Am Samstag dem 06. Juli wurden sie gekürt, die JUVINALE 2019 Gewinner*innen. Wir stellen sie euch vor, inklusive ihrer Einreichungen und der Jury-Begründungen. Weiterlesen
Das war die JUVINALE 2019
Sie ist geschlagen, die JUVINALE 2019. Das 4-tägige Nachwuchsfilmfest fand zum zweiten Mal im DAS KINO, Salzburg, statt und konnte sich nach ihrem erfolgreichen Debüt im Jahr 2017 als wichtiges Event in der Salzburger Kunst- und Filmszene etablieren. Weiterlesen
Hoopers – mehr als nur Agility ohne Springen
Hoopers oder Hoopers Agility ist bei uns noch nicht sehr verbreitet. Ich kann mir aber vorstellen, dass sich das rasch ändert, denn diese Sportart hat allerhand zu bieten.
Führen auf Distanz
Tanja Ganser von der Pfotenakademie „Die mobile Hundeschule“ im Chiemgau bietet Hoopers für Ihre HundeschulkundInnen an. Beim Hoopers wird ein Parcours aufgebaut, einige der Hindernisse sind Bögen, sogenannte Hoopers, die der Hund durchlaufen muss. Doch nicht nur die fehlenden Sprünge unterscheiden Hoopers vom herkömmlichen Agility, auch die Führweise ist völlig anders. Denn Hoopers wird auf Distanz geführt, der Mensch bleibt in einem bestimmten Bereich und läuft nicht, wie beim Agility mit seinem Hund gemeinsam durch den Parcours. Das macht diese Sportart auch für Menschen interessant, die körperliche Einschränkungen haben oder einfach nicht sportlich genug sind, um den ganzen Parcours im hohen Tempo zu bewältigen.
Ob groß ob klein
Auch bei den Hunden gibt es kaum Einschränkungen: Hoopers ist für alle geeignet. Größe, Rasse, Alter – alles das spielt nur in so fern eine Rolle, als der Parcours auf die individuellen Bedürfnisse angepasst werden kann. Natürlich ist es bei älteren Hunden un d solchen, die Bewegungseinschränkungen haben, gut, vorher mit TierärztIn oder Hundephysio-SpezialistIn zu sprechen, damit diese Anpassungen gut abgestimmt sind.
Hoopers für den Alltag
Maria Wallner ist sozusagen „Anwenderin“, sie ist Hundesportlerin mit Hoopers-Ambitionen. Hoopers hat sie für sich und ihre Hunde entdeckt, als sie für die ältere Hündin auf der Suche nach einer geeigneten Beschäftigung war, die dem Alter und Gesundheitszustand von Kira entgegenkam. Inzwischen ist sie auch mit Arya in Sachen Hoopers unterwegs und berichtet in der Hunderunde, wie unterschiedlich die Ansprüche der beiden Hunde an ihre Führweise sind bzw. waren.
Inzwischen gibt es auch Hoopers-Bewerbe, wo Mensch-Hund-Teams im fröhlichen Wettbewerb gegeneinander antreten, für Maria und Arya ist und bleibt Hoopers eine sportliche Freizeitbeschäftigung mit Mehrwert.
Dieser Mehrwert des Hoopers war bereits mit Kira zu beobachten, denn die Hündin, die ängstlich und unsicher war, konnte deutlich davon profitieren – und zwar nicht nur auf der Bahn, sondern vor allem auch im Alltag. Hoopers fördert nicht nur die Geschicklichkeit, sondern auch das Selbstbewusstsein.
Servicebox
Tanja Ganser, Pfotenakademie „Die mobile Hundeschule“
Maria Wallner, (Kontaktaufnahme über die Hunderunde möglich)
Das große Rauschen
> Sendung: Perlentaucher Nachtfahrt vom Freitag, 12. Juli – Ringsum nichts als Rauschen und im Kopf der Tinnitus. Die Summe aller Signale und Informationen, die sich zunehmend gleichzeits ins Gehirn multiplizieren und in ihrer gegenseitigen Überlagerung einen undurchdringbaren Brei bilden. Lärm, Logorrhoe, semantischer Gatsch, Marketingdong, Bejinglegebell, Radio BILLA – in meinem Kopf toben zwölf blecherne Duracellaffen – und hören nimmermehr auf. Das mentale Zustandsbild des durchschnittlichen Konsumdeppen (und der Deppin selbstauch) entspricht so ziemlich der Zugeschissenheit des Planeten. Das gilt leider nicht nur für die Mithupfer und Gernknödel, sondern auch für alle Ruhebedürftigen und Verweiglinge. Denn in uns und um uns lagern sich der Industriemüll und seine Zerfallsprodukte gnadenlos ab.
In unseren Sendungen geht es dabei meist nicht um den Abfall in der Außenwelt, also die Zerstörung der uns umgebenden Natur durch rücksichtsloses und profitgieriges Ausplündern der Erde, was für sich genommen schon lebensgefährlich genug ist. “Die Menschheit schafft sich ab” heißt es demgemäß auch bei Harald Lesch. Wir jedoch sind Trüffelhasen hier im Medienwald und widmen unser Gespür mehr den Innenwelten und deren Zuständen. Weil wir ja “nach Perlen tauchen” in diesen trüben Gewässern des Konsum-, Leistungs- und Wegwerfschwindels. Genau da zeigt sich das wahre Unwesen dieser Zuvielisation, die sich zwar Kultur nennt, in Wirklichkeit jedoch nichts anderes ist als Verstopfung. Die sogenannte “Informationsgesellschaft” erzeugt eine fortwährende Anhäufung von immer noch mehr nicht mehr abbaubaren Überresten ihrer eigenen Behauptung. Meinungsvielflat, Übelforderung und Wahlfeilheit. Flächendeckendes Rauschen…
Inmitten dieser Schlammlawine an Reizüberflut und Signalstörerei, ganz zu schweigen vom stetigen Beschwallertwerden mit Umpfz und lauthalsem Schas, stiften wir eine Insel, die dem Untergang im Kommerz nach wie vor widersteht. Erhört, erlesen und erbaulich sind unsere Beutestücke des täg- und nächtlichen Überlebens im Sumpf umbrandender Zergrunzung. Wir mögen ihm nicht entrinnen, dem Technolügietsunami der depperten Massenzucht, aaaber wir geben niemals auf, ein kleines gallisches Dorf zu sein, mit unserer ganz eigenen Weltsicht und Lebensart. Zaubertrank hin oder her, soviel steht für uns fest: Die spinnen, die Römer! Und deshalb laden wir auch alle Menschen guten Willens auf unsere Überlebensinsel ein, denn wie schon der bekannte Druide Peter Gabriel einst vorhersah: “If again the seas are silent, in any still alive – it’ll be those who gave their island to survive.” Here comes the Flood – und wir basteln uns eine Hoffnung.
Verklebt, verschleimt, verschroben, beplempert, waach, zerschleunigt, Zeitraffer, Zeitlupe, Zeiz, zeränderte Geschwindligkeit, YouTuba, Masse und Matsch, Mein Krampf, döppelte der Gottelbock, Wien : Hendlplatz, Volkszornbrot, Unz, Untenhaltung, Untengack, unzerm Wetterbercht, Börsendoofer, Red ned so an Bull, Fußbad, Fußblah, panta rhei, Quod licet Jovi non olet – oder einfach nur Bestelln
Baby lass uns was zusamm bestelln
Baby lass uns zusamm was bestelln
Baby lass uns was bestelln zusamm
dass wir dann hinterher was zusamm bestellt ham
Hörst du es schon rauschen?
Awardshow
Sie ist geschlagen, die JUVINALE 2019. Am Samstag um 21:00 Uhr fand im DAS KINO die JUVINALE Awards Preisverleihung statt. Zahlreiche Besucher*innen fieberten im Kinosaal mit – und nicht nur die Wärme im Kinosaal lies die Gemüter hochkochen. Weiterlesen
OPEN AIR Sommerkino am Platzl
Die JUVINALE 2019 wurde mit dem OPEN AIR Sommerkino am Platzl eröffnet. Studentische Produktionen der Hochschulen Universität Salzburg, Fachhochschule Salzburg und Universität Mozarteum wurden der Salzburger Bevölkerung und zahlreichen Tourist*innen präsentiert. Weiterlesen
Gewittermusik

Lightning by Anthony Quintano, Flickr, CC BY 2.0
Die unterschiedlichsten Traditionen haben sich oft auch musikalisch mit Naturphänomenen auseinandergesetzt. So gibt es auch viele Musiken, die sich mit Gewittern, Blitz, Donner und Regen beschäftigen – textlich oder lautmalerisch.
In dieser Sendung von Tuning Up – nach einem heftigen Gewitter – gibt es zu hören:
J.S. Bach, Richard Strauss, Argent, The Doors, Jimi Hendrix, Paul Gilbert u.a.
Nachzuhören unter: https://cba.fro.at/416982.
JUVINALE Screenings 2019
Die JUVINALE Screenings stehen fest. Dich erwarten insgesamt 81 Filme der Kategorien Dokumentation, Fiction, Music Clips & Animation, verteilt auf drei Tage und acht Shows. Weiterlesen
Open Air Sommerkino
Am Mittwoch dem 03. Juli findet um 20:30 Uhr am Platzl das JUVINALE Open Air Sommerkino statt. Gezeigt werden Filme von Studierenden der Hochschulen Universität Salzburg, Fachhochschule Salzburg und der Universität Mozarteum. Weiterlesen
Guten Morgen ihr Vögel
> Sendung: Artarium vom Sonntag, 30. Juni – Dem Erwachen der Vögel zu lauschen, in jener so speziellen “blauen Stunde” des Übergangs zwischen Nacht und Tag, das wollten wir schon längst einmal fürs Radio aufbereiten. Diese Klänge der Natur, mit denen wir alle (meist unbewusst) von klein auf vertraut sind – und die somit auch den Ursprung unserer Musikalität bilden, bewusst zu Gehör zu bringen und dem elemetaren Erinnern wieder neu zugänglich zu machen. So wie dies schon in unserer Sendung über Kurt Schwitters’ Ursonate (Excellent Birds) angeklungen ist. Und wo stehen wir heute? Wir hören ernste Nachrichten vom Aussterben vieler Tierarten, wie sie etwa der Ornithologe Peter Berthold formuliert – und leben dabei selbst in gefährlichen Verhältnissen, wie uns etwa Harald Lesch zu erklären weiß.
Was aber macht das mit einem, wenn man sich eigenfüßig auf den Weg begibt, so eine Morgenstund in der Gemeinschaft der Vögel zu verbringen – und derlei in Gestalt einer Tonaufnahme festzuhalten? Letzteres Vorhaben verändert die Hörwahrnehmung jedenfalls ganz beträchtlich: Man glaubt ja nicht, wie LAUT die gewohnte Hörumgebung gerade in der vermeintlich “stillen” Nacht sein kann. Verkehrslärm von fern, röhrende Klimaanlagen oder irgendwelche Deppen, die ihre Umpfmusik durchs geöffnete Fenster in die Landschaft blasen. Die Unternehmung schärft also schon auf dieser Ebene ordentlich die Sinne. Hat man dann doch endlich einen Platz gefunden, wo möglichst wenig Störgeräusche zu hören UND zudem auch noch hinreichend viele verschiedene Vogelarten zugange sind, kommt die optische Dimension dieser Stunde zum Tragen. Langsam verändert sich dabei die Sicht von düsterem Graublau hin zu kräftigeren Farbtönen, ein Effekt wie auf LSD oder bei einer Sonnenfinsternis. Das Dreh- und Angelwort ist LANGSAM und der sich dadurch einstellende Zustand ist der einer umfassenden Entschleunigung. Ganz abgesehen sowieso von den Vögeln, die einem unfassbar nahe sind – so wie man mit dem Ort des Geschehens verschmilzt.
Wir empfehlen dringend, sich diesem Ereignis LIVE (gern auch ohne Aufnahmegerät) hinzugeben. Euer Bewusstsein wird euch für seine Veränderung danken! Und wir empfehlen ebensosehr die Musik von Leo Tischendorf, die in all ihrer expressiven Innerlichkeit ganz vortrefflich zu unserem Thema passt: Guten Morgen, ihr Vögel…