général

This Interview was published in the newspaper „Wiener Zeitung“ October 15  2011 – Für eine Deutsche Version klick HIER

In the “Arab Spring” of 2011, it was not only regimes, which were overthrown. A revival also occured of a music genre, which had almost been forgotten in the West: The protest song

From Morocco to Syria, couragous young people sang and rapped for their concerns. Some of them paid for this with their lives, such as the Syrian singer Ibrahim Qashoush, who was found with his throat cut in the Orontes river, or the Egyptian artist Ahmed Bassiouni, who was shot by the police in a demonstration.

However, the revolutions in Egypt and Tunisia also produced a numerous of hits through which former completely unknown musicians became symbols of the resistance. Some of those songs are collected on the sampler „Our Dreams Are Our Weapons – Soundtracks of the Revolutions in Tunisia and Egypt“ (Network)

The 23-year old Tunesian Rapper El Général like no other is an example for this new musical protest-culture.
His song „Rayis le-Blad“ became something akin to the „Hymn of the Arab revolution“.
Though there has been a long tradition of critical singer-songwriters in Tunisia, it was his heavy HipHop that hit the pulse of an angry young generation, which felt deprived of their chances.
His improsonment at the beginning of January only made him more famous, and Time Magazine even nominated Hamada Ben Amr – which is El Général’s real name – amongst the 100 most influential people of 2011

Ben Ali is gone, on Oct. 23 Tunisia will elect a new president and El Général is working on his first Album.

Selina Nowak met the young rapper to talk to him about his role and his opinion on politics.

Do you see yourself as more as a musician or a political activist?
I rap  about political and social issues that are relevant for the people. Music is the medium I chose to transport, because it’s the only one I know.
I’m just a normal guy but in my role as a MC it’s my duty to raise my voice. So I’m a musician with a message.

Who are your idols?
As a private person that’s hard to answer. But as an artist it’s French rapper Kery James. He never raps about personal things but about the „big“ themes like injustice, opression, racism. He contributes something to the society.

How has your life changed in the past months?
My responsibility is bigger now. I have to pay much more attention to what I say and do, since my music is no longer an individual matter, the dimensions are bigger now. At the same time this makes it much harder to maintain the level of which I achieved. I decided to become a rapper, I don’t want be anything else. Whether I will be successful or not – we will have to see. Some rappers make it, some rappers don’t . It depends on what you want and one’s ability to achieve one’s status in the world of HipHop.

How has the Tunesian music scene changed in the past month?
A lot has changed, especially for rap music. Before it was illegal to organise concerts or to sell uncensored CDs. Now the Ministery of Culture has even officially acknowledged HipHop as a form of of Arts. The music is played a lot on TV, and what’s on TV, sells better on the market. With the revolution, HipHop has achieved a place in Tunesian society.

Many young men of your generation want to go to Europe. Did you ever think about leaving your country?
I thought about it very often. Why? Because I lived then in a country in which one didn’t even have the ghost of a chance to live with dignity. There was no freedomn of speech, only repression, detention. The wish to leave the country wasn’t about money, it was about freedom.

And now? Do you have a message to those who left Tunisia or who still want to leave?
Many things now are in the process of transformation. But we, the youth, we have to give ourselves and our country a chance. We can achieve great things, there are so many young people in Tunesia. But if somebody decides to emigrate, one has to respect such a decision. In the end event everybody has to decide for themself.

Have you decided to go to the polls on October 23?
No, I won’t vote. I don’t trust in political parties. How can I vote, if I don’t  believe the politicians, how can I vote for a party, I don’t believe in? I see myself as a critic, not as a voter.

So what does a politician have to do, to receive your vote?
He has to serve the country like a man!

El Général’s Album „La Voix Du Peuple“ (The voice of the people) will be released in 2012. El Général raps about Tunisian, Middle Eastern and world politics, the Freemasons, god and about the course of the world.

Speaking of the Freemasons: The conspiracy theory that the Freemasons, Israel and the USA want to take over the world is very popular amongst young Arabs. However, if El Général raps agaist Israel and the USA, one should not confuse his attitude with antisemitism as a racist intention.

It would be inapropriate as well to condemn El Général as an „Islamist“ because he has some songs about religion. This young man is no intellecual leftist peace activist but rather an angry young kid and wannabe gangster. He can be critisised but on the other hand we have to understand, that he is a child of his time and environment and an example for a whole generation.

More about that in the next Radioshow: Frau Nowaks Transorientalischer Musikexpress – Children of revolution.

Coming soon!

 

 

New Blood – Das halbe Album

Podcast/Download: Das Artarium vom Sonntag, 16. Oktober präsentiert die erste Hälfte des neuen Peter Gabriel Albums New Blood in 41 hochdramatischen Minuten ganz ohne Zwischenrede, sowie zur Einstimmung einen Ausschnitt von seinem Interview über die Entwicklung dieses Projekts. Und auch wenn meine einführenden Worte als Satzbau in Progress gehört werden mögen – atmosphärisch vermitteln sie genau, weshalb Peter Gabriel nach wie vor eine wesentliche Inspiration für junge Kreative ist: Weil er selbst immer wieder neue Ausdrucksformen sucht und uns damit halt nicht langweilt, sondern zu eigenen Experimenten anregt.

Wir hören folgende Stücke im Orchester-Arrangement (also ganz ohne Rockband):

01 Rhythmof the Heat

02 Downside Up

03 San Jacinto

04 Intruder

05 Wallflower

06 In Your Eyes

07 Mercy Street

Das ist mit Abstand der „nackteste“ Peter Gabriel, den es bislang auf Konserve zu hören gibt, und das will etwas heißen bei jemandem, der schon einige seiner intimsten Abgründe und Isolations-Tank-Erfahrungen zu Songs verarbeitet sowie in seinen Livekonzerten das (singende!) Crowd-Surfen als Grenzauflösung zwischen sich und dem Publikum etabliert hat. Sein nunmehr zu erlebendes „Verpflanzen“ von durchaus psychodramatischen Rocksongs in ein klassisch orchestrales Ambiente funktioniert ganz ähnlich wie die bekannten Unplugged-Darbietungen zahlloser Rockmusiker – allerdings ist der Effekt hier, vor allem durch die ausgesuchten stilistischen Zitate des Arrangeurs John Metcalfe, ungleich heftiger, schillernder, vielschichtiger. Eine echte Weiterentwicklung, wieder einmal…

So haben auch wir, inspiriert von solch mutig verspielter Genre-Auflösung und Genre-Verknüpfung, beschlossen, daraus noch etwas Besonderes zu gestalten: Gemeinsam mit unseren lieben Kolleg_innen von der Soundtrack-Sendung spot.sound und dem versierten Composer Sascha Selke werden wir unter anderem dem filmmusikalischen Schaffen des Peter Gabriel in Form eines 2stündigen Double-Feature zu Leibe rücken. Diese Crossover-Cooperation krönen wir dann (am Sonntag vor Weihnachten!) mit den verbleibenden Orchester-Stücken vom New Blood Album. Sozusagen das zweite halbe Album zur Artarium Adventfeier. Denn wir sind – ja, richtig – ein geiles Institut!