Krampusito – Ein „toiflisches“ Horrorstück für Kindsköpfe

Passend für die Weihnachtszeit gibt es im Abendprogramm des Toihaus ab 14. Jänner das Stück „Krampusito – ein ‚toiflisches’ Horrorstück für Kindsköpfe“ zu sehen. Aber geht’s da nun um die europäischen Krampusse oder um südamerikanische Diabolitos? Weder noch, es ist ein Stück, das Kulturen und Bräuche zusammenführt und sich auch fragt, was die  Krampusgestalten eigentlich abseits der dunklen Winterzeit so machen. Ihr hört in dieser Ausgabe von „So A Theater“ Ausschnitte aus dem Stück und ein Interview mit den Protagonisten.

Und für Kinder gibt es diese Woche noch einmal das Stück „Trag Mich“ im Toihaus zu sehen. „Trag mich“ ist Theater für Kinder ab 3 Jahren mit Tanz, Musik und ziemlich viel Kleidung… Spielerisch wird alles erzählt, was man als Kind Wichtiges über das An- und Ausziehen wissen muss. Und auch in „Trag Mich“ könnt ihr in der aktuellen Sendung hineinhören.

Playlist Metallener Frühling – FNTOME vom 05.12.11

01. Artist: Litham (Algeria) – Title: El Djamra – Album: Dhal Ennar

02. Artist: Narjahannam (Bahrain) – Title: Al Shar Wa Aljan – Album: Undama Tath’hur Al Shams Min Al Gharb

03. Artist: Seeds Of Iblis (Iraq) – Title: In The Name Of Iblis – Ep: Jihad Against Islam

04. Artist: Wasted Land (Saudi-Arabia) – Title: Folk Night – Ep: The Beginning

05. Artist: Al-Namrood (Saudi-Arabia) – Title: Ma’dabt Al Audhama – Album: Estorat Taghoot

06. Artist: The Accolade (Saudi-Arabia) – Title: Pinocchio (Single)

07. Artist: Absentation (Syria) – Title: Multidimensional Deceit – Ep: Unpredictable Perspective (Death Chapter)

08. Artist: Orion (Syria) – Title: Of Freedom And A Moor (Demo)

09. Artist: The Hourglass (Syria) – Title: East Of The Mediterranean – Album: Resurrection Of The Horrid Dream

10. Artist: Orphaned Land (Israel) – Title: Sapari – Album: The Road to OR-Shalem

11. Artist: System Of A Down (Usa) – Title: Aerials – Album: Toxicity

Heute mal frisch und jung – Johannes Hofinger zu Gast bei Tandaradio

Liebe HörerInnen,

unser heutiger Gast – Mag. Johannes Hofinger – senkt den Altersdurchschnitt unserer InterviewpartnerInnen rapide, denn mit Mitte 30 steht er noch am Anfang seiner Historikerkarriere. Doch das heißt nicht, dass er weniger Interessantes zu erzählen hat!

Mag. Johannes Hofinger

Mag. Johannes Hofinger

Wer u.a. wissen will, wie bei Johannes die Studienwahl gefallen ist, wie er es geschafft hat, noch während des Studiums an einem historischen Projekt mitzuarbeiten und daraus seinen Brotjob zu machen und zudem Musik von Schubert über Life of Agony bis Metallica hören will, sollte unbedingt zuhören!

Tandaradio – Das HistorikerInnen-Café mit Mag. Johannes Hofinger auf der Radiofabrik, 107,5 Mhz oder 97,3 Mhz, Kabel: 98,6 Mhz oder im Live-Stream auf www.radiofabrik.at – Sonntag, 18.12.2011, 20-21 Uhr und Dienstag 20.12.2011, 9-10 Uhr.

Und da dies die letzte Sendung im heurigen Jahr ist, wünschen wir Euch schon mal vorab ein schönes, erfolgreiches und historisches neues Jahr 2012 und viele nette Feiern in den nächsten Tagen!

So long, Jo & Su

Battle&Hum#31

Battle&Hum #31

(Samstag 17.12.2011)

 

DJane Ridi Maria Mama und MC Josef Broz Tito bringen die holde Christkindkacke zum Dampfen!

the playlist (Unsere Empfehlungen findet ihr unter den goldenen Links):

DJ Ridi Mama’s Myrrhe Rocks:

  • 1. Fu Manchu (in search of…) – regal begal
  • 2. Ostbahn-Kurti & Die Chefpartie (1985 live&studio) – rusta rasta

MC Randy Andy’s Andachtsjodler:

  • 2. Dizzy Gillespie (swing low, sweet cadillac) – swing low, sweet cadillac
  • 3. Phosphorescent (pride) – wolves
  • 4. Smog (red apple falls) – blood red bird

„Nur mit Mühe vögelt der Wurm.“ (MC Wuh [Ein altes Sprichwort abgewandelt.])

Zur Abstimmung HIER entlang! (Die Wahlkabinen sind nach der Sendung 48 Stunden lang geöffnet, hernach seht ihr unter demselben LINK das Ergebnis!)

OCBoddity 205 (12.12.2011)

Während andere bereits Resumées und Titel für das ausklingende Jahr vergeben, bleibt OCB mit beiden Ohren an den Neuerscheinungen und wird dafür mit pressfrischen Tracks von The Black Keys, Wilco, Okkervil River und den local heroes Mel und Stootsie belohnt. Klar, dass OCB dies sofort in die aktuelle, 205., Ausgabe von OCBoddity einfließen lässt und seiner (treuen) Hörerschaft weitergibt! Thanks for list’ning! !

PLAYLIST
Hard-Fi, Good For Nothing
The Black Keys, Lonely Boy
Coldplay, Major Minus
Wilco, I Might
Blitzen Trapper, Astronaut
Snow Patrol, New York
Mel, Lovers Succeed
Anna Ternheim, Walking Aimlessly
Feist, Bittersweet Melodies
Mark Davis, In The Waters
Okkervil River, One Soul Less On Your Fiery List
Stootsie, Right On Time
Scott Matthews, Walking Home In The Rain

Und wer’s nachhören will … klickt hier

Soundtrack Double Feature

Podcast/Download: Das Artarium vom Sonntag, 18. Dezember (Stunde 2) sowie die ebenfalls gemeinsam produzierte Abschieds-Ausgabe von spot.sound (Stunde 1).

Artarium fusioniert also mit dem Sendungsteam von spot.sound zu einem 2-stündigen Filmmusik-Feature. Wir beleuchten mit unserem Studiogast Sascha Selke einige Besonderheiten der Anwendung von Musik in Filmen und vergleichen dabei Konventionelles und Experimentelles. Was macht dabei eigentlich den feinen Unterschied zwischen dem Empfinden von aufdringlicher Gefühlsmanipulation oder annehmlicher emotionaler Gesamtstimmung aus? Ein Ausflug ins Crossfade von Koinzidenz und Synchronizität…

Zur Einstimmung bitte Bild anklicken 😉

Nachdem wir nun eh einmal im Monat mit dem sympathischen Syndikat von spot.sound zeitlich zusammentreffen und Sascha, selbst auch Soundtrack-Composer, bereits in unseren beiden Sendungen zu Gast war, versuchen wir jetzt etwas uns allen Gemeinsames zu entwickeln.

Also sprach die Frau Professor: „So gehet nun hin und gebet einander Feedback.“ Oder, wie ich das eigentlich lieber handhabe, nach einem Zitat aus Doktor Murkes gesammeltes Schweigen von Heinrich Böll: „Verfeature du mich, dann verfeature ich dich.“ (Hatten wir auch schon als Sendung – Hörspiel mit Axel Corti) Jedenfalls machen wir es diesmal so, dass wir vom Artarium als neugierige Zaungäste der Sendung spot.sound beiwohnen, einige Fragen zu Entstehung und Hintergrund aufwerfen und uns gegen Ende dann auch thematisch einbringen werden. Und vice versa werden nach den 17 Uhr Nachrichten auch die lieben Kolleg_innen etwas über unser Format erfahren wollen und ebenfalls mit ihren Beiträgen in den Schwerpunkt unserer Sendung einsteigen:

Innovative Filmmusik-Kompositionen – von Serge Gainsbourg (Requiem pour un con/Le Pacha) über Pink Floyd (Zabriskie Point) und Tom Tykwer/Reinhold Heil (Lola rennt) bis zu Peter Gabriel: Mit seinen höchst eigenwilligen Soundtracks zu so unterschiedlichen Filmen wie Birdy (Alan Parker), Die letzte Versuchung Christi (Martin Scorsese) oder Long Walk Home (Phillip Noyce) setzt er bis heute gültige Maßstäbe. Mit ihm schließt sich denn auch der Kreis der kooperativen Assoziationen: Bei der Vorstellung seines neuen Albums „New Blood“ im Artarium konzipierten wir spontan diese „Überblendung“ zweier Kunst/Kultursendungen. Und dabei war Saschas Fairlight-Anekdote der Katalysator, die muss er uns auch live erzählen!

Die vorletzte Sendung des heurigen Jahres also – am 25. Dezember gibts dann noch eine kleine, feine Live-Textase von Chriss und mir, zu Weihnachten und zum Jahresbeschluss und – zum Wohlsein! Ihr Lieben, besuchet auch fürderhin getreulich unseren Artarium-Blog – bald haben wir nämlich eine Viertelmillion Besucher erreicht – dafür jetzt schon ein ganz dickes Danke! Und frohe Festtage, wie auch immer 🙂 ACHTUNG: Dieser Artikel enthält genau 24 Links und kann somit auch als Adventkalender zweckentfremdet werden.

Krippaler Konfekt!

DJANE Maria versus MC Josef!

(Am Samstag den 17.12.11, ab 22:00 Uhr in Battlehum)

Die Battlestar Sternenkette fürs Fenster!

Hat der Erzbischof von und zuwüziwü Salzburg, Bremsstreifen in der Unterhose? Sicher, allein sein Nachname könnte uns einen Hinweis darauf geben! Hatte klein Jesus Scheißerle eine reine Windel (was ja suggeriert wird…)? Nein! Hilft beten? Nein! Hilft  auf dem Holzscheit knien? Nein! Hilft Weihrauch? Nein! Obwohl rauchen ja angeblich beruhigt.

Aber wir wollen uns gar nicht beruhigen, wir wollen wütend sein und unser ungutes Gefühl dass uns im Halse steckt hinauswürgen. Schreien, stampfen und speien! Christkind du hast uns den Kapitalismus gebracht! Nimm ihn wieder hinweg, sonst treten wir alle aus der Kirsche aus.

In Battlehum bei DJANE Maria Mama und MC Josef Broz Tito dagegen regieren die spirituellen Werte. Wir lassen euch an unseren innersten musikalischen Eruptionen teilhaben und wir vergießen die vorweihnachtliche Freude in und über eure Ohren!

Eine introspektive Reise mit Tourguide MC Battlestar, erwartet euch auf der einen Seite und gewohnt myrrhische Rocktiraden auf der dunklen Seite des DJane Mariä Empfängnis!

Unzählige Tips für ein anständiges antikommerzielles Weihnachtsfest (mit guter Musik und Freunden im Wirtshaus…) werden auch preisgegeben, be there at:

Battlehums Stall, geöffnet am Samstag den 17.12.11 ab 22:00 Uhr!

 

Veröffentlicht unter Teaser

DAVID BOWIE, Hunky Dory – OCBs Radiofabrik-Album der Woche

Als John Peel 1970 im Rahmen einer BBC-Session David Bowie bat, er möge ein paar Worte zu Space Oddity, seinem bislang größten Erfolg, sagen, korrigierte Bowie den Moderator schüchtern mit den Worten „meinem einzigen Erfolg“. Daran sollte sich auch in den nächsten Monaten nichts ändern. Bowies Alben und Singles – mit der oben erwähnten Ausnahme – waren durchgehend Flopps. Und dennoch nahm ihn RCA im Frühjahr 1971 unter Vertrag und diese Chance wollte sich der 24-jährige Bowie nicht entgehen lassen. Er stürzte sich in die Arbeit, um endlich seinen Durchbruch zu schaffen.
Nachdem er mit zwei Side-Projects unterschiedliche Erfolge erzielt hatte – Herman’s Hermits-Sänger Peter Noone erreichte mit Bowies Oh! You Pretty Things immerhin die Nr. 12 der britischen Charts, während die mit Freddi Buretti als Co-Sänger künstlich ins Leben gerufene Band Arnold Corns, der bereits sämtliche Bandmitglieder der späteren Spider From Mars angehörten, floppte – war der Fundus an aufnahmewürdigen Songs für das vierte Bowie-Album bereits im Sommer 1971 übervoll. Mit Ken Scott als Produzent und Mick Ronson als kongenialen Partner und Arrangeur begab sich Bowie ins Studio um ein für seine Verhältnisse konventionelles Album aufzunehmen. Einfache, harmonische Melodien, der verstärkte Einsatz der zwölf-saitigen Gitarre, während Ronsons kratzende Les Paul beinahe unbenutzt blieb, und das virtuose Klavierspiel Rick Wakemans, der sich wenig später gegen die Spider From Mars und für Yes entscheiden sollte, prägen das schließlich im Dezember 1971 veröffentlichte Hunky Dory.
Thematisch pendelt das Album zwischen geläufigen Bowie-Themen: Wo einerseits ein beträchtliches Maß an (vermeintlicher) Selbstsicherheit aufgetischt wird (Changes eröffnet mit „Still don‘t know what I was waiting for“ das Album), treten dahinter „Übermensch“-Phantasien hervor, wie sie schon das Vorgänger-Album The Man Who Sold The World grässlich zeichnete („You gotta make way for the homo superior“ (Oh! You Pretty Things)). Einsamkeit (Eight Line Poem), Weltvergessenheit ((Is There) Life On Mars?), Selbstzweifel („I’m sinking in the the Quicksand of my thoughts“) bis hin zu völliger seelischer Orientierungslosigkeit (The Bewlay Brothers) bilden den Gegenpol. Dazwischen stehen das freudige Kooks, das Bowie für seinen frisch geborenen Sohn Zowie – heute der umjubelte Filmemacher Duncan Jones – geschrieben hatte, das etwas übertrieben wirkende Biff-Rose-Cover Fill Your Heart und eine Menge Verneigungen vor prägenden Persönlichkeiten (Andy Warhol, Song For Bob Dylan) und großen Vorbildern: Queen Bitch als Tribut an The Velvet Underground und Lou Reed, den er als Produzent schon wenige Monate später mit dem Album Transformer und der Single Walk On The Wild Side wieder ins Rampenlicht zurückschieben sollte.
Der wohl herausragende Track auf Hunky Dory, was im amerikanischen Slang so viel heißt wie „alles paletti“, ist aber wohl das großartige Life On Mars?, das Bowie in den folgenden Jahrzehnten regelmäßig in seine Live-Programme aufnahm. Mit seiner als Auftrag erhaltenen Übersetzung des Chansons Comme d’habitude gescheitert – Paul Anka machte mit My Way das Rennen – behielt sich Bowie zumindest die Akkordfolge des Sinatra-Klassikers im Kopf und kreierte damit seine Geschichte vom traurigen „girl with the mousy hair“, das sich ins Kino begibt („… and she‘s hooked to the silver screen“) um der Trostlosigkeit des Lebens zu entkommen („Is there life on Mars?“). Ronsons stimmungsvolle Streicher-Arrangements komplettieren dabei die Erhabenheit des Songs. (Ein ähnlicher Geniestreich des bereits verstorbenen Gitarristen ist übrigens auf Lou Reeds Perfect Day zu hören.)
Aufgrund seiner Schlichtheit und der hier noch bescheidenen Attitüde Bowies zählt Hunky Dory heute zweifellos zu den Top-Alben des Pop-Genies, vielen durchaus namhaften Künstlern gilt es sogar als sein Bestes. Als es kurz vor 1972 die Läden erreichte ohne große Aufmerksamkeit zu erregen, war Bowie mit seinen Mitmusikern, die er nun Spider from Mars getauft hatte, schon längst wieder im Studio, bastelte in seiner Gedankenwelt am androgynen Superstar Ziggy Stardust und hatte daher keine Zeit Hunky Dory zu promoten. Erst im Sog des bahnbrechenden Nachfolgers (The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars) wurde auch Hunky Dory zum Top-Seller (Nr. 3 der britischen Albumcharts) und Life on Mars? 1973 von RCA, die bemerkte, dass sie nun auf ihre Rechnung kommen könnte, als Single auf den Markt geworfen (Nr. 13 der Carts).
Anlässlich seines 40. Geburtstags präsentiert „Hörenswert – Das Radiofabrik-Album der Woche“ David Bowies Hunky Dory und bringt als Bonus-Tracks eine Handvoll Aufnahmen, die es nichts auf das Album schafften, darunter das in letzter Minute noch herausgenommene Bombers, das Jacques Brèl-Cover Amsterdam und die Neuaufnahme des The Man Who Sold The World-Titels The Supermen. Und OCB wünscht viel Spaß dabei!

Playlist (des Albums)
Changes
Oh! You Pretty Things
Eight Line Poem
Life on Mars?
Kooks
Quicksand
Fill Your Heart
Andy Warhol
Song for Bob Dylan
Queen Bitch
The Bewlay Brothers

Bonus Tracks (der Sendung)
The Supermen
Bombers
Amsterdam
Looking For A Friend (Live at the Beeb)
Shadow Man (Original Version of 1971)