Pfingstfeuer

Tuning Up befasst sich anläßlich des Pfingstfestes mit der Feuerthematik bzw. dem Pfingstfest an sich. Natürlich sind hier nur Mini-Ausschnitte aus dieser Thematik möglich. Mit Musik von: J.S. Bach, Fire! Orchestra, Mahavishnu Orchestra, Luciano Berio, Jimi Hendrix.

Nachzuhören unter: https://cba.fro.at/455652.

Battle&Hum#104

Samstag 16.05.2020 (Stairway zum Nachhören)

Nebst dem Haupthaar dürfte auch der Haarwuchs in den Ohren nach 8 Wochen immens sein, kein Problem, wir häckseln euch die Ohrbuschen!

the playlist:

MC Randy Andy’s Trimmer:

  • 1. Dr.John (babylon) – black widow spider
  • 2. The Doors (strange days) – strange days

DJ Ridi Mama’s Häcksler:

  • 1. The Rolling Stones (hot rocks 1964-1971) – paint it black
  • 2. Los Incas (orfeu negro) – el condor pasa
  • 3. Nancy Sinatra (the best of nancy girl) – these boots are made for walking

„NEIN!“ (Homer Simpson)

Luigi Nono zum 30. Todestag


Luigi Nono 1979 (by Fernando Pereira / Anefo, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 NL)

Tuning Up stellt zum 30. Todestag am 8. Mai das Schaffen des venezianischen Komponisten Luigi Nono in den Mittelpunkt.

Der sowohl für sein politisches Engagement als auch für seine Beforschung innovativer klanglicher Möglichkeiten von Stimme und Instrumenten bekannte Meister des Klangs und der Stille wird in dieser Sendung mit Werken aus unterschiedlichen Schaffensphasen in Erinnerung gerufen. Wie kaum ein zweiter Komponist nach 1945 steht Luigi Nono für eine Verbindung von musikalischer Avantgarde und gesellschaftspolitischem Engagement einerseits und der Integration von Konstruktion und Ausdruck andererseits. “Das Ohr aufwecken, die Augen, das menschliche Denken, die Intelligenz,das Maximum an nach außen gerichteter Verinnerlichung. Das ist heute das Entscheidende.“(Luigi Nono, 1983)

Nachzuhören unter: https://cba.fro.at/452444.

Bill Withers (1938-2020)

Tuning Up widmet sich heute einem der großen Soul-Sänger der 1970er Jahre.

Bill Withers wurde mit Songs wie Ain’t no Sunshine, Lovely Day oder Just the two of us ein Star der Soul-Szene. Obwohl Withers sich nach 15 Jahren aus dem Musikgeschäft zurückzog wurde er zu einem der einflussreichsten Sänger seiner Generation. In Tuning Up wollen wir die Stationen seines musikalischen Werks nachzeichnen und einen Eindruck des Menschen und Musikers vermitteln.

Nachzuhören unter: https://cba.fro.at/450074.

Virus


© Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0

In Tuning Up werden diesmal Musiker*innen vorgestellt, die entweder aktuell durch das Corona-Virus oder in früheren Zeiten durch andere Lungenerkrankungen iniziert wurden und daran verstrben sind.

Mit Musik von Manu Dibango, Mike Longo, Balduin Hoyoul und anderen.

Nachzuhören unter: https://cba.fro.at/448107.

Goodbye Novecento

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 15. MärzIm Jahr 1999 entdeckte ich das damals frisch veröffentlichte Konzeptalbum Goodbye Novecento des italienischen Cantautore Antonello Venditti, in dem er seine Gefühle und Visionen im Hinblick auf den nahen Milleniumswechsel zum Ausdruck brachte. Das italienische “Novecento” bezeichnet nämlich das, was wir im Deutschen als “20. Jahrhundert” verstehen und – wegen der Zahlen – eh gern mit dem Neunzehnten verwechseln. Nun läuten wir ja gerade die Zwanzigerjahre des 21. Jahrhunderts ein (Bimbam, wie die Zeit verfliegt) und so passt diese Würdigung eines ganzen Albums auch hervorragend zu dessen 20-jährigem Erscheinungsjubiläum. Darüber hinaus scheint es in vervirten Zeiten wie diesen geboten, an die belebende Kultur der italienischen Linken zu erinnern.

Goodbye NovecentoAntonello Venditti, ein gläubiger Christ und zugleich sozialkritischer Künstler, begründete zusammen mit Francesco De Gregori, Lucio Dalla und anderen Alt-68ern die sogenannte “Römische Schule” der Cantautori. In den 60er und 70er Jahren war es durchaus nicht ungewöhnlich, sich aus kirchlichen Kreisen heraus in die Politik der Gesellschaftsreform einzubringen. (In Salzburg etwa gründete 1966 die “Katholische Arbeiterjugend” das erste Jugendzentrum der Stadt, aus dem sich in über 50 Jahren das heutige MARK entwickelte, das gerade wieder einmal heiß umfehdet, wild umstritten ist). Ebenso umstritten waren einige Liedtexte der erwähnten Sänger/Dichter/Musikanten. So wurde Lucio Dallas “4/3/1943” (Gesù bambino) rüde zerrupft und zensiert, Antonello Venditti für sein “A Cristo” sogar gleich wegen Gotteslästerung angeklagt. Es zeigt sich immer wieder aufs Neue, was die jeweiligen Machtspieler von “eigenständigen Ansichten mündiger Bürger*innen” halten. Wer die jeweils vorgehupfte Ideologie nicht gläubigst bejubelt, wird konsequent aus der Öffentlichkeit verschwunden. Und schon sind nicht mehr die Verbrecher das Problem, sondern diejenigen, die deren Verbrechen darstellen. Das sind ja auch die sensiblen und oft prophetischen Kunstschaffenden.

Im Jahr 1979 war ein Lied namens “Bomba O Non Bomba” hier in Österreich in aller Ohren und erweckte massenhaft die erwünschten Urlaubsassoziationen. Dass sein überaus poetischer Text von Vendittis ambivalenten Erfahrungen in jener Zeit der “Bleiernen Jahre Italiens” erzählt, das wissen dagegen nur die wenigsten. Wir wollen in dieser Sendung auch die Besonderheit seiner Dichtkunst aufzeigen, nicht zuletzt anhand des Titels “In Questo Mondo Che Non Puoi Capire” vom gegenständlichen Album “Goodbye Novecento”. Das hierzu verlinkte Video sagt eh schon sehr viel…

 

Corona? Malgrado te!

 

Gelb – Yellow – Jaune – Giallo


Tuning Up befasst sich in dieser Sendung mit musikalischen Arbeiten zum Thema „Gelb“. Da werden wir etwas über „Gelbe Musik“ in China erfahren, einem Ritual des buddhistischen Gelbmützen-Ordens beiwohnen oder auch Donovans Yellow Mellow in einer sehr interessanten Version zu hören bekommen.

Nachzuhören unter: https://cba.fro.at/445532.

Schroeder Roadshow

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 16. Februar – Unlängst wurde in Salzburg wieder einmal der Dokumentarfilm Up to Nothing – Aufruhr im Mozartdorf gezeigt, eine Koproduktion von Studio West und ARGEkultur aus dem Jahr 2011. Er vereint die Erinnerung einiger der damals Beteiligten mit zahlreichen Originalaufnahmen von Hermann Peseckas aus den späten 70ern und frühen 80ern, als eine vielfältig zusammengewürfelte Bewegung namens ARGE Rainberg sich hierorts aufmachte, der bürgerlich-bräsigen Kulturverstopfung neuen Wind ins ledrige Gesicht zu blasen. Die daraus entstandenen kleinen und dezentralen Kulturstätten mag man inzwischen wohl nicht mehr missen, ihren langen Marsch durch die Institutionalisierung könnte man schon kritischer bewerten – was bleibt, ist das Erbe der Selbstermächtigung.

SCHROEDER DeutschlandIn dem Zusammenhang erinnere ich mich an ein spektakuläres Konzert der Schroeder Roadshow (es muss etwa 1980 gewesen sein) im damals noch für alle freien Produktionen  offenstehenden Petersbrunnhof. Das Publikum bestand beileibe nicht bloß aus “studentischem Milieu”, sondern aus allen nur erdenklichen “radikal alternativen” Leut*innen jedweder Hin-, Her- oder Zukunft. Die unzufriedenen Jugendlichen in dieser Stadt saßen eben nicht verträumt auf den Bergen herum, um “das bunte Treiben” da unten zu beobachten – sie waren ein wesentlicher Teil davon. Genau genommen bildeten sie das Myzel, aus welchem die öffentlich auftretenden Schwammerln der Bewegung erst hervorwachsen konnten. Längst hatten sie im Kongresshaus die erste Bravo-Boyband durch Farbbewurf abserviert, das Schwert des Paulus vor dem Dom in blutiges Rot getaucht oder der Bierjodlgasse einen komplementären Straßennamen verliehen. Die Hanfjodlgasse wurde als Fotopostkarte beinah schon zum Kultobjekt. Da sieht man, was ein gut gemachtes Zeitdokument alles an Überlegungen auslöst.

HUNDT SCHROEDERDoch zurück zu Schroeder (und zu Uli Hundt, dem Fastnamensvetter). Schon in den 70ern kam Gunther Hofmeister begeistert mit deren selbstgeschnitztem Debutalbum (nebenstehendes Plattencover) an und eröffnete uns eine völlig neue Sichtweise auf gesellschaftliche Realitäten. (Es gibt keine Realität ohne Realitäter). Löblicherweise hat das mit der Schroeder Roadshow zeitweis verbandelte Trikont-Label dieses verschollene Kleinod als Mp3-Download wieder zugänglich gemacht (um wohlfeile 4,99 €). Wir allerdings bringen diesmal ein noch viel verscholleneres Opus von Schroeder zu Gehör, vernehmlich ihr drittes Studioalbum “Live in Tokio” von 1980. Auf selbigem sind die saftigsten Songtexte enthalten, die “wir Salzburger Jugendliche” sämtlich auswendig kannten – und beim erwähnten Auftritt lauthals, am Schluss sogar von der Bühne herab mitbrüllten. Diese Texte sind heute noch genauso zur etwas anderen Wahrnehmung des Weltgeschehens geeignet wie damals: Fragen wir uns einfach, was aus dem Potential eines Aufbruchs wird, sobald die Machthaberer zugreifen…

Schrei dich frei!

 

Battle&Hum#103

Samstag 18.01.2020 (Stairway zum Nachhören)

Heute graben wir die Toten von letztem Jahr wieder aus und machen das Neue Jahr fresh!

the playlist:

DJ Ridi Mama’s  wilde Horde:

  • 2. Ernst Molden und der Nino aus Wien (unser österreich) – de spur von dein        nokatn fuass im saund
  • 4. Lo-Pan (sasquanaut) – dragline

MC Randy Andy’s Perchten:

„Death is not the end.“ (Bob Dylan)