Habemus Schorscham

Wir sind Preisträger! Wir sind Battle&Hum! Wir sind im freien Radio! Wir sind Radiomacher!  Wir kochen unsere Frühstückseier im schnellen Brüter! Wir sind geil! Wir sind Radioschorsch 2016!

Wir und noch eine Sendung (Skrupellose Fische) haben alles davongetragen. Jetzt sind wir naturgemäß etwas erschöpft und müssen uns auf den Lorbeeren ausruhen. Nur nicht zu lange weil nach der Sendung ist sowieso vor der Sendung und die nächsten Preise warten schon.

Fotos gibt es natürlich auch zum Durchschauen, diese sollten auf der Radiofabrik Hompage einsehbar sein. Für euch liebe Blogleser und Leser*innen gibt’s hier ein kleines Schmankerl aus der privaten Smartphone Kiste:

Radioschrosch 2016

Ich weiß ja auch nicht warum, wieso, weshalb, weswegen. Halt! Ich weiß es doch, wegen geschmeidig eingebetteter Bildung. Wir sind noch ganz Puff Daddy! Es handelt sich eigentlich um ein Raps Sendung wie unser lieber Magister (DJ Ridi Mama) aus der Hodenwaldschule immer sagt. Aber ganz ganz eigentlich nehmen wir unsere Männlichkeit und die so mancher, an geballten Testikeln leidenden GangstaRappa auf die Schippe. Das haben auch die honorigen Laudator*innen Norbert K Hund und an seiner Seite Eva-Maria Kubin in ihrer Rede fett unterstrichen. Das gibt ein dreifaches YO! von uns! Passenderweise wird die Trophäe von einer Schnecke dargestellt, wie wir wissen hören wir durch die Hörschnecke die Höhen und Tiefen erst so richtig dicke. Bass, Bass wir brauchen Bass!

Wir gratulieren den skrupellosen Fischen auch noch einmal aus ganzem Herzen und zu euch liebes Publikum, sagen wir artig: Danke!

MC Randy Andy & DJ Ridi Mama

 

*radioschorsch 2016 für die skrupellosen fische*

schnecke
Zu Gast im Studio bei Stadtteilradio Maxglan/Lina Čenić ist eine der beiden ausgezeichneten Sendungsmacherinnen* – es geht wie immer um Gender, Rollenbilder und Geschlechter.
http://www.radiofabrik.at/programm0/sendungenvona-z/skrupellose-fische.html

photo: ‚taubi‘ von frau tummetott

aufnahmen von der preisverleihung: termitinitus und norbert k hund

https://termitinitus.org/

Balthasar Wöss – Salzburg

Balthasar Wöss Stolperstein

Balthasar Wöss Stolperstein/Thumegger Bezirk 5

Balthasar Johann Wöss, geboren am 28. Dezember 1892 in Salzburg, war eines der ca. 70.000 Opfer der Rassenhygiene im Nationalsozialismus. Aufgrund einer Versteifung seines rechten Arms konnte er den Tischlereibetrieb seines Vaters nicht übernehmen. Seinen Lebensunterhalt verdiente er deshalb als Wahrsager. Eine seiner Vorhersagen wurde im zu Verhängnis.

Hörstolperstein Balthasar Wöss

Denn er wurde daraufhin für geisteskrank erklärt und in die geschlossene Abteilung der Landesheilanstalt für Geistes- und Gemütskranke eingewiesen. Nur ein Jahr nach seiner Einweisung, wurde der damals 48-Jährige, nach Hartheim deportiert, das damals als Tötungseinrichtung für geistig und körperlich beeinträchtigte Personen fungierte. Am 21. Mai 1941 fand er dort seinen Tod in der Gaskammer.

Interview: Julia Essert, Laura Simet
Gestaltung und Produktion: Carla Stenitzer
SprecherInnen: Laura Leitner, Axel Stenitzer, Carla Stenitzer

Dieser Hörstolperstein entstand im Rahmen eines Projektes der Radiofabrik mit dem Akademischen Gymnasium Salzburg (Klasse 4b 2016/17, Geschichtelehrer Johannes Straubinger), unterstützt vom Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus und vom Land Salzburg (Wissenschaft/Bildungsförderung).

Aloisia Wolf – Salzburg

Aloisia Wolf Stolperstein

Aloisia Wolf Stolperstein/Kräutlerweg

Aloisia Wolf war eines der 10 Kinder der Familie Wolf. Obwohl die Familie zur Gruppe der Sinti und Roma gehörte, entgingen sie der Internierung in das Zigeunerlager Maxglan. Stattdessen waren sie im Behelfsheim am Kräutlerweg 2 in Leopoldskron-Moos untergebracht. Grund dafür könnte die Beschäftigung des Vaters als Straßenarbeiter beim Magistrat gewesen sein.Nachdem der Vater verstarb wurde Aloisia Wolf als einziges der Kinder, weg von der restlichen Familie, in ein Kinderheim in Wien gebracht. Danach wurde sie am 10. Mai 1944 nach Ausschwitz-Birkenau deportiert, wo sie mit nur 14 Jahren ermordet wurde.

Hörstolperstein Aloisia Wolf

Ihr Bruder Albert Wolf erzählt von der Zeit im Behelfsheim und wie es dem Rest der Familie gelang den Zweiten Weltkrieg zu überleben. Historiker Gert Kerschbaumer rekonstruiert die Geschichte der Aloisia Wolf anhand seiner Recherchen.

Das Interview mit Albert Wolf wurde 2010 im Rahmen des Doku-Dramas „Zigeunerlager Maxglan“ (Produktion: Aktion Film Salzburg, Herstellung: DOC.ART Filmproduktion, Copyright: Land Salzburg) als Video aufgenommen.
Wir danken Markus Weisheitinger-Hermann vom IMB/Aktion Film, der uns die Tonspur für diesen Hörstolperstein zur Verfügung stellte.
Gestaltung und Produktion: Carla Stenitzer

Dieser Hörstolperstein entstand im Rahmen eines Projektes der Radiofabrik mit dem Akademischen Gymnasium Salzburg (Klasse 4b 2016/17, Geschichtelehrer Johannes Straubinger), unterstützt vom Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus und vom Land Salzburg (Wissenschaft/Bildungsförderung).

Aufruf-Sendung über die Botschaft vom 21. Juni 2016 an die Menschheit „Wir kommen in Frieden“

25. Juni 2016, 18- 19 Uhr
Radiofabrik Salzburg
BildWallDEUTSCH
Am 21. Juni 2016 um 15:30 Uhr (CET) wurde der Menschheit eine historische Botschaft friedliebender extraterrestrischer Zivilisationen verkündet. Mit dieser Botschaft beginnt eine neue Ära der Menschheitsgeschichte. Die Menschheit bricht auf, Teil der kosmischen Gesellschaft zu werden, die in Frieden und Harmonie zusammenlebt! Beginnend mit diesem Tag bieten diese extraterrestrischen Zivilisationen jedem Menschen an, in Kontakt mit Ihnen zu treten. Der Haupttenor: „Wir kommen in Frieden und wir unterstützen Euch in jeder Hinsicht, damit Ihr die jetzige Übergangsphase gut meistern könnt.“
Deshalb umkreisen wir diesmal in unserer monatlichen Radiostunde dieses Ereignis, sprechen über die an diesem Tag verkündete „Botschaft der Außerirdischen“ und was jetzt folgen wird.
Sehr erfreulich ist, dass wir dazu den telepathischen „Erst-Empfänger“ dieser Botschaft Alfred Steinecker aus Osterhofen/Bayern wieder live im Studio der Radiofabrik Salzburg begrüßen dürfen! Wieder deshalb, weil er bereits im Juni und November 2015 als Gast dabei war. Zusammen mit seiner Frau Steffi ist er der Initiator von „Cosmic- Society“ und der dazu gehörenden Website „First Contact World“, wobei mittlerweile ein ganzes Team mitwirkt, um diese große Aufgabe zu schaffen. http://www.firstcontact.world/
Einer aus diesem Team ist Frank Scheffler aus Berlin. Durch einen glücklichen Umstand kann auch er in der Sendung mit dabei sein, worüber wir uns zusätzlich sehr freuen. Frank leitet die Berliner Gruppe der Planetaren-Aktivierungs-Organisation (PAO-Web) http://paoweb.org/ und wirkt seit Jahren als medialer Kanal für „Herak vom Sirius“ von der Galaktischen Föderation, der viele hilfreiche Inputs von außerhalb der Erde vermittelt u.a. zur Botschaft vom 21. Juni 2016: http://paoweb.org/download/channel/herak/herak_20.06.2016.pdf
Hier sind die Links zum Nachhören der Radiosendungen mit Alfred Steinecker vom 28.11.2015: https://cba.fro.at/302363  und vom 27.06.2015: https://cba.fro.at/290938
Musik: da spielen wir mindestens 1 Lied des deutschen Liedermachers Hannes Wader, der am 23. Juni seinen 74er feierte! http://www.universal-music.de/hannes-wader/home
Wir freuen uns wieder auf offene Ohren-Herzen!
Claus, Manu und Rüdiger (Euer Zeitreisender)

Hildegard Lohmann – Salzburg

Hildegard Lohmann

Hildegard Lohmann

Hildegard Lohmann wurde 1942 im Alter von 8 Jahren mit der Diagnose „frühkindliche Gehirnschädigung“ in der Pflegeanstalt Eglfing- Haar aufgenommen.
Ein Jahr später wurde den Eltern schriftlich mitgeteilt, dass ihre Tochter an einer Lungenentzündung gestorben sei.

Hörstolperstein Hildegard Lohmann

Hildegard Lohmann war eines der vielen Opfer der Euthanasie im Nationalsozialismus. Leider werden deren Schicksale viel zu selten ins Bewusstsein der Menschen gebracht.
Andrea Strixner, die in diesem Hörstolperstein zu hören ist, hat sich mit dem Thema intensiv beschäftigt – angeregt durch eine Stolpersteinpatinnenschaft.

Hildegard Lohmann Stolperstein

Hildegard Lohmann Stolperstein/Wolfsgartenweg 29

Gestaltung und Produktion: Sophie Haberlander (unterstützt von Benedikt Steiner und Eva Schmidhuber).

Dieser Hörstolperstein entstand im Rahmen eines Projektes der Radiofabrik mit dem Akademischen Gymnasium Salzburg (Klasse 4b 2016/17, Geschichtelehrer Johannes Straubinger), unterstützt vom Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus und vom Land Salzburg (Wissenschaft/Bildungsförderung).

Theresia Karas – Salzburg

Theresia Karas Stolperstein

Theresia Karas Stolperstein/Aglassingerstraße

Im Zuge der Geheimaktion „T4“ wurden systematisch körperlich und/oder geistig beeinträchtigte Menschen getötet. Die Ermordung wurde von den Nationalsozialisten zynischerweise als Euthanasie oder Gnadentod bezeichnet. Insgesamt fielen über 200.000 Menschen dieser Geheimaktion zum Opfer. Darunter auch die damals erst 13-jährige Theresia Karas.

Hörstolperstein Theresia Karas

Theresia, von ihren Eltern liebevoll Reserl genannt, litt in Folge einer Kinderlähmung im Kleinkindalter an epileptischen Anfällen und hatte eine verkrümmte, linke Hand. Aus diesem Grund war sie zur Erholung und Therapie in der Heilanstalt Gallneukirchen untergebracht. Im Jänner 1941 wurden ihre Eltern darüber informiert, dass ihre Tochter in die weit entfernte Anstalt Sonnenstein bei Pirna verlegt worden war. Kurt darauf folgte die Nachricht, dass Theresia überraschend verstorben sei.

Roland Rettenbacher erzählt im Interview über Erinnerungen an seine Tante Theresia Karas und die verzweifelte Suche ihrer Eltern – die den plötzlichen Tod ihrer Tochter nicht verstehen können – nach der Wahrheit.

Gestaltung und Produktion: Manuel Adlgasser, Philipp Crome, Maximilian Nitschke, Carla Stenitzer

Dieser Hörstolperstein entstand im Rahmen eines Projektes der Radiofabrik mit dem Akademischen Gymnasium Salzburg (Klasse 4b 2016/17, Geschichtelehrer Johannes Straubinger), unterstützt vom Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus und vom Land Salzburg (Wissenschaft/Bildungsförderung).

Daniel Bonyhadi – Salzburg

Daniel Bonyhadi Stolperstein

Daniel Bonyhadi Stolperstein/Rainerstraße 4

Daniel Bonyhadi, 1863 in Ungarn geboren, wohnte bis zur Vertreibung aus Salzburg 1938 in der Rainerstraße 4. Der Vater von 7 Söhnen, war Lederhändler und später Versicherungsinspektor, außerdem Obmann des jüdischen Kranken- und Beerdigungsvereines sowie Tempelvorsteher und Vorstandsmitglied der Israelitischen Kultusgemeinde Salzburg.

Hörstolperstein Daniel Bonyhadi

Im Hörstolperstein für die Familie Bonyhadi kommen auch PassantInnen zu Wort, die vor dem Haus in der Rainerstraße 4 an den dort verlegten Stolpersteinen vorbeigehen.

Mehrere seiner Söhne lebten ebenfalls in Salzburg. In der Rainerstraße 4 Edgar und Ludwig, sowie dessen Frau Getrude und Tochter Ruth.

Wir danken Albert Lichtblau von der Universität Salzburg, der uns verschriftlichte Interviews mit Ernest und Erwin Bonyhadi zur Verfügung gestellt hat, die er 1993 bzw. 1994 geführt hatte.

Sprecher Interviews Bonyhadi: Reinhold Tritscher
Interviews mit PassantInnen: Cecile Ritter, Christina Schwarz
Gestaltung und Produktion: Eva Schmidhuber

Dieser Hörstolperstein entstand im Rahmen eines Projektes der Radiofabrik mit dem Akademischen Gymnasium Salzburg (Klasse 4b 2016/17, Geschichtelehrer Johannes Straubinger), unterstützt vom Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus und vom Land Salzburg (Wissenschaft/Bildungsförderung).

Franz Seywald – Salzburg

Franz Seywald wurde 1891 geboren und maturierte 1910 am Akademischen Gymnasium in Salzburg. Er studierte in Wien Rechtswissenschaften und arbeitete anschließend für die Salzburger Landesregierung, seit 1931 war er Bezirkshauptmann von St. Johann im Pongau. Ab 1933 war er in der Vaterländischen Front aktiv und wurde nach dem Anschluss aus dem Staatsdienst entlassen.

Hörstolperstein Franz Seywald

In seiner Wohnung hörte Franz Seywald mit weiteren Gleichgesinnten regelmäßig ausländische Radiosender ab. 1944 wurden er und weitere 11 Personen dieses sogenannten „Abhörkreises“ aufgrund einer Denunziation verhaftet.

Drei Monate nach der Verhaftung fand der Prozess statt, bei dem Franz Seywald und Karl Biack zum Tod verurteilt wurden. Am 24. Juli, also zwei Tage nach der Urteilsverkündung wurde Franz Seywald in seiner Zelle erhängt vorgefunden. Nach den offziellen Quellen des NS-Regimes hieß es bis 2014, dass er Selbstmord begangen habe.

Sein Enkel Thomas Seywald, Galerist in Salzburg, versucht seit 2014, die offizielle Geschichte über den Tod seines Großvaters richtig zu stellen. Er berichtet im Interview, warum er überzeugt davon ist, dass sein Großvater von Nazis in der Zelle ermordet wurde.

Gestaltung und Produktion: Lilly Brack, Lilly Vriens, Eva Schmidhuber

Quellen: www.oecv.at

Dieser Hörstolperstein entstand im Rahmen eines Projektes der Radiofabrik mit dem Akademischen Gymnasium Salzburg (Klasse 4b 2016/17, Geschichtelehrer Johannes Straubinger), unterstützt vom Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus und vom Land Salzburg (Wissenschaft/Bildungsförderung).

Konrad Hertzka – Salzburg

Konrad Hertzka Stolperstein

Konrad Hertzka Stolperstein/Wolf-Dietrich-Straße 18

In der Heilanstalt Uchtspringe wurden hinter der Fassade einer „normalen“ Heilanstalt Menschen mit geistiger und körperlicher Beeinträchtigung durch Medikamente, Nahrungsentzug oder Vernachlässigung getötet. Eines der Opfer dieser Praktik war der damals erst 33-jährige Konrad Hertzka.

Hörstolperstein Konrad Hertzka

Nach seinem Studium der technischen Physik wurde Konrad Hertzka eine Depression diagnostiziert. Diese Diagnose führte zu einer Einweisung in die geschlossene Anstalt der heutigen Christian-Doppler-Klinik in Salzburg und seiner totalen Entmündigung. Bislang ist nicht genau geklärt wie es ihm gelang aus der Landesheilanstalt in Salzburg zu fliehen. Bekannt ist nur, dass er in Ostpreußen, im heutigen Russland, wieder aufgegriffen und nach einem Zwischenaufenthalt in Tapiau nach Uchtspringe verlegt wurde. Dort kam er am 7. März 1942 auf der Station 23, dem Todestrakt der Anstalt, ums Leben.

Historiker Gert Kerschbaumer recherchiert die Lebensgeschichte der Familie Hertzka seit den frühen 1990er Jahren, was sich aufgrund fehlender Nachkommen als schwierig erweist. In diesem Interview legt er die Ergebnisse seiner Recherchen dar und zeigt auf, wie exemplarisch die Geschichte des Konrad Hertzka für die Zeit des Nationalsozialismus war.

Gestaltung und Produktion: Samuel Faber, Felix Sax, Arian Gjocaj, Carla Stenitzer

Dieser Hörstolperstein entstand im Rahmen eines Projektes der Radiofabrik mit dem Akademischen Gymnasium Salzburg (Klasse 4b 2016/17, Geschichtelehrer Johannes Straubinger), unterstützt vom Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus und vom Land Salzburg (Wissenschaft/Bildungsförderung).