Papa Joe’s Garage: Hot Spots (Ausgabe vom 18.08.2011)

Weitere 9 Sendungen mit tollen Musikern und Bands sind über den Äther gegangen! Einmal ist keinmal! Um Ihr musikalisches Schaffen zu würden, wird wie immer in jeder zehnten Sendung Resümee gezogen.

In dieser Sendung gibt’s ein total buntes Spektrum an Musik! Papa Joe präsentiert nochmal die Lieder seiner Gäste der vorangegangenen 9 Sendungen bevor es mit neuen Gästen weiter geht.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit

Frau Prof. Helga Embacher zu Gast bei Tandaradio

Heute dürfen wir in unserem HistorikerInnen-Café die Zeithistorikerin Frau Prof. Helga Embacher begrüßen.

Prof. Helga Embacher

Prof. Helga Embacher

 

Die Universitätsprofessorin erzählt unter anderem über ihren nicht so linearen, beruflichen Werdegang, ihre Forschungen im Ausland und über einige private Interessen. Dazu zählt auch Musik, die natürlich in unserer Sendung nicht zu kurz kommt. Neben Janis Joplin und Bruce Springsteen werden auch Nick Cave and the Bad Seeds als auch die Balkan Beat Box.

Nähere Informationen zu Frau Prof. Embacher könnt Ihr unter folgendem Link abrufen:

http://www.uni-salzburg.at/portal/page?_pageid=1485,572555&_dad=portal&_schema=PORTAL

Ein freudiges Zuhören und noch einen schönen Sommer wünschen Euch

Jo&Su

Tandaradio – Das HistorikerInnen-Café mit Frau Prof. Embacher. Sonntag, 21.08.2011, 20-21 Uhr und Dienstag, 23.08.2011, 9-10 Uhr auf der Radiofabrik. 107,5 mhz, www.radiofabrik.at. Und bald auch online auf http://cba.fro.at/.

Graffiti On Tour

Podcast/Download: Das Artarium vom Sonntag, 21. August versprüht seinen Charme wieder mal im Untergrund und trotzt dem Sommerloch mit Farbe und – Frechheit siegt! Während die meisten Salzburger Mullerbuam und Nitrodirndln unterwegs zwischen Kroatien und New York die Wände dieser Welt verumschönern, bewirten wir Marc Zechner aka Babu 104 aus Wien im Studio und führen ein Sommergespräch der etwas dichteren Art – nennen wir es das „Young Writers Project“ – in mehrfacher Hinsicht:

Zwischen Selbstorganisation im Kampf um künstlerische Freiräume (Stichwort Legale Wände), oft in sisyphoshaftem Ringen um Anerkennung der Ausdrucksform (Stichwort Imagepflege im Schüler-Standard) und der eiskalten Ignoranz demoskopisch selbstverliebter Machterhalter und Mehrheitsmedien, beinhart gesagt zwischen Kunst und Kriminalität, spiegelt sich das Drama einer ganzen Generation von gesellschaftlich interessierten und gestalterisch ambitionierten Jugendlichen, deren in politischen Sonntagsreden bis zum Erbrechen beschworenes Potential nach wie vor dem fragwürdigen Konsens von Kleingeist und Konsumismus geopfert wird.

Dennoch tut sich so einiges zwischen Wien und Salzburg, angefangen von wechselseitigen Besuchen zwecks konzeptiver Kollaborationen über gemeinschaftliche Ausritte zu den diversen Jams, die sich seit Jahren dankenswerterweise zunehmend etabliert haben bis hin zu den immer wieder neu erfundenen Cross-Media-Aktionen, Guerilla-Recyclungen und Kunnst-Collagen jenseits von Mainstream und Marktwirtschaft. Also plaudern wir mal gemütlich über Skero, den Levin Jam 2011 oder die Tage der jungen Kultur. Oder philosophieren wir über Koproduktion versus Konkurrenz. Oder hören wir Musik und…

Denn zu schreiben kann ebenso viel bedeuten wie bewirken, nach innen wie nach außen. Speziell in Salzburg, dessen Festspiele sich immer weiter in die Stadt fressen. Zwischen Zuversicht und Zweifel. Unter „etwas anderen“ Umständen. Und im Untergrund. Immer wieder. Bitte. Danke. Guten Morgen. Wir sind ein geiles Institut!

Die Fotos verdanken wir dem In Confusion Concept von WES3 (Leo Tischendorf). Es entstand als spontanes Happening in der nunmehr seit gut einem Jahr “legalisierten” Unterführung Alpenstraße/Michael Pacher Straße, die am Freitag, 9. September in Gestalt eines Jams (Tage der jungen Kultur) wieder gänzlich neu gestaltet werden soll.

 

Lebendiges Lehen im AUGUST 2011 – Stolpersteinverlegung und Ausstellung von Max Otte

Lehen und seine Geschichte – die Augustsendung taucht ein in die Vergangenheit des Stadtteils…

http://www.radiofabrik.at/fileadmin/radiofabrik/design/images/zahnrad_mini_icon.png Auch in Lehen wurde nun ein Stolperstein verlegt:
die Neue Mittelschule Lehen stand Pate und gestaltete die Verlegung am 6. Juli in der Gaswerkgasse 24 musikalisch und trug zur Finanzierung bei. Fotos dazu findet man auf dem Blog der NMS Lehen. Näheres zum Projekt der Stolpersteine gibt es hier.

http://www.radiofabrik.at/fileadmin/radiofabrik/design/images/zahnrad_mini_icon.png Ebenso geschichtsträchtig sind die Bilder des Fotografen Max Otte, dem im Infopoint des Stadtwerk:Areals eine Ausstellung gewidmet war: „Umbrüche – Aufbrüche“ zeigte das Lehen der 50er Jahre in Schwarz-Weiß-Bildern.
Herzlichen Dank an Sarah Untner vom Infopoint für die tolle Stimmung bei der Ausstellung!

Bei diesen beiden Veranstaltungen war Karl Zankl wieder als Stadtteilreporter vor Ort.

Die nächste Sendung gibt es am Freitag, 16. September um 17:00.

Schnitt: Iris Perner

DAVID BOWIE: Station To Station – OCB’s Radiofabrik-Album der Woche

Station To StationZerrütteter hat man den Magischen nie gesehen als im Herbst 1975: David Bowie war zum Superstar geworden, hatte mit „Fame“ seine erste Nummer 1 in den USA abgeliefert, mit dem Bestseller-Album „Young Americans“ seine Plattenfirma glücklich gemacht und nicht weniger als sieben Studioalben in fünf Jahren fertiggestellt.
Doch zugleich mit dem großen Erfolg kamen auch die großen Verirrungen: Sein Kokain-Konsum fraß seinen bescheidenen Reichtum auf, den Rest verschlang sein Management-Unternehmen „MainMan“ um Tony DeFries und in seinem wachsenden Interesse für Okkultes und Fernöstliches war der einstmals schillernde Bowie zum blassen Dürrling verkommen, der anstelle zu schlafen lieber den verborgenen Dämonen in seinem unterkühlten Anwesen in den Hollywood Hills nachstellte, noch bevor er eine diffuse Begeisterung für Faschismus und Führerkult entwickelte.
In diesem Sumpf trieb Bowie seinem eigenen Untergang entgegen, ehe ihn Nicolas Roeg als Hauptdarsteller für sein „Außerirdischer-kommt-auf-die-Erde-und-scheitert“-Drama „The Man Who Fell To Earth“ engagierte. Damit verbunden war die Verpflichtung sich während der Dreharbeiten vom Kokain fernzuhalten. Diese Drogen-Pause sollte Bowie einerseits einen klareren Kopf ermöglichen, ihm aber auch seine Isolation und Einsamkeit im selbst gebauten Goldkäfig offenbaren: Stoff genug um sich wenig später ins Studio zu begeben und seine Begleitband mit Sätzen wie „Now I’d like to record a song [that] I haven’t written yet!“ zu konfrontieren. Und so gestalteten sich die Aufnahmearbeiten zu Station To Station. Stückwerk aus Bowies Kopf wurden zusammengesetzt bis – im Gegensatz zu bisherigen Aufnahmearbeiten – nach Wochen des Überarbeitens das heute als Meisterwerk gepriesene Album fertig war.
Station To Station“ zeigt den „Thin White Duke“, wie sich Bowie nun selbst nannte, an einer musikalischen Wegkreuzung: Der über 10-Minuten lange Titeltrack als Opener nimmt den Hörer zunächst auf eine Zugreise, bringt trocken stampfende Rhythmen, sich empor arbeitende Songteile und spricht offen an, was sich im Inneren des Meisters abspielte: „It’s not the side-effects of the cocaine, I’m thinking that it must be love – it‘s too late to be hateful!“ „Golden Years“ – schon Monate vorher als Single veröffentlicht – nimmt Anleihen am Plastic Soul des Vorgänger-Albums „Young Americans“ (1975), ehe „Word On A Wing“ in christlich-religiösem Rahmen Bowies Verlorenheit und Sehnsüchte thematisiert „Oh Lord, I’m trying hard to fit among your scheme of things!“.
TVC 15“ bringt in Honky-Tonk-Piano und „Doo-Wap“-Feeling getränkt eine Liebesgeschichte zwischen Frau und Fernseher und stellt nicht zuletzt aufgrund des verbremsten Tempos den schwächsten Track des Albums dar. Dem entgegen kracht der Funk-Rocker „Stay“ mit Killer-Riff und furiosem Gitarrensolo herein, um abermals die Liebessehnsucht des Isolierten zu untermauern. Abgeschlossen wird das nur sechs Tracks umspannende Album mit Bowies zweifellos bester Coverversion, die ihrerseits etliche Covers nach sich ziehen sollte (u.a. von Cat Power und George Michael): „Wild Is The Wind“ nimmt Nina Simones Interpretation einer alten Country-Ballade und hebt sie auf eine romantisch-erotische Ebene, zeigt Bowies zu diesem Zeitpunkt bemerkenswert ausgereifte Stimme und setzt dem Album so einen unwiderstehlichen Schlusspunkt.
Mit dem frischgepressten Album im Gepäck begab sich Bowie mit seiner genialen Band (mit Carlos Alomar, George Murray, Dennis Davis), die er für die Tour „Raw Moon“ taufte, auf die Isolar“-Tour. Im Gegensatz zu den Jahren zuvor ließ er jegliche Kostümierung und anderen Schnickschnack weg, kleidete sich in schwarz-weiß und konzentrierte sich auf der Bühne allein auf seinen Gesang. Die Reaktionen in Amerika und Europa waren ungeteilt: Der beste Bowie!
EMI legte Station To Station 2010 in verschiedensten Formaten (1 oder 3 oder 5 CDs) neu auf und ergänzte zudem das zigfach gebootlegte Konzert im Nassau Coliseum (Uniondale, NY). „Hörenswert – Das Radiofabrik-Album der Woche“ bringt sowohl Station To Station als auch einige Hörproben aus dem Live-Programm der Isolar-Tour und OCB wünscht viel Spaß dabei!


PLAYLIST des Albums

Station To Station
Golden Years
Word On A Wing
TVC 15
Stay
Wild Is The Wind
BONUSTRACKS der Sendung
Panic In Detroit
Band Intro / Changes
Word On A Wing
Stay (alle live Nassau Coliseum 1976)

Und wer’s hören will … klickt hier

„Bunttöne“ – Ein heiteres Hörbild über die 4 Jahreszeiten (Blinde und Kunst e.V.: 14. Sendung)

Diese Sendung von Melanie Noske dreht sich um die 4 Jahreszeiten. Anhand von selbst aufgenommenen Geräuschen und Gedichten von berühmten Schriftstellern erklärt sie, wie sie als Blinde die Jahreszeiten empfindet. Außerdem hat sie als Kontrastfolie 3 sehende Leute darüber interviewt, wie sie die Jahreszeiten erleben. Auch der Karneval kam als fünfte Kölner Jahreszeit nicht zu kurz. Dazu ist als weitere sinnliche Dimension der Jahreszeiten die Musik von Antonio Vivaldi (Die 4 Jahreszeiten) zu hören.

Eine Sendung von Blinde & Kunst e.V. im Rahmen von “Ohrenblicke – Radiokunst von Blinden & Sehenden”.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit

Blinde Flecken (Blinde und Kunst e.V.: 13. Sendung)

Im Mai 2011 präsentierte der Verein Blinde und Kunst e. V. die Ausstellung „Blinde Flecken“ im Kölner Studio Dumont. Ziel des Projekts ist es, dass blinde Menschen ihre Lieblingsplätze aus ihrer Sicht einem sehenden Publikum präsentieren, ohne jedoch den Sehsinn dafür in Anspruch zu nehmen. Ganz so, wie sie selbst ihre Lieblingsplätze erleben, sollen sie vom Publikum wahrnehmbar sein. Zu diesem Zweck wurden die Lieblingsplätze der mitwirkenden zunächst mit hochwertigen Aufnahmegeräten akustisch festgehalten. Zusätzlich wurden sie dann von den Teilnehmern kommentiert. Nach dem letzten technischen Schliff wurden sie dann zum Teil in Dunkelkabinen mit Einzelsitzplätzen, zum Teil im hellen Raum auf Kopfhörer präsentiert, so dass der Rezipient den entsprechenden Ort aus der Ich-Perspektive des kommentierenden erleben konnte. So kamen 17 einzigartige „Bilder“ zusammen. An drei Abenden fand ein Rahmenprogramm statt, für das ebenfalls der Verein Blinde und Kunst verantwortlich zeichnete. Leslie Mader sang zur Vernissage. Bei einer Lesung las Viola Rez aus dem Buch „Blinde Schönheit“, ein Werk mehrerer blinder Autorinnen, und Thomas Zwerina trug eigene Werke vor. Zur Finissage klärte der Hamburger Kabarettist Robert Sandberg das Publikum über das auf, was es schon immer über sehende wissen wollte. Andrea Eberl beschloss die sehr erfolgreiche Ausstellung „Blinde Flecken mit ihren eigenen Deutschsprachigen Songs. In dieser Sendung skizziert Raphael Mader die Ausstellung und das Rahmenprogramm und gibt über die Motivation der Beteiligten Auskunft, das Projekt durchzuführen. Der Verein hat eine DoppelCD zur Ausstellung „Blinde Flecken“ erstellt, die bei ihm zu beziehen ist.

Eine Sendung von Blinde & Kunst e.V. im Rahmen von “Ohrenblicke – Radiokunst von Blinden & Sehenden”.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit

Tango Sentido (Blinde und Kunst e.V.: 12. Sendung)

Tanz ist eine Ausdrucksform von Kommunikation, die in Ästhetik und Anmut je nach Stilrichtung bis ins höchste verfeinert und perfektioniert ist. Gern schaut man dem Tanzpaar zu, das vertieft in seine nonverbale Kommunikation – je nach Tanzform – Liebreiz, Einklang Frieden und vieles Mehr ausstrahlt. Das gilt natürlich auch für den Tango Argentino, der in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts zu uns nach Europa kam und seit dem immer mehr oder weniger präsent ist, bis hin zum erst wenige Jahre alten Queer Tango, der die klassische Rollenverteilung zwischen Mann und Frau aufbricht und so als moderne und flexible Tanzform neue Wege beschreitet. Was aber bedeutet Tanz im Allgemeinen und Tango im Besonderen für den Menschen, der den optischen Reizen dieser Kommunikationsform nichts abgewinnen kann, weil er sie nicht sieht? Nun, gerade für den blinden Tänzer hat diese Form von körperlicher Kommunikation ihre ganz besonderen Reize und Ausdrucksmöglichkeiten. Das sich gegenseitige Spüren beim Tanzen ist ein mindestens ebenso starker Aspekt, wie die optischen Dinge, die den Tanz ausmachen. So konnten blinde und sehbehinderte Menschen unter der Anleitung von Ute Walter und Rolf Räbiger sowie weiterer sehender Tanzpartner bei einem Workshop erfahren, was es bedeutet, sich in dieser körperlichen Kommunikationsform des Tangotanzes auszudrücken. Die Sendung von Raphael Mader dokumentiert die einzelnen Schritte, die die Gruppe unter Ute Walter und Rolf Räbiger gegangen ist.

Eine Sendung von Blinde & Kunst e.V. im Rahmen von “Ohrenblicke – Radiokunst von Blinden & Sehenden”.

Veröffentlicht unter Allgemein | Verschlagwortet mit