MARKradio: YOLO

Geneeigte HörerInnenschaft!

Mittwoch, 21. August 2013: Im Jahre 2013 ist ungefähr alles einfacher als das eigene Leben. Die Rede ist hier wohl gemerkt vom echten Leben, das man noch face to face mit anderen Menschen in Interaktion, oder Ignoranz, oder irgendeiner anderen Art von Verhältnis zu bewältigen hat.

Gott sei Dank, gibt es Menschen, die alles besser können als wir Normalos und uns für viel Geld ein Leben verkaufen, wie es keiner von uns je haben wird. Ein Versuch ist es aber trotzdem wert, haben wir uns gedacht! Deshalb wird heute Abend eine waschechte Life Coacherin Gästin bei MARKradio sein und uns von ihrem aktuellen Programm erzählen.

Frau Dr. Milli Wäschle besuchte nach dem Studium der großen philosophischen Fragen des 21. Jahrhunderts, >>die Schule des Lebens<<, wie sie von sich selbst behauptet. Die Erkenntnisse, die sie dabei sammelte, fasste sie in einem Programm zusammen, das zum Motto der heutigen Generation geworden ist: YOLO.

Eine Stunde lebensbejahende Jugendkultur auf der Radiofabrik inkl. aller Antworten auf Fragen, die keiner stellt und trotzdem euer Leben verändern, hört ihr heute ab 20 Uhr auf den Frequenzen der Radiofabrik, oder auf www.radiofabrik.at.

You only live once, b*tches!

FNTOME August 13 – Mysom #3 Two mixes to warm up and chill down

Frau Nowak ist im Festivalvorbereitungsfieber. Panikattacken, Zitteranfälle, schlaflose Nächte und Schreikrämpfe. Die Nervosität steigt, je näher das von ihr organisierte Festival im September rückt. Deshalb gibt’s in der Augustsendung etwas für die Nerven:

Zwei funky Warm Up & Chill Down Mixe um schon mal den lockeren Hüftschwung zu üben.
1. Ill:Behaviour vom Club101, der am 12.September die Rockhouse Bar mit einem Mix aus HipHop, Breakbeat, Soul und Jazz bespielen wird. Passend zum Thema des Tages Musik als Politisches Ausdrucksmittel hört ihr Platten, die die Musik der Black Power Bewegung in sich tragen.

2. Danach geht’s in der Sendung weiter in die Metropolen Afrikas. Dala Dala Soundz vom renommierten Label Outhere Records bringt euch die Sounds aus den Clubs und Minibussen von Südafrika, Kenia, Ghana, Nigeria, Cote Ivore, Senegal und Angola.

WANN & WO?
DO, 22. August | 08 Uhr früh | Radio TIDE Hamburg
MO 26. August 2013 | 20 Uhr | Radio Fro Linz
DI 27. August 2013 | 21 Uhr | Radiofabrik Salzburg
Alle Sender im Onlinestream verfügbar!

MixPics

AUG 19, 2013: half time

von 21 uhr bis 22 uhr geht es wieder LIVE zur sache im studio 1 der Radiofabrik! please stream this show under www.radiofabrik.at –> stream! 🙂

wir werden heute 50:50 Gedanklich:Musikalisch und ennennenn geniessen funky music und mehr! also lasst euch wieder anschauen um 2100 wenn es wieder heisst: wenn nicht, dann trotzdem! Reflecting SOUND!fitit

live mit Ariane pellini

Spiel vom Sterben

Stream/Download: Artarium vom Sonntag, 18. August – Die Festspiele gehen in die Verlängerung und wir nehmen Anstoß an ihrem Zentralspektakel. Seit nunmehr über 90 Jahren verstopft uns Hofmannsthals frömmelnd gereimter Holzschnitt-Jedermann allsommerlich Herz, Hirn und Domplatz. Das hätte sich selbst Max Reinhardt in seinen übelsten Albdrücken nicht träumen lassen, dass sich nämlich die tanzenden Grunzbesitzer auf dieser Ganzstadtbühne alljährlich ein immer noch bigotteres Memento mori leisten würden – zu ihrer perpetuierten katholischen Selbstbefriedung. Denn dass man ihn als Begründer der Festspiele damals nie zu ihrem Präsidenten machte, nur weil er Jude war, das wäre allein schon fieberwahnhafte Realitätsübersteigerung genug – für ein einzelnes Vorstellungsvermögen. Ein sehr lesenswerter Artikel dazu ist übrigens hier im profil erschienen! Aber jetzt ist ja eh unsere Zupfhelga die Redundantin der Fett- und Fetzenspiele – und wie man hört, demnächst auch Intendunst 😀 „Ein zänkisch Weib. Ich kann ausweichen.“

TischgesellschaftDa schaut sie aber, die Tischgesellschaft! Und der allererste Jedermann, Alexander Moissi, der die Rolle bereits von 1920 an verkörperte? Auch er ein Jude und längst vor Hitlers Machtergreifung aus der Mozartstadt der Ursachen und Andeutungen hinaus gehetzt und – vertrieben. Dazu noch einmal der profil-Artikel von Andrea Hager:

Dass der Antisemitismus in Salzburg erst zu lodern begann, als der „größte Führer aller Zeiten“ …. in unheilvolle und später unausweichliche Nähe rückte, ist dennoch ein Mythos, den man bei der kosmetischen Geschichtsvertuschung der Nachkriegszeit gerne bemühte. Bereits ein Jahr vor dem Beginn des Dritten Reichs und sechs vor dem Anschluss wurde gegen den ersten „Jedermann“-Darsteller, den katholisch getauften Juden Alexander Moissi, in Salzburg eine bespiellose Hetzkampagne eröffnet, die dazu führte, dass er 1932 nicht mehr auf dem Domplatz sterben durfte und unter Baron Puthon hinauskomplimentiert wurde. Reinhardt galt zwar als künstlerische Seele des Festivals, durfte aber als Jude nicht offiziell zum Festspielpräsidenten ernannt werden. Moissis Kommentar, ehe er 1932 von Paul Hartmann ersetzt wurde: „Ich habe den Verdacht, dass die Rufmordkampagne nicht mir alleine gilt, sondern dass auch Max Reinhardt damit getroffen werden soll. Es gibt in Salzburg Kreise, denen Reinhardts Tätigkeit schon lange ein Dorn im Auge ist. Freilich wagt man es nicht, ihn direkt anzupöbeln.“

Ab 17:06 Uhr wird also jetzt zurück gepöbelt. Und zwar auf die kultivierteste Weise! 😉

 

Battle&Hum#50 (Sonderausgabe 7.0)

Battle&Hum #50 (Sonderausgabe 7.0)

(Samstag 17.08.2013)

 

Happy Birthday! Zum Jubeläum gibts ein zweistündiges „Piss of“ aus 49 Sendungen!

the playlist:

DJ Ridi Mama’s Selecao:

  • 1. Blur (same) – song 2
  • 2. The Dead Weather (horehound) – i cut like a buffalo
  • 3. Blood Red Shoes (fire like this)don’t ask
  • 4. Linton Kwesi Johnson (bass culture) – reggae sounds
  • 5. Lo-Pan (salvador) – el dorado
  • 6. Kasabian (west ryder pauper lunatic asylum)- fire
  • 7. Sitzdissa (?) – da bumpade bozzz
  • 8. Marsimoto (grüner samt) – wellness

 

MC RAndy Andy’s Selektion:

  • 1. Grinderman (same)- no pussy blues
  • 2. GG Allin (freaks, faggots, druks + junkies) – sleeping in my piss
  • 3. Attwenger (flux) – hintn umi
  • 4. Frank Zappa and the Mothers of Invention (one size fits all) – sofa no. 2
  • 5. Ja, Panik (duet mit anja plaschg) – trouble
  • 6. Steaming Satallites (the mustache mozart affaire) – witches
  • 7. The Black Keys (thickfreakness) – thickfreakness
  • 8. TV on the Radio (nine types of light) – new cannonball blues

„Wenn ich aufwache, sehe ich auch nicht aus wie Cindy Crawford.“ (Cindy Crawford)

!Wichtiger Hinweis!

Ab sofort stehen unsere Sendungen nur mehr beschnitten (ohne Musiktitel) auf der CBA Archivplattform zur Verfügung. Dies soll uns Sendungsmacher vor Urheberrechtlichen Verfolgungen schützen. Aber seid nicht traurig ihr könnt weiterhin mit Hilfe eines Passwort jede Sendung voll und ganz herunterhobeln!

Dieses Passwort lassen wir jenen interessierten welche uns ein E-Mail schreiben gerne zukommen!

Opens window for sending emailinfo@battleandhum.at

Klicket das gelbe Schlößchen (links unter der Musikdatei) an und gebet dann das Passwort ein und das Glück kommt in Strömen!

 

Zur Abstimmung HIER entlang! (Die Wahlkabinen sind nach der Sendung 72 Stunden lang geöffnet, hernach seht ihr unter demselben LINK das Ergebnis!)

A2R – 20 – Random Time Radio: Radio Art Works

„Random Time Radio“ (RTR) ist das begleitende Radioprogramm zum Festival ADDICTED2RANDOM. Es versucht den Zufall, das Beiläufige (sowohl das Ungeplante, als auch das Ignorierte – weil alltägliche, das Unscheinbare) in der schaffenden Audiokunst abzubilden, in dem es mit Hilfe experimenteller und ungewollter Vorgehensweisen, aber auch durch technisch generierte Zufällig- und Abhängigkeiten Musik- und Geräuschkulissen erschafft.

Komponist_innen und Sounddesigner_innen auf der Welt waren aufgefordert, Stücke für das RTR einzureichen. Das Programm entstand in Zusammenarbeit mit dem internationalen Radiokunst-Netzwerk Radia. Die formale und inhaltliche Varianz war sehr ausgeprägt – hörbar und mehr als purer Zufall wurde das RTR ab 10. Juli 2013, 21 Uhr auf Radio Corax UKW 95,9 in Halle und Umgebung und via Live-Stream im Internet. Die Idee eines „Random Time Radio“ stammt von der Radiokünstlerin Verena Kuni. Es verfolgt die Utopie eines durch Zufall(-szeit) gesteuerten Radioprogramms.

Veröffentlicht unter Media

Battle&Hum Jubeläum #50

Wir sind noch nicht tot, wir riechen nur ein bisschen komisch.

andy profilDem DJ RIDI MAMA kennt man das Alter ja schon an, tausende graue und weiße Barthaare kräuseln sich in seinem Antlitz. Dem MC RANDY ANDY sieht man äußerlich, auf den ersten Blick, nicht an wie viele Winter schon Furchen in seinem Gesicht hinterließen, nur unter dem Leiberl bindet das Gewebe nicht mehr so richtig. Noch sind wir fit, auch ohne Schrittmacher und die Viagrafälle hören wir nur weit entfernt rauschen. Is ja Hammer-Hammerhart! Wir rutschen weder auf unseren Knien herum, noch zelebrieren wir senile Betflucht (sic!). Noch klingt Inkontinenz  wie eine Versicherung und Geriatrie wie ein Begriff aus der Mathematik!

Doch keine Unbill des Alters wird uns je von den Mikrophonen fernhalten, da muss schon der Sensenmann höchstpersönlich die Regler runterdrehen.

Es ist wieder einmal soweit wir feiern uns selbst und rocken den Rollator. Wir haben 2 Gründe euch diesmal gleich für 2 Stunden die Ohrlappen zu liebkosen.

  1. YEAH, wir feiern die goldene Hochzeit, die 50. Sendung steht ins House!
  2.  4 Jahre ON AIR, 4 Jahre tröstende Seelenbegleitung!

Ridi profilMusik lindert auch Schmerzen oder lenkt von diesen für einen gewissen Zeitraum ab. So begleiten uns Schmerzen und Musik von der Wiege bis zum Grab, sogar wenn wir schon sehr kalt sind spielt meist noch die Musik auf. Die ersten Töne singt uns die Mama, während wir noch im Fruchtwasser herumplantschen und dann geht es dahin. Das erste Zucken in den Beinen, der erste Kuss, der erste Liebeskummer, der erste Rausch et cetera, alles wird von Musik begleitet. Zumindest ist das in meiner Erinnerung so. Die meisten ausgewachsenen Menschen hören dann auf Musik zu hören und schalten Ö3 ein, oder hören ähnliche Musik wie der DJ Ridi Mama! 😉

BATTLE&HUM ist mitten in der Mittlebenskrise angekommen, trotzdem sind wir bemüht das Leid dieser Welt zu lindern! AMEN!

Was wird euch am kommenden Samstag, den 17.08.2013 von 22:00-24:00 Uhr erwarten, na ja, wir werden Einen auf uns alle heben und sonst halt ein „best of“ oder je nachdem, ein „worst of“ machen!

Wünsche eine angenehme Ohrektion und ois guade!

© MC Wuh

Wir haben immer noch den längst!

Wir haben immer noch den Längsten!

 

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OCBoddity 250 (12.08.2013) – The Final Show

OCBoddity_end11 Songs to Say Goodbye“ hieß das Motto der 250. und gleichzeitig letzten Ausgabe von OCBoddity. Dabei gönnte sich Oliver Baumann einen entspannten und (kaum) wehmütigen Blick zurück auf 9 1/2 Jahre auf Rock, Pop and Indie at its Best. Rund 3000 (brandneue) Songs von ca. 1200 internationalen Bands und Musikschaffenden prägten den Weg, den OCBoddity auf der Radiofabrik ging.
Begleitet von einer Handvoll OCB-Favoriten ging dieser Weg am 12. August zu Ende. Schön war’s!

PLAYLIST
Editors, An End Has A Start
Grandaddy, I’m On Standby
Placebo, Song To Say Goodbye
The Coral, Goodbye
Ron Sexsmith, Sneak Out The Backdoor
Joseph Arthur, Say Goodbye
Talk Talk, The Party’s Over
The Rolling Stones, Going Home
Elton John, Goodbye Yellow Brick Road
Lou Reed, Goodnight Ladies
David Bowie, Rock’n’Roll Suicide (Live 73)


Zum Nachhören: OCBoddity 250 (12.08.2013) PW: OCBoddity

Wir sind Helden – Soundso

Stream/Download: Artarium vom Sonntag, 11. August – Das ganze Album zum Höhepunkt der Hitzewelle. Also nachträglich. Doch warum gerade jetzt? Erschienen, gepushed, kontrovers diskutiert und vielfach auch verrissen – so entstand und verschwand „Soundso“ als einstweiliger Höhepunkt in der Schaffensgeschichte von Wir sind Helden – im Sommer 2007. Jetzt tauchen wir es wieder herauf. Denn dieses Album lässt sich durchaus als ein in sich geschlossenes Konzeptwerk verstehen, dessen durchgängiges Thema eben ein uns derzeit auch besonders beschäftigendes ist: Die Widersprüchlichkeit von Selbstsicht und Fremdwahrnehmung. Unter diesem Gesichtspunkt also – zum Wiederhören!

soundso coverWeil wir zudem auch unsere helle Freude an der kratzig-verschrobenen und lustvoll-metaphorischen Lyrik von Judith Holofernes haben (ganz abgesehen von ihrer unschuldig angerauhten Stimme, die wir schlichtweg lieben), wollen wir hier noch ein paar intuitiv willkürliche Auszüge von Songtexten dieses Albums vorab zur Einstimmung bringen 😉 Wer Ohren hat zu spüren oder der Hund hat Arbeit:

1)
Meinst du mich wirklich
Meinst du wirklich mich

Du sagst, du willst
dass ich so bleibe
und zwar für immer
Ich sag: Nicht immer

2)
Bist du zu schlau
Um nicht unangenehm aufzufallen?
Und nicht schön genug
Um damit durchzukommen?

Weißt du genau
Wie es ist, immer rauszufallen?
Nur nicht weit genug
Um woanders anzukommen?

Es tut weh, so zu sein, wie du solltest
Es tut weh, zu sein, wie du bist

3)
Ich bin nicht stiller
nur die Worte fehlen
Ich bin nicht stiller
nur die Worte verfehlen ihr Ziel

4)
Das wäre ich
Oder auch nicht
Oder auch du
Und ich schaute zu

Sie würden fragen: Wo sind sie hin?
Der Hund wird nicht sagen, wo ich bin…