Songtexte auf deutsch Projekt

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 22. September – Zwei Sänger, zwei Stimmen, zwei Persönlichkeiten. Zwei Poeten aus verschiedenen Szenen und Zeitaltern, deren jeweiliger Background auch ihre Songtexte und ihren jeweiligen Gesangsstil prägen. Dennoch haben sie mehr gemeinsam, als der erste Eindruck vermuten lässt. Was das genau sein könnte, dem wollen wir in dieser Sendung nachspüren, indem wir ein paar Ohrenblicke auf ihre Gesangskunst werfen. Die Rede ist von Peter Hein (Sänger der Fehlfarben) und Dirk von Lowtzow (Sänger von Tocotronic). Und wie sich von uns zu Recht erwarten lässt, haben wir für unsere Untersuchung keine der bandtypischen Hadern wie etwa “Ein Jahr (Es geht voran)” oder “Let there be Rock” ausgewählt, sondern in der Hauptsache eher seltene Songs, Reworks und Collaborations

Songtexte auf deutsch von Peter HeinDas Wiederentdecken der einstmals von diversen Hausbesetzern gleich mitbesetzten Fehlfarben sowie der speziellen Singstimme von Peter Hein verdanken wir Misha Schoeneberg und seinem Bemühen, die Songtexte von Leonard Cohen in singbare deutsche Versionen zu übersetzen, hier: “Poem – Leonard Cohen in deutscher Sprache” Oft macht ein einzelnes Wort den entscheidenden Unterschied: Den Cohen-Song “Democracy” als “Gerechtigkeit” wiederzugeben, spendet inmitten der herrschenden Sprachinflation jedesmal Trost, wenn irgend so ein Papperlapapp “Demokratie” daherfaselt. Meditieren wir ein Weilchen über das prophetische Lied: “Fehlfarben – Gerechtigkeit” Dirk von Lowtzows Stimme hinwiederum taucht plötzlich im Abspann der sehr lustigen Romanverfilmung von “Tschick” auf, und zwar in einer Beatsteaks-Coverversion von “French Disko” (Original von Stereolab), in der er seine eigene deutschsprachige Textübertragung singt. Let there be Tschick!” Und es ist deutlich hörbar, dass da eine ganz andere Stimmpersönlichkeit zu Werke geht – wiewohl, es gibt auch Übereinstimmliches, möchte man sagen. Was verbindet also den 1971 geborenen Adelsspross mit dem 1957 geborenen Angestellten? Was haben die Hamburger Schule und der frühe deutsche Punk gemeinsam? Kann man das ohne musikwissenschaftliche Studien und einfach nur mit den Sinnen erfassen? Wenn man beispielsweise nichts darüber weiß, was ihrer Zusammenarbeit dazumals beim Fehlfarben-Song “Internationale” (fürs Jubiläums-Album 26½) zugrunde lag?

Aber hören und spüren wir selbst…

 

Opus 75

Jubiläumssendung zur 75. Ausgabe von Tuning Up.

Nach beinahe 5 Jahren hat Tuning Up bereits 75 Sendungen absolviert. Grund genug zum „Feiern“. Jedoch wird diesmal nicht zurückgeblickt, sondern mal nachgeschaut, was es an Werken mit der Zahl 75 so gibt, ob Opuszahl, Titel oder auch Formationsname.

Zu hören gibt es die Connellls, Franz Schubert, Ceasar Frazier oder Alireza Mashayekhi.

Nachzuhören unter: https://cba.fro.at/419884.

Gewittermusik


Lightning by Anthony Quintano, Flickr, CC BY 2.0

Die unterschiedlichsten Traditionen haben sich oft auch musikalisch mit Naturphänomenen auseinandergesetzt. So gibt es auch viele Musiken, die sich mit Gewittern, Blitz, Donner und Regen beschäftigen – textlich oder lautmalerisch.

In dieser Sendung von Tuning Up – nach einem heftigen Gewitter – gibt es zu hören:
J.S. Bach, Richard Strauss, Argent, The Doors, Jimi Hendrix, Paul Gilbert u.a.

Nachzuhören unter: https://cba.fro.at/416982.

 

Battle&Hum#97

Samstag 15.06.2019 (Stairway zum Nachhören)

Die zwei Ohrbeiter im Soundgarten des Herrn schütten ihr Füllhorn der Liebe über Salzburg aus!

the playlist:

MC Randy Andy’s Love :

  • 1. Sam Ragga Band (loktown hi-life) – wasser
  • 3. Dr. John (gris-gris) – gris-gris gumbo ya ya
  • 4. Black Mountain (destroyer) – boogie lover

DJ Ridi Mama’s Liebstrunk :

  • 3. Sleaford Mods (eton alive) – into the payzone
  • 4. Yasmo (useless information) – useless information

„… Mit wem haben wir dort nicht herzliche Stunden verbracht, von der Terrasse hinausblickend in die schöne und friedliche Landschaft, ohne zu ahnen, dass gerade gegenüber auf dem Berchtesgadener Berg der eine Mann saß, der all dies zerstören sollte?“  (Stefan Zweig)

A capella

Mehrstimmiger Gesang ohne Instrumentalbegleitung – so wird a capella heutzutage verstanden, und dies ist auch der Ausgangspunkt für die Sendung von Tuning Up.

Ausgehend von Musik aus dem 12. Jahrhundert, über spätromantische Chorwerke bis in 20. Jahrhundert hinein, wird a capella zum Hören gebracht; auch Versionen von Jazz und Rockstücken, und einiges an ethnischer Musik wird in dieser Sendung geboten.

Nachzuhören unter: https://cba.fro.at/408624.

Eine Stunde mit Fredl Fesl

> Sendung: Artarium zum Muttertag am 12. MaiWer hats erfunden? Ursprünglich wollten wir (dem Anlass entsprechend) Auszüge der bei Trikont erschienenen Gesamtausgabe Ton von Karl Valentin/Liesl Karlstadt vorspielen. Doch ungeachtet solch ewiger Lieblingswortschöpfungen wie Semmelnknödeln, Wrdlbrmpfd oder “Herr Rembremadeng” waren die darauf findlichen Aufnahmen schon sehr im Seinerzeitkontext verhaftet. Weshalb wir eine Generation weiter sprangen und den ebenso urbayrischen Liederdichter und Geschichtenerfinder Fredl Fesl für unsere Albumpräsentation auswählten. Der steht nämlich auf vieler Leihweise in der Tradition des großen Absurdisten Valentin – und inspiriert auch heute noch aktive Volksbarden wie etwa den aushängigen Christoph Weiherer.

Fredl FeslUnd ganz im Gegentum zu einem akuten Volksquatschbeschunkler (dessen Namen ich hier allein schon aus gesundheitlichen Gründen nicht erwähnen will) ist der Fredl Fesl mit dem Großen Karl-Valentin-Preis ausgezeichnet worden (nicht bloß mit einem lulligen Faschingsblech). Vielmehr überreichte der legitime Valentin-Nachfolger Gerhard Polt (Nikolausi) ihm den renommierten Preis in Form von einem “Trumm”, das sich bei näherer Betrachtung als rostiges Türschloss herausstellte. Worin dann jetzt also der angesprochene Unterschied zwischen ernster Komik und einfach nur deppertem Kommerz besteht, das möge ein jegliches bittesehr diesem schönen Bericht entnehmen. Ach ja, die unschuldigen 70er, als die “Sowosamaneger” noch keine rassistischen Assoziationen erregten – und der erwähnte Volkshupfdudler auch noch nicht geboren war. Damals, auf dem Höhepunkt der deutschen Folk-Bewegung, wurde “die Volksmusik” ihrem Verhaftetsein in Nazitum und Spießermief entrissen, Freddy (Quinn, nicht Queen) dagegen war schlicht Schlager und mithin industrielles Massenzeugs fürs geölte Einfaltsreich. So ist das eine also etwas völlig andreas als das andere. Bleibt noch zu erwähnen, wie kunstreich und humorvoll der Fredl Fesl die alpenländische Tradition des Jodelns aus dem Bierdunst der Zeltfetten befreit hat:

In seinem Vortrag “Ein ländliches Problem” (den wir in der Signation zitieren) jodelt er sich am Schluss derart schwindlichmachend weg, dass es unsereinem (oder auch zwei) schier die Synapsen sprengt. Die Krönung in seinem Mundart-Overflow ist und bleibt allerdings “Huitidliti, Huitidliti”, wahrlich ein Prachtwerk der Sprachkunst, das eben auch Karl Valentin zu aller Ehre gereicht…

 

Female Power

In Tuning Up wird diesmal ausschließlich Musik von und mit Frauen vorgestellt.
Und noch dazu nicht älter als ca. ein Jahr.

Mit dabei sind Lylit, Billie Eilish, Nilüfer Yanya. Katharina Ernst, Ashley Fure, Caecilia Norby u.a.

#Nachzuhören unter: https://cba.fro.at/405155.