Mädchen Überfluss

Artarium am Sonntag, 28. August um 17:06 Uhr – Hinter den Kulissen der Radiofabrik werken zahlreiche Weiblichkeiten an ihrem gedeihlichen Stattfinden. Hätten wir hier eine Frauenquote, dann wäre dieselbe längst übererfüllt. Wobei es bei der Myzelpflege eines so vielschichtigen Organismus wie des Radiofabrik-Teams ohnehin nie um willkürlich festgelegte Quoten gehen kann, sondern vielmehr um ein ausgewogenes Funktionieren im Sinne von Vielfalt, Vielseitig- und Vielstimmigkeit. Oder eben auch Vielsprachigkeit, womit wir fast schon beim Kern (nein, nicht beim Bundeskanzler) der heutigen Sendung anglangt wären. Wir wollen euch nämlich unsere neue EU-Freiwillige Kawtar El Moutawakil aus Italien vorstellen, welche nicht nur (wie sich ja denken lässt) Italienisch spricht, sondern darüber hinaus noch Französisch, Englisch und Arabisch.

Laura und KawtarMa forse ancora non è cominciata
aldilà e di qua della barricata
ci sono mari che non si possono toccare
ci sono lingue che non si possono capire
Tu non conosci il mondo
tu non conosci me
c’è un bene più profondo
nascosto dentro me dentro te
Sia benedetto questo mondo
sia benedetto questo incontro
sia benedetta questa vita
che molti pensano sia infinita

Antonello Venditti (Video)

Endlich können wir wohl auch diesem kryptisch-philosophischen Songtext seine surrealen Geheimnisse entlocken – vielleicht nur, um sie dann erst recht so sein zu lassen, wie sie ursächlich gemeint waren – geheimnisvoll nämlich. Denn genau darum dreht und angelt es sich auch springenden Punkts in unserem “Incontro culturale”, in dem wir dem Geheimnis des Verschiedenen im Gemeinsamen (oder umgekehrt) nachspüren. Unter tatfreudiger Mithilfe der bald schon nicht mehr Auszubildenden Laura Leitner (danke für das geile Foto!), deren engagierte Betreuung uns inzwischen so vertraut geworden ist, dass es ziemlich schräg anmutet, ihrem Lehrabschluss auch nur entgegen zu denken. Und mein Mädchen darf weiterhin Norbi zu mir sagen, es dreht sich hier sowieso mehr um Girlism als um Gender. Oder den Generation-Gap.

Eine Sendung der Herren Hasenhund und Hundehas, gemacht für die Gemeinschaft, der sie stets selig entsprießt.

 

Battle&Hum#73

Battle&Hum #73

(Samstag 20.08.2016, Stairway zum Nachhören)

Die Supplierstunde im Fach Botanik, Kerngebiet psychoaktive Pflanzen.

Gastdozent o.b.x.t. führt durch den Obstgarten!

the playlist:

Otto’s Mauerblümchen:

  • 1. Bob Dylan (blonde on blonde) – visions of johanna
  • 2. Pink Floyd (the piper at the gates of dawn) – the gnome
  • 3. The Beatles (magical mystery tour) – I am the walrus
  • 4. The Velvet Underground & Nico (same) – sunday morning

MC Randy Andy’s Dandylions:

  • 1. Quicksilver Messenger Service (happy trails) – how you love
  • 2. Jefferson Airplane (surrealistic pillow) – white rabbit
  • 3. The Jimi Hendrix Experience (electric ladyland) – all along the watchtower
  • 4. The Stooges (same) – 1969

„Besser die Hände gefesselt als der Wille“ (Franz Jägerstätter)

 !WICHTIGER HINWEIS!

Ab sofort stehen unsere Sendungen nur mehr beschnitten (ohne Musiktitel) auf der CBA Archivplattform zur Verfügung. Dies soll uns Sendungsmacher vor Urheberrechtlichen Verfolgungen schützen. Aber seid nicht traurig ihr könnt weiterhin mit Hilfe eines Passwort jede Sendung voll und ganz herunterhobeln.

Streamen ist ohne Passwort möglich nur für den Download benötigt man ein Zauberwort.

Dieses Passwort lassen wir jenen interessierten welche uns ein E-Mail schreiben gerne zukommen.

Opens window for sending emailinfo@battleandhum.at

Klicket das gelbe Schlößchen (links unter der Musikdatei) an und gebet dann das Passwort ein und das Glück kommt in Strömen!

Zur Abstimmung HIER entlang! (Die Wahlkabinen sind bis Monatsende geöffnet, wo gibts denn sowas…….)

Adriatisches Intermezzo

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 21. AugustVerträumt zelebrieren wir die altösterreichische Völkerfreundschaft im nordöstlichsten Winkel des adriatischen Meeres. Duino, Sistiana, Miramare, Trieste, Muggia, Izola, Portorož, Piran – und wie die einzelnen Küstenorte daselbst noch alle heißen mögen. Gefühlt ewig und drei Tage waren sie unser” Zugang zur unendlichen Weite der Welt. Bis der dann von den regierigen Schnapsnasen des Großreichtums beim vorvorletzten Machtpoker auf Volkskosten verplempert wurde. Oder so. Wiewohl – trotz all dieses Politikblödsinns aus Beherrschsaft und Unterthanendumm wird uns die ewige Sehnsucht nach dem Salzwasser der See atmosphärisch eingeschrieben bleiben. Und so suchen wir uns immer auch selbst – in einem allsommerlich wiederkehrenden “Incontro culturale”

AdriaSchon seltsam, wenn man sich selbst sogar im eigenen fremd ist. Doppeldeutig wie die Begriffe, die man sich davon macht, strange eben oder strano. So wunderlich, wie es einem beim Selbstversetzen in ein anderes Terroir zumute wird, sind auch unsere Souvenirs aus diversen Begegnungen mit dem eigenartigen italo-slowenischen Mischmenschenschlag “da unten”. Etwa die merkwürdige Partizanen-Marseillaise unter Mitwirkung von Radio Študent aus Ljubljana sowie der Gruppe Laibach (NSK). Ganz zu schweigen vom letzten lebenden philosophischen Hyperaktivisten Slavoj Žižek sowie der Schwierigkeit, mit ihm ein stimmiges Interview zu gestalten (SRF Kultur). Auf jeden Fall verstehen wir jetzt den Unterschied zwischen einem Kaffee ohne Schlag und einem Kaffee ohne Milch. Oder doch nicht? Entschuidigns, aber wir sind das Radio ohne Hitparade. Das Radio ohne Tiefgang ist ein paar Straßen weiter, es besteht ja durchaus ein Unterschied zwischen Pirat und privat. Und als ob das alles nicht schon schrecklich genug wäre, kulminiert unser Widersinn in diesem surrealen Video: Zero Assoluto – Questa estate strana

Everybody’s talking and no one says a word
Everybody’s making love and no one really cares
There’s Nazis in the bathroom just below the stairs

Nobody told me there’d be days like these
Nobody told me there’d be days like these
Strange days indeed – strange days indeed

John Lennon

 

Peacenelken

Battle&Hum #73 am Samstag, 20.08.2016, 22:00 Uhr, diesmal mit Blumen & Obst!

Die Hippies sind jetzt schon alte Säck*innen und die Enkelkinder spielen nicht mehr mit den Geschlechtsteilen wie die Großeltern, sondern Pokémon Go. Das Global Positioning System wurde eh nur vom US-amerikanischen Verteidigungsministerium entwickelt. Wurscht!  Ist ja super das Ding! Man weiß ständig wo man ist, falls die Irrungen mal mehr werden. Apropos: bis in die späten 60er Jahre war LSD in den USA legal, weil auch die Armee in Vietnam damit experimentierte. GI’s auf dem psychedelischen Kriegspfad. Den Krieg haben dann doch die Hippies und der Vietcong gewonnen.

1966 war Brunzo Kreisky – der spätere Sonnenkanzler – auch schon immer sehr angepisst, denn die absolute Mehrheit war noch in weiter Ferne und diese hatte die ÖVP. Um dem Grantscherbn Folge zu leisten lernen wir jetzt a bissl Geschichte!

Heute wird der Begriff 68er Bewegung verwendet, aber eigentlich begann alles viel früher… Vor 50 Jahren gewann die Hippie-Bewegung („Hippie“ dürfte von einem Radiojournalisten in den Sprachgebrauch eingeführt worden sein, abgeleitet von Hipster. Die gibt es ja noch immer.) schön langsam an Fahrt. Wegbereiter waren die Beatniks aus den 50er Jahren, zwei klingende Namen seien hier kurz erwähnt: Jack Kerouc & Allen Ginsberg. Der Brennpunkt war damals San Francisco, das nun berühmte Stadtviertel um die Haight-Ashbury Straßenkreuzung, dort veranstaltete ein Mann namens Ken Kesey (Kuckuck, den kennen wir doch!) die so genannten „Acid Tests“. Hauptattraktion waren eine Bowle mit LSD versetzt und dazu endlos Musik vom damals noch unbekannten Jerry Garcia (Grateful Dead) und John Cipollina (Quicksilver Messenger Service). Wir halten uns fest, Gründungsgedanken waren Drugs & Rock ‚n‘ Roll der Sex kam dann wahrscheinlich später noch dazu.

Flower PowerDer Protest gegen den Vietnamkrieg gehörte naturgemäß zum guten Diskurston und es wuchs nicht nur das Haupthaar sondern tatsächlich eine große Bewegung, die vor dem Ozean nicht Halt machte. Die letzte große gesellschaftliche Revolution schwappte auch nach Europa über. Aus dem Victory Zeichen in den Swinging Sixties Londons wurde das Peacezeichen, bis der Punk wieder alles wegblies oder besser gesagt die Gegenkultur eine Gegen-Gegenkultur bekam. Vielleicht ist es aber auch nur der logische Schluss, dass jede Revolution ihre Kinder frisst bzw. die Drogen fressen Seele auf. In Deutschland münden, die anfangs hoffnungsvoll und mit Aufbruchsstimmung geführten Studentenproteste schließlich in Gewalt und Totschlag. Was wiederum zur „RAF“ und der weniger bekannten „Bewegung 2. Juni“ führt. AK 47 is not the tool! Ach ja, Bommi Baumann ist vor kurzem gestorben, wir werden ein Räucherstäbchen entzünden.

Was war eigentlich zu jener Zeit in Österreich los? Ich glaube recht viel mehr als in den Hörsaal wixxen und scheißen war nicht los. Selbstverständlich war der Wiener Aktionismus in den 60ern spitze und stilprägend, aber gesellschaftspolitische Revolution? Fehlanzeige, da war nichts! Noch heute wachelt und raschelt der Kleingeist des Boulevards durch die Alpentäler. Zumindest grünt die Hainburger Au noch und Zwentendorf steht leer. Da war der Alte auch wieder ziemlich angepisst. Ach ja, Sigi Maron ist vor kurzem gestorben, wir werden ein Requiem anstimmen. Ein Guter, der im letzten Jahr, ebenfalls im Sommer den Honiglöffel abgegeben hat, war Harry Rowohlt. Der war der Meinung: „Wenn man in seiner Jugend ein Hippie war und sich einigermaßen treu geblieben ist, sieht man eben als alter Sack aus wie ein Penner und nicht wie Joschka Fischer!“ Chapeau mein Lieber!

Die gebratenen Friedenstauben fliegen uns nicht in den Mund und trotzdem genießen wir den Summer und schicken euch unseren Sounddreck of Love! Dope shit! Euer geliebter DJ Ridi Mama feiert ja jeden Sommer durch, als wäre er noch Student und deshalb würde er jetzt schon wieder ausfallen bzw. wir müssten aufzeichnen. Marx sei Dank wird o.b.x.t. supplieren, das kifft sich gut denn er ist uns noch sein Siegesvinyl von der Maisendung schuldig. Erhebet euer Märzen, Prost!

Mit 33 Revolution in der Minute (rpm) geht es am Samstag den 20.08.2016 ab 22:00 Uhr in die Nacht und zum ersten Mal in der Geschichte von Battle&Hum heißt es nicht DJ Ridi Mama vs. MC Randy Andy sondern Not gegen Elend. Nein, Obst gegen Gemüse, Brummbeere gegen Ohrrübe oder einfach Otto (P-Lenin-ger) gegen MC Randy Andy! Also, hauts eure Handhelds und Schasphones samt Pokémon weg und dreht das analoge Empfängnisgerät auf Befruchtung und ein bisschen THC in OCB. Merke, Du bist kein Hascherl!

Veröffentlicht unter Teaser

Nils Petter Molvaer – Khmer

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 14. AugustHaltet ein, haltet ein! Bloß weil da als Musikgenre Jazz oder Elektronic geschrieben steht, müsst ihr weder frohlocken noch die Flucht ergreifen. Denn das heute hier zu hörende Album enthält wohl diese beiden Elemente, geht allerdings in seiner Gesamtheit noch weit darüber hinaus. Der norwegische Jazz-Trompeter Nils Petter Molvaer hat sich schon früh auf die Suche nach den unterschiedlichsten psychoakustischen Klanglandschaften begeben. Und so ist auch sein Debutalbum Khmer (1997) eine abenteuerliche Expedition in allerlei Möglichkeitsformen des Hörens und Erlebens jenseits von schon längst Bekanntem. Was wurde diesem Werk nicht alles zugeschrieben, Cool-Jazz à la Miles Davis etwa, gechillt treibende Lounge-Beats à la mode, Grenzgängerei à la Brian Eno, whatever.

khmerDabei lässt sich unendlich viel mehr aus dieser grenzgenialen Klangsammlung heraus hören, akustische Perkussion, Ethno-Beats, ein Anton-Bruckner-Zitat, innovativste Gitarrensounds, Meeresbrandung, Nebel, Traum, Weite… Oder wie es dem Meister himselbst also nachgesagt wird:

„Für ihn gebe es diese Grenzen zwischen Klassik, Pop und Jazz nicht, wenn die Musik gut sei.“

Ich begegnete dieser inspirierenden Instrumentalmusik zum ersten Mal durch den Musikfeingeist David Reger (Gamelan Altenberg, Maracatu Minimal, Daisy O’Hara) und hatte schon kurze Zeit später die Gelegenheit, Nils Petter Molvaer und Band im Salzburger Jazzit livehaftig beizuwohnen. Nur ein einziges Mal zuvor war ich mir beim Eintauchen in eine Musikperformance nicht mehr sicher gewesen, welche Drogen da plötzlich auf mich einwirkten, wiewohl ich ja eigentlich vollends nüchtern war – und das war 1987 bei Peter Gabriel in der Wiener Stadthalle.

Molvaer

Vielschichtige Klänge, vereinnahmende Rhythmen und überraschende Übergänge, welche sich im Zusammenspiel als ebenso hypnotisch, psychedelisch und verzaubernd erweisen wie ein Kopfsprung in den Kaninchenbau von Alice im Wunderland, das Befreitwerden aus der Matrix oder ein mehrtägiger Aufenthalt in einem wirklich guten Phantasy-Roman.

Vor allem aber wird hier eins verstanden und auch vermittelt: Die Balance zwischen dem Aufmerksamsein und dem Abdriftenkönnen. Die Vermessung der Welt mag ja lustig sein, doch sie kann warten! Inmitten von klar umgrenzten Klangräumen darf sich die Seele ihr eigenes Neuland erschließen – und dabei zugleich im Unvermessenen verweilen.

Im Unermesslichen…

 

Jury

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