Battle&Hum#107

Samstag 15.08.2020 (Stairway zum Nachhören)

Der Schweiß lässt die MNS-Maske am Gesicht kleben. Auch andere Körperöffnungen ertrinken in Sturzbächen von Schweiß und Corona hat uns im Würgegriff. Keine Sorge, wir kühlen euer Mütchen und verschaffen Heilung und Linderung!

the playlist:

DJ Ridi Mama’s remedy:

  • 1. Isobel Campbell (there is no other) – runnin‘ down a dream
  • 2. Bob Dylan (live at budokan) – forever young
  • 4. Witch (single) – in flight

MC Randy Andy’s potion:

  • 1. Yellowman (mister yellowman) – sensemilla
  • 2. Bob Marley & the Wailers (talkin‘ blues) – get up stand up
  • 4. Billy Boyo (single) – one spliff a day

„You can fool all the people some of the time, and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time.“ (Abraham Lincoln)

Heather Nova – Pearl

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 16. August – Liebe Musikfreunde (und *innen naturgemäß ebenfalls), es ist uns ein zutiefstes Bedürfnis, dem unlängst erschienenen Album Pearl von Heather Nova über die gewöhnliche Wahrnehmung hinaus zu Gehör zu verhelfen. Es ist nämlich an einem besonderen Punkt in ihrem Leben entstanden, an dem ihre langjährige künstlerische Erfahrung und ihre ursprüngliche Einstellung (zum Leben, zum Gefühl, zur Musik) kostbar kraftvoll zu neuer Gestalt verschmelzen. Mehr dazu auf ihrer Homepage unter Bio > Show More – “Eine Perle ist idealerweise das, was sich nach all den Jahren in einer Auster bildet.” So beschreibt Heather Nova nicht nur den äußeren Anknüpfungspunkt (zu ihrem Album Oyster von 1994), sondern auch das innere Geheimnis der Entwicklung eines Kleinods aus etwas Lebendigem.

Heather Nova - PearlEinst haben wir euch ihre Musik zur Entspannung vom feuchten Fußball kredenzt. Auch das Album Redbird, das von ihrer Schwangerschaft und der Geburt ihres Sohns Sebastian geprägt war, kam bei uns schon vor. Und in der Nachtfahrt zum Thema female. feel male. veranschaulichte ihre Performance (mit Berit Fridahl an der Gitarre) das Zusammenspiel weiblicher und männlicher Energien, weit jenseits von Zuschreibungen oder Rollenklischees. Sie begleitet uns also seit geraumer Zeit und hat uns dabei immer wieder angerührt, erstaunt, überrascht – sei es nun unplugged mit Cello, als Lyrikerin (The Sorrowjoy), beim Interview im Gibson Room Amsterdam, als Sendungsthema bei den Kolleg*innen vom Deutschlandfunk oder als verträumt verliebtes Gutelaunekind (London Rain) für die planlosen Nebeltage der Sehnsucht. Es ist diese ausgehaltene Spannung in vielerlei Gestalt, die uns an ihrem Schaffen nach wie vor fasziniert, diese Gratwanderung zwischen den Gegensätzen festhalten und freilassen, Freude und Verzweiflung, Rastlosigkeit und bei sich sein, dieses bedingungslose Auskosten eines weit ausgespannten Gefühlsspektrums. Einfach unverfälscht leben – und das alles mitnehmen: “A pearl is hopefully what forms inside an Oyster after all the years, the accumulation of experience, the saltwater, the sand…”

Sister all the ways I adore you
Why can’t you see yourself?
Why can’t you see yourself?
Sister shine a light on your grace and beauty
Why can’t you see yourself?
Why can’t you?
You were just a child holding tight
In those ocean swells
Why can’t you see yourself?

You think everybody else has got it made
But can’t you see we’re all in pieces

Cause when you’re broken then you’re open
When you’re open then you’re living
When you’re living you are light
And it’s alright, and it’s alright, and it’s alright

See Yourself

 

Am dritten August

Tuning Up widmet sich in dieser Sendung dem dritten August. Musik wird gespielt von Menschen die am 03. 08. das Licht der Welt erblickten oder von uns gegangen sind, z.B. von Sebastian Duron, Syreeta, Metallica, Antonio Lauro u.a.

Nachzuhören unter: https://cba.fro.at/461926.

Battle&Hum#106

Samstag 18.07.2020 (Stairway zum Nachhören)

Zwei schreckliche nette Familien geben sich die Ehre! Der Kinsky-Feichtenschlager Clan (MC MaestroManf & Djane Li) gegen den Custic-Woldrich Clan (MC Randy Andy & MC Jacke)! Eine Familientragödie!

the playlist:

The Maestro’s Funk:

  • 2. Masego & Medasin (the pink polo EP) – shut up and groove
  • 3. Billie Eilish (don’t smile at me EP) – bellyache

The Wuh’s Soul:

  • 1. Sly And The Family Stone (stand!) – don’t call me nigger, whitey
  • 2. Snoop Dogg (the blue carpet treatment) – get a light
  • 3. Apache 207 (platte) – roller

„Alle schlechten Eigenschaften entwickeln sich in der Familie. Das fängt mit Mord an und geht über Betrug und Trunksucht bis zum Rauchen.!“ (Alfred Hitchcock)

Battle&Hum#105

Samstag 20.06.2020  (Stairway zum Nachhören)

Jetzt ist schon wieder was passiert! Emma Rinnerthaler ist ins Teenager Alter (thirteen) gestolpert und darf heute, unterstützt von ihrer Freundin (Livia) und ihrer Schwester (Anna) die zwei Altvorderen musikalisch fertig machen. Bam Oida!

the playlist:

DJane Emmenthaler’s, MC Olive’s & DJane Annana’s Girlpower:

  • 4. Lucas Graham (blue album) – 7 years

DJ Ridi Mama’s & MC Randy Andy‘s Bubenstreiche:

  • 1. My Ugly Clementine (vitamin c) – who
  • 2. Bikini Kill (yeah yeah yeah yeah) – rebel girl
  • 3. Black Sabbath (same) – N.I.B.

„What is an adult? A child blown up by age !“ (Simone de Beauvoir)

Pfingstfeuer

Tuning Up befasst sich anläßlich des Pfingstfestes mit der Feuerthematik bzw. dem Pfingstfest an sich. Natürlich sind hier nur Mini-Ausschnitte aus dieser Thematik möglich. Mit Musik von: J.S. Bach, Fire! Orchestra, Mahavishnu Orchestra, Luciano Berio, Jimi Hendrix.

Nachzuhören unter: https://cba.fro.at/455652.

Loreena McKennitt – Lost Souls

> Sendung: Artarium vom Pfingstsonntag, 31. Mai – Anlässlich der zu befeiernden Ausgießung (sowie ihrer Stattfindung in Gestalt von Regen) und überhaupt deshalb, weil eh alles immer schneller, immer lauter und immer noch penetranter daherdröhnt ringsum, also jedenfalls aus Gründen, entführen wir euch heute in ein Zwischenreich aus kräftiger Stille und sanfter Energie, nämlich Loreena McKennitts bislang letztes Studioalbum Lost Souls. Auf dem titelgebenden Stück (zugleich die Schlussnummer) taucht sie aus ihrer lebenslangen Reise durch diverse versunkene Mythologien und Musiktraditionen endgültig im Hier und Jetzt der globalen Gefährdung auf. Im Text zur gewohnt atmosphärischen Musik bezieht sie sich auf Ronald Wrights Buch “Eine KURZE Geschichte des Fortschritts” – und stellt fest: “I’m coming home to you.”

Loreena McKennitt - Lost SoulsSpeziell eine Passage (aus dem Buch) hat es McKennitt angetan: “Wright sagt, dass unsere Spezies die moralische Richtung verloren hat, immer mit dem Blick auf den ‚Fortschritt‘, und dass wir so etwas wie verlorene Seelen geworden sind.” (Aus der feinen Rezension auf nordbuzz.de zitiert.) Wie des weiteren zu erfahren war, möchte die inzwischen über 60-Jährige ihr musikalisches Wirken künftighin zurück stellen, um sich vermehrt ihrer Familie und dem Kampf um die Rettung des Planeten vor der menschgemachten Zerstörung aller Lebensgrundlagen zu widmen. Respekt! Inne zu halten und sich auf das Wesentliche zu besinnen ist die einzig gute Grundlage für wirklich tragfähige Zukunftsperspektiven. Und nicht kurzatmig und kurzsichtig immer nur noch schneller der Kurzlebigkeit fragwürdiger Reförmchen zu obliegen. Beim hörenden (wer Ohren hat) Einsinken in die Klangwelt von Lost Souls werden unweigerlich Augenblicke der Verbundenheit mit dem ursprünglich Lebendigsein an sich hervor gerufen, wie man sie zum Beispiel im Blinzeln von Sonnenlicht durch sanft windbewegte Blätter, im stillen Seufzen angesichts des Sternenhimmels oder im atemberaubend klaren Geschmack frischen Quellwassers erfahren kann. Wer in letzter Zeit nicht mehr so oft hinaus konnte wie früher, wird das zu schätzen wissen.

Wir haben vor einigen Jahren bereits ihre legendäre Livesession “Nights from the Alhambra” vorgestellt, in der maurische und orientalische Einflüsse mit keltischen Traditionen verschmelzen. Auf ihrem neuen Album taucht dazu noch das Thema der israelischen Nationalhymne haTikwa (die Hoffnung) auf und feiert als “Sun, Moon and Stars” friedliche Urständ mit zahlreichen musikalischen Nachbar*innen…

 

Also dann, Shalom!

 

Battle&Hum#104

Samstag 16.05.2020 (Stairway zum Nachhören)

Nebst dem Haupthaar dürfte auch der Haarwuchs in den Ohren nach 8 Wochen immens sein, kein Problem, wir häckseln euch die Ohrbuschen!

the playlist:

MC Randy Andy’s Trimmer:

  • 1. Dr.John (babylon) – black widow spider
  • 2. The Doors (strange days) – strange days

DJ Ridi Mama’s Häcksler:

  • 1. The Rolling Stones (hot rocks 1964-1971) – paint it black
  • 2. Los Incas (orfeu negro) – el condor pasa
  • 3. Nancy Sinatra (the best of nancy girl) – these boots are made for walking

„NEIN!“ (Homer Simpson)

Luigi Nono zum 30. Todestag


Luigi Nono 1979 (by Fernando Pereira / Anefo, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 NL)

Tuning Up stellt zum 30. Todestag am 8. Mai das Schaffen des venezianischen Komponisten Luigi Nono in den Mittelpunkt.

Der sowohl für sein politisches Engagement als auch für seine Beforschung innovativer klanglicher Möglichkeiten von Stimme und Instrumenten bekannte Meister des Klangs und der Stille wird in dieser Sendung mit Werken aus unterschiedlichen Schaffensphasen in Erinnerung gerufen. Wie kaum ein zweiter Komponist nach 1945 steht Luigi Nono für eine Verbindung von musikalischer Avantgarde und gesellschaftspolitischem Engagement einerseits und der Integration von Konstruktion und Ausdruck andererseits. “Das Ohr aufwecken, die Augen, das menschliche Denken, die Intelligenz,das Maximum an nach außen gerichteter Verinnerlichung. Das ist heute das Entscheidende.“(Luigi Nono, 1983)

Nachzuhören unter: https://cba.fro.at/452444.

Bill Withers (1938-2020)

Tuning Up widmet sich heute einem der großen Soul-Sänger der 1970er Jahre.

Bill Withers wurde mit Songs wie Ain’t no Sunshine, Lovely Day oder Just the two of us ein Star der Soul-Szene. Obwohl Withers sich nach 15 Jahren aus dem Musikgeschäft zurückzog wurde er zu einem der einflussreichsten Sänger seiner Generation. In Tuning Up wollen wir die Stationen seines musikalischen Werks nachzeichnen und einen Eindruck des Menschen und Musikers vermitteln.

Nachzuhören unter: https://cba.fro.at/450074.