Hoppelconference

> Sendung: Artarium vom Ostersonntag, 27. März – Wir sind die Hasen! Und deshalb bringen wir auch heuer die Eier. Zum Anmalen, zum Ausblasen, zum Suchen und Finden. Zum Wohlsein! Das Vorfrühlingsfest der Frohlocksmusik. Das Aufstehungsbimbam der Verwirrten und Verzerrten zwischen Daunenwelt und Dunkel. Zwaa Gnostiker in eiliger Mission. Ding dong, liebe Literaturfreunde, nicht jeder, der ins Mikrofon brüllt, denkt sich was dabei – oder hat auch was zu sagen. Anders hingegen ist es bei den Philosophen der Popkultur, Artarium, dem etwas anderen Kunnst-Biotop, schon seit über 100 Jahren. Und man muss sich fragen, warum das Artarium noch nicht im Besitz des Literaturnobelpreises ist. Die letzte allgemeine Verunsicherung vor der Ausfahrt ins Diffuse, Inhaltslose und Öde. Mit ostereirischer Musik! Wir spielen die Hitz…

36 uhr…aus 5 Jahrzehnten Hasenhistory (ganz ohne Guido Knopp). Von White Rabbit zu Frightened Rabbit. Chasing Rabbits von Run Rabbit Run zu Rabbit Heart (and the Machine). Dazu gibts dem Anlass entsprechend Bad Eggz mit Christian Brückner und gscheit was auf die Glocke mit Marcel Reich Ranicki. Doppelt gehoppelt und rührend geschüttelt! If there is something, in every dream home a heartache: Both ends burning. Und zu diversen Weibi-Sagern der Sendungsmacher-Kolleg_innen von Rock, Punk & Politics oder Schallmooser Gespräche sei einmal angemerkt, dass uns als nicht-heterostereotyper Zweiheit so eine Zuschreibung von Männer- oder Frauenrollen genauso wunderlich vorkommt, wie wenn man etwa beim Chinesen angesichts der Stäbchen fragen würde: “Welches ist denn das Messer – und welches die Gabel?

Amen

 

Schalttag

Feb29

Bei unserer Sendung zum Schalttag 2016 haben wir wir Musik von Personen ausgewählt, die am 29. Februar entweder das Licht der Welt erblickt haben oder von dieser gegangen sind.

Zu hören gab es:

The Monkees – Riu Chiu
Richie Cole & Eddie Jefferson – Waltz for a rainy Bebop Evening
Anne Marie Moss – Baltimore Oriole
Westbrook Orchestra – Rossini – Wilhelm Tell Ouverture II & III
Alessandro Striggio -Missa sopra Ecco si beato giorno – Kyrie
Reri Grist – W.A.Mozart – Venrai Carino aus Don Giovanni
Gerard Pensanel & Antonello Salis – Blackbird
Dinah Shore – It had to be you
Saul Williams – Tao of Now

Die Sendung ist nachzuhören unter: http://cba.fro.at/309695

 

Battle&Hum#68

Battle&Hum #68

(Samstag 19.03.2016, Stairway zum Nachhören)

DJ Waluliso und MC Gandhy braten euch ein paar Friedenstauben, dass euch das Sehen vergeht. Das Hören braucht ihr ja noch. Spin that shit!

 

the playlist:

MC Randy Andy’s Bombtracks:

  • 2. Fehlfarben (monarchie und alltag) – apokalypse
  • 3. Sun Ra Arkestra (nuclear war) – nuclear war
  • 4. Peaches (war child heroes) – search and destroy

DJ Ridi Mama’s Rohrkrepierer:

  • 2. Tocotronic (wie wir leben) – wie wir leben
  • 4. Mischkultur (fliagn) – fliagn

Die Angst ist unser Feind. Wir denken , es ist der Hass, aber es ist die Angst.  (Mahatma Gandhi)

 !WICHTIGER HINWEIS!

Ab sofort stehen unsere Sendungen nur mehr beschnitten (ohne Musiktitel) auf der CBA Archivplattform zur Verfügung. Dies soll uns Sendungsmacher vor Urheberrechtlichen Verfolgungen schützen. Aber seid nicht traurig ihr könnt weiterhin mit Hilfe eines Passwort jede Sendung voll und ganz herunterhobeln.

Streamen ist ohne Passwort möglich nur für den Download benötigt man ein Zauberwort.

Dieses Passwort lassen wir jenen interessierten welche uns ein E-Mail schreiben gerne zukommen.

Opens window for sending emailinfo@battleandhum.at

Klicket das gelbe Schlößchen (links unter der Musikdatei) an und gebet dann das Passwort ein und das Glück kommt in Strömen!

Zur Abstimmung HIER entlang! (Die Wahlkabinen sind bis Monatsende geöffnet, wo gibts denn sowas…….)

Das Kabarett ist tot

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 20. MärzDas Kabarett ist nicht tot. Und auch nicht totzukriegen. So formulierte es Georg Kreisler schon in den 70er Jahren: “Der moderne Kabarettist hat eins erfasst: Bleibe sympathisch, dann bist du demokratisch.” Denn wie Schauspieler auf den Bretterstrich gehen, der ihnen die Welt bedeutet, und mit ihrer Kunst um die Gunst des Publikums buhlen, so wetteifern auch Kabarettisten (und -innen!) um Sympathien und Sendeplätze, was wohl ein Grund dafür ist, warum wirklich kritisches politisches Kabarett gerade hierzulande Seltenheitswert besitzt. Während in Deutschland Satireformate wie Die Anstalt oder heute-show prominent platziert im öffentlich-rechtlichen Fernsehen (ZDF) stattfinden, beschränkt sich die satirische Systemkritik in Österreich auf Gags bei Stermann und Grissemann

Marksalzburg

MARK 2007 (Foto: Angela Armstorfer)

Für uns beinah “so sexy wie ein Quickie am Dixiklo” (danke Volker Strübing). Darüber hinaus hat man sich bereits reichlichst überlegt, wieso das politische Kabarett in Deutschland noch immer lebendig wirkt, während es in Österreich fast schon verschämt als Mumie seiner selbst in den Nischen des Untergrunds umzugehen scheint. Belassen wir es halt einmal dabei – und hören, sehen, spüren wir uns stattdessen dortselbst um, wo eine besondere sprachliche Eleganz des Vortrags uns Lust auf Erkenntnisgewinn erwecket (Jochen Malmsheimer) oder die Geübtheit des Gedankengehens uns neu kombinierte Einsichten ins Erbe humanistischer Bildung beschert (Georg Schramm). Zwei solche Vorträge haben wir bei der Veranstaltung “Große Kleinkunst” – 50 Jahre Unterhaus (in Mainz) entdeckt. Zudem gibts den früheren Weltklasse-Bariton Thomas Quasthoff, den wir als humorigen Helene-Fischer-Interpreten kennen, und der in seinem ersten 3-Personen-Programm “Keine Kunst” einen furiosen “Faust 1 und 2 in 3 Minuten” abfeuert, dass einem die Breitseiten weh tun. Worum könnte es beim Kabarett also noch gehen, wenn das Private politisch oder das Kulturelle kritisch betrachtet wird?

“Verantwortungslose Verwaltungsfachangestellte mit Kontrollzwang, also das, was wir in Verkennung der Wahrheit Regierungen nennen, versuchen uns einzureden, die Voraussetzungen für ein anständiges Duell seien inzwischen weggefallen. Aber das stimmt nicht. Im Gegentum, sie werden ständig mehr! Die staatlichen Organe aber sind nur desinteressiert, willenlos, kenntnisfrei oder zu stumpf, um empfindliche Menschen zu schützen oder diesen im Schadensfalle Genugtuung zu verschaffen. Nehmen wir es darum wieder selbst in die Hand, und streiten für das Gute, Schöne und Wahre! Ziehen wir die Klinge blank gegen rhetorische Gedankenarmut und geschmackliche Totgeburten, gegen sinnliche Verwahrlosung, gegen die Vertalkung des Gesprächs, gegen die Kompostierung des Kompliments, gegen die Verrohung der Verehrung, gegen die Veröffentlichung alles Privaten, gegen die Verachtung des Fremden, gegen Dumpfbichelei und Herzverholzung, gegen die Lawinen von Scheiße, die sich durch die wirkliche wie die virtuelle Welt wälzen und unser aller Leben bis in das letzte Filament hinein durchseuchen, gegen den ganzen verdammten Rotz, der da draußen jeden Tag unwidersprochen in unser Leben geschissen wird. Forden wir sie heraus!

Jochen Malmsheimer

 

Stadtteilradio Itzling im März: Wir tanzen orientalisch in den Frühling und sprechen über engagierte Deutschlernangebote in Itzling

IMG_20160310_141052Fließende Bewegungen, weiche Hüftkreise und stimmungsvolle Musik – das konnten wir uns nicht entgehen lassen und sind für euch zum Orientalischen Tanz in das Bewohnerservice Itzling gegangen. Vor Ort spricht Aminta Mahmoud mit uns über getanzte weibliche Körperweisheit und über die Heilsamkeit des Orientalischen Tanzes. Fröhlich mitgetanzt hat auch Margaretha Griesebner, die beim Faschingsgschnas in Itzling bereits mit ihrer Deutschlerngruppe interkulturelle Tanzerfahrungen gemacht hat und uns außerdem noch an ihren Erfahrungen als ehramtliche Deutschlehrerin im ABZ-Haus der Möglichkeiten teilhaben lässt. Hört rein am Freitag, dem 25. März um 17.00.

Studiogast und Interviewpartnerinnen: Aminta Mahmoud, Margaretha Griesebner, Antje Kindler Koch

Technik: Fatma Ahmad Said

Redaktion und Moderation: Fatma Ahmad Said, Ana Y. und Martha Schweissgut

2016_03_Fatma_Martha

Palmesel Europa

Nachtrag zu B&H #67!

Seit 00:00 Uhr wird zurück geschickt. Ab Sonntag den 20.03.2016 Herz und Hirn geschlossen. Europa macht dicht, hoffentlich endet das nicht mit einem cerebralen Darmverschluss. Ich distanziere mich von dieser Europapolitik der Angst und des Rektum Turnens.

Ich weigere mich, mit einer reaktionären türkischen Regierung zu verhandeln. Das Kabinett Erdogan tritt die Demokratie mit Füßen, eine kritische Zeitung wird übernommen, Twitter wird nach Belieben gesperrt, die first Lady preist die Vorzüge eines Harem und am liebsten würde die tükische (sic!) Obrigkeit die Kurden in Syrien und auch gleich im Irak unter dem Deckmantel der Terrorbekämpfung niedermachen. Let’s Fes!

Europa lässt sich auf einen billigen Menschenhandel ein und besudelt dabei den eigenen Wertekatalog. Bei dem „Deal“ wird nicht einmal versucht die gefährlichen Schlauchboot Überfahrten zu stoppen sondern bereits in Griechenland angekommene, werden wieder zurück in die Türkei geschickt und andere eins zu eins direkt nach Europa gebracht. Nicht einmal das schaffen wir.

Es entsteht der Eindruck, das so manch gemäßigte, konservative Regierung die Hosen, vor einer erstarkenden Rechten, bereits jetzt schon gestrichen voll hat. Die neuen Menschenfischer lachen sich ins Fäustchen und feilen schon an freshen Grußformeln: Petry Heil! Ach, fick Dich!

Nein, da bin ich nicht dabei und schließe mich vollinhaltlich diesem offenen Brief an:

http://derstandard.at/2000032224084/Fluechtlingspolitik-Wir-distanzieren-uns

MC Wuh

 

Daddy Cruel

Daddy Cruel

Battle&Hum #68 am Samstag, 19.03.2016, 22:00 Uhr, diesmal mit Bums!

P1050971Ich KRIEG den Hals nie voll genug! Der Appetit geht manchmal soweit, dass ich mehr kotze als ich in den Schlund hineinstopfe, sagt sich der Vater aller Dinge. Es ist trotzdem nie genug, Speibsackerl gibt es eh wie Sand am Meer. Mehr, mehr Kanonenfutter muss Heer denkt er sich der Vati. Ist eigentlich keiner da der dem Vati das Maul stopft?

Weit und breit ist keine ernst zu nehmende Friedensbewegung zu sehen. Wo sind die pazifistisch bewegten Denkrohre? Hat es ihnen die Sprache verschlagen? Nur mehr gemütlich dösende Mittelschichtsgewichte auf der Couch? Lauter „Wenns der Wirtschaft gut geht, geht’s uns allen gut“ phrasendreschende Autsch-Potatos hier im Land? Will hier keiner mehr die Gesellschaftsordnung umwälzen? Wer hat der Mikl-Leitner eigentlich die Definitionsmacht erteilt, und überhaupt! Die Frau Innenministerin unterschreibt und genehmigt Waffen- und Munitionsexporte aus Österreich, zuletzt nach Saudi Arabien und Abu Dhabi. Juchu, geht’s eh noch? Alles so schön bums hier. Rheinmetall Defence war big in Third Reich, eine Tochter produziert Granaten in Schwanenstadt und bei Hirtenberger in NÖ, kann man sich die Panzergranaten online in einem PDF anschauen. Jö, die hat viele Splitterkörper, die nehmen wir für einen ordentlichen Splattereffekt. Wird da nur mir schlecht oder ist das normal?

P1050974Ich dachte wir haben ausgemacht dass da keiner mehr hingeht. Nö, je größer die Lüge desto mehr Menschen folgen ihr (Stuhl, wer hat das wieder gerülpst, ach ja der „Onkel Alf“, wie Geli Raubal ihren Halbonkel nannte, war‘s). Sieht so aus als wäre gerade dieser Satz das einzig wahre aus Hitlers Mund gewesen. Je hirnverbrannter die Ideologie desto größer das Geschäft der Warlords. Ich bin ja der Meinung dass die Religionen im Falle eines bewaffneten Konflikts nur als Strohimame vorgeschoben werden. Die Religion soll hier nur alles ideologisch fundamentieren und das eigene Denken in den Schlaf lullen. Gegrießet seist Du Allah, voll der Knarre!

Aber eigentlich dreht es sich immer um Land, Einfluss, Macht, Brot und Geld kurz gesagt, es geht um die Wirtschaft. Selbst im Falle des IS ist die Religion nur die Grundlage, um den letzten verkappten Sadisten zu rekrutieren. Schuld ist mit Sicherheit nicht die Religion, obwohl das Geschwurbel der lustig bekleideten, alten Männer aller Spiritus Vereine doch einigermaßen zur Verwirrung und Verhetzung der armen Schäfchen beiträgt.

Also wo sind die Gandhis und Jesuse (Mehrzahl Fehlanzeige, es kann nur einen geben!)? Die Bergpredigt vom netten Herrn aus Nazareth lasse ich ja noch gelten, womöglich ist es sogar das Einzige was uns irgendwie weiterhelfen könnte.             Selig die Friedensstifter und Stifterinnen! Mit erbarmungsloser Barmherzigkeit sollten wir den IS und Assad ersticken, höre ich Gandhi sagen. Europa nimm noch mehr Flüchtlinge auf, unsere Menschlichkeit und Freiheit soll euch beschämen ihr Schlächter.

Ich weiß ja auch nicht ob heutzutage gewaltloser Widerstand funktionieren würde und wer will da schon in der ersten Reihe stehen. Aber die Lösung liegt sicher nicht im, weiter Waffen exportieren und „feste druff“ schlagen auf den „Kopp“! Schimpft mich einen Träumer und Phantasten, ich aber sage euch die Feder ist stärker als das Schwert!

Die März Sendung von Battle&Hum kommt garantiert ohne Schmerz in Frieden über euch! Am kommenden Samstag den 19.03.2016 ab 22:00Uhr stopfen wir dem Vater das Maul. B&H wünscht eine gute Empfängnis. Peace!

(Sollten sich Mitglieder EINER Sekte hier herabgewürdigt fühlen, keine Sorge Battle&Hum würgt ALLE gleichberichtigt hinab und auch gleich wieder hoch!)

MC Wuh

Veröffentlicht unter Teaser

Yin und Yang

Der Übergang vom Winter zu Frühling ist eine spannende Zeit, kalt warm, immer heller aber doch noch dunkel, wenn sich die schwarz weiß entkleidete Natur langsam in buntere Gewänder hüllt. Eine Zeit der Gegensätze, einerseits, andererseits auch die Zeit, in der klar wird, dass es immer beide Aspekte braucht, um ein Ganzes zu schaffen. Yin und Yang. Im idealen Zusammenspiel beider Kräfte befindet sich das ganze jeweilige System, die Natur, der Mensch, der Körper, in Harmonie. Im Alltag heißt das zum Beispiel, dass wir im dynamischen Aspekt von Yang Absichten setzen, Ziele formulieren, diese aber auch im Sinne von Yin loslassen können, um das Leben zu genießen.

Unsere heutige Welt, auch die Yoga-Welt, ist sehr Yang geprägt. Daraus erwächst das Bedürfnis nach mehr Yin. Daher habe ich ein entsprechende Ausbildung bei einer der führenden Lehrerinnen auf diesem Gebiet im deutschsprachigen Raum absolviert: Tanja Seehofer. Ich freue mich sehr, die bei ihr gelernten Inhalte und erlebten Erfahrungen im eigenen Yin Yoga Unterricht demnächst weiterzugeben.

Aber kein Yin ohne Yang , oder? Also fehlt da wer… Also dachte ich an… Barbara! Barbara Januschka ist die einzige Inside Flow Yogalehrerin in Salzburg, und ab 1. April  unterrichten wir nacheinander jeweils eine dynamische Yang und eine entspannende Yin Stunde im Penthouse der Insel der Jugend.

Ambros im Artarium

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 13. März – Unser hämischer Beitrag zur Ö3-Quotendiskussion. Wie der freie Kunnstfunk den hoffentlich-rechtlichen Verhunzfunk eines Eigeneren belehrt oder Die österreichische Identität besteht eben in fortwährender Verneinung ihrer selbst. “Ideologische Missgeburten aller Länder, schleichts euch!” Zum 9. Geburtstag der real existierenden Sendungsidee Artarium gedenken wir wermutsvoll einer edlen Institution, welche durch die flächendeckende Formatradiotisierung des erwähnten ORF-Senders abgewickelt, eingespart und im wahrsten Wortsinn umgebracht wurde: Der Musicbox mitsamt ihrer allwöchentlichen Albumpräsentation “Die komplette LP”, einer derart genialen Erfindung im Medium Radio, dass wir sie zumindest monatlich als “Das ganze Album” wiederbelebt haben.

ambros“Es war einmal ein Radiosender namens Ö3 (nicht zu velwechsern mit einem heutigen Hit- oder besser noch Hiadlradio) und dortselbst ereignete sich beinah täglich “Die Musicbox”. Einmal in der Woche präsentierten deren auch sonst recht kunstsinnige Eloquenzen “Die komplette LP” ohne je drein zu reden. Welch ein Hörerlebnis! – Mit der Geschichte begann die regelmäßige Artarium-Albumpräsentation, genau am 16. Mai 2010 mit Somewhere in Afrika von Manfred Mann’s Earth Band.

Dazu gab es anfangs eine rekonstruierte Version der originalen Musicbox-Signation, die immer auch inhaltlich auf das jeweilige Album abgestimmt war. Hier gibts jetzt die entsprechende MusicboxAfricaSignation – zum Anhören und als Mp3-Download.

Das Pikante am eingangs gemachten Breitseitenhieb auf den ehemals (zumindest teilweise) avantgardistischen Radiosender Ö3 ist ja, dass durch ihn jenes Genre des Austropop geradezu miterfunden wurde, dessen ausgelutschteste Hadern dort heute bestenfalls noch als Nostalgie-Devotionalien aus dem Einheitsbrei hervor blubbern. Und dass die “einheimische Musikszene”, deren Förderung und Verbreitung diesen Sender über Jahrzehnte populär gemacht hat, jetzt von seinen Verantwortlichen zur Ursache aller Folgen ihres flachbildhirnigen Formatkonsumistmus umgepudert wird. Wolfgang Ambros hingegen, mit “Da Hofa” immerhin Verursacher des allerersten kommerziell erfolgreichen Austropop-Titels, hat darüber hinaus noch so Einiges von sich gerotzt, was dann im ORF aus ganz anderen Gründen nie gehört werden durfte.

Weg mit eahna, hautsas nieda,
sperrtses ein oda bringtses um!
De hobn ka Recht, de san vaurteilt
von vuanherein, wer scheißt si drum.

Wo ma hinschaut, nix wia Scheiße
und söba is ma mittn drin.
I kennt ma in di Goschn haun,
weu ich so ein Trottl bin.