Rund um den Peršmanhof

Artarium am Sonntag, 21. Juni um 17:06 UhrHeute abend um 18:00 Uhr veranstaltet der KZ-Verband/VdA im Hörsaal 388 der GesWi-Fakultät (Rudolfskai 42) einen Vortrag der Standard-Journalistin Colette Schmidt über einen skandalösen Polizeieinsatz am Widerstandsgedenkort Peršmanhof der Kärntner Slowenen im Juli 2025, dessen “Aufarbeitung” nach wie vor zu viele Fragen offen lässt. In der Einladung dazu heißt es: “Detailliert schildert sie den Ablauf der Attacke selbst und vor allem die bis heute nicht abgeschlossene Aufarbeitung des Peršmanhof-Skandals.” Wir werden uns diese Veranstaltung anschauen und am kommenden Sonntag davon berichten, speziell im Hinblick darauf, was diese unterdrückerische und feindselige Haltung von staatlichen Stellen in den betroffenen Menschen alles anrichtet …

Rund um den PeršmanhofMaja Haderlap schreibt in ihrem Roman “Engel des Vergessens” über das Fortwirken einer nie so richtig bewältigten Vergangenheit sowie die daraus entstehenden Folgeschäden: “Vaters Hilferufe verwandeln sich,  seit ich studiere,  in gesellschaftliche, ja, auch in politische. Ich beginne in öffentlichen Zusammenhängen zu denken. Bin mir sicher, dass es die Haltung zur Vergangenheit in diesem Land mit sich bringt, dass unsere Familiengeschichten so befremdlich erscheinen und sich in solcher Verlassenheit und Isolation vollziehen. Sie stehen in nahezu keiner Verbindung zur Gegenwart. Zwischen der behaupteten und der tatsächlichen Geschichte Österreichs erstreckt sich ein Niemandsland, in dem man verloren gehen kann. Ich sehe mich zwischen einem dunklen, vergessenen Kellerabteil des Hauses Österreich und seinen hellen, reich ausgestatteten Räumlichkeiten hin- und herpendeln. Niemand in den hellen Räumen scheint zu ahnen oder vermag es sich vorzustellen, dass es in diesem Gebäude Menschen gibt, die von der Politik in den Vergangenheitskeller gesperrt worden sind, wo sie von ihren eigenen Erinnerungen attackiert und vergiftet werden.” (Engel des Vergessens, S. 185/86)

Wie fühlt er sich eigentlich an, der Slowene in mir? Schauen wir einmal, was sich da so alles herausfinden lässt für einen gedeihlicheren Umgang mit uns selbst und mit der Welt … Wenn wir da noch etwas Laibach’sche Ironie drüber streuen, etwas gesellschaftskritische Viecherei darunter mischen und uns ein paar Gedanken über transgenerationale Traumaweitergabe machen … wohin wird uns das führen, wenn wir persönliche und soziale Vergangenheitsbewältigung als etwas begreifen lernen, das auch jenseits von aufgezwungenem Runterschluckenmüssen stattfinden kann?

 

Live And Let Live

 

Genug ist nicht genug

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 14. Juni – Vielleicht ist alles auch ganz anders. Bei Konstantin Wecker bin ich jedenfalls schon einmal voreingenommen, ich kenne ihn persönlich und er hat Spuren in meinem Leben hinterlassen. Spuren, die für mich wertvoll waren und mich in meiner Jugend dazu ermutigt haben, mich gegen das zu stellen, was mir als angeblich unveränderbar mitten auf meinen Lebensweg betoniert worden war. Er hat mich vor allem mit seiner Sprache dazu mitgenommen, meinen ganz eigenen Ausdruck zu entwickeln, nicht umsonst habe ich ihn immer wieder als “meinen Sprachlehrer” bezeichnet. Das alles hat mit dem 1977 erschienenen Album “Genug ist nicht genug” angefangen, das damals in Künstlerkreisen buchstäblich rauf und runter gespielt wurde – und das wir hier und heute noch einmal auflegen.

Konstantin Wecker - Genug ist nicht genugDas ist die eine Seite. Doch bliebe dieses Bild unverändert so in meiner Erinnerung bestehen, könnte man es durchaus als eine Idealisierung beschreiben, als etwas einseitiges und unverrückbares, das meiner weiteren Entwicklung mit der Zeit genauso behindernd im Weg stehen würde wie der eingangs erwähnte Vergangenheitsbeton. Denn ein mieser Macho, das konnte er auch sein. Ein Alkoholiker, der oft “eine Spur der Verwüstung durchs Leben anderer Menschen zog”. Und einer von den bösen Jungs, hinter deren rebellischen Posen ich mein Zartes und Verletzliches nur allzu gern versteckte. Seit ich aber sein Buch “Der Liebe zuliebe” gelesen habe, in dem er schonungslos über seine jahrzehntelange Alkoholabhängigkeit, seinen zuletzt erfolgreichen Entzug und seine ihm erst dadurch wieder bewusst werdende Verantwortung für alle Licht- und Schattenseiten seines wilden und zärtlichen, verwegenen und sehnsüchtigen, dramatischen und bedürftigen Lebens berichtet, beginne ich zu begreifen, wie sehr diese verschiedensten Facetten in uns allen ein wechselwirkendes Ganzes sind.

Und es erfüllt mich mit Zuneigung, und es erfüllt mich auch mit Abscheu – doch diese Gefühle, wie schmerzvoll und widersprüchlich ich sie auch erleben mag, sind meine Verantwortung, auch meinem eigenen Leben gegenüber. Sich jetzt abermals hinter einer der vielerorts angebotenen Entlastungsposen zu verstecken, wie etwa der des moralischen Rechthabens, bringt mich auf meinem Weg, meine eigenen Licht- und Schattenseiten in mir zu integrieren, auf gar keinen Fall weiter. Denn um für etwas verantwortlich sein zu können, solltest du es dir schon vertraut gemacht haben.

 

“Bitte … zähme mich!”, sagte der Fuchs.

 

PS. Der inzwischen auch ausgezeichnete Film IN BETWEEN. Ein Doppelportrait” ist bis Freitag, 20. 6. mehrmals täglich im Wochenprogramm von FS1 zu sehen, immer im Doppelpack mit dem wunderbaren “Schräge Vögel Studiotalk”, moderiert von Djordje Čenić (Studio West).

 

Perlentaucher unterwegs

> Sendung: Perlentaucher Nachtfahrt vom Freitag, 12. Juni – Zugegeben, zu diesem Titel hat mich unter anderem auch eine legendäre Radiosendung des ORF, nämlich “Autofahrer unterwegs” (1957 – 1999) angeregt. Der konnte damals, “als das Kind noch ein Kind war”, wirklich niemand entkommen, sofern ein Radio auch nur in der Nähe war. Also auch nicht dem tagtäglich um Punkt 12 Uhr einsetzenden “Mittagsläuten” einer österreichischen Pfarrkirche, womit (im Subtext fällt die Maske) allein schon in dessen fortlaufender Wiederholung die flächendeckende Katholizität des Landes festgeschrieben wurde. Doch heute, wo das ursprünglich evangelische Kind erwachsen genug ist, um auch diese Abzweigung von “Kirche” hinter sich zu lassen, wird es mit teuflischem Vergnügen mitten in der Nacht die Glocken läuten!

Perlentaucher unterwegsEine weitere Anregung, die sich um einiges nachhaltiger auswirkt, indem sie die gesamte Nachtfahrt-Perlentaucher-Sendereihe schon von der Grundidee des Titels her prägt, danken wir einem Kollegen, der in den Nullerjahren einmal das Konzept des Perlentauchens als eine generelle Lebenshaltung für unseren Umgang mit dieser Welt formuliert hat. Daraus sollte damals ein Dokumentar-, vielleicht sogar ein Spielfilm, auf jeden Fall etwas ziemlich Experimentelles entstehen. Leider hat es dazu nicht gereicht oder “es ging nicht besser”, wie auch immer, halt schon schade. Doch diese Grundidee, so habe ich sie zumindest damals verstanden: “Menschen wie uns, die die Welt so wahrnehmen, dass sie fortwährend eine Art Schatzsuche leben und noch im größten Dreck und unter den widerlichsten Umständen die verborgensten Besonderheiten entdecken, denen selbst die unscheinbarsten Ereignisse kostbar und wesentlich geraten, darin zu begleiten, sie kreativ darzustellen und zu feiern.”

Perlentaucher unterwegsZeit für eine Zwischenbilanz: Christopher Schmall und ich haben seit 2010 gemeinsam als “die Perlentaucher” hierohrs so allerlei entwickelt, gestaltet und zu Gespür gebracht. Von unseren allerersten “Adventsingen” über diverse Auseinandersetzungen mit dem letzten Abendnormahl des Heteronormativen sowie etwas (sehr) andere Betrachtungen zu Zeit und Lebenszeit bis in eine gegenwärtige filmische Umsetzung derartiger Lebens-Kunnst-Werke als Schräge-Vögel-Produktion unter dem Titel IN BETWEEN – Ein Doppelportrait. Man kann also sagen, dass sich da einiges aus der oben beschriebenen “Grundidee” wiederfindet. Und auch wieder nicht, denn war da nicht noch was anderes in all den vergangenen Jahren? Das vehemente Scheißdrauf im Hinblick auf das, was mir vorenthalten wurde? Das kämpferisch-aggressive Trotzdem, sobald es darum geht, sich einfach zu nehmen, was einem (auch vermeintlich) zusteht? Das in rotzigen, rebellischen Posen erstarrte Hausbesetzertum, auch wenn es ums bloße Daseindürfen geht? Also da sein, am Leben, bei sich, in der eigenen Heimat, die ja niemandem gehört und die einem auch niemand streitig machen kann? Was wäre das dann überhaupt – Heimat, Leben, Dasein? Und Flucht? Vielfalt? Vertreibung?

Perlentaucher unterwegsDie vor Jahrzehnten von Kindern und Jugendlichen an den Mauern rund um das Herrnauer Kloster- und Kirchenareal angebrachten Wandmalereien zum Beispiel sind solche inspirierenden “Perlen”. Ungeachtet der religiösen Mythen, in deren Kontext sie naturgemäß eingebettet sind, transzendieren sie ihre ursprüngliche Entstehung und laden zum “In sich aufnehmen” der ihnen innewohnenden Bildgewalt ein. Schier unerschöpfliche Schöpfungskraft aus stets wiederkehrender kindlicher Gestaltungslust sprengt die Grenzen unserer hergebrachten, eingewohnten und vorgefertigten Interpretationen. Wenn wir sie lassen. Wenn wir es zulassen können. Wenn du die Bilder, die hier im Artikel wiedergegeben sind, auf dich wirken, wenn du sie mit Respekt (also ohne sie vorab zu verzwecken, zu etwas machen zu wollen, was oder wozu sie deiner Meinung nach sein sollten) ihr Eigenleben entfalten lässtwas siehst du? Wie fühlt sich das an? Wo genau? Du tauchst gerade nach Perlen

 

oder, um es mit PeterLicht zu sagen: “Alles was du siehst gehört dir”

 

PS. Der inzwischen auch ausgezeichnete Film IN BETWEEN. Ein Doppelportrait” ist bis Freitag, 20. 6. mehrmals täglich im Wochenprogramm von FS1 zu sehen, immer im Doppelpack mit dem wunderbaren “Schräge Vögel Studiotalk”, moderiert von Djordje Čenić (Studio West).

 

VÖLLIG SCHWERELOS

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 31. Mai – Bei unserer Besprechung des Buches “Die guten Kräfte” hat mein Kollege Andreas Woldrich aka MC Randy Andy von der Sendereihe “Battle and Hum” noch ein weiteres Kompendium ähnlichen Aufbaus mit einbezogen, und zwar “VÖLLIG SCHWERELOS” von Wolfgang Zechner, welches wir euch diesmal aus guten Gründen vorstellen wollen. Während das erstgenannte Werk “Die Geschichte der österreichischen Popmusik in 100 Songs” erzählt, beleuchtet zweiteres “Glanz und Elend der deutschsprachigen Popmusik in 99 Songs”. Und dabei überschneiden sich die Themen und ihre Beispiele naturgemäß an der einen oder anderen Stelle. Ganz besonders dicht wird das in den jeweiligen Beiträgen zu Freddy Quinns “Wir”– da hat Wolfgang Zechner nämlich Entscheidendes bemerkt:

Wolfgang Zechner - Völlig SchwerelosTextautor der Biedermann-Polemik von 1966 ist der jüdische Holocaustüberlebende Fritz Rotter so weit, so bekannt. Dass er aber Zeilen wie “Denn jemand muß da sеin, der nicht nur vernichtet.” oder “Doch manchmal in guten, in stillen Minuten, da tut uns verschiedenes leid.” womöglich gar absichtlich “mitten in die deutsche Nachkriegsverdrängung eingeträufelt” hat, und dass er als Trägermedium dafür ausgerechnet den fraglosen Fixstern des seit dem Wirtschaftswunders geradezu explodierenden Heile-Welt-Sehnsuchts-Schlagergeschäfts nutzt – das ist fürwahr “eine steile These”, die allerdings, sobald sie ins Selbstweiterdenken übergeht, so einiges an weiterführenden Überlegungen zeitigt: Denn ist die damals in den 60ern aufkommende Auseinandersetzung zwischen den Generationen, die auch immer um die Fragen “Was habt ihr im Krieg gemacht? Seid ihr mitschuldig geworden? Warum habt ihr zu all dem geschwiegen?” kreiste, nicht irgendwie längst in der nächsten Lagerbildung nach dem 2. Weltkrieg, nämlich den Militärblöcken des Kalten Kriegs, stecken geblieben? Und ehrlich, die zugegeben unsäglich arrogant und oberlehrerhaft daherkommenden Vorhaltungen des Herrn Quinn lediglich durch die links/rechts-, schwarz/weiß- oder progressiv/konservativ-Brille zu sehen, ist mir doch zu dogmatisch, also zu dumm.

Wenden wir uns aber jetzt vom Elend ab … widmen wir uns ganz und gar dem Glanz: Eine meiner Leib- und Magenbands (meine slowenische Familiengeschichte spielt hierbei gewiss eine Rolle), die aus der NSK (Neue Slowenische Kunst) entsprungene Formation Laibach, wird in VÖLLIG SCHWERELOS unter der Überschrift “Die totale Anwesenheit von Pop im Werk Gottes” – nein, nicht erwähnt oder beschrieben, nicht einmal gewürdigt, sondern regelrecht besungen. Gegenstand der Betrachtung ist nämlich das in jeder Hinsicht hervorragende Opus-Cover “Leben heißt Leben”:

 

“Eine slowenische Band hatte den englisch klingenden Pop-Song einer österreichischen Band genommen, den Nonsens-Text wortwörtlich ins Deutsche übertragen, um ihn sodann mit starkem Akzent zu singen. Die mehrfache Brechung brach den Bann. Der gordische Knoten wurde durchschlagen. Das gute, alte deutsche Pop-missverständnis wurde aufgelöst, das Ende der Geschichte erreicht.

Schön wär’s. Leider ging die Geschichte weiter. Eine Handvoll Punk-Musiker aus der ehemaligen DDR bekam Wind von „Leben heißt Leben“. Nach dem Mauerfall befreiten sie das Laibach-Konzept von allem, was daran intelligent und interessant war, und ersetzten die orchestrale Instrumentierung durch kreuzbrave Metal-Riffs. Mit rollendem R, Malen-nach-Zahlen-Texten und einem brachial-drögen Sound machten sie sich daran, die Rock-Welt zu erobern. Doch das ist eine andere Geschichte, die ich später in der gebotenen Ausführlichkeit erzählen werde.” aus VÖLLIG SCHWERELOS (S. 252)

 

Apropos Steile Thesen – am 17. Juni gibts die auch live in der SFU Wien

 

Hörsturz #11: Hallo, 19. Jahrhundert. Bye-bye, 21. Jahrhundert?

Der nicht-kommerzielle Rundfunk sitzt in der Förderfalle. Führen Wege wieder hinaus?

Wenn die Welt wieder nach dem Recht des Stärkeren tickt, Nazis um jede Ecke grüßen und selbst einfachste Prinzipien der Aufklärung in Frage stehen, kämpft der nichtkommerzielle Rundfunk mit Herausforderungen.

Die Strategien zur Bewältigung sind ebenfalls bekannt: „Resilienz“, „Wehrhaftigkeit“, die Vermeidung von Abhängigkeiten und die Stärkung des Selbstbewusstseins. Es gilt, sich auf die neue Lage einzustellen.

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The Rainbow Division

> Sendung: Artarium vom Pfingstsonntag, 24. Mai – In unserer letzten Nachtfahrt der Perlentaucher “Vom Fallen zum Fliegen” haben wir gefragt, wer die Geschichte des dreifarbigen Regenbogens an einem Türmchen nahe der Basteigasse kennt. Und im Artikel dazu auch gleich die Antwort gegeben: Die doch für manche überraschende Auflösung haben wir dem Buch “ERINNERN STADT VERGESSEN” aus dem Mosaik-Verlag entnommen. Es handelt sich dabei nämlich nicht um (in die Jahre gekommene) Graffiti-Kunst von farbverspielten Salzburger Anti-Grauschleier-Kids, sondern um das Symbol der 42. Infanteriedivision der U.S. Army, der Rainbow Division, welche sich 1945, im Zuge der Befreiung Salzburgs von der NS-Herrschaft, auch hier in der Stadt einquartierte – und ihr Revier mit dem Zeichen des Regenbogens markierte.

The Rainbow DivisionEine schöne und sympathische Hinterlassenschaft, die an eine wirkliche BEFREIUNG erinnert: von Gesinnungsterror, Verfolgung und Unterdrückung, Krieg, Not, Elend, Hunger, Vertreibungund dem millionenfachen Morden an Unschuldigen, aus niedrigsten Beweggründen wie etwa Habgier, Mordlust, Rachsucht, Rassismus

Es ist schon bemerkenswert, dass kaum jemand die Geschichte des Regenbogens an diesem speziellen Ort kennt – oder das Zeichen der Rainbow Division in dieser bunten Wandmalerei erkennt (die aufgrund des starken Verkehrs am Rudolfskai leider schon stark verwittert ist, das gleiche gilt für die daneben angebrachte Erklärtafel, die ob ihrer Verdrecktheit kaum noch lesbar ist). Nächste Frage: Warum hat diese 42. U.S. Infanteriedivision überhaupt den Regenbogen als Symbol? Interessant

The RainbowWir nehmen all dies zum Anlass, in unserer Sendung noch mehr über das Symbol des Regenbogens in verschiedenen historischen, gesellschafspolitischen und mythologischen Zusammenhängen herauszufinden, und auch darüber nachzusinnen, was mit diesem ebenso flüchtigen wie faszinierenden Naturphänomen passiert, wenn man es “einfängt” und es sich dann irgendwie “auf die Fahne schreibt”. Es gibt da ja einige konkrete Beispiele, von der biblischen Geschichte über die Bauernkriege und die Friedensbewegung bis zum Symbol der LGBT-Bewegung (der aktuelle Begriff ist wohl LGBTQIA+ doch da fehlt mir persönlich das * aber wahrscheinlich ist das auch schon wieder überholt, überholt es sich fortwährend selbst, womit wir bei der Flüchtigkeit des Phänomens an sich kurz innehalten könnten …) Vom Schnelldurchlauf in die Superzeitlupe: Was gibt es eigentlich noch für kulturelle, spirituelle, mythologische Bedeutungsebenen jenseits der uns “aufs erste assoziieren” geläufigen – oder der uns von unserem kulturellen Hintergrund vorgeprägten? “The Rainbow Serpent” aus vielen Schöpfungsmythen der Aborigines (der indigenen Völker Australiens) könnte uns auf eine Reise jenseits unserer Vorstellungen mitnehmen. Neugierig?

 

Bloody Rainbow

 

Battle&Hum#160

Samstag 16.05.2026 (Stairway zum Nachhören)

This Radioshow kills fascists!

 

MC Randy Andy’s Partisan:innen:

  1. Maustetytöt (eivät enkelitkään ilman siipiä lennä) – syntynyt suruun ja puettu pettymyksin
  2. Woody Guthrie (my dusty road) – tear the facists down
  3. The Wolfe Tones (let the people sing) – come out ye black and tans
  4. RB Chorus (yugoslavian partisan songs) – drug tito zove

 

DJ Ridi Mama’s Revolutionär:innen:

  1. Laura Rafetseder (the minor key club) – ballad of zhanaozen
  2. Hannes Wader (singt arbeiterlieder) – solidaritätslied
  3. Angine de poitrine (vol.1) – sherpa
  4. Commandantes (lieder für die arbeiterklasse) – die arbeiter von wien

 

„Sich fügen heißt lügen.“ (Erich Mühsam)

 

Zur Abstimmung folget dem LINK!