Violett

Tuning Up stellt diesmal in der Programmreihe „Farben“ musikalische Verarbeitung des Themas „Violett“ vor.

Mit Musik von: Barigozzi Group, Hole, Miles Davis.

Außerdem „Brandaktuell“ von den Wittener Tagen für neue Kammermusik ein Stück von Carola Bauckholt für zwei Staubsauger.

Nachzuhören unter: https://cba.fro.at/618791

Maibam Oida

> Sendung: Perlentaucher Nachtfahrt vom Freitag, 5. MaiWir vorverlegen uns diesmal um eine Woche, weil die Radiofabrik zum Internationalen Tag der Pflege am 12. Mai 2023 eine “Lange Nacht der Pflege” der Pflegestützpunkt-Redaktion von Radio Helsinki übernimmt/ausstrahlt. Da stellen wir keinen Bam auf – das werden wir auf jeden Fall unterstützen. Abgesehen davon – Maibam oder mei Bam? Oder hängt das nicht eh alles unentwirrbar zusammen mit der allgemeinen Selbstermächtigung des Frühlings? “Des is mei Bam”, rief ich aus, als ich ihm unlängst wieder begegnete. Ich hatte ihn nämlich in den 60ern (da waren wir beide noch sehr klein) gemeinsam mit meinem Vater aus einer entlegenen Fichtenplantage befreit und ihn danach in den Garten meiner Tante verpflanzt. Dort steht er noch heute: Lebendiges Trotz alledem.

Maibam Oida KirchenturmOb Bam, Bimbam oder Maibam – wir spüren jener Lebenskraft nach, die allfrühlinglich das Wachsen, Werden und Wiederauferstehen in der Natur (auch in der Natur des Menschen!) bewirkt. Und jenen Kräften, die dem Austrieb entgegen wirken und die uns vom fröhlichen Erigieren himmliger Fruchtbarkeitssymbole abzubringen trachten. Das wird ein Reigen der widersprüchlichen Gefühlszustände, jedoch mit Betonung auf dem Kraftvollen, das eher nicht in äußerlichem Protz besteht (hihi), viel mehr in innerer Bewegung. Oder – was macht das Gras wachsen? Was genau? Eben. Und in diesem Sinn einer Hinwendung zum Kern der Kulturgeschicht’ kannvom Penis bis zum Glockenturm – alles vorkommen, was zu einer ordentlichen Emanzipation von den erfundenen Beherrschvereinen taugt. Hoch die internationale Maibamfeier und Freundschaft dem Frühlingserwachen! Keine noch so perfekte Weltausbeutung kann das Leben an sich zerstören. Doch sie kann es für uns unerträglich machen – und dagegen gilt es nicht enden wollend anzusenden – was wir hiermit wieder tun.

Maibam Oida ÖtscherpenisIm Freien Radio – was ja schon insofern sympathisch ist, als es demokratische Entscheidungen ermöglicht, die sich einer falsch verstandenen Sprachhygiene (“Dirty Words”) verweigern und uns so genügend Freiraum für den legendären Schwanz aus der “Alt-Wiener Futoper” bereitstellen. Es geht hier um Lebenskraft, auch im Widerstand gegen die drohende Auslöschung. Und angesichts des schon bald bevorstehenden 100. Geburtstags von Ernst Jandl müssen wir uns mit aller Entschiedenheit seiner eigenen Forderung anschließen: “Ich will, dass meine Sprechgedichte weiter ertönen, auch über die kurze Dauer meiner Stimme hinaus.” Dabei meinte er die “kurze Dauer” seiner Lebenszeit. Entschuldigen sie hin oder her – es muss weiter gejandelt werden! Wesentliches auch jenseits des “kommerziellen Mainstream” wieder beleben – und bewahren, das ist unser subjektives Interesse. Ähnlich gestaltete derlei Brita Steinwendtner

Maibam Oida PhantasieDie Welt der Kunst, Musik, Literatur bietet sich darüber hinaus zur freien Entnahme in Gestalt einer inneren Zeitreise an. Du wanderst durch dein Leben und nimmst, je nachdem, was dich gerade anspricht, etwas aus den Regalen der unendlichen Möglichkeit, eine Geschichte, ein Lied, eine Lesung, ein Gedicht, ein Stück, ein Bild, ein Erlebnis … Und du nimmst es in dich auf, spiegelst dich darin, erkennst dich selbst wieder in etwas, das jemand ganz anderer vor langer Zeit, oder erst unlängst, aufgenommen, aufgeschrieben, aufgezeichnet hat. Ziemlich zufällig und ohne vorherigen Plan entdeckst du deine Welt in der Welt vieler Welten und wirst dadurch immer reicher an Erfahrung, die du mit ihnen allen teilst. Du hast Gefühle (sind es deine oder sind es ihre?) und willst sie ausdrücken (so wie die anderen oder so, wie es für dich stimmig ist?). Du sprichst vom Zauber der Verwandlung und vollführst (ist es dir bewusst oder ereignet es sich einfach so?) magische Phantasie. Denn in der Imagination steckt schon die Magie. Und in der Vorstellungswelt der Vielen, wie auch in deiner eigenen, warten längst viele Ausdrucksformensprungbereit wie die Knospen der Bäume im Frühling.

Alles was du siehst gehört dir.

 

Auslöschung

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 30. April – An diesem Sonntag im April jährt sich zum 85. Mal die “Salzburger Bücherverbrennung”, die kurz nach dem “Anschluss” Österreichs 1938 von fanatisierten Salzbürgern (und -innen!) inszeniert worden ist. Und auch in diesem Jahr lädt die Inititive Freies Wort wieder zum Gedenken an die Auslöschung von Gedanken, Worten und eben auch menschlichen Existenzen ins Literaturhaus – zum “Widerstand” (am Sonntag, 30. April um 11:00 Uhr). Wir fragen uns, wer damals alles “verbrannt” worden ist und was die da so geschrieben haben, dass es gar so dringend “ausgemerzt” werden sollte. Wir bieten Innenansichten aus dem Werk von Stefan Zweig und überlegen uns, was das mit einem Autor (oder einer Autorin) macht, wenn er/sie in Todesangst aus der eigenen Sprachheimat weg muss.

Licht am Ende

“Aber wenn auch nur ein Wahn, so war es doch ein wundervoller und edler Wahn, dem unsere Väter dienten, menschlicher und fruchtbarer als die Parolen von heute. Und etwas in mir kann sich geheimnisvoller Weise trotz aller Erkenntnis und Enttäuschung nicht ganz von ihm loslösen. Was ein Mensch in seiner Kindheit aus der Luft der Zeit in sein Blut genommen, bleibt unausscheidbar. Und trotz allem und allem, was jeder Tag mir in die Ohren schmettert, was ich selbst und unzählige Schicksalsgenossen an Erniedrigung und Prüfungen erfahren haben, ich vermag den Glauben meiner Jugend nicht ganz zu verleugnen, dass es wieder einmal aufwärts gehen wird trotz allem und allem. Selbst aus dem Abgrund des Grauens, in dem wir heute halb blind herumtasten mit verstörter und zerbrochener Seele, blicke ich immer wieder auf zu jenen alten Sternbildern, die über meiner Kindheit glänzten, und tröste mich mit dem ererbten Vertrauen, dass dieser Rückfall dereinst nur als Intervall erscheinen wird in dem ewigen Rhythmus des Voran und Voran.” So beschreibt Stefan Zweig im Exil rückblickend seine verlorene Welt der Sicherheit – in seinen posthum erschienen Erinnerungen eines Europäers Die Welt von Gestern. Traurig, aber wahr.

Und die Frauen? Wir haben eine Dichterin entdeckt, die nach ihrer Vertreibung dort geblieben ist, wo man sie aufgenommen hat – und die das Tragische des Dichters im Exil in ihrem gleichnamigen Gedicht meisterhaft zum Ausdruck bringt. Damit wollen wir euch jetzt euren Zuständen überlassen – und euch zugleich zum Zuhören einladen, denn in unserer Sendung gibt es noch mehr zu entdecken von und mit Bertolt Brecht, Theodor Kramer, Stefan Zweig, Carl Zuckmayer und eben jener Stella Rotenberg:

Der Dichter im Exil

Mir muss Vergessenes reichen;
mit Verschollenem halte ich Haus.
Aus Verdämmerndem klaube
ich Scherben von Silben zu Wörtern heraus.

Das sind noch gesegnete Tage.
Scherben sind endlicher Hort.
Wo hole ich, wenn die Verstummung kommt
Buchstaben für mein Wort?

 

PS. Empfehlenswerte Materialsammlung, bereitgestellt vom Friedensbüro Salzburg – rund um die Salzburger Bücherverbrennung und durchaus noch darüber hinaus.

 

Urwald und Gefühle

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 23. April – Es war mein Freund und Kollege Christopher Schmall, hier besser bekannt als der Hase, der beim Betrachten von einigen wundersamen Fever-Ray-Videos zu ihrem Album “Radical Romantics” ein wiederkehrendes Motiv entdeckte: In eine von technischen Geräten und Abläufen geprägte Welt dringt immer wieder elementare Natur als ungezähmte Wildnis ein. Und dieses Element wild wuchernden Lebens, das da auftaucht, das beglückt und auch verstört, das drängt sich als gelungene Metapher für unser Gefühlsleben auf. Schon bei unserem ersten Gespräch über diesen Umstand erinnerte ich mich sofort an meine intensiven Gefühle, die ich vor Jahrzehnten im Urwald von Dürrenstein” erlebt habe – und die mich in ihrer abgründigen Ambivalenz seither beschäftigen.

Urwald und GefühleSind wir heutigen Menschen nicht immer in zwei unterschiedlichen Welten zugleich zuhause? In der technisierten Welt, in der wir die Summe vieler Errungenschaften der gesamten Menschheit im Umgang mit der Natur wie selbstverständlich anwenden. Und in der Gefühlswelt, in der uns nach wie vor die selben Elementarereignisse umtreiben wie zu Beginn der Kulturgeschichte oder als Kind: Freude ist und bleibt Freude, Angst ist und bleibt Angstdas Unwägbare ist und bleibt unwägbar, auch wenn wir noch so viel Sicherheit einziehen. Wir können unsere elementare Gefühlsnatur nicht portionieren und in Dosen abfüllen – jedenfalls nicht, wenn wir in elementare Situationen unseres Lebens geraten, so wie jene, mit denen sich Fever Ray auseinandersetzt. Etwa gewohnte Sicherheiten loslassen zu müssen, um sich einem anderen Menschen rückhaltlos anzuvertrauen, um Liebe zu erleben, eine neue (oder eh immer schon die eigentliche) Identität einzunehmen.

Die Kunst besteht darin, in beiden Welten zu leben, ohne die eine gegen die andere auszuspielen. Ohne die eine auf Kosten der anderen als die einzig wahre, als allein seligmachend zu begreifen. Sie verstehen lernen, sie verändern und gestalten, und sie nicht zerstören. Das ist meine Idee von so etwas wie Frieden, der bei sich selbst beginnt. Einmal habe ich mich sehr gleichzeitig in diesen beiden Welten befunden: Und zwar als ich eines Nachts in einem fahrenden Auto einer Bärenmutter mit zwei Jungen begegnet bin, die in der selben Richtung die Straße entlang gelaufen sind …

und ich einen Moment innehalten konnte.

 

Battle&Hum#129

Sendung vom Samstag, 15.04.2023! Keine Abstimmungsmöglichkeit! )

Stairway zum Nachhören

Playlist:

1.  The Rocky Horror Picture Show (OST) – Sweet Transvestite

2.  Dÿse (Das Nation) – Spinne

3.  Dicht & Ergreifend (Ghetto mi nix o) – Grias de God scheene Gegn’d

4.  Moop Mama (Das rote Album) – Liebe

5.  Rollins Band (Weight) – Liar

6.  Von Wegen Lisbeth (Grande) – Bitch

 

Es gibt ebenso wenig hundertprozentige Wahrheit wie hundertprozentigen Alkohol. (Sigmund Freud)

 

 

Haider klebt

Battle&Hum #129 am Samstag, 15.04.2023, 22:00 Uhr, diesmal mit falschen Hasen!

Die Battle&Hum Diaries wurden in MC Randy Andy’s Schlafzimmer entdeckt, bedeckt von einem Berg zweimal benutzter Untergatten und achtlos unters Bett gepfefferten Tschurifetzen. Die erste Frage, die sofort ins Bewusstsein stürmt und drängt, ist der Inhalt der Tagebücher genauso schmutzig? Schon nach den ersten Sätzen wird klar, hier bleibt kein Auge trocken und es kommt „straight outta Nähkästchen“!

Der namenlose Autor der Diaries (wir gehen davon aus, dass es sich um den Host der Radiosendung, MC Randy Andy handelt) legt gleich mit intimen Geständnissen los. Er hat kein Kreuz im Schlafzimmer hängen, nein er „crossed die Dressen“ und ist Trans, was mittlerweile schon die hiesige Bürgerwehr und Sittenpolizei auf den Plan gerufen hat. Er soll euch im Radio nicht mehr vorlesen dürfen. Was für ein Schwachsinn, da rollt es uns die frisch lackierten Zehennägel auf.

Falscher Hase

Ein bisher unveröffentlichtes Interview von MC‘s Co-Host DJ Ridi Mama, dass dieser dem neuen österreichischem Gourmetmagazin „Vollstopf“ gegeben hat, findet sich abgeschrieben auf den ersten Seiten. Einen grauslichen Einblick in die Vorlieben des Hobbyornithologen und für seine Liebe zu Vögeln bekannten Moderator, gibt die Antwort auf die Frage seiner Lieblingsspeise. DJ Ridi Mama zählt die Gartenammer (Ortolan) zu seinen Leibgerichten. Ein kleiner Überblick dieser zurecht, verbotenen Speise wird hier nur kurz angeschnitten: der süße, kleine Piepmatz wird gefangen, gemästet, gerupft, in Fett heraus gebraten und im Ganzen verzehrt. Für Details möge man den Link bemühen. Unrühmlich, aber so steht es geschrieben!

Als ehemaliger Piratensender versteht man sich natürlich auch mit anderen Piraten. So wissen wir aus MC Randy Andy’s Blogbuch dass Keith Richards Angst vor Spritzen hat und Dominik Nepp ein Halbbruder von Richards Sohn Johann Depp ist. Aufgrund von zu eindeutigem „Nomen est Omen“ im deutschen Sprachraum, ließ Dominik ein „N“ aus dem „D“ machen. Nepp’s Aversion gegen die sogenannten KlimakleberInnen dürfte von einem traumatischen Erlebnis in der Pubertät herrühren. Wie so vielen, armen Burschen in erzkatholischen Haushalten wurden dem kleinen Dominik die Hände mit Superkleber über Nacht zusammengeklebt. Die Selbstbefleckung gilt den KatholikInnen noch immer als eine der größten Sünden. In ejakulatio deo, möchte man singen.

Im Kapitel Südösterreich, in Andy’s Battle Leaks, wird es noch gruseliger. Von einem Informanten im Kärntner Untergrund erfahren wir, dass Eva G. und Herbert K. im Gymnasium tatsächlich geschmust haben, sie waren sogar ein paar Monate zusammen. Doch dann kam Eva dahinter, dass Herbert nicht nur in der Unterbuxe braune Streifen hatte. Die Trennung verkraftete Herbert ganz schlecht, er beschloss nicht mehr zu wachsen und fing damals schon an nur mehr Blech zu reden. Momentan dürfte jedoch das Gerücht einer Wiederkehr Jörg H.‘s, Herbert K. in den Wahnsinn treiben, Jörg wurde an den den Ufern des Ossiacher Sees gesehen. Es wird gemunkelt, dass Jörg jetzt bei der letzten Generation mitmischt. Durch seinen Unfall, den er anscheinend überlebt hat (er wurde drei Tage später von seinem Jünger Stefan P. im Bärental gesehen), trug Jörg ein schweres Trauma davon. KFZ mit Verbrennungsmotoren sind ihm seitdem verhasst!

Eine Banane ist eine Banane ist eine Banane…..

Fake News? Lug und Trug? Battle&Hum leaked die Wahrheit am kommenden Samstag den 15.04.2023, live für eine Stunde, ab 22:00 Uhr auf den Frequenzen der Radiofabrik 107,5 & 97,3 MHz oder mit Sekunden der Verzögerung gestreamt. Adorno schreibt euch ins Stammbuch: „Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“

Veröffentlicht unter Teaser

Radical Romantics

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 16. April – Wir wollen in Frieden leben. Wir haben Angst. Wir streben nach Glück. Aber was ist Glück? Wer bin ich – und wenn nicht, warum trotzdem? Karin Drejer oder vielen besser bekannt als Fever Ray legt uns auf ihrem unlängst erschienenen Album “Radical Romantics” eine Welt voller Fragen vor, die sich keine einfachen Antworten leistet. Stattdessen verschiedene Möglichkeitsformen, die in ihrem Werden und Vergehen in einander verwehen – und dergestalt das Wesen dieser Welt deutlicher erscheinen lassen, als wenn man versuchte, ihr ein Schachterl nach dem anderen aufzusetzen. Dahinter, darunter und im Dazwischen tanzt das Leben und spiegelt sich dabei in vielen Facetten, die so erfrischend wie verstörend anders sind ….. “Just a little touch”

Fever Ray - Radical RomanticsEin Anzug tragendes Menschengeschöpf starrt auf die Mikrowelle, in der sich eine Zimtschnecke dreht. Eine Tür öffnet sich in überbordende Wildnis. Eine groteske Fratze säuselt sehnsüchtig Zärtlichkeiten ins Ohr, leckt sich die Finger. Rachegelüste einer Mutter. Fingersprache auf schläfriger Haut. Ein Sog grenzenloser Lust und Sucht nach Berührung. Ein feuchtes Waldstück, in dem Nebel tanzt.

Karin Dreijer/Fever Ray geht es in ihrem multimedialen Schaffen nicht um eine verklärte, aufgebauschte Vorstellung von Liebe und Verliebtsein, sondern vielmehr um körperliche Extreme, sinnlichen Extremismus; Abgründe und Höhen des alltäglichen L(i)ebens; ambivalente, widersprüchliche Bedürfnisse und Phantasien; um den völlig freien, den von jeglichen normativen Denkmustern befreiten Ausdruck der inneren Vielfalt. Etwas sanfter als auf dem 2018 erschienen Album “Plunge”, auf dem sie sehr radikal und offensiv ihre sexuelle Selbsterkenntnis verdichtete, scheint sie in “Radical Romatics” zuhause angekommen zu sein, was wiederum seine eigenen Absurditäten, Katastrophen und Wunder bereithält.

“Holding my heart while falling”

Ja, ich bin den lieblich-schrägen Synthesizerlandschaften verfallen und dieser Stimme, die nie nur eine Stimme zu sein scheint, in der stets zwischentonale (An)deutungen und Emotionen oszillieren. Mich hat eine Sound- und Bildflut erfasst, die mich antreibt wieder selbst mit Ton, Klang und Rhythmus zu experimentieren. Jenen Gefühlen und Ideen Gestalt zu geben, die zur Musik streben. Das Album tanzt in mir. Ich muss tanzen. Es verlangt nach Bewegung und ungehemmter Neugier aufs eigene Sein und die Verschmelzung mit Anderen. Sich selbst als weich und wandelbar zu begreifen, die Lüge der Starrheit und Eindeutigkeit anzuerkennen, das braucht Mut und Phantasie.

PS. Unbedingt diese Videos anschauen!

 

lt76 – Energie und Reisen

Meine Frau Elke und ich betreuen hier auf Chios, einer Insel südlich von Lesbos, unbegleitete jugendliche Flüchtlinge und wir werden noch 2 Monate hier verbringen.

Wer Interesse am unserem Blog dazu hat, kann die Adresse hier als Kommentar anfordern.

Zu diesem Thema wird es hoffentlich bald eine Sendung geben, die ich mit den jungen Leuten gemeinsam gestalten möchte.

Aber das heutige Thema hängt mit unserer Lebenssituation hier und natürlich mit Physik zusammen.

Wir wohnen und leben hier in unserem Campingbus, ein zum Wohnwagen umfunktionierter Kastenwagen. Da es auf Chios weder Campingplätze, noch WoMO Stellplätze gibt, sind war also auf größtmögliche Autarkie angewiesen, vor allem auch, was die Energie betrifft.

Und damit beschäftigt sich auch diese Sendung nämlich mit: Energie und Reisen – oder Reisen und Energie.

Wir werden einige Aspekte der Energieversorgung, der Energieverwendung/verschwendung um des sinnvollen und praktischen Einsatzes von Energie beim Reisen behandeln.

Z.B. Wieviel elektrische Energie brauche ich zum Leben in einem Campingbus, wie kann ich Energie speichern, …

Natürlich werden vorerst einige physikalische Begriffe wie Energie und Leitung, die zum Verständnis der Materie notwendig sind, an Beispielen erklärt.

Lassen Sie sich also überraschen und verfolgen Sie die kommende Stunde mit viel Energie und Aufmerksamkeit.

Hier nachzuhören: https://cba.fro.at/615760