Battle&Hum#79

(Samstag 18.02.2017, Stairway zum Nachhören)

Battle and Hum ist Kunsten! DJ Ridi Mama und MC Randy Andy müssen nicht, sie dürfen alles!

the playlist:

MC Randy Andy’s Künstler:

  • 2. GG Allin (freaks, faggots, drunks & junkies) – last in line for the gang bang
  • 3. Marilyn Manson (antichrist superstar) – kinderfeld

DJ Ridi Mama’s Artists:

  • 1. Dead Kennedys (single) – nazi punks fuck off
  • 3. Falco (falco 3) – jeanny (crime version)
  • 4. The Meteors (psychobilly sampler) – my daddy is a vampire

Jetzt geh ich in den Birkenwald, denn meine Pillen wirken bald! (Martin Kippenberger)

 !WICHTIGER HINWEIS!

Ab sofort stehen unsere Sendungen nur mehr beschnitten (ohne Musiktitel) auf der CBA Archivplattform zur Verfügung. Dies soll uns Sendungsmacher vor Urheberrechtlichen Verfolgungen schützen. Aber seid nicht traurig ihr könnt weiterhin mit Hilfe eines Passwort jede Sendung voll und ganz herunterhobeln.

Streamen ist ohne Passwort möglich nur für den Download benötigt man ein Zauberwort.

Dieses Passwort lassen wir jenen interessierten welche uns ein E-Mail schreiben gerne zukommen.

Opens window for sending emailinfo@battleandhum.at

Klicket das gelbe Schlößchen (links unter der Musikdatei) an und gebet dann das Passwort ein und das Glück kommt in Strömen!

Zur Abstimmung HIER entlang! (Die Wahlkabinen sind bis Monatsende geöffnet, wo gibts denn sowas…….)

Ginsberg und Gainsbourg

Artarium am Sonntag, 19. Februar um 17:06 Uhr – Warum diese beiden Personen? Wegen der Namensähnlichkeit? Weil Allen Ginsberg und Serge Gainsbourg beide in den 1920er Jahren zur Welt kamen und in den 1990ern starben? Weil sie in ihrem Werk jeweils Grenzen überschritten, Tabus brachen und somit Skandale auslösten? Ach, wie leicht ging das noch in den 50ern und 60ern, nur mit etwas Geheul und Gestöhn brachte man ganze Gerichtssäle zum Zähneknirschen. Doch geht es uns wirklich bloß darum, dass der eine homosexuelle Ausdrücke in die amerikanische Dichtung brachte, der andere das Kindfrau-Musentum und sogar Inzest in die französische Popmusik? Wer uns ein wenig kennt, weiß: Die bloße Empörung ist unsere Story nicht. Denn wir sind nicht von Auflagen abhängig – und können somit unter der Oberfläche stöbern.

Allen Ginsberg HowlDer Künstler schöpft in seiner Phantasie immer auch aus all dem, was er ringsum an der Realität der Gesellschaft aufs gröbste vermisst. Daraus entwirft er Anstöße, wie sich etwa Brücken bauen ließen über die Schlucht der Verzweiflung an Anspruch und Wirklichkeit, oder über den Abgrund zwischen Idee und Gestalt hinweg zum Ganzen. Uns interessiert, wie sich die Arbeit dieser Avantgardisten, Pioniere wie Propheten, im Lauf der Zeit weiter entwickelt hat, im Spiegel anderer Interpret_innen – oder auch in uns selbst. Was vermittelt uns die vortreffliche Verfilmung von Howl – Das Geheul (ausführlicher Trailer auf Deutsch) nebst dem bizarren Gerichtsspektakel rund um dessen angebliche “Obszönität” heute, wo der Wutbürgermeister im Weißen Haus angekommen ist und von dort die Verbreitung des schlechten Geschmacks als sein Programm propagiert? Was wäre Ginsberg dazu eingefallen? Oder Gainsbourg? Von einer heftigen posthumen Rotation dieser beiden ist jedenfalls auszugehen. (Sie drehen sich sozusagen gröber im Grab um). Patti Smith hingegen nicht, genausowenig wie Asia Argento, Brian Molko, The Young Gods oder auch ….. “Verdammt, wir leben noch!”

 

Munst!

Battle&Hum #79 am Samstag, 18.02.2017, 22:00 Uhr, diesmal mit Faden!

„Kunnst ma ned an 10er borgen?“, das war (oder ist immer noch) der Spruch der Coolen wenn man einer Kunst gewahr wurde die man nicht verstand. Es gibt auch noch Varianten dieses Einzeilers welche unterhalb der Gürtellinie angesiedelt sind. Haha, dabei bitte heftig auf den Schenkel klopfen. Schlimmer noch ist die Meldung, man könne das genauso gut oder Blut verschütten kann ja jeder! Solchen Personen sollte man entgegenschleudern: „Nein, kannst Du nicht, Du Volltrottel! Sonst wärst Du nicht hier und würdest einen stinklangweiligen Job machen um Dein erbärmliches Leben zu versorgen!“ Kunst kommt eben nicht von Können. Oder doch? Etymologisch schon, aber nicht im Sinne einer handwerklichen Könnerschaft.

Ja, da wären wir gleich beim Streitthema Nummer 1. Was ist Kunst? Reicht es wenn man auf ein Nachrichtenmagazin defäkiert oder muss man erst schön Farbe an die Decke klatschen um richtige Kunst zu machen. Michelangelo, Michelangelo jaaaa das ist wahre Kunst aber Nitsch nein, das ist Kitsch! Wobei wenn Werke einmal hinter einem Bundeskanzler hängen, dann ist das Ware Kunst. (Also heißt es Wunst.) Eigentlich auch schon wieder zum Speien. Die Grenze zum Kapitalismus und Kommerz ist im Kunstmarkt eine dünne und fragile, da geht’s dahin am glatten Eis. Vielleicht hat Daniel Richter in dem Interview ja recht wenn er sagt: „Nirgendwo ist die kapitalistische Ideologie so eindeutig wie im Kunstmarkt.“? Der Richter bekommt auf jeden Fall den Preis für den besten Bildtitel!

an einer wand in sbg

Grundsätzlich ist Kunst (ich meine mit Kunst immer alle Spielarten, Bildende, Musik, Performance etc.) etwas völlig Sinnloses, vom wirtschaftlichen Standpunkt aus betrachtet. Sagt der gelernte Ökognom! Auch Gnome werfen Schatten. Für die Seele ist Kunst aber sowas von essentiell und beinahe unentbehrlich, dass wir ohne sie gar nicht überleben könnten! Wage ich zu behaupten. Wir sind kein animal religiosum, sonder ein animal artarium! Sobald auch nur ein Mensch vor einem Kunstwerk innehält und sich den Kopf kratzt sind wir Affen, ach nein natürlich nicht, wos? Also, wenn sie uns raus reißt aus dem Alltagstropf, ja dann hat sie schon ihren Sinn erfüllt.

Kunst kommt vom Müssen und heißt somit Munst. Manche können ja gar nicht anders als zu müssen, es muss raus aus einem. Es ist durchaus manisch so etwas (Marina Abramović, von der ist übrigens auch der Sessel, ihr Banausen) zu machen oder wie der getriebene Alberto Giacometti schon bemerkte, dass er quasi gar nicht anders kann: „What I am looking for is not happiness. I work solely because it is impossible for me to do anything else.“ Um nicht völlig den Faden zu verlieren nehmen wir euch bei der Hand und holen euch aus dem Dschungel der Kunst raus. Keine Sorge, ihr müsst keine menschlichen Hoden essen so wie es Rick Gibson in den späten 80ern machte, nein wir geleiten euch ohne garstige Begleiterscheinungen an sichere Gestade.

otto m.'s kommunarden having funEin bisschen schmutzig machen wir euch allerdings schon, denn das Gute liegt im Dreck und wir wären nicht Battle&Hum würden wir nicht weitergehen und dort ansetzen wo es zwickt. Hiermit eröffne ich eine kleine, in unregelmäßigen Abständen erscheinende Reihe über Kunst. Battle&Hum’s roter Faden (oder ist es mehr ein gelber Strahl?) durch die Kunst! Beginnen tun wir dort wo das Rampenlicht seltener hinkommt, bei der schönen Kunstform genannt: „Transgressive Kunst bzw. transgressive art“! Wobei wir natürlich auf das Einteilen in Kategorien sowie auf kleinformatige Zeitungen unseren Dung setzen. Kleine Genre Hilfen erlauben wir uns aber trotzdem, sonst finden wir aus dem ganzen Tohuwabohu ja nie raus.

Da wir einen Vertreter und den Godfather dieser Gattung schon gestreift haben werden wir am kommenden Samstag dieses Thema weiter vertiefen und ab 22:00 Uhr ziehen wir die Vorhänge zu und öffnen die Gehörgänge. Ei der Daus, das wird ein Synapsenrausch. No art is crime!

Post Skriptum: Mit „Volltrottel“ sind alle Geschlechter und Nicht-Geschlechter gemeint, voll eben!

MC Wuh

Veröffentlicht unter Teaser

Der Kampf ums Idealgewicht

Hund mit schlanker Linie!

Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass Hunde dieselben Krankheiten entwickeln können wie wir? Dass es z.B. eine dramatische Zunahme an Allergien und Unverträglichkeiten gibt? Dass Tumorerkrankungen bei unseren Vierbeinern gang und gäbe sind? Diesbezüglich sind die Hunde echte Kulturfolger. Sogar von Burnout  ist im Zusammenhang mit unseren Hunden des Öfteren die Rede. Auch der Kampf um die schlanke Linie ist nicht uns Menschen vorbehalten. Immer mehr Hunde sind übergewichtig, manche mehr, manche weniger. Das ist nicht nur optisch eine Beeinträchtigung, es hat vor allem gesundheitliche Auswirkungen und beeinträchtigt langfristig die Lebensqualität des Tieres.

Hundeernährungstrainerin

Bettina Specht ist Hundetrainerin und derzeit auf dem Weg zur  „Hundeernährungstrainerin“ . Sie betreibt in Leutasch die Hundeschule Tirol und hat das Projekt „Pfundige Hunde“ ins Leben gerufen, für das sie selbst – sozusagen probeweise – eine Diät gemacht hat.

Bettina Specht, Pfundige Hunde

Bettina Specht, Pfundige Hunde

Bettina Specht hat ein viel beachtetes Buch geschrieben „Angsthunde“, das schon vielen Hundemenschen geholfen hat, Ihren Vierbeiner besser zu verstehen. Auch mit dem aktuellen Projekt möchte sie Hundemenschen unterstützen und hat sich bewusst für ein online Angebot entschieden. Ihrer Erfahrung nach ist es Frauchen und Herrchen durchaus peinlich, einen dicken Hund zu haben und sich gewissermaßen öffentlich Hilfe zu suchen. Bei ihrem Fernkurs fällt diese Peinlichkeit weg und die HundehalterInnen können sich ohne Druck auf das Programm einlassen. Zunächst wird ein Ernährungstagebuch erstellt, das als Grundlage für die Fütterungsempfehlungen dient. Jede Woche erhalten die TeilnehmerInnen schriftlich einen Futterplan und – darauf legt Bettina Specht großen Wert – ein Beschäftigungsprogramm. Denn ohne gezielte Bewegung wird es mit dem abspecken nichts.

„Wer abnehmen will, muss essen. Unbedingt. Und genießen, denn wer aufhört zu genießen, wird ungenießbar“ aus  „Die Fettlöserin“ von Nicole Jäger

Aus eigener Erfahrung weiß Bettina Specht, wie wichtig es ist auch während der Diät zu essen – und zwar reichlich und genussvoll.

Bettina Specht ist Hundetrainerin mit Leib und Seele. Mit Lebenspartner Martin, 8 Hunden, 4 Minischweinen, 19 Hennen und einem Hahn, 2 Kaninchen und 2 Meerschweinchen lebt sie in der Tiroler Leutasch. „Zeitweise betreuen wir noch die Kuh Hanni und 10 Ziegen :-)“

Physiotherapie für Hunde

Auch Tina Flocken aus dem deutschen Wermelskirchen hat mit übergewichtigen Hunden zu tun. Sie ist Zertifizierte Hundephysiotherapeutin und hat sich auf ihre Fahnen geschrieben, HundehalterInnen zu motivieren, selbst etwas für die Fitness und Gesundheit ihres Hundes zu tun.  Ihr Ebook für Hundehalter zum Nachmachen heißt „Fit durchs Leben“ und enthält 25 Bewegungsübungen, Schritt für Schritt erklärt und bebildert.

Martina Flocken lebt mit 2 Podencos, von denen einer, Snowy, ein Handicap-Hund ist.  Snowy war nicht der Anlass für die Berufswahl des Frauchens aber ein gutes Beispiel für die Wirksamkeit der Physiotherapie.  Durch die Arbeit mit dem eigenen Hund weiß Tina Flocken ganz genau, was Physiotherapie leisten kann und wie positiv sich der Körper verändert.

Keine Reparaturfunktion

Physiotherapie kann allerdings nicht reparieren, was bereits zerstört ist, beispielsweise Schäden an den Gelenken. Wer seinen Hund physiotherapeutisch unterstützen möchte, egal ob es dabei ums Abnehmen oder um andere Themen geht, der sollte sich von einem Spezialisten zeigen lassen, welche Übungen wie ausgeführt werden. Einfach so drauflos werkeln, ist keine gute Idee. Nach erfolgter Unterweisung kann man allerdings vieles selbst machen und ist nicht darauf angewiesen, den Physiotherapeuten/die Physiotherapeutin vor Ort zu haben.

Martina Flocken betreibt auch einen Blog, in dem Sie Tipps und Anregungen gibt, wie Sie selbst Ihren Hund unterstützen können.

Servicebox:

Bettina Specht
Hundeschule Tirol
Pfundige Hunde
Facebook

Angsthunde: Definition, Diagnostik, Management, Trainingsansätze, erschienen im Animal Learn Verlag

Martina Flocken
Doggy FitnessFacebookTwitter

Publikationen: Blog, Buch Fit durchs Leben, Autorentätigkeit für Mein Herz bellt, und verschiedene Internetplattformen

Musik:

Peter Cornelius – Wie ein junger Hund im hohen Gras
Hot Dogs – I scream
Johnny Cash – Dirty Old Egg Sucking Dog

Sendung anhören:

Live auf der Radiofabrik 107,5 oder per Livestream am 2. Mittwoch im Monat um 12.06 und am 2. Donnerstag im Monat um 19:06 Uhr. Alle Sendungen zum Nachhören finden Sie hier.

Feedback und Kontakt: Karin Immler, www.knowwau.com

CIVILMEDIA17 & MEDIANA – 15 to 17 Juni 2017 – Save the Date!

Dear friends of Civilmedia,
We are happy to announce…


CIVILMEDIA17 & MEDIANA – 15 to 17 June 2017
Salzburgs UnConference for Community Media and Civil Society
in cooperation with national & international Partners

CIVILMEDIA Conference – CIVILMEDIA AWARDS – MEDIANA Conference
Bergstraße 12 (Kunstquartier) – 5020 Salzburg

Organizers: FS1, FRO, Radiofabrik

Partners: Verband Freier Radios Österreich, Verband Community Fernsehen Österreich, COMMIT – Community Media Institut, Dachverband Salzburger Kulturstätten, KUPF Oberösterreich, CMFE – Community Mediaforum Europe.

More information will follow soon.
Best, Alf Altendorf

Bettie Serveert – Venus in Furs

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 12. Februar“Bettie Serveert plays Venus in Furs and other Velvet Underground Songs” heißt der tatsächliche und auch unsäglich lange Titel des ganzen Albums, welches wir vorzustellen die durchaus erhebliche Freude haben. Denn auf unserer Suche nach besonderen, gelungenen oder sonstwie aus dem Standardsumpf kommerziösen Nachklapperns herausragenden Coverversionen haben wir ja schon jede Menge Scheißdreck nicht angehört (oder halt nur fast). Dabei fällt auch auf, dass die sonst so hyperaktiv hechelnde Zuplärre der üblichen Industrie-Promotoren sich genau dort lauthals ausschweigt, wo unserwelchen außerohrentliche Variationen der interpretativen Genussküche entgegenschwelgen. Soll heißen, dass kaum irgendwo verhandelt wird, was nicht auf die Seichtbahn des Schachterlns passt.

Bettie Serveert ArtworkSo auch im Fall der längst arrivierten und dabei überaus schaffensfrohen Indie-Band Bettie Serveert aus den Niederlanden. Anbei Aufnahmen aus ihrem Video Had2Byou – produziert von Tinca Veerman und Hannelore De Decker. Zum gegenständlichen Cover-Album mit den 1997 live im Paradiso aufgenommenen zehn Velvet-Underground-Songs findet sich kaum ein etwas Substanzielles aussagender Artikel. – Halt, doch, dieser hier auf INK19 sagt sogar etwas höchst Interessantes zum Thema Coverversionen im allgemeinen aus: “…at least I know what it is about these Dutch and Belgian bands I like.Despite a willingness to stick to traditional guitar/bass/drum forms, the bands seem to have a unique melodic character that sets them apart from British and American counterparts, using these tried-and-true formulas as a basis for experimentation, rather than simply parroting what’s cruising up the charts.”Parroting bringts aber sowas von auf den Punkt! Ich übersetze es daher mit “nachpapageien” und es versinnbildlicht mir augenblicks, was ich speziell auch im österreichischen “G’schäft” oft so unsäglich vermisse. Just neulich fiel mir da wieder einmal entsetzlich entgegen, was für schlechte Schauspielchargen die hiesigen Provinzpoptrotteln doch sind. Dann schon lieber was Wesentliches: Bettie Serveert – gut zu hören.

 

Sammelsurdistan

> SENDUNG: Perlentaucher Nachtfahrt vom Freitag, 10. FebruarWillkommen in dem Land, das es nicht gibt und für das Google bis dato noch keinen Eintrag fand. Worauf wir übrigens stolz sein dürfen. Inspiriert von “Sammelsurium” (als was unsere Sendungen häufig bezeichnet werden) und der einst legendären Radiofabrik-Sendung namens “Willkommen in Absurdistan” sowie naturgemäß auch von Rio Reiser oder Karl May (Ardistan und Dschinnistan) haben wir dieses Kunnstwort zum Sendungstitel gemacht. Derlei Quellenstudium zwischen Artefakten und Artefiction soll uns ja noch öfter begegnen, wie Figura und Dramaturgia zeigen. Mit dem Affenschrei wird es also Umpf Uhr. Und schon befindet ihr euch gegen alle Hörgewohnheiten in diesem etwas anderen Geschmacksbiotop namens Sammelsurdistan. Mahlzeit und Guten Morgen!

Bettie Serveert Zur Erinnerung: Als Perlentaucher wollen wir aus realexistierendem Informationsvielflat jene seltenen Kleinodien ans Licht befördern, die uns deshalb sinnvoll erscheinen, weil sie nahrhaft, förderlich und inspirierend sind, wenn es um ein friedvolles und gerechtes Leben geht, in einer Welt, die eben auch ein nichtnachwachsender Planet ist. Und als kunnst-schöpferische Menschen mit Ambitionen zur Weltrettung (oder zumindest Verbesserung) wollen wir diese von uns gesammelten Kleinodien in neue Gestalten überführen und in unübliche Zusammenhänge stellen, so dass wir mit euch gemeinsam die Hoffnung hegen und das Plänzchen Perspektive begießen können. Die heiligen Collagen von Sammelsurdistan, nur durch Verwendung zu verehren, ein fröhliches Vernügen inmitten von Dreck und Tristesse. Schpritzmajim und Amen.

SammelsurdistanZudem auch eine etwas andere Spurensicherung quer durch alle Ursachen: “Wollt ihr die globale Seppublik des Humpfhiasltums? Oder darfs a bissal mehr sein?” Wenn Dummheit grenzenlos wird und Ignoranz international, dann ist es höchste Zeit, Inseln des Echten zu stiften, vom Guten, Wahren und Schönen ganz zu schweigen! Oder kreativ zu sein mit dem Eigenen im angeblich Fremden, so wie unsere unendlich produktiven Kollegen von der drittbesten Sendung der Radiofabrik (nach Artarium und Nachtfahrt) “Battle & Hum”, die in ihrer 52. Ausgabe (ab Minute 10 gut zu hören) eine Mundartübertragung des Velvet Underground Klassikers “Venus in Furs” zum Allerbesten gaben, was sich nur vorstellen lässt. Und die zudem einen Sendungsblog haben, der Phantasie und Wortwitz zu literarischer Qualität malmt. Almdudler akbar!

Mathias EnardEin weiteres Kleinod werden wir diesmal als Mittsendungseinlage vorstellen, ein Interview aus dem schier unerschöpflichen Fundus von Druckfrisch (ARD Das Erste) dem wir immer wieder inhaltliche wie musikalische Anregungen verdanken. “Sie betreiben hier in Barcelona auch ein libanesisches Restaurant…” Und schon gewinnt ein Gespräch Geruch, Geschmack, Gestalt. Da unterhält sich nämlich der Frontman der deutschen Literaturkritik, Denis Scheck, mit dem französischen Autor Mathias Enard über dessen Roman Kompass – im besten Sinne zur Lektüre appetitanregend. Wir senden dies mit Erlaubnis der Produzenten im Radio – für die Hör_innen unserer Aufzeichnung verweisen wir auf die ungemein übersichtlich gestaltete Mediathek von Druckfrisch sowie den entsprechenden Beitrag allhier. Wie schon gesagt, Mahlzeit

und Guten Morgen!