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Liebe FabrikantInnen und Radiofreunde,
Mittwoch Abend 19:30Uhr, die Sonne ist schon längst irgendwo hinter dem neuen Unipark verschwunden: Ich sitze abends mit Alf, Mirjam und SendungsmacherInnen im Workshopraum der Fabrik und lerne crossmediales Radiomachen.
In meiner Postion als Lehrling hab ich nämlich nicht nur Pflichten, sondern auch die Möglichkeit mir alle Workshops, genau anzuschauen. Damit habt ihr die Möglichkeit euch vorab über Inhalt und Nutzen der Workshops zu informieren und damit haben wir alle die Möglichkeit einfacher, gutes Radio zu machen. Ergo, super Sache!
Aber von Anfang an: Noch vor meiner Zeit als Lehrling hab ich den Basisworkshop besucht. Der Name ist eh selbsterklärend: Wie funktioniert Radiomachen, was darf man, was darf man nicht und überhaupt was soll das Ganze? Der Basisworkshop ist für alle (künftigen) SendungsmacherInnen verpflichtend – weil: Basis für’s Radiomachen.
Workshop No 2 für mich, war der Jingle Workshop. Logisch, wer eine Sendung hat, dem kann auch ein Jingle nicht schaden. Also setzt man sich mit anderen SendungsmacherInnen zusammen, entwirft Ideen für einen Jingle und baut sich einen zusammen. Gerne übrigens, beim Radio hören mal auf den Radioclub Jingle achten, der ist von mir 😉 Für mich ist der Workshop einer der sinnvollsten, weil man per Jingle der eigenen Sendung quasi den Grundanstrich verleiht und ganz nebenbei Grundzüge zum Thema Schneiden und Auspegeln lernt.
Weil der Schnittworkshop für mich ausfallen musste, ist der Crossmedia WS also No 3. Hier geht’s vor allem darum die eigene Sendung nicht nur im Radio sondern auch im Netz publik zu machen. Blogs, RSS – Feeds, Podcasting, alles was das User-Radiomacher-Herz begehrt. Vor allem für diejenigen, die noch keine Erfahrung mit Web 2.0 und dergleichen haben, oder die, die nicht nur Grundfunktionen, sondern auch Specials wie Bilder, Videos oder Audio Files (MARKradio vom 7.9.2011) in ihre Beiträge einbauen wollen.
Wer auch gern abends in der Fabrik (bei fantastischem Blick über Nonntal übrigens) mehr über Crossmedia und andere spannende Dinge erfahren möchte schaut sich hier Mal um.
Ihr hört von mir.
the apprentice
Die nächste Klangkoffer Sendung ist am 25. November um 16:00 Uhr.
Vous pouvez écouter le bric-à-brac ici !
Celui-ci n’est pas un bric-à-brac comme les autres… c’est en effet le dernier. Pour cette occasion j’ai decidé de faire une émission spéciale dans laquelle la programmation a été chosie par les auditeurs. A la place des rubriques bric-à-braquiennes il y aura heure de musique francaise !
Es ist die letzte bric-à-brac Sendung. Das besondere daran: sie wurde aus Musikwünschen zusammengestellt und dabei ist eine sehr schöne und bunte Playlist entstanden.
La programmation musicale :
1. Georges Moustaki – Le meteque
2. Rose – Saisons
3. JP Nataf – Viens me le dire
4. Pauline Croze – Mal assis
5. Mano Solo – Les Gitans
6. Emilie simon – Fleur de saison
7. La valse d’Amélie – Yann Tiersen
8. Bernard Lavillier et Césaria Evora – Elle chante
9. Colette Deréal – Ne joue pas
10. Kelly Joyce – Vivre la vie
11. Gainsbourg – Sex Shop
12. Louise Attaque -Je t’emmène au vent
13. Doc Gynéco et Beranrd Tapie – C’est beau la vie
14. Francoise Hardy – Tout les garcons et les filles
Merci beaucoup pour tous vos messages !
Die heutige Sendung schließt an das Sendungsthema der letzten Sendung von Freitag an und bildet somit den zweiten Teil zu dem großen Thema „Videospielmusik“! Heute werde ich über die sogenannte „Dynamische Musik“ sprechen und werde euch noch ein paar Namen nennen, die in der Videospielmusik schon einen gewissen Stand einnehmen. Natürlich ist auch wieder die Reihe „Was geschah am…“ dabei und der Antiwitz des Tages darf natürlich auch nicht fehlen. Untermalt wird das ganze von einer Mischung aus Videospielmusik und ganz herkömmlicher Mukke.
Songs:
Daan – Icon
Koji Kondo – Super Mario Bros. Theme
David Wise – Aquatic Ambience
Nobuo Uematsu – Final Fantasy VIIIBattleTheme
Nathan McCree – Tomb Raider Legend Main Theme
Disclipin A Kitschme – Noise In Fashion
David Wise – Hot Head Bop
Arcade Fire – Black Waves / Bad Vibrations
Trading Yesterday – Shattered
In dieser Sendung geht es um Musik. Aber nicht um irgendeine Musik, sondern um Videospielmusik. Ich verrate euch, was man genau unter diesem Term versteht, was Videospielmusik bewirken soll, wie eine solche komponiert wird und vor allem wie sich eine extra für ein Videospiel kreierte Musik anhört. Natürlich ist auch wieder die Reihe „Was geschah am…“ dabei und der Antiwitz des Tages darf natürlich auch nicht fehlen! Untermalt wird das ganze dem Thema entsprechend von viel Musik aus diversen Videospielen.
Songs:
David Wise – Forest Interlude
Yoshitaka Hirota – Prison ~ Alcatraz
Danny Elfman – Fable Main Theme
Marco Beltrami – Max Payne Main Theme
Tappy Iwase – Metal Gear Solid Theme
Gary Schyman – Cohens Masterpiece
Sockpuppet – Life In The Shaft Lane
S.U.N. – Flight Of The Eagle
David Wise – Flight Of The Zinger
Virt – Dance Of The Zinger
Nächste Sendung: 11.11.2011, 18:00 – 19:00 Uhr
Interview mit Pilar Noriega zum 10.Jahrestag der Ermordung von Digna Ochoa
Podcast/Download: In der Sendung vom Freitag, dem 11.11.2011 fahren Norbert K Hund und Christopher Schmall hinab in die tiefen Abgründe und Abscheulichkeiten der menschlichen Seele. Eine nachtdunkle Begreifung des Seins und eine Bejahung aller Gefühle die allzu gerne unter den Teppich gekehrt werden: Weltschmerz, Verzweiflung, Ausweglosigkeit, tiefe Trauer, versteinernde Angst, tödliche Abweisung… Also Dinge, die -wenn man sich ihnen ausliefert- einen stärker machen und vorantreiben!
„Digging in the dirt. Stay with me, I need support. I’m digging in the dirt to find the paces I got hurt. Open up the places I got hurt…“ – Peter Gabriel. Man muss sich seinen Abgründen stellen, den Dingen, die einen verunsichern, einem Angst machen und die Luft nehmen. Man muss in die Dunkelheit gehen, hinab in den Orkus seiner Gefühle und dann ist man allein. Allein mit sich selbst und jenen Schatten, die man so gut versuchte zu verdrängen. Man muss ihnen ins Gesicht blicken um zu sehen, zu verstehen und weiter zu machen, Stärke und neue Kraft zu schöpfen. Das schafft man allerdings nur, wenn man in den Spiegel der unverklärten Wahrheit blickt. Nur so und nicht anders. Und schon gar nicht durch irgendwelche Medikamente, „Seelenklempner“ oder Beichtabnahmen!
Ja, wie ihr lesen könnt wird es (endlich) wieder tief, düster und… authentisch! Denn nur in dem man alle, nicht nur die schönen, fröhlichen und vergnügten Seiten in und um sich annimmt, wird eine Aussage auch emotional verständlich… Wir, als Gefühlsmenschen leiden irrsinnig unter jenen plastiküberzogenen und mit grinsender Fröhlichkeit übergossenen Emotionsvernichtern, die alles was wahr und individuell in ihnen ist, einfach abtöten durch Markenvermarktungsaufbereitung und Gleichschrittmarsch. Wir wollen uns gegen diese allgemeine Verblödung des eigenen Fühlens aussprechen und mal wieder so richtig im Dreck wühlen, so wie Peter Gabriel. Wieder einen Zwischenbericht unserer philosophischen Abenteuerreise durch eben jene Welt bringen, die bald einheitlich deppad sein wird und endlich wieder all unseren Frust, Grant, unsere Abneigung und unsere dunklen Gedanken mit euch teilen…
Natürlich sollen all unsere Tiefen nicht ganz ohne Lichtblicke bleiben… Wir werden sehen, wohin uns unsere Playlist fühlt, aber so viel sei jetzt schon verraten: Von aushängiger Scheiße über verinnerlichten Schmerz bis zum powervollen Schlußakkord der in einem seelischen Zerstückelungsprozess endet, haben wir eine wunderbare Auswahl an depremierten, verblutenden, schreienden und davonlaufenwollenden Musiken von Patti Smith, Peter Gabriel, KT Tunstall, Feist etc. für euch…
Also, wer sich traut oder gerade nichts zu tun hat, unterwegs nach irgendwo ist, sich gerade beim orgeln langweilt oder uns beide und unsere Sendung einfach mag und schätzt, der oder die soll doch einschalten! Wir haften allerdings nicht für irgendwelche Entdummungen und unvorhergesehene Gefühlswahrnehmungen die zu einen Rausch der Erkenntnis führen!
Danke und Baba… Hear you 😉
Podcast/Download: In der Sendung vom Freitag, dem 11. 11. 11 (kein Scherz!) ist es wieder soweit: Norbert K.Hund & Christopher Schmall wühlen herzhaft abgründig in der alten Schachtel für allgemein nicht anerkannte Emotionen. Weltschmerz, Verzweiflung, Überdruss – alles was uns abtörnt, ängstigt, gefährdet und runter zieht, was uns verstimmt und verärgert, uns Anlass zu laut schweigendem Schreien oder blind wütendem Zerstörungszorn bietet. Das allerdings im ästhetischem Ambiente der zwei Perlentaucher und Sternenpflücker, die mit dieser Ermutigung zum Erlebendürfen und Überlebenkönnen von wirklich allen, also auch den schattigsten Empfindungen, zu einer Weltrevolution der Liebe anstiften.
Wenn euch das jetzt aber zu abgründig, zu anstrengend und vor allem zu unchillig erscheint, dann gehts bitte wo anders hin, rauchts euch doch mit eurem zigsten Selbstschmäh von unverwundbarer Übercoolheit ein oder saufts euch in jeder beliebigen Bumsbar in der Stadt mit schwitzschmierigem Smalltalk zua! Wenn ihr aber zum Overdose unterwegs seids oder allein daheim, arbeitend, mit Freunden, im Bett, gelangweilt, vom Automatensex angeödet, aber noch neugierig – dann hörts uns zu und kommts mit auf eins der allerletzten Abenteuer – sich selbst sein! Wegschmeißen könnts euch ja dann nachher eh immer noch!
Alle weiteren Ankündigungen, Erläuterungen und zusätzlichen Verwirrungen zur aktuellen Sendung dürfts ihr euch wie immer auch vom (nicht mehr ganz) neuen Nachtfahrt Perlentaucher Blog ins Hirn wuzeln, aufs Aug schütten und über die Psyche ausbreiten. Die Emotional Overdose vom Norbert gibts schon mal zur Einstimmung ebenso wie die Emotional Overdoze vom Chriss. Betten, die die Welt bedeuten hier in diesem Hör-, Spür- und Text-Theater. Kleine Bitte zum Schluss: Wenn euch ein Artikel gefällt und auch gut unterhält, dann gleich unterhalb liken und somit zur Verbreitung dummheitsgefährdender Inhalte beitragen!
Danke 🙂 und Emo Entblah!
Podcast/Download: Die Perlentaucher Nachtfahrt vom Freitag, 11. November – gscheit heftig und ordentlich tief! Als Kontrapunkt zum vorab stattfindenden Festmahl der Radiofabrik packen wir ab 22:00 gefühlsgrenzwertiges wie emotional überforderndes Musik- und Stimmungsmaterial aus. Speziell die Untiefen des Norbert’schen Lebensarchivs wollen – passend zu einer beginnenden oder bevorstehenden Herbstdepression – wieder einmal einen Soundtrack zur Sinnkrise hervor rülpsen und euch den passenden Wandbehang zum Weltschmerz in die Existenz montieren. Existenzialismus ist Extrembergsteigen im eigenen Inneren, ist Fährten- und Gefährtensuche trotz aller Gefahr, ist Abenteuer, Grenzerfahrung und Lebendigkeit im Hier und Jetzt.
Es war auch einfach wieder mal notwendig nach all dem Inbetweenigen, Inklusiven und Integrativen der letzten Sendungen, das gute alte Grundbedürfnis nach dem Abfeiern des Abgrunds und dem Zelebrieren der Zerrüttung auszuleben. Erstaunlicherweise dient es ja der melancholischen oder schwermütigen und zur Depression neigenden Seele als Ritual der Reinigung und Selbstheilung, sich im Singen von Einsamkeits- und Verlassenheitsliedern zu versenken. Dieser in Salzburg leider weitgehend ausgeblendeten Kärntner Katharsis wollen wir diesmal zur Geltung verhelfen – und mit ihr all den gering geschätzten, verachteten und unerwünschten Gefühlen, die ja ebenso Teil unseres Lebens sind wie seine sonnigen Seiten.
Zudem wollten wir uns thematisch auf das ebenfalls jeden zweiten Freitag im Monat stattfindende Overdose im Club b.lack beziehen, das ja mit Gothic, Industrial, EBM, 80’s, Dark Wave und Neofolk ganz ähnliche Gefühlsgenres und Stimmungswelten bearbeitet. Allerdings ergibt sich daraus auch eine interessante stilistische Spannung, komme ich doch zum Beispiel noch aus jener Epoche, in der man tatsächlich zu „alternativer, progressiver und psychedelischer“ Rockmusik tanzte, und das nicht nur bei Livekonzerten! Also werden durchaus Overdose-genretypische Musikbeispiele wie Joachim Witt, Laibach oder Collide von gitarrenlastigeren Interpreten wie New Model Army, Tagtraum, Thurston Moore (Sonic Youth) und Martin Konvicka (the who the what the yeah) kontrastiert werden. Experimentell Eigenartiges wie Tony Levin, Rachid Taha, Mutter sowie selbstgebraute Audiocollage verbindet sich schließlich mit Peter Gabriel, Peter Licht – wir sind bestimmt auch beim Konzert am Sonntag, 13. 11. in der ARGE – und natürlich Patti Smith …
Womit wir beim Überraschenden angelangt wären, das dieser Sendereihe wie gewohnt innewohnt. Es müsste schon mit des Posenteufels Großmutter zugehen, wenn solches Versenken in Verzweiflung und Verdruss nicht auch wiederum neue Perspektiven hervorbrächte, oder? „tot(punkt)leben“ hieß das in einem früheren Textexperiment. Dies lassen wir euch dann ebenfalls mit erleben – durch unsere Gespräche und die ausgewählten Spoken-Word-Beiträge rund ums Thema. Und dafür, dass die Playlist nicht vollends ins Abgründige abkackt, sorgt der fabelhafte Chriss mit der ihm eigenen jugendlichen Freundlichkeit und Frische.
Wollen wir als Motto dieser Nacht also am besten den Schluss von Peter Gabriels Songtext zu Darkness wählen, der trefflich den Augenblick der Auflösung tiefster Angst beschreibt:
When I allow it to be
It has no control over me
I own my fear
So it doesn’t own me
Walking through the undergrowth
To the house in the woods
The deeper I go, the darker it gets
I peer through the window
Knock at the door
And the monster I was so afraid of
Lies curled up on the floor
Is curled up on the floor just like a baby boy
I cry until I laugh