Hadwig für ein Solidarisches Salzburg und Anders handeln bei Fvonk dich frei

[Nachtrag Feber 2018] Es geht auch anders – ein selbstbestimmtes Leben, nachhaltiges Wirtschaften und solidarisches Gestalten unseres Miteinanders. Davon ist Hadwig Soyoye-Rothschädl, Universitätslektorin, Landschaftsarchitektin, Mediendesignerin und Bundeskoordinatorin für Die LINKE Österreich  überzeugt. Seit vielen Jahren lebt und kämpft sie dafür neben ihrer politischen Positionierung in vielen Initiativen (Armutskonferenz Salzburg, Plattform für Zivilgesellschaft, …) mit.

Hadwig Soyoye-Rothschädl Die Linke SalzburgWir befragen Hadwig in der Sendung zu den Gründen und Zielen für ihr Aufstehen gegen Ungleichheit und soziale Kälte. So engagiert sich Hadwig aktuell für das bundesweite Bündnis Anders handeln – Globalisierung gerecht gestalten und wendet sich mit klarer Kritik gegen die neoliberale und ungerechte Wirtschaftspolitik in Österreich. Und wir sprechen dazu auch über ihre Arbeit im jungen Netzwerk Solidarisches Salzburg, das zum Ziel hat, „in einem breiten Bündnis engagierter Organisationen und Personen in Salzburg Aktivitäten zu planen, um dem zu erwartenden Sozialabbau und der Verschärfung menschenrechtlicher Problemlagen gemeinsam entgegenzutreten und politische Alternativen auf der Grundlage der Menschenrechte einzufordern“.

Wir freuen uns sehr auf eine spannende, weil kraftvolle und in ihrem Engagement mitreißende Studiogästin!

Turn your radio on!

Fvonk dich frei – Der Radiotalk mit AlltagsheldInnen. Am MO, den 26.02.2018 im Studio: Hadwig Soyoye-Rothschädl – live von 17:00 – 18:00 Uhr – Radiofabrik Salzburg über 107,5 und 97,3 MHz und im Livestream unter: http://radiofabrik.at/rafab_stream_low.m3u

Dummer August

> Sendung: Perlentaucher Nachtfahrt vom Freitag, 10. August – Ein dummer August kann einerseits eine bestimmte Figur im Ensemble von Zirkusclowns sein, ein sogenannter Rotclown (wegen der Nase), soweit die wissenschaftliche Einsicht zur Eröffnung unserer einstweiligen Betrachtung. Ein dummer August (mit Betonung auf der zweiten Silbe) kann aber auch ein missratener Sommermonat sein, der nicht nur viel zu schwülwarm daherwettert, sondern auch sonst allerlei Unannehmliches mit sich führt, wie etwa Fernsehnachrichten oder Studioumbau. Sobald der August (beliebig betonbar) also ein richtiger Ungustl wird, hilft nur noch eine Rot(z)nase, um sie ihm aufzusetzen, damit es vielleicht wieder lustig wird in dieser Rundumsauna des schweißtreibend erschöpfenden Vielzuviel, Vielzuschnell und Vielzunochmehr…

Dummer Hund“I dagrei de Hitz neama” sprach heut schon der Hase – und sprang in den Swimmingpool seines benachbarten Freundes. Dem Hund bleibt da nur Nina Hagen: “Ich war zuhause unter meiner kalten Brause”. Das erfrischt immerhin auch, wenn es einem viel zu HEISS wird. “Ich brauche mehr Wasser”. Soweit die Haushaltstipps der Redaktion. Es folgt die übliche Drogenwarnung. Gegen Abend ist zudem mit Bevölkerungszunahme zu rechnen, die breite Masse breitet sich aus oder so, wahnsinnig witzig. Ich bin halt auch schon weitgehend verdunstet. Was also soll das alles? In feuchtfroher Erwartung des Endes der Hitzewelle bespaßen wir sämtliche Aspekte des Unvermeidlichen – wie einst der liebe Augustin: “Alles ist hin!” Die allmächtige Liaison von Penis und Kapital. Und noch einmal setzen wir dem Unerträglichen unser Erlesenstes zuwider.

Dummer KrautschädlSo wird es allerhand Humoreskes wie auch Hintergründiges auf die Ohren geben. Die Darstellung des unerigierten Penis (Hazel Brugger) sowie das Fenster mit dem Hasen (Torsten Sträter), den Todesengel (Lisa Eckhart) und naturgemäß die unter “Drogenwarnung” verlinkte Habakuk-Parodie (maschek). Wir stellen jene 20-Jahre-Radiofabrik-Jingles vor, die wir in diesem Jahr erstmals als Perlentaucher beim Radioschorsch-Public-Voting einreichen – und schwätzen und lesen uns wie immer die Münder wund, dass nur noch massenhaft Flüssigkeit die Selbstentzündung abhüten kann. Selbstredend (sag ich ja) gibts auch die gewohnt außergewöhnliche Musik, durch die uns allen Trost und Rat widerfährt: “Mei Krautschädl is nämlich net deppad!”

Dummer Thomas BernhardOder Thomas Bernhard. Ist man ein dummer Mensch, sobald man in die entgegengesetzte Richtung geht, also nicht der Mehrheit und ihrer allgemein üblichen Denkwelt folgt? Die Führer, die uns heute befehlen, sind die Prinzipien und Sachzwänge des “freien” Marktes. Die Götter, die unseren Gehorsam verlangen, sind komplexe Systeme aus Ursache und Wirkung, die von ihren Betreibern ganz legal gegen uns verwendet werden. Irgendwelche Bundeshutständer und Plakatkasperln sorgen bloß für den gesetzlichen Rahmen, innerhalb dessen wir gewinnbringend verwurstet werden. Und jeder Mensch hat das Recht, ein dummer zu sein und zu jedem solchen Schwachsinn Ja und Amen zu sagen. Da muss man sich doch endlich in die andere, die eigene Richtung aufmachen. Immerhin darüber lachen. Dummer geht nummer…

 

Ankündigung Sendung #22: Lustlos? Motivationslos? Keinerlei Energie? Engelsgeflüster hören!

Sendetermin: Dienstag, 7. August 2018 um 20 Uhr auf der Radiofabrik Salzburg

Ihr fühlt Euch down? Aufraffen ist Euch nicht möglich? Der erste Schritt aus dem Bett ist Euch eine Qual? Kurzum: Es fehlt Euch an Energie und Ihr seid fast schon soweit die Website der Wirtschaftskammer Österreich zur Bewerbung des Berufsbilds der Humanenergetiker*innen aufzurufen?

3 Ebenen Modell

3 Ebenen Modell

Dann haltet ein! Lauscht zuerst dieser Ausgabe von Engelsgeflüster die sich diesem von der WKÖ geförderten Berufsbild widmet. Wir versuchen gemeinsam herauszufinden was Edelsteine, Bachblüten, Qui, Merdiane und so weiter und so fort mit dem 3 Ebenen Modell zu tun haben. Nicht zuletzt besprechen wir kritisch (untertrieben!) die Qualifizierungsoffensive der Humanenergetiker*innen. Dann und wann wird die Sendung unterbrochen und wir spielen objektiv gute Musik!

Rock im Dorf

Die Augustausgabe des Szenenwechsels kommt aus Oberösterreich.
Radio B138 aus Kirchdorf an der Krems ist Medienpartner des Rock im Dorf Festival in Schlierbach. Seit mehreren Jahren sind wir vor Ort um Künstlerinnen und Künstler zu interviewen, Konzerte mitzuschneiden und die Stimmung am kuscheligen Festival ins Radio zu bringen. Für Szenenwechsel im August gibts ein „Best Of“ der Live-Mitschnitte zu hören und ein Interview mit dem Festivalleiter Erich Pöttinger. Lokale Sounds, lokale Szene, lokale Action, sind beim Rock im Dorf Festival das Motto!

Infos zur Sendung:
www.rockimdorf.at

Hearts Hearts im Interview, Foto: Michaela Kramesch

Vom Ende des Zuhörens

> Sendung: Artarium am Sonntag, 29. Juli – Wenn das Ende des Zuhörens gekommen sein wird, erübrigt sich auch die Radiomacherei. 20 Jahre sind genug. Oder war da noch was? Justin Sullivan, unter anderem Sänger von New Model Army, schreibt in einem Nachruf auf den Radiopionier John Peel, wie dieser ihm einst “die Idee des Underground nahebrachte, wo seltsame Menschen erstaunliche Aufnahmen aus rein künstlerischer Motivation herstellten”. John Peel vertrat Zeit seines Lebens Ansichten, “die dem Zeitgeist fundamental entgegen strebten”, so etwa, “dass Musik einfach nur Musik ist, und dass jedweder Celebrity-Kult dafür vollkommen bedeutungslos ist, wie übrigens auch für alles andere”. Der Mann hat die Entwicklung der Medien- und Musikkultur immerhin schon seit den Sixties aktiv mitgestaltet…

Vom Ende des ZuhörensWas soll das allerdings heute, wo die einheimische Piratenszene vor gut 20 Jahren ein legal lizenziertes, kommerzfreies Gemeinwesenradio erstritten hat? Was machen wir hier in postmodernen Zeiten, in denen “das dialogische Prinzip” ja kaum noch von Mensch zu Mensch seine Gültigkeit hat? Wo stattdessen der von Pier Paolo Pasolini prophetisch vorhergesehene Konsumismus um sich greift und alles Individuelle zur massenblöden Mitmacherei niedertrumpelt? Wo es nicht mehr darum geht, dass man bekommt, was man braucht, sondern einem nur noch irgendein Event angedreht wird, der den Eindruck vermittelt, man sei irgendwie “Part of the Game”. Verdummt in alle Ewigkeit! Heilsverbrechen, wohin man schaut. Die Menschheit besteht aber nicht nur aus dem, was sich normieren und social engineeren lässt, sie ist so vielfältig wie das Leben selbst. Der Massengeschmack des Mehrheitsmainstream schädigt nicht bloß den Umgang der Menschen miteinander, er korrumpiert zudem das Selbstwertgefühl jedes Einzelnem, indem er uns alle kommerziell zweckwidmet und in die Nutzbarkeit der Gewinnstreber quetscht. Auweh! Viele Jäger waren schon immer des Hasen Tod. Umso wichtiger sind daher heute Überlebens-Soziotope wie etwa das “Freie Radio”.

Oder der erwähnte “Underground”, wo Menschen einfach etwas machen, weil sie es gut finden, und nicht, weil damit massenkompatibel Gewinn erzielt werden kann. Das Freie Underground Radio, wie wir es verstehen, ist eine Schutzzone zur Erhaltung der Artenvielfalt von Kunst und Kultur. Ein kommerziell nutzfrei gestelltes Gebiet, in dem sich der zwischenmenschliche Ausdruck wieder ungehindert entfalten kann. Feiern wir daher den Fortbestand des Zuhörens mit diesem Zitat von John Peel: “…dass das Radio ein viel mächtigeres Medium als das Fernsehen ist (und auch immer sein wird), weil es die Phantasie des Publikums erblühen (im Sinn von gedeihen) lässt.”

 

Dunkelbunt Sommertag

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 22. Juli – Seit ich zum ersten Mal von ihm erfahren habe, fasziniert mich der Name eines bestimmten österreichischen Künstlers, und zwar Friedensreich Regentag Dunkelbunt Hundertwasser. Vor allem das Wort Dunkelbunt schillert in allen unmöglichen Farben und stiftet so schon ganz von allein unsere Phantasie zum Selbstschaffen an. Dazu gibts noch allerlei Geschichten und Gerüchte, rund um des Meisters Verhältnis zum Abfall an sich – hier etwa eine sehr schöne Darstellung seines Manifests “Scheißkultur – die heilige Scheiße”. Das mit der Künstlerkacke “Merda d’artista”, die letzten Endes mehr Wert besitzen sollte als Gold, das war allerdings der italienische Konzeptkünstler Piero Manzoni. Dazu soll ihn sein Vater inspiriert haben, indem er ihm einst vorhielt: “Deine Arbeit ist Scheiße!”

Dunkelbunt SommertagKommen wir nun zum zweiten Begriff in unserem Sendungstitel, dem Sommertag. Der assoziiert ja seit Erfindung der Sommerferien alles Vorstellbare rund um Freibad, Freiheit und Freizügigkeit. Oder lieber Freibier? Was auch immer… Dennoch wohnt dem Sommersein oft nicht nur Schönes und Helles inne, sondern auch Abgründiges. Dann wirds dunkelbunt. Gisbert zu Knyphausen drückt dies in seinem Lied “Sommertag” zum Beispiel ganz vortrefflich aus. Oder aber Volker Strübing, der seinen alten Slamtext “Sommer ist Scheiße” für Kloß & Spinne (feat. Norbert) wieder aufbereitet hat. Ob ironisch überdreht oder dezent angedeutet: Jede Extase trägt immer auch den Absturz in sich, so wie das Bittere auch immer mit dem Süßen vermengt ist. Plattitüdeldüü. Doch was hat das alles mit der “Sommersendung” zum kommenden Sonntag zu tun? Schuld ist vor allem wieder einmal der Wetterbericht, der für diesen Stimmungshöhepunkt des Sommergenießens gröbliche Kälte sowie Regen vorhersagt. Wo wir doch eh schon aus dem provisorischen Rumpelkarma der Radiofabrik senden – und zudem an einem erheblichen thematischen Sommerloch laborieren. Was also anfangen mit solch ambivalentem Seinszustand im Zwischen?

Aus der Not eine Tuchent machen (oder wie das heißt) und den Pros and Cons der wortwörtlichen Sommerfrische auf den Grund spüren! Natursache, eine Andeutung. Dunkelbunt, urgemäß.

 

Wissenschaft einst und jetzt – von Erfindungen, Entdeckungen und Ideen

Welche technischen und wissenschaftlichen Errungenschaften und Erkenntnisse gab es bereits und was können wir daraus noch lernen?

Wie schaut es jetzt aus, welche Ideen schwirren in der Wissenschaft herum. Dank der neuen Medien wird der Austausch von aktueller Information aus der Wissenschaft einerseits erleichtert, der Überblick aber dadurch erschwert. Und ein tieferes Verständnis für all die vielen Detailgebiete der Wissenschaft ist oft nicht möglich.

Und auch die Geschichte der Wissenschaften hat unendlich viel zu bieten. In vielen Ländern, in vielen Kulturen wurden Erfindungen gemacht, Ideen und Vorstellungen in allen Disziplinen der Wissenschaft gemacht.

Weltbilder, also die Vorstellung von unserer Welt im Universum waren oft von religiösen Vorstellungen geprägt und nicht passende wissenschaftliche Ansätze wurden oft im wahrsten Sinne des Wortes verteufelt, die Vertreterinnen und Vertreter auch im wahrsten Sinne des Wortes mund“tot“ gemacht.

-> haben wir daraus gelernt oder zeigen sich gerade auch heute wieder solche Phänomene?

Da ich dieses Thema gerade diese Woche in einem Workshop im Rahmen der „International sommerakademy 4 women in engineering“ an der University of Applied Sciences in Wels behandelt habe, werde ich auch Aussagen der jungen Wissenschaftlerinnen dazu (allerdings auf Englisch) einblenden.

Sendungstermine (Radiofabrik 107.5 und 97.3 Mhz):

  • Fr. 13.7.2018 16:00-17:00
  • Mo. 16.7.2018 16:00-17:00
  • Mo. 30.7.2018 16:00-17:00

nachzuhören: https://cba.fro.at/379549

 

Eric Burdon – Winds of Change

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 15. Juli – In unserer monatlichen Sendereihe “Das ganze Album” greifen wir diesmal besonders tief ins Archiv der Zeitgeschichte und präsentieren ein wegweisendes Werk aus dem Jahr 1967, als sich erstmals der Widerstand gegen den Vietnamkrieg formierte, die Flower-Power-Generation den Weltfrieden anstrebte – und Experimente mit psychoaktiven Substanzen in Kunst und Kultur populär wurden: “Winds of Change” von Eric Burdon und seiner damals oft auch “The New Animals” genannten Band. (Hier die Beschreibung eines Fans). Nachdem wir uns mit der angesprochenen Epoche schon mehrmals befasst haben, vom israelischen Peacenik Abie Nathan bis zum Jahrhundertfilm Apocalypse Now, wollen wir nun speziell den Einfluss von LSD auf die Musikwelt jener Zeit würdigen.

Eric Burdon - Winds Of ChangeWie wir unlängst bei Bruce Eder auf Allmusic erfuhren, hat der Englandflüchtling Eric Burdon einige Monate vor den Recording-Sessions zu “Winds of Change” seinen ersten Acid-Trip versucht, was uns den Songtitel “Yes, I am experienced” auch jenseits von Jimi Hendrix begreiflich macht… Des weiteren wiederspiegelt sich diese “Eric-Burdon-Experience” sowohl in der Gesamtgestaltung des Albums (dem zeittypischen Psychedelic-Sound), als auch in einzelnen recht experimentellen Spoken-Word oder besser Word-over-Music-Tracks wie etwa “Poem by the Sea” und “The Black Plague”. Herausragend ist zudem sein Rolling Stones Cover von “Paint it Black” mit sitarähnlichen Violinklängen und improvisierten Textpassagen. Das ganze Album ist folgerichtig auch dem großen Inspirator des west-östlichen Musikdiwans, dem inzwischen völlig zu Unrecht verstorbenen Ex-Beatle George Harrison gewidmet. Wie dem auch immer sei – das gegenständliche Werk klingt und spricht für sich selbst – es gehört nicht nur (wieder) gehört, sondern es soll in seiner gesamten Anmutung mit allen zur Verfügung stehenden Sinnen erlebt werden. Weshalb wir es in voller Klänge (und originaler Länge) zu Gehör bringen. Hoffentlich auch zu Gespür! Gehen wir also gemeinsam auf eine (eben nicht nur Zeit-) Reise!

Are you experienced?

Yes, I am experienced.

Na, dann…

 

Tiertraining am Rande des Gesetzes

Der Anlassfall ist ein sehr trauriger. Ein Hund kommt zu Tode und zwar nicht einfach so, sondern beim Training mit dem eigens dafür engagierten Trainer. Der wird vor ein Bundesdeutsches Gericht gestellt, die Staatsanwaltschaft stellt fest, dass das Tier infolge des Drucks auf Kehlkopf und Luftröhre erstickte. Dennoch kam es nicht zu einer Verurteilung wegen Vergehens gegen das Tierschutzgesetz, weil das – so die Begründung – die berufliche Existenz des Mannes gefährdet hätte. Gegen Bezahlung eines Bußgelds in Höhe von 2800 Euro an die Caritas sollte das Verfahren eingestellt werden. Das lässt einen unguten Beigeschmack entstehen und viele Fragen bleiben offen.

Die deutsche Trainerin und Autorin Sonja Meiburg von der Online-Videoplattform  hey-fiffi.com befasst sich aktuell mit dem Thema „Gewalt im Hundetraining“. Der gleichnamige Artikel ist in der aktuellen Ausgabe der SitzPlatzFuss nachzulesen.

Mag. Claudia Haider-Kasztler betreibt die Hundeschule Canissimo in Hinterbrühl und ist Tierschutzbeauftragte der VÖHT, der Vereinigung Öst. HundeverhaltenstrainerInnen und -beraterInnen.

Für beide Damen ist tierschutzkonformer Umgang  eine Mindestanforderung im modernen Hundetraining. Hält der Trainer/die Trainerin sich nicht daran, sollte das auf jeden Fall Konsequenzen haben. Angesichts der eingangs geschilderten behördlichen Vorgangsweise stellt sich die Frage, ob eine Anzeige überhaupt etwas bringt.

„Doch, das bringt was. Vor allem dann, wenn es genügend Leute tun! Wenn es um jemanden geht, der das beruflich macht. Da würde ich auf jeden Fall Anzeige erstatten!“ Sonja Meiburg

Ist der Umgang mit tierschutzrelevanten Hilfsmitteln auch immer noch verbreitet, so geht man nach Meinung meiner Gesprächspartnerinnen inzwischen etwas vorsichtiger damit um und scheut allzu viel Öffentlichkeit. Unrechtsbewusstsein scheint also durchaus vorhanden zu sein. Werden etwa  Videos online gestellt, dann sind die Stachler dezent versteckt und die Arbeit mit den Hunden sieht wesentlich harmloser aus, als sie tatsächlich ist.

Seitens des Gesetzes gibt es sowohl in Österreich als auch in Deutschland klare Rahmenbedingungen. Deutsche TiertrainerInnen müssen zudem eine Prüfung zur Zulassung nach Paragraf 11 des Tierschutzgesetztes ablegen.  Auch in Österreich sind TiertrainerInnen verpflichtet, sich an das Tierschutzgesetz zu halten. Andernfalls besteht die Gefahr, dass sie mit einem Berufsverbot belegt werden.

Also heißt es, nicht die Augen zuzumachen und weg-, sondern sehr genau hinzuschauen, wenn Sie den Verdacht auf tierschutzwidriges Hundetraining haben. Wichtig sind genaue Aufzeichnungen, was Sie  wann und wo beobachtet haben, wenn geht  mit Fotos oder Videos oder einem weitern Zeugen, einer weiteren Zeugin belegbar.  Örtliche Tierschutzorganisationen, das Landesveterinäramt, Tierschutzombudsstellen sind Ansprechpartner für derartige Vergehen. Ist Gefahr im Verzug, sollte man auch nicht zögern, die Polizei einzuschalten.

Gewaltfreies Hundetraining mittels positiver Bestärkung ist inzwischen wissenschaftlich bestens untermauert und immer mehr HundehalterInnen freuen sich über einen partnerschaftlichen und freundlichen Weg, mit ihrem Hund umzugehen.

 

Servicebox:

Sonja Meiburg
Hey Fiffi
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Mag. Claudia Haider-Kasztler
Canissimo
Facebook

Lesetipps:

Die Welt in seinem Kopf, Dorothee Schneider, über das Lernverhalten von Hunden
Leben mit Hunden, gewusst wie, Stephan Wittenfeld
Verstehe Deinen Hund, Viviane Theby
Auf ins Leben, Imke Niewöhner

 

Hier geht’s zur Sendung

Musik:

Stephanie Werger, Einsame Wölfe
Reeba McEntire, God Dog, no bone
Dave Dudley, Hillibilly wolf
Blues Pumpn, the Wolfpack tapes live

 

Sendung anhören:

Live auf der Radiofabrik 107,5 oder per APP immer am 2. Mittwoch im Monat um 12:08 Uhr und am 2. Donnerstag im Monat um 19:08 Uhr. Nachhören ebenfalls über die Radiofabrik, über den Hunderunde Blog oder direkt über das Archiv .

Feedback und Kontakt: Karin Immler,  www.knowwau.com